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Entlastung in der EnergiekriseWarum der Tankrabatt genau richtig ist

Wir brauchen mehr Großzügigkeit im Kleinen für die utopische Transformation im Großen. Ein bisschen Gießkannenprinzip schadet dabei gar nicht.

Ver­brau­che­r:in­nen tanken bei steigenden Preisen trotzdem und sparen eher woanders Foto: Steve Braun

N ormalerweise geht es hier um Reformen für eine bessere Welt. Heute nicht. Heute geht es um etwas Grundsätzlicheres. Das richtige Mindset. Keine Sorge, nicht so wie es „So wirst du erfolgreich“-Karrierecoaches als Kalenderspruch verwenden, sondern als progressives Konzept. Zum Beispiel für eine Energiepreiskrise, wie sie gerade wegen des Irankriegs wieder über uns rollt.

Wer die Welt grüner und gerechter machen will, braucht schließlich nicht nur die besten Ideen, sondern dafür auch noch politische Mehrheiten. Denn nur die führen in unserer Demokratie zu Macht, mit der sich die Welt verbessern lässt. Tosender Applaus in linksgrünen Blasen verändert alleine nämlich gar nichts. Grüne und Linke scheinen das in der aktuellen Debatte um Spritpreise jenseits der 2-Euro-Marke und der harschen Kritik am Tankrabatt als Entlastungsmaßnahme zu ignorieren.

Der Soziologe Steffen Mau schreibt in seinem Buch über Triggerpunkte. Das sind Probleme, an denen gesellschaftliche Konflikte und Spaltlinien sichtbar werden. Die steigenden Spritpreise sind ein Paradebeispiel dafür. Für jene, die auf ihr Auto angewiesen sind, um Familienalltag und Beruf zu wuppen, sind sie nämlich ein Gradmesser dafür, ob das eigene Leben noch bezahlbar ist. Sie sind im Alltag extrem sichtbar, jede Tankstelle wird zur Anzeigetafel der Krise. Sie erzeugen Verteilungsfragen. Und sie lassen sich politisch aufladen – Klimaschutz gegen Bezahlbarkeit, Auto gegen Bus, Stadt gegen Land.

Bei Entlastungsmaßnahmen in Krisen geht es nicht nur um ökonomische Effizienz, sondern auch darum, diese Triggerpunkte sensibel zu beachten und notfalls auch symbolische Entlastungen zu wählen. Maßnahmen, die vielleicht nicht perfekt zielgenau sind, aber dort wirken, wo der Schmerz entsteht: in diesem Fall direkt an der Zapfsäule. Und die ein Signal senden: Der Staat sieht dich – unabhängig davon, ob du einen 14 Jahre alten Polo auf dem Land fährst oder ein geleastes E-Auto in der Stadt.

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Wer hingegen empfiehlt, die schockartig gestiegenen Preise einfach mal wirken zu lassen, gewissermaßen als Erziehungsmaßnahme für jene, die noch Verbrenner fahren; oder den Tankrabatt als klimaschädliches Instrument für reiche Raser abtut, ignoriert den Triggerpunkt. Dabei ist der Tankrabatt nicht einmal wirkungslos, Auswertungen aus 2022 zeigen, dass er in weiten Teilen an die Ver­brau­che­r:in­nen weitergegeben wird.

Außerdem zeigen diverse Studien, dass die sogenannte Preiselastizität bei schockartigen Anstiegen gering ist. Heißt: Verbraucher tanken bei steigenden Preisen trotzdem und sparen eher woanders. Zwei Monate Tankrabatt stehen langfristigem Klimaschutz also nicht einmal ökonomisch entgegen. Und politisch schon gar nicht, zeigt ein Tankrabatt doch, dass der Staat unerwartete Preisspitzen dämpft – unabhängig davon, dass fossile Energien durch den CO2-Emissionshandel in Zukunft sowieso teurer werden.

Der erbitterte Widerstand gegen den Tankrabatt ist also ökonomisch falsch und strategisch blind. Progressive Politik muss sensibel sein gegenüber Triggerpunkten. Auch über diese Energiepreiskrise hinaus, für die eigene Utopie. Sie muss zeigen, dass sie in der Lage ist, kurzfristig zu entlasten und langfristig zu transformieren. Für das Mindset heißt das: sich für Krisenmaßnahmen eine strategische Großzügigkeit aneignen. Kleine Zugeständnisse für die große Utopie. Die langfristige Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft verlangt den Menschen schließlich schon genug ab.

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Maurice Höfgen
Ökonom, Autor, YouTuber
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30 Kommentare

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  • Leider hat wie immer die "gute Lobby" dafür gesorgt, die Gießkanne soll es sein.



    Senkung oder Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wäre ja zu einfach!



    Geht auch garnicht, denn das könnte ja zusätzlich die deutsche Gesundheit fördern und zukünftige Krankenkassenerhöhungen vermeiden.



    Bin mal gespannt, wie der Autor und die vielen Beifallsklatscher argumentieren, wenn der längerdauernde Irankrieg die Kosten für die Grundnahrungsmittel nach oben treibt und kein Ausgleichsgeld mehr in der Bundeskasse vorhanden ist!

  • Immer die gleiche Masche bei Herrn Höfgen.



    Eine provokante These, gezielt einseitige Quellen auswählen und dann ein paar Behauptungen als Tatsache darstellen.



    „Der erbitterte Widerstand gegen den Tankrabatt ist also ökonomisch falsch und strategisch blind.“ Echt ist er das ?



    YouTube ok - aber muss das hier sein ?

  • Prinzipiell ist der Rat an Grüne und Linke, Entlastung zu fordern, gut. Tun sie übrigens auch.

    Allerdings haben sie Recht, eine Maßnahme zu kritisieren, die die meisten Menschen (bestenfalls) für einen Witz halten. Der Tankrabatt bringt keine Stimmen.

  • Allen Bürgern mit unter 50.000 Euro Einkommen im Jahr und selbstredend allen Bürgergeldempfängern sollte eine Pauschale zur Entlastung der hohen Sprit & Energiekosten gewährt werden.



    Nachweis mit Kontoverbindung ans Finanzamt und fertig.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Warum sollten Bürgergeldempfangende bei den Spritkosten entlastet werden? Menschen, die ihr Auto täglich für den Weg zur Arbeit brauchen, sollten in der Krise einen Teil der vielen Steuern, die der Staat ihnen eh bei den Spritpreisen abzockt, zurück erhalten, aber doch nicht Menschen, die ihr Auto nicht brauchen.

      • @Otto Mohl:

        Nur eine Minderheit der Bürgergeldempfänger ist arbeitslos, die anderen werden das Auto oftmals ebenfalls für ihren Arbeitsweg brauchen. Und da sie genauso viele Steuern an der Tankstelle entrichten wie jeder andere auch, gibt es keinen Grund, warum man ihnen die Vergünstigungen vorenthalten sollte.

      • @Otto Mohl:

        @Otto Mohl



        Weil auch die Lebensmittelpreise und der Besuch im Restaurant, durch die Teuerung der Spritpreise steigen. Für alle Bürger, also auch Mitmenschen ohne Auto müssen entlastet werden.



        Interessant auch, - diese erneute " Gießkanne " wie von unserer



        " kompetenten " Regierung nun angewendet wird, kostet soviel Steuergeld wie eine 9 Euro Ticket Subvention für den ÖPNV - für 2 Jahre...

  • "Der Staat sieht dich – unabhängig davon, ob du einen 14 Jahre alten Polo auf dem Land fährst oder ein geleastes E-Auto in der Stadt."

    Und wer sich nicht mal einen 14 Jahre alten Polo leisten kann, der ist dann auch wirklich selber Schuld.

  • Die Regierung treibt die Nachfrage, und damit die Preise, nach knapper werdendem Öl durch Subventionen an (die dann an anderer Stelle fehlen). Die Ölmultis reiben sich nicht nur unglaubwürdig die Augen, sondern auch die Hände - die taz als Anwalt der Ölindustrie.

  • Huch?!

    Befinde ich mich auf der Wahrheit-Seite?

    "Bei Entlastungsmaßnahmen in Krisen geht es nicht nur um ökonomische Effizienz, sondern auch darum, diese Triggerpunkte sensibel zu beachten und notfalls auch symbolische Entlastungen zu wählen."

    Also Placebo für alle Autofahrenden? Nutzt zwar nix, befriedet aber den Wutbürger?

    Dass es andere Mittel gibt, den Menschen auf gerechte Weise unter die Arme zu greifen, z.B. Direktauszahlung eines Klimageldes an alle Bürger*innen, ignoriert der Autor, oder habe ich es überlesen?

  • Da widerspreche ich (ungewohnterweise) dem Autor: Der Rabatt ist der falsche Hebel. Aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll. Ökonomisch genauso wenig, da sich die Ölkonzerne ihre Gewinne, einschließlich des Rabatts, sichern werden. Die Verbrennerfahrer werden frustriert sein, Unternehmen mit Logistik setzen die Preise hoch, etc.



    Uns alle würde diese Krise nicht so sehr treffen, wenn die privaten Haushalte resillienter wären. Seit 2019 haben wir anhaltend Kaufkraftverlust. Der Hebel liegt an den Haushaltseinkommen, die mehr Ausgaben dann auch stemmen könnten, wenn es ihnen besser gehen würde.



    Politisch ist es ein Armutszeichen, wie die Regierungskoalition rumfuhrwerkt. Da fehlt Vision und Ernsthaftigkeit; man hangelt sich von Kompromiss zu Kompromiss. Zynisch zudem, dass Gelder für moderne Verkehrsinfrastruktur und ÖPNV immer fehlt, hier kommt sofort die Lösung.



    Und überdies: die Leute fahren ohnehin nicht weniger, egal ob es mehr oder weniger kostet. Dann muss mancher tatsächlich tiefer in die Tasche greifen. Ich dachte der Markt regelt.

    • @Weltenheld:

      Der fehlende Kaufkraft Gewinn bzw der reale Verlust sind genau das Problem.



      Nur, das liegt vor allem an äußeren Faktoren(den Kriegen, Zöllen usw.) und natürlich vor allem darin begründet, dass die deutsche Wirtschaft seit Corona stagniert.



      Ok, wenn Wirtschaftswachstum und Lohnsteigerungen über der Inflation so einfach sind?! Warum machen es dann nicht alle? Und es gäbe unendlich Wachstum und natürlich alle hätten super Löhne.

  • I don't know, Maurice Höfgen. Es gibt in diesem Land bereits eine starke Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen von Autofahrern, aber überhaupt keine Sensibilität gegenüber Menschen, die sich weniger Autoverkehr (und Tempolimit etc.) wünschen, sei es aus Klimaschutzgründen und/oder aus dem Bedürfnis, die Luftverschmutzung zu verringern und Kindern mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Nur weil diese Menschen nicht die AfD wählen werden, sollte man nicht außer acht lassen, wie resigniert viele von ihnen mittlerweile sind. Der Tankrabatt zeigt ihnen ein weiteres Mal, dass ihre Interessen nicht zählen und auch dies ist ein enormer Schaden für das Vertrauen in die Demokratie.

  • Laut Studie der RWTH Aachen führt der Tankrabatt zu einem geringeren Gini-Koeffizient, also weniger Einkommensungleichheit. Höhere Einkommen werden zwar absolut mehr entlastet. Das ist aber fast immer so, wenn man Preise niedrig halten möchte, da höhere Einkommen eben auch mehr konsumieren. Relativ kommt es aber vor allem zu einer Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen.

  • Ich kann die Argumentation nachvollziehen. Es ist wichtig ein Zeichen zu setzen, dass die Menschen nicht allein gelassen werden, gerade in diesen Krisenzeiten und unter einer Regierung, die vor allem soziale Kälte signalisiert. Gleichzeitig halte ich die Maßnahme für fatal. Der Eindruck entsteht, wir können so weitermachen, wenn gleich es wahrscheinlich ist, dass bald stark rationiert werden muss, weil einfach weniger Öl vorhanden ist.

    Schlimmer noch, wir halten den Verbrauch stabil. Andere EU-Länder gingen andere Wege. Und auch gezielte Auszahlungen sind wahrscheilch technisch bald möglich. So ist es ein Tropfen auf den heißen Stein, der wahrscheinlich noch lange glühen wird.

  • Danke für den Beitrag. Ich stimme ihm voll zu.

  • Ich verstehe die Argumentation nicht wirklich.



    Wieso unterstützt der Staat einen, wenn man ein geleastes E-Auto in der Stadt fährt, mit einem Tankrabatt?



    Und wäre es nicht sinnvoller die Ausgaben für den Tankrabatt direkt an die Bürger auszuzahlen, als Krisengeld oder so? Ich glaube der psychologische Effekt wäre größer, wenn ich eine Überweisung des Staates auf mein Konto sehen würde.



    Oder der Staat investiert dieses Geld in Ölzertifikate und schüttet die Gewinne an seine Bürger aus. Solange der Ölpreis steigt, bekommt man was. Wenn der Ölpreis wieder sinkt ist die Aktion vorbei, aber auch die Belastung.



    Oder Check ich’s einfach nicht? Ich bin ja sonst eigentlich sehr einverstanden mit Maurice Höfgens Analysen.

  • Bin ich hier auf WELT.de gelandet? Anstatt einen Preisdeckel zu beschließen, wie ihn andere Länger haben, werden Steuerrn erlassen - die am Ende woanders fehlen. Und die Mineralölkonzerne werden sich den Extragewinn nicht entgehen lassen.



    Das hilft genausowenig wie die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.



    Wenn schon Tankrabatt, dann für LKW-Diesel, denn der (ob man es nun mag oder nicht) transportiert Wahren durchs Land. Höhere Energiepreise bedeuten höhere Verbraucherendpreise.



    Da sollte man ansetzen, denn das hilft allen, nicht nur vorrangig KFZ-Besitzern.

  • Man muss es nicht besonders gut finden. Auch mehr Prinzip Gießkanne.



    Aber der Autor hat Recht. Das zeigt zumindest der Staat kümmert sich.



    Und wie soll eine direkte Finanzspritze denn aussehen?



    100€ Energie Bonus für Bürgergeld Empfänger? Dann schreien alle, die arbeitende Mitte bekommt nichts.



    Erhöhung der Pendlerpauschale? Das ist ja voll zielgerichtet... Da wird dann der eh schon gut subventionierte Deutschlandticket Inhaber noch weiter gepampert. Es ist wieder ein ausspielen Stadt gegen Land.

    • @Duplozug:

      "Das zeigt zumindest der Staat kümmert sich."

      Komisch - jetzt redet irgendwie keiner von alleinerziehenden Krankenschwestern, die sich wegen der Mieten kein Auto leisten können, aber den ganzen Spaß für die Porschefahrer mitbezahlen.

  • Kann dem Artikel nichts abgewinnen: der Tankrabatt wird über Kürzungen der Benzin- und Dieselsteuer erzeugt. Das ist Geld was dem Staat nachher fehlt. Wo holt er sich das her? Angeblich über eine Erhöhung der Tabacksteuer. Wie und wann und ob überhaupt diese Maßnahme kommt ist aber noch völlig unklar. Es wird dem Staat also Geld fehlen, das holt er sich dann wieder indem im sozialen Bereich gespart und gekürzt wird. Es geht hier um ca. 1,6 Milliarden Euro. Das kann der Autor nicht wollen.



    Abgesehen davon sind bei den aktuellen Spritpreisen eine Senkung von 17 cent (die ja nicht komplett bei uns ankommen werden und auch nicht direkt sondern zeitverzögert) ein Witz.

    • @PartyChampignons:

      Durch die höheren Preise nimmt der Staat bereits über die Umsatzsteuer mehr Geld ein.

  • 12 Uhr Mittags: Peng!! Knall! Peng!!



    www.stuttmann-kari....de/karikatur/9165

  • Der Tankrabatt suggeriert und soll es wohl auch, dass es nur um erhöhte Spritpreise geht und nicht um allgemein inflationierendes Preisniveau, das alle trifft, E-Mobil-, Fußgänger, Rad-, Rollstuhlfahrer und erfahrungsgemäß zugunsten der Öl Raffinerie Konzerne mit Monopolstellung in Deutschland wirkungslos verpufft, statt wie in Belgien, Schweden staatlichen Mechanismus zu implementieren, der an alle Arbeitseinkommensempfänger inklusive Mindestlohnempfängern Inflationsausgleich zahlt, Tarifgemeinschaften von Abeitnehmern, Arbeitgebern von diesem Kontext entlastet bei Tarifverhandlungen

  • Nur schade, dass der Tankrabatt dazu beiträgt weiter die Umwelt und unser aller Gesundheit zu schädigen, statt angesichts der Mangelsituation durch weniger und langsameres Fahren, Umstieg auf ÖPNV, Füße, Fahrrad Treibstoff zu sparen und Unfälle und Abgase zu reduzieren. Und wo bleiben alle Nichtautofahrer:innen, die ja die Kosten des Irankrieges auch über teurere Lebensmittel und andere Güter mittragen müssen. Der Staat sieht mich halt als Nichtautofahrer:in viel weniger...

    • @quatschkopp:

      Die Mehrkosten bei Lebensmitteln etc zahlen die Autofahrer auch. Von daher schon eine sinnvolle Aktion

  • Hoppala, jetzt bin ich doch verdutzt! Ein einsamer Kommentar, der dem so oft verschrienen Tankrabatt huldigt.

    Ich selbst brauche den Rabatt nicht, weil ich meine Fahrleistung seit meiner Verrentung vor ein paar Jahren massiv verringert habe. Trotzdem bin ich gespannt, ob Maurice recht behält. Es gab bislang nur zahlreiche Presseinformationen über Studien, die die Nichtweitergabe des Rabatts an die Tankkund*innen bescheinigten.

  • Wenn man aus den Milliarden eine Direktzahlung an die Menschen gemacht hätte, hätte man den Effekt auch erhalten können. Ohne dass die Mineralölkonzerne sich das einstecken. Und, ohne dass die mit dem größten Verbrauch am meisten gesponsort werden.

    Ausgerechnet die größte Dummheit der Ampel nachzumachen und Milliarden auszugeben, während Frauenhäuser unterfinanziert sind. Am Ende sind Verbrennerautos halt doch wichtiger als Töchter.

    • @jwie:

      "Ohne dass die Mineralölkonzerne sich das einstecken. Und, ohne dass die mit dem größten Verbrauch am meisten gesponsort werden."

      Aber dann hätten auch die Faulen und die Radfahrer Geld bekommen, und dann wäre wieder das Geschrei groß gewesen. So kann man die Menschen in Deutschland doch nicht beruhigen.

    • @jwie:

      Sie haben es perfekt erklärt.



      Die Vorgehensweise, auf der dieser Tankrabatt beruht, ist so offensichtlich wie alles, was mittlerweile der Umschichtung von unten nach oben dient.