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Vorstandsbeschluss der LiberalenFDP spricht Lindner Vertrauen aus

Der Parteichef darf trotz der umstrittenen Thüringen-Wahl im Amt bleiben. Die Kandidatur Kemmerichs sei ein Fehler gewesen, sagt Lindner.

Aus Berlin

Martin Reeh

FDP-Parteichef Christian Lindner hat die von ihm selbst gestellte Vertrauensfrage überstanden. Im Vorstand sprachen ihm am Freitag 33 Mitglieder das Vertrauen aus, es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen. „Die Ereignisse haben Zweifel an den Grundwerten der FDP ausgelöst“, sagte Lindner. Dabei bestünden grundlegende Unterschiede zwischen den Liberalen und der AfD: „Die AfD ist für Abschottung, während wir für Weltoffenheit plädieren“, sagte Lindner.

Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich war am Mittwoch mit Stimmen von CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Die AfD hatte im dritten Wahlgang Kemmerich und nicht ihren eigenen Kandidaten unterstützt.

„Nach Lage der Dinge war es ein Fehler, im dritten Wahlgang angetreten zu sein“, erklärte der FDP-Chef am Freitag. Es sei auch ein Fehler gewesen, dass Kemmerich die Wahl angenommen habe. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die AfD so weit geht, Kandidaten nur zum Schein vorzuschlagen, um dann ganz anders abzustimmen.“ Man hätte das „ahnen müssen“, sagte Lindner. „Es ging aber auch über meine Vorstellungskraft hinaus.“

Die ursprünglich auf 14 Uhr angesetzte Pressekonferenz verzögerte sich um eine Stunde, weil die Vorstandsberatungen länger andauerten. Auch nach der Pressekonferenz ging die Sitzung weiter. Dass er sich am Mittwoch nach der Abstimmung im Thüringer Landtag nicht klarer geäußert hatte, bedauerte Lindner. „Das war eine schwierige menschliche Situation.“ Frei gewählte Abgeordnete hätten entschieden. In einer solchen Situation empfehle sich das persönliche Gespräch.

Sich selbst sah Lindner durch die Ereignisse nicht beschädigt. „Ich habe heute das Vertrauen ausgesprochen bekommen und beabsichtige, meine Arbeit fortzusetzen“, sagte Lindner.

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5 Kommentare

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  • „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die AfD so weit geht, Kandidaten nur zum Schein vorzuschlagen, um dann ganz anders abzustimmen.“

    Wer auf so eine billige Finte reinfällt, sollte sich aus der Politik zurückziehen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Wer's glaubt wird selig. Schlechte Inszenierung. Nicht mal das bringt er.

  • RS
    Ria Sauter

    Der FDPler tritt nicht zurück. Neueste Meldung.



    Nicht zu fassen.

    • @Ria Sauter:

      Wartens doch mal ab.

      Wenn der “alter Blödmann“ - aka Lindner-Hyperpiper gleich dazu seine



      🥚ne 🥚ne Frage - nicht beantwortet.



      Gellewelle. - 🥳 - sag nur Fjutscher2 😱

  • Das Ende dieser Schmierenkomödie wusste ich schon heute morgen, als ich darüber im DLF gehört habe...