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Studie zur ReichtumsverteilungMusk verdient in vier Sekunden ein Durchschnittsjahresgehalt

Eine Oxfam-Studie zeigt: Fast die Hälfte aller Menschen lebt in Armut. Überreiche werden hingegen reicher – und ihr Reichtum wächst immer schneller.

dpa | Es gibt immer mehr Mil­li­ar­dä­r:in­nen auf der Welt – und ihr Vermögen wächst und wächst. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Entwicklungsorganisation Oxfam zum Start des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht.

Demnach besaßen die rund 3.000 Mil­li­ar­dä­r:in­nen weltweit im Jahr 2025 18,3 Billionen US-Dollar (ungefähr 15,75 Billionen Euro). Seit 2020 wurden sie inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher. Gleichzeitig lebe fast die Hälfte der Menschheit in Armut.

Für den Bericht führte Oxfam etwa Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins Forbes zum Vermögen von Mil­li­ar­dä­r:in­nen mit Daten der Weltbank und solchen aus dem UBS-Weltvermögensreport zusammen.

2025 sei das Vermögen der Mil­li­ar­dä­r:in­nen um rund 16 Prozent gewachsen – und damit dreimal schneller als im Durchschnitt der Vorjahre, erklärt Oxfam. Die zwölf Reichsten hätten nun mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das sind mehr als vier Milliarden Menschen.

Auch deutsche Mil­li­ar­dä­r:in­nen werden immer reicher

Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, verdient nach Rechnung von Oxfam in vier Sekunden so viel wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr. Er müsste pro Sekunde mehr als 4.500 Dollar verschenken, damit sein Vermögen schrumpfte.

Ein deutscher Milliardär verdiene in weniger als anderthalb Stunden das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland

Auch in Deutschland ist die Zahl der Mil­li­ar­dä­r:in­nen laut Oxfam 2025 deutlich gestiegen, um ein Drittel auf nun 172. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.

Ein deutscher Milliardär verdiene in weniger als anderthalb Stunden das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland, rechnet Oxfam. Die Entwicklungsorganisation warnt, die große Lücke zwischen Arm und Reich sei auch hier „ein idealer Nährboden für antidemokratische Kräfte“. Dem müsse die Bundesregierung mit höheren Steuern für Reiche entgegensteuern.

Sorgen macht Oxfam, dass sich die Wirtschaftsmacht der Mil­li­ar­dä­r:in­nen deutlich sichtbar auch in politischer Macht niederschlage. Das höhle die Demokratie aus. Oxfam zufolge investierten 100 milliardenschwere Familien im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf 2,6 Milliarden US-Dollar. Auch sieben der zehn größten Medienhäuser seien zumindest zu einem Anteil in der Hand von Milliardär:innen.

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