Queerfeindlicher Anschlag : Was folgt nach dem Attentat auf den CSD?
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Nach dem Anschlag in Berlin werden die unterschiedlichsten Debatten geführt. Welche führen nach vorne? Und was wünscht sich die queere Community?
Am Samstagabend ist am Rande des CSDs im Berliner Tiergarten ein Islamist mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau aus Polen, die mit ihrer erwachsenen Tochter für die Queer-Parade nach Berlin gekommen war, wurde dabei getötet, 31 Menschen zum Teil schwer verletzt, glücklicherweise ist niemand mehr in Lebensgefahr.
Der mumaßliche Täter Abdul B. ist 21 Jahre alt und Deutscher, seine Eltern stammen aus dem Libanon, eine zweite Staatsbürgerschaft hat er nicht. Er wollte im vergangenen Jahr zur Terrorormiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien ausreisen, wurde festgenommen und in Deutschland wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt. Im Mai war er aus der Haft entlassen worden – auch weil ein Gericht gegen ihn nach dem Jugendstrafrecht urteilte.
Entsetzen und Trauer waren und sind groß, schnell aber gingen die verschiedene Debatten zum Teil reflexhaft los: Von der Union kam umgehend die Forderung nach schärferen Sicherheitsgesetzen und natürlich kocht die AfD ihr Süppchen auf dem Angriff.
Worüber eigentlich geredet werden solle
Die LGBTIQ+Communitys diskutierte, ob es okay sei, wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem Gedenkgottesdienst spricht, trotz seiner mitunter queerfeindlichen Äußerungen. Und dann poppte schnell auch noch die Frage auf, ob wahlweise die Queers oder die Linken oder gleich die ganze progressive Szene nicht vor der Gefahr des Islamismus die Augen verschließe.
Was es mit alldem auf sich hat und worüber eigentlich auch geredet werden müsste, darüber sprechen wir in der neuen Folge des Bundestalks. Mit dabei sind Amelie Sittenauer, Redakteurin für Geschlechterpolitik der taz, Berlin-Kenner Rainer Rutz, der von der Sorge vor schwulenfeindlichen Angriffen sowohl in Brandenburger Dörfern als auch in Berlin-Neukölln zu berichten weiß, und Frederik Eikmanns, im Inlandsressort zuständig für Migrations- und Sicherheitspolitik. Sabine am Orde, innenpolitische Korrespondentin der taz, moderiert.
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