Podcast „Bundestalk“ : Gelingt so der Kampf gegen Rechts?
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Im thüringischen Nordhausen hat ein Bündnis der Zivilgesellschaft einen AfD-Bürgermeister verhindert. Kann das ein Vorbild sein für andere Gemeinden?
Es wirkte wie ein kleines Wunder, als am vergangenen Sonntag nicht AfD-Kandidat Jörg Prophet als Sieger aus der Bürgermeister-Stichwahl im thüringischen Nordhausen hervorging. Stattdessen erhielt sein parteiloser Konkurrent und Amtsinhaber Kai Buchmann die Mehrheit der Stimmen. Noch im ersten Wahlgang hatte der AfD-Kandidat mit knapp 20 Prozentpunkten vorn gelegen – in der Stichwahl aber gewann Buchmann.
Die Kommentator*innen waren sich einig: Das war kein Sieg des Kandidaten oder der Parteien. Das war ein Sieg der Zivilgesellschaft. Die hatte sich in einem Bündnis zusammengeschlossen, hatte Aufrufe, Veranstaltungen und Konzerte organisiert – und das im Wesentlichen ohne sichtbare Beteiligung der anderen Parteien.
Besonders hervorgetreten war dabei Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, die auf dem Stadtgebiet von Nordhausen liegt. Wagner warnte lautstark und besorgt vor dem AfD-Kandidaten, der sich mit geschichtsrevisionistischen Positionen hervortat.
In dieser Folge wollen wir genauer hinschauen: Wer ist eigentlich gemeint, wenn wir von „Zivilgesellschaft“ sprechen? Taugt das Nordhäuser Bündnis als Vorbild für andere Gemeinden, nicht nur in Ostdeutschland, wo die AfD stark ist? Was lässt sich wirklich von Nordhausen lernen – und was nicht?
Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Bernd Pickert mit Inlandsressortleiterin Tanja Tricarico, mit Gareth Joswig, der im Parlamentsbüro für die AfD-Berichterstattung zuständig ist, und mit Michael Bartsch, taz-Korrespondent in Dresden für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
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