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Neue Musik aus BerlinFrench Touch am Mehringdamm

Die Band Berliner Doom steht auf doomige Wortspiele ­— und weiß vom Leben in dieser Stadt eine Menge. „Notre Doom“ heißt ihr neues Album.

S o, es ist wohl an der Zeit für diese schöne kleine Kolumne Adieu und Goodbye zu sagen, die „berlinmusik“ erscheint in dieser Form heute wohl zum letzten Mal. Als Rausschmeißer wie gerufen kommt die Band Berliner Doom, bildet sie doch hervorragend ab, was im Underground dieser Stadt weiterhin gärt.

„Notre Doom“ heißt das gerade erschienene Album der Gruppe, reduzierter Postpunk/New Wave mit leichten Kraut-Einflüssen ist darauf zu hören, dank der neuen französischen Sängerin Claire Roy bekommt das Ganze einen erfrischenden French Touch.

Mit Accent singt sie Songs wie „Mehringdamm“, das vom Rumstreunen in Berliner Kneipen handelt, in denen man sich zum Feierabendbier trifft und über Existenzielles unterhält („Wir sprechen über große Themen/ sprechen über Musik und Liebe“).

Berliner Doom: „Notre Doom“ (Am Anfang Angekommen/Rough Trade), Live: 28. 10. Schokoladen, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

Sowieso erzählt Claire Roy in den Songs von ihrem Blick auf diese Stadt, von Illusion und Desillusion („Verkaufe mir Träume“), von kurzen Affären und langen U-Bahn-Fahrten. Von Berlinüberdruss ist bei ihr noch nichts zu spüren, so singt Roy in „Wie du heißt“: „In Berlin zu leben/ geht klar für mich“.

Gegründet wurde Berliner Doom 2018 von Boris Guschlbauer und Daniel WTO als Grindcore-Duo, inzwischen bilden die beiden mit Sängerin Claire Roy ein Trio und haben zu einem neuen Stil gefunden. Dieser minimalistische dunkle Wave-Sound klingt außerordentlich gut, live dürfte das richtig viel Spaß machen. In diesem Sinne: Happy Doomsday – und wir sind raus!

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Jens Uthoff

Jens Uthoff Redakteur

ist Redakteur im Ressort wochentaz. Er schreibt vor allem über Literatur-/Kulturthemen und beschäftigt sich mit der Geschichte und Politik Osteuropas.
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