Die Wahrheit: Wievielter März?
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über dieses eine Dings da im Frühling erfreuen.
Das Winterbett, das dicke Ding,
das mir sehr auf die Nerven ging,
kommt abgezogen in den Schrank.
Jetzt kommt der Frühling, Dingseidank.
Die Dinge blühn. Der Dinggang gongt,
Vogelgezwitscher ist gebongt.
Es hebt die Brust, klingt, klangt und klengt,
obwohl es fast das Versmaß sprengt.
Es blüht ein Dings, ein weißes, da,
und da noch eines, trallala!
Und in der Dings, da liegt ein Dings,
man riecht es wunderbarlich rings.
Die Dingse singen, sagt ich’s schon?
Ein jeder ganz in seinem Ton,
mit seiner eignen Dingdingding,
wie eine Opernsängering.
Doch Dings ist tot, und auch der alte,
Dingding kriecht in die Felsenspalte,
und sendet Dings in Streifen nur
über das Land wie Kieselgur.
Wenn ich mich doch erinnern könnt,
was ich hier wollte, abends brennt
der Himmel schon wie im August.
Ich hab’s doch eben noch gewusst!
Wo ist mein …? Da hab ich mir
die ganzen Dingens wohlnotiert,
damit ich nicht den Kopf verlier,
wenn sich mir die Synapse ziert.
Wievielter März? Ich weiß es nicht.
Wo ist mein …? Aus dem Radio spricht
ein Mensch beruhigend auf mich ein.
Da ist mein … ja! Oh wie fein!
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