Abgang von Meghan und Harry

Ernste Sorgen – ernsthaft?

Irgendein Prinz sagt, dass er nicht mehr winken mag. Seine Frau hat auch keine Lust mehr auf's royale Leben. Warum uns das egal sein sollte.

Prinz Harry deutet mit dem Finger auf etwas außerhalb des Bildes, Maghan guckt hin

„Schau mal!“: Prinz Harry zeigt seiner Frau das Ende der Monarchie Foto: ap

Das Ende der Welt, wie wir sie kennen, scheint gekommen. Es geht um England, Großbritannien, das Vereinigte Königreich, das Empire, Europa natürlich und die Welt sowieso. Wie soll das Leben auf diesem Planeten nur weitergehen, nachdem sich Königinnenenkel Harry, der Duke von Sussex, und seine angetraute Frau Meghan, Duchess von Sussex, entschieden haben, ihre Aufgaben als Mitglieder des Königshauses nicht mehr wahrzunehmen?

Australien brennt lichterloh, der mittlere Osten auch, Flugzeuge werden versehentlich abgeschossen und nun auch noch das: Harry und Meghan hauen in den Sack!

Allüberall machen sich Kommentatoren Sorgen über den Fortbestand der britischen Monarchie. Nicht nur der Boulevard zieht Sorgenfalten. Bei der FAZ ist man sehr ernst, sieht die Monarchie gefährdet und hält das allen Ernstes für „keine gute Nachricht“. Als wäre es nicht wurscht, ob die Königin die Regierungserklärung des Premiers verliest oder ob der seinen Schwachsinn selber absondert.

In der Süddeutschen Zeitung glaubt der Chef des Auslandsressorts, dass es für die greise Königin Elisabeth II. (143) nun schwerer wird, die Frage zu beantworten: „Wie begründe und organisiere ich ein System, das seinen Machthaber per Geburtsglück bestimmt?“ Als ließe sich dafür ein ernsthafter Grund finden!

Wider das Geburtsglück

Der Zusammenhalt der Gesellschaft sei durch die Krise der Monarchie gefährdet, heißt es. Ach Gott! Wem ernsthaft der soziale Zusammenhalt ein Anliegen ist, der sollte sich damit beschäftigen, wie man einen Staat organisieren kann, in dem Geburtsglück keine Rolle spielt, anstatt es zu rechtfertigen.

Meghan und Harry könnten ja mal damit anfangen, ihr Geburtsglück wirklich über Bord zu werfen. Es heißt, sie wollen sich finanziell unabhängig machen. Bei Meghan braucht man sich in dieser Hinsicht wenig Sorgen zu machen. Die hat einen ehrbaren Beruf erlernt und ist Schauspielerin. Sie kann ja schon mal ein paar Fotos machen lassen und sich unter ihrem Mädchennamen Markle bei einer Agentur listen lassen.

Was aber kann Harry? Der war lange Soldat und ist sogar zum Kampfhubschrauberpiloten ausgebildet worden. Solche werden immer gebraucht. Aber kann er das überhaupt noch? Zum Ende seiner zehnjährigen Dienstzeit gehörte die Planung von Zeremonien der Leibgarde zu seinen Aufgaben. Ob er in der freien Wirtschaft wohl einen vergleichbaren einen Job finden würde? Vielleicht lässt er sich von seiner Frau inspirieren und wird Schauspieler. Wie wäre es mit einer Karriere als Nazi-Darsteller in Kriegsfilmen? Damit hat er ja zumindest ein wenig Erfahrung. 2005 tauchte er auf einem Kostümfest in einer Uniform des deutschen Afrikakorps mit einer Hakenkreuzbinde auf.

Besonders viel Punkte im Einwanderungssystem von Kanada dürfte es dafür allerdings nicht geben. Auch nicht dafür, dass Harry Platz sechs in der britischen Thrionfolgerliste belegt. Nach Kanada ist ja Meghan geflohen, wie man der Presse entnehmen konnte. Ob der nichtsnutzige Thronfolgerspross ihr dahin folgen wird? Es ist… scheißegal. So wie es scheißegal ist, ob die Monarchie in Großbritannien fortbesteht. Echt jetzt!

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