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Tunesiens neuer TrainerUnverhofft doch noch bei der WM

Nach Tunesiens verheerender Auftaktniederlage soll der neue Trainer Hervé Renard das Team WM-tauglich machen. Die Aufgabe könnte kaum schwerer sein.

Am Dienstag war der Neue bereits im mexikanischen WM-Quartier der Tunesier eingetroffen und stellte sich der Presse vor. Nach der verheerenden Auftaktniederlage gegen Schweden (1:5) hatte der nationale Fußballverband sofort mit der Entlassung des französischen Trainers Sabri Lamouchi reagiert. Nach nur einem Spiel – das hat es in der WM-Geschichte noch nicht gegeben. Und mit Hervé Renard, ebenfalls Franzose, haben die Tunesier nun einen Mann mit viel Charisma und Erfahrung an der Seitenlinie gewonnen.

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Die taz bei der Fußball-WM

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Natürlich versuchte der 57-Jährige, die Wogen der Aufregung rund um das verunsicherte Team zu glätten: „Wir haben noch ein paar Tage Zeit, um uns vorzubereiten.“ Bis Sonntag soll er das Team doch noch WM-tauglich machen. Dann geht es gegen Japan, im letzten Gruppenspiel warten die Niederlande. Beide Teams haben im direkten Duell (2:2) einen extrem guten Eindruck hinterlassen. Das WM-Ausscheiden Tunesiens scheint eigentlich programmiert.

Doch Renard lässt sich nicht kirre machen: „Es ist eine Weltmeisterschaft. Ich weiß, wie viel Leidenschaft dieses Ereignis weckt. Das hat mich motiviert, herzukommen. Es ist eine Herausforderung, die nicht einfach ist.“ Der Verweis auf seine Erfahrung ist bewusst gesetzt. Er blickt auf 17 Trainerstationen in den vergangenen 27 Jahren zurück.

Am meisten erinnerlich dürften den Fußballfans seine Auftritte bei der letzten Männer-WM als Trainer für Saudi-Arabien sein. Im Auftaktspiel sah nicht nur der Trainer mit dem Model-Gesicht an der Seitenlinie gut aus, sein Team machte beim Sieg gegen den späteren Weltmeister Argentinien (2:1) ebenfalls eine formidable Figur. Es blieb zwar der einzige Erfolg im Turnier, dafür aber ein unvergesslicher.

Weniger Aufmerksamkeit bekam Hervé Renard danach für sein Engagement bei Frankreichs Fußballerinnen. Das Scheitern im WM-Viertelfinale 2023 war für das mitfavorisierte Team enttäuschend. Ein Jahr später kehrte Renard zurück zu Saudi-Arabiens Fußballern. Er wollte wieder zur Männer-WM. Ein Traum, der im April nach seiner Entlassung zu platzen schien, ehe nun der Notruf aus Tunesien kam.

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