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Präsidentschaftswahl bei der FIFADer Prinz will Präsident werden

Der Jordanier Ali bin al-Hussein stellt sich zur Wahl als Fifa-Präsident. Damit tritt er gegen den Amtsinhaber Sepp Blatter an.

BERLIN taz | Als Gegenspieler von Sepp Blatter ist Ali bin al-Hussein bislang nicht aufgefallen. Wie der jordanische Prinz in der Nacht auf Dienstag aber bekannt gab, will er Ende Mai gegen den Amtsinhaber bei der Fifa-Präsidentschaftswahl antreten.

„Es war keine einfache Entscheidung“, erklärte al-Hussein. Er habe jedoch in Gesprächen mit Funktionären des Weltfußballverbandes immer wieder die Botschaft gehört: „Es ist Zeit für einen Wandel.“ Man müsse den Fokus wieder mehr auf den Sport legen.

Zuletzt war die Fifa insbesondere wegen der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaft 2018 an Russland sowie 2022 an Katar ins Zwielicht geraten. Chefermittler Michael Garcia, der innerhalb der Fifa für Aufklärung sorgen sollte, trat jüngst zurück, weil er sich in seiner Arbeit behindert sah.

Al-Hussein ist seit 2011 Fifa-Präsident. Was ihn offenkundig von Blatter unterscheidet, ist sein Alter. Der 39-Jährige ist gerade einmal halb so alt wie der Fifa-Chef – im gerontokratischen System der Fifa nicht unbedingt ein Vorteil. Bereits als 24-Jähriger leitete er den jordanischen Fußballverband. Die Aufhebung des Kopftuchverbots innerhalb der Fifa wird vor allem auch seinem Engagement zugeschrieben.

Bereits im vergangenen Jahr wurde gemutmaßt, dass Uefa-Präsident Michel Platini al-Hussein als Gegenkandidat zu Blatter aufbauen wolle, weil der bisher einzige Gegenkandidat für Blatter, der Ex-Fifa-Funktionär Jérôme Champagne, als chancenlos gilt.

Allerdings kann der Bruder von Prinzessin Haya, der ehemaligen Präsidentin des Weltreiterverbandes, weder mit der vereinten Unterstützung der zerstrittenen europäischen Funktionäre noch mit dem Rückhalt des asiatischen Fußballverbands rechnen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach begrüßte die Kandidatur von al-Hussein. Er habe sehr viel Positives über ihn gehört.

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