+++Nachrichten im Ukrainekrieg+++: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien
Die Nato verurteilt Moskaus „Rücksichtslosigkeit“, Rumänien bestellt den Botschafter ein. Russland greift außerdem türkisches Frachtschiff an.
Die Nato hat den Absturz einer russischen Drohne in ein Wohnhaus im Nato-Mitgliedsland Rumänien bei russischen Angriffen auf grenznahe ukrainische Infrastruktur bestätigt und Moskaus „Rücksichtslosigkeit“ verurteilt. Das westliche Militärbündnis werde seine Verteidigung „gegen alle Bedrohungen weiter verstärken, einschließlich Drohnen“, erklärte Nato-Sprecherin Allison Hart zudem am Freitag in Onlinediensten. Sie fügte hinzu, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit den rumänischen Behörden wegen des Vorfalls in Kontakt stehe.
Nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russland bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden „Angriffskrieg eine weitere Grenze überschritten“. „Wir stehen uneingeschränkt solidarisch an der Seite Rumäniens und seiner Bevölkerung“, versicherte von der Leyen in Onlinediensten. Die EU werde ihre „Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen“ weiter verstärken, insbesondere an ihrer Ostflanke. Zugleich kündigte sie an, dass die EU den Druck auf Russland „weiter erhöhen“ werde.
Auch Moldaus Präsidentin Maia Sandu äußerte sich besorgt angesichts des Vorfalls im Nachbarland Rumänien. Die frühere Sowjetrepublik grenzt sowohl an Rumänien als auch an die Ukraine. Sie verurteilte „aufs Schärfste den russischen Drohnenangriff auf rumänische Privatwohnungen“, erklärte Sandu im Onlinedienst X. „Das ist ein ernster Vorfall“, warnte sie. Die Republik Moldau stehe „voll und ganz an der Seite Rumäniens“. Russland sei „eine Gefahr für alle und muss gestoppt werden“.
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zu Freitag ein Wohnhaus im EU- und Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Der Vorfall habe sich bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen „auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien“ ereignet. Das rumänische Außenministerium warf Russland eine „schwerwiegende und unverantwortliche Eskalation“ vor. (afp)
Drohnen-Einschlag: Rumänien verlangt mehr Mittel zu Abwehr
Nach dem Absturz einer russischen Drohne auf ein Wohnhaus im ostrumänischen Galați verlangt das EU- und Nato-Land mehr Mittel zur Abwehr. Wie das Außenministerium in Bukarest mitteilte, habe man das Nato-Generalsekretariat über den Vorfall informiert und um die Beschleunigung des Transfers von Drohnenabwehrtechnik nach Rumänien gebeten.
Rumänien werde diese „gravierende Verletzung des internationalen Rechts und seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten“, hieß es weiter in der Erklärung des Außenministeriums bei Facebook. „Die Russische Föderation trägt die direkte Verantwortung für diese schlimme und verantwortungslose Aktion. Rumänien wird mit maximaler Entschlossenheit dafür eintreten, dass der internationale Druck auf die Russische Föderation zum sofortigen und umfassenden Ende des Beschusses verstärkt wird.“
Der Einschlag der Drohne in Galați löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium in Bukarest mitteilte. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf dem Weg zum Einsatzort. Galați liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt. (dpa)
Rumänien bestellt russischen Botschafter ein
Nach dem Absturz einer russischen Drohne in ein Wohnhaus mit zwei Verletzten hat Rumänien den russischen Botschafter einbestellt. „Wir werden offiziell mitteilen, welche Folgen diese Verantwortungslosigkeit seitens der Russischen Föderation für die diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern haben wird sowie die nächsten Schritte auf europäischer Ebene bezüglich der Sanktionspakete“, erklärte Rumäniens Außenministerin Oana Toiu am Freitag im Onlinedienst X. Sie bezeichnete den Vorfall als „äußerst schwerwiegend“.
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zu Freitag ein Wohnhaus im EU- und Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Der Vorfall habe sich bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen „auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien“ ereignet. Das rumänische Außenministerium warf Russland eine „schwerwiegende und unverantwortliche Eskalation“ vor. (afp)
Ukrainische Marine: Russischer Drohnenangriff auf türkisches Frachtschiff
Ein russischer Drohnenangriff hat ukrainischen Angaben zufolge einen Brand auf einem türkischen Frachtschiff ausgelöst. Zwei Besatzungsmitglieder seien verletzt worden, erklärte die ukrainische Marine am Freitag im Onlinedienst Telegram. Sie habe die beiden Besatzungsmitglieder in ein medizinisches Zentrum gebracht.
Die ukrainische Marine bezeichnete den Vorfall als „gezielten Angriff“ Russlands auf das unter der Flagge von Vanuatu fahrende Schiff, das türkische Eigentümer hat. Das Schiff habe einen Hafen in der Region Odessa verlassen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen. (afp)
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Tote in Region Donezk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet worden. Die Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als dieses von Drohnen getroffen worden sei, teilte der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf ums Leben.
Gouverneur: Russische Luftabwehr fängt ukrainische Drohnen ab
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Gouverneurs Andrei Botscharow ukrainische Drohnen abgefangen, die auf Energieanlagen und zivile Infrastruktur in der Region Wolgograd zielten. Dabei sei ein Wohnhaus getroffen worden, es gebe nach ersten Erkenntnissen aber keine Opfer, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker. In der Region Wolgograd befindet sich eine große Raffinerie des russischen Energiekonzerns Lukoil. (rtr)
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