Verteidigungspolitik im Baltikum : Wie sich Estland auf den Krieg vorbereitet
Empfohlener externer Inhalt
Nato-Kampfjets schießen erstmals eine Drohne über Estland ab. Wie geht das kleine baltische Land mit der Bedrohungslage um?
Sollte Russland die Nato angreifen, trifft es zuerst den russischen Nachbarn Estland, darüber sind sich viele Sicherheitspolitiker*innen einig. Nun spitzt sich die Lage seit einigen Wochen zu. Russland versucht mutmaßlich mit der Umleitung ukrainischer Drohnen in den baltischen Luftraum Angst zu schüren.
Ein rumänischer F-16-Kampfjet schoss erstmals in der vergangenen Woche eine dieser Drohnen ab. „Die estnische Bevölkerung hat ein klares Ziel: Der Ernstfall könnte schneller kommen, als wir das denken. Wir wollen vorbereitet sein“, berichtet Tanja Tricarico aus Tallinn.
Mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli spricht sie über ihren derzeitigen Aufenthalt in Estland. Sie erzählt in der aktuellen Folge der Fernverbindung, auf welche Probleme das 1,3-Millionen-Einwohner-Land bei der Aufrüstung stößt, wie die Regierung die Verteidigungspolitik finanziert und wo sich Deutschland etwas vom technischen Fortschritt abschauen könnte.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 26.05.2026 um 12 Uhr MEZ.
Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert