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Massenproteste in IranWeder Mullah noch Schah!

Gastkommentar von

Noshin Shahrokhi

Nicht nur das Regime, sondern auch Teile der Opposition verhindern demokratische Bestrebungen. Das Land darf nicht erneut zur Monarchie werden.

Monarchistische Stimmen erhalten im Ausland überproportional viel Aufmerksamkeit, wie hier in London, am 11. Januar 2026 Foto: Martin Pope/imago

D ie Demonstrierenden in Iran fühlen sich gerade wie ein Blatt Papier in einem Tacker. Die islamische Regierung unterdrückt die Bevölkerung systematisch von innen, während die Angst vor einem Krieg von außen wächst. Über Jahrzehnte hinweg war die Gründung politischer Parteien in Iran aufgrund systematischer Unterdrückung unmöglich. Ak­ti­vis­t*in­nen befinden sich nach wie vor in Haft. Zwar existieren immer wieder einzelne Personen, Gruppen oder Organisationen, die gegen die islamische Regierung protestieren, doch agieren sie meist isoliert. In den letzten acht Jahren kam es alle zwei bis drei Jahre zu größeren Protestbewegungen, die jeweils mit äußerster Härte niedergeschlagen wurden.

Die bedeutendste Protestbewegung der letzten Jahre war die „Frau, Leben, Freiheit!“-Bewegung. Versuche monarchistischer Gruppen, diesen Slogan durch „Mann, Patriot, Wohlstand“ zu ersetzen, blieben, zumindest bislang, erfolglos. Mittlerweile haben die Monarchisten, die sich den Sohn des Schahs, Reza Pahlavi, als neues Staatsoberhaupt wünschen, erheblich an Einfluss gewonnen – insbesondere unter Exi­li­ra­ne­r*in­nen im Ausland. Sie diffamieren, auch in Deutschland, ihre Gegner, sodass viele inzwischen aus Angst darauf verzichten, ihre Meinung öffentlich zu äußern.

Bild: privat
Noshin Shahrokhi

ist Autorin, Journalistin und Religionswissenschaftlerin. Sie wurde im Iran geboren und floh als junge Frau nach Deutschland. Sie arbeitete als Sozialarbeiterin, Integrationslotsin und DaZ-Lehrkraft. Sie schreibt auf Persisch und Deutsch.

Wo die Monarchistenbewegung ideologisch steht, ist eigentlich kein Geheimnis. Vor drei Jahren nahmen Monarchisten drei Gruppen in ihre Todeslisten auf – Jasmin Pahlavi, die Frau des Schah-Sohns, präsentierte ein Plakat mit der Aufschrift: „Tod den drei Verdorbenen: Mullahs, Linken, Mudschaheddin“. Die Monarchisten wollen also im Falle einer Machtübernahme ähnlich mit ihren Gegnern umgehen wie das aktuelle iranische Regime.

Vor ihrer Propaganda sollte man sich in Acht nehmen: Zu Beginn der aktuellen Bewegung am 28. Dezember 2025 manipulierten Monarchisten etwa Parolen in Videos, die im Netz kursierten. Inzwischen ist schwer zu unterscheiden, ob Rufe wie „Lang lebe der Schah“ tatsächlich von der iranischen Bevölkerung stammen oder ob sie künstlich über Videos von den Demonstrationen drübergelegt wurden.

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Reza Pahlavi und seine Monarchistenbewegung stehen in einer Tradition, die mit Freiheit und Demokratie wenig zu tun hat. Reza Schah, der Begründer der Pahlavi-Dynastie und Vater des letzten Schahs, kam 1920 mithilfe Großbritanniens durch einen Militärputsch an die Macht. Im Zweiten Weltkrieg wurde er wegen seiner Nähe zum deutschen Nazi-Regime von denselben Mächten wieder abgesetzt und ins Exil geschickt. Nach seiner Absetzung wurde sein Sohn Mohammad Reza Schah zum neuen Herrscher.

Nur für eine kurze Zeit, in den frühen 1950er Jahren, erlebte der Iran unter dem demokratisch gewählten Premierminister Mohammad Mossadegh mehr politische Freiheit. Doch Mossadegh wollte die iranische Ölindustrie verstaatlichen, die bis dahin vor allem von britischen Unternehmen kontrolliert wurde. Daraufhin stürzten die USA und Großbritannien seine Regierung im Jahr 1953.

Mohammad Reza Schah, der zuvor aus dem Land geflohen war, kehrte mit westlicher Unterstützung zurück und errichtete erneut eine autoritäre Herrschaft – ähnlich wie schon sein Vater zuvor. Viele Intellektuelle, Oppositionelle und Kritiker des Regimes wurden unter Mohammad Reza Schah verhaftet, gefoltert oder hingerichtet. Besonders hart ging er gegen linke und sozialistische Gruppen vor, die er als Gefahr für seine Macht betrachtete.

Auch von kultureller Freiheit konnte nicht die Rede sein. Bücher der Weltliteratur waren teilweise verboten. Wer trotzdem Romane bekannter Au­to­r*in­nen las, riskierte Gefängnis oder Folter. Während der Revolution von 1979 wurden an Universitäten – die wegen der täglichen Proteste geschlossen waren – verbotene Bücher mit neutralen weißen Umschlägen verkauft.

Trump ist nicht unser Retter

Der Sohn Mohammad Reza Schahs, Reza Pahlavi, sieht heute Donald Trump und Benjamin Netanjahu als seine Verbündeten. So begrüßt er öffentlich Trumps Drohungen gegen den Iran und forderte ihn auf, den Ira­ne­r*in­nen zu helfen. Doch wie hätte diese Hilfe konkret aussehen sollen? Und warum sollten die USA überhaupt eingreifen? Die Erfahrungen aus Afghanistan, Irak, Syrien und anderen Ländern zeigen, dass US-Interventionen oft zu Krieg, Instabilität und auf lange Sicht zu neuen Diktaturen geführt haben. Sind wir wirklich so geschichtsvergessen oder mit Absicht blind für eine Geschichte, die zeigt, dass die USA uns nicht retten werden?

Israels Netanjahu-Regierung ist der zweite wichtige internationale Unterstützer Reza Pahlavis. Deshalb zeigen Mon­ar­chis­t*in­nen bei Demonstrationen nicht nur die alte iranische Königsflagge mit Löwe und Schwert, sondern auch die israelische Flagge.

Monarchistische Stimmen erhalten im Ausland, auch in Deutschland, überproportional viel Aufmerksamkeit. Linke und alternative Positionen kommen vergleichsweise wenig vor. Das beeinflusst auch die Berichterstattung in deutschen Medien auf eine gefährliche Art und Weise.

Die Iraner brauchen keinen neuen Monarchen, sondern eine Demokratie mit einem Rechtsstaat, der für alle gilt

Trotz der harten Repression engagieren sich in Iran selbst weiterhin viele mutige Menschen im Widerstand gegen das islamische Regime. Es sind diese Aktivist*innen, die noch immer im Gefängnis sitzen oder nur unter internationalem Druck freigelassen wurden, die für das tatsächliche Veränderungspotenzial im Land stehen. Dennoch werden sie kaum als Bewegung anerkannt, aus der eine politische Führung hervorkommen kann – weder von der Regierung noch von Teilen der Opposition im Ausland.

Da die Mehrheit der iranischen Bevölkerung sowohl religiöse Herrschaft als auch die absolute Macht der Monarchisten ablehnt, sollte nach dem Ende des Mullah-Regimes zunächst eine Übergangsregierung gebildet werden. In Iran gibt es ausreichend kompetente Personen, die ein solches Provisorium führen könnten, bis freie, demokratischen Wahlen abgehalten werden können.

Die Ira­ne­r*in­nen brauchen keinen aus dem Ausland präsentierten Monarchen, sondern ein demokratisches System mit einem funktionierenden Rechtsstaat, der für alle gilt – für religiöse Minderheiten, politisch Andersdenkende und für Frauen, die selbst über ihr Leben und ihre Rechte entscheiden wollen.

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18 Kommentare

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  • Es geht ja heute nicht um eine Monarchie, sondern zunächst um den Sturz der Islamischen Republik, den Reza Pahlavi moderieren könnte. Die Iraner sind ganz offensichtlich bereit, ihm zu vertrauen, auch mangels Alternativen.



    Als Exiliraner sollten wir den Kampf und den Willen des iranischen Volkes akzeptieren und unterstützen, anstatt zu hetzen!

  • Sehr schön beschrieben - und ja, eine freiheitliche Demokratie wäre dem iranischen Volk zu wünschen.



    Aber können die das überhaupt? Oder wäre ein "starker Führer", der alle Iraner Schritt für Schritt in die Freiheit führt vielleicht doch keine so schlechte Idee? Denn ich denke, dass im Iran es sehr viel aufzuarbeiten gilt, insbes. die Verbrechen der bisherigen Schreckensregime. Und das wird schwierig sein, mit einer Identifikationsfigur vielleicht leichter.

  • Naja. Die Menschen im Iran wünschen sich ganz klar die Führung von Reza Pahlavi. Das gilt es erstmal zu akzeptieren. Es geht ja jetzt auch überhaupt nicht um Monarchie, sondern darum, die Islamische Republik gemeinsam zu überwinden. Dafür bietet Reza Pahlavi eine gute Option.

    Als Exiliraner sollten wir heute den Kampf der Menschen im Iran unterstützen und gemeinsam stehen, anstatt aufeinander zu hetzen!

  • Welche Regierungsform am Ende im Iran herrschen wird, ist doch eine innerstaatliche Frage, die ausschließlich im Iran beantwortet werden kann. Wenn es denn dann zu einem Systemwechsel kommen sollte, dann sollte sich Deutschland so weit wie möglich raus halten.

    Nach den Erfahrungen im Irak und Afghanistan ist fragwürdig, ob eine Demokratie wirklich die beste Lösung ist. Wenn alles sehr gut laufen sollte, dann entscheiden das die Iraner selbst. Wie so häufig gilt auch hier: Abwarten, Tee trinken.

  • Iran braucht jede Form internationaler Unterstützung zum Schutz seiner Bevölkerung. Für Menschen, die um ihr Leben kämpfen, ist es unerheblich, woher diese Hilfe kommt oder wer sie leistet. Diese Realität wird häufig von ideologisch geprägten Gruppierungen im Ausland ignoriert, die das Leid der Menschen im Iran seit Jahren relativieren.

    Insbesondere junge Iranerinnen und Iraner gehen unter hohem persönlichem Risiko auf die Straße, um grundlegende Menschenrechte einzufordern. Sie stehen einem Regime gegenüber, dessen ideologische Machtgier den Tod tausender junger Menschen in Kauf nimmt und dessen Einfluss längst über die Grenzen des Iran hinausreicht.

    Ob Unterstützung aus den USA, Europa, Deutschland, Israel oder anderen Staaten kommt, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass gehandelt wird. Die junge Generation im Iran zahlt bereits den höchsten Preis und trägt die Hauptlast dieses Widerstands.

    Es ist notwendig, ideologische Scheuklappen abzulegen und den Schutz menschlichen Lebens über politische Dogmen zu stellen. Menschlichkeit muss Vorrang vor ideologischer Verblendung haben.

  • ""......Jasmin Pahlavi, die Frau des Schah-Sohns, präsentierte ein Plakat mit der Aufschrift: „Tod den drei Verdorbenen: Mullahs, Linken, Mudschaheddin“. ""



    ===



    In der Geschichte der iranischen Revolutionsbewegung bildeten radikale Muslime und Linke im Iran eine “seltsame Allianz”. Geeint durch ihre Ablehnung des Schahs verhalf diese „merkwürdige Verbindung“ aus Linken und islamistischen Radikalen zum Triumph der Islamischen Revolution im Iran, die den iranischen Monarchen stürzte und 1979 die Herrschaft des mittlerweile verstorbenen Schahs beendete.

    Spätestens anlässlich der Massenmorde an den Linken und an den Mujaedin in iranischen Gefängnissen 1988 erkannte die Linke ihren katastrophalen Fehler die iranischen Islamisten an die Futtertröge der Macht verholfen zu haben.

    Die Geisteshaltung des Spruchs von Jasmin Pahlavi stammt aus dieser längst vergangenen Zeit. -

    Im Jahr 2026 geht es darum eine nationale Front zu bilden um die Massenmörder der Mullahs aus der Regierung zu jagen - aber mit Sicherheit braucht es momentan keinen Disput der alte Vorurteile und Fehlurteile aus 1979 wieder hervor kramt und so die Front der Gegner des Regimes im Jahr 2026 schwächt.

  • Letzter Absatz mit dem demokratischen Rechtsstaat. Seh ich auch so!



    Mal beschreiben wer wie und wann was, das wäre schön.



    Und an diesem Wunsch, aber keine Ahnung über das 'WIE' kranken Libyen, Irak, Syrien... nix neues in der arabischen Welt halt.



    Mal eine Trennung zwischen Religion und Politik wäre mal ein erster Schritt. Will aber auch keiner so recht ran an das Thema.

  • Danke. Meine sich im zweiten Halbsatz klarstellenden 🚖fahrer als Perser gelegentlich Aserbaidschaner iranische Kurden sagen unisono dasselbe • Palevi - Hands OFF



    (btw mit mir als ehemaliger auch für Asyl zuständiger Richter & ex🚖fahrer wird na logo - bekanntlich Klartext geredet🤫;)

  • Bitte kein Irak2



    Als man den Irak von ihrem Diktator befreite, hofften alle im Land auf Frieden. Heute ist der Irak ein Land der Gewalt und Willkür, für die Menschen ist es teilweise sogar schlechter geworden.



    Bitte macht aus dem Iran kein Irak2, und lasst die Menschen dort über ihre Zukunft entscheiden, sobald diese schreckliche Mullah-Diktatur ein Ende gefunden hat. Ich fürchte dass die Interessen der USA an einem Sturz dieser Diktatoren eher aus rein egoistischen Machtpolitischen Gründen begründet sind.

    • @Hans Dampf:

      Ein Hauptproblem des Irak 1 war doch, und ist es zum Teil bis heute, dass das Mullahregime immer schiitische Milizen und Marionettenpolitiker im Irak gesponsert hat, um für Unruhe zu sorgen.

      Aber das fällt unter den Tisch, dem Westen die Schuld zu geben ist halt bequemer.

  • Ich erlaube mir, an die Geschehnisse um den Schahbesuch in Deutschland zu erinnern, der schwerwiegende politische Folgen hatte:



    "Die Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin gegen den Staatsbesuch von Schah Mohammad Reza Pahlavi war ein einschneidendes Ereignis in der bundesdeutschen Geschichte: Dabei kesselten Polizisten die Demonstranten ein, verprügelten sie, griffen Einzelne wahllos heraus, misshandelten sie und behaupteten einen Polizistenmord. Der Polizist Karl-Heinz Kurras erschoss den Demonstranten Benno Ohnesorg, während seine Kollegen diesen misshandelten.

    Daraufhin verbreitete und radikalisierte sich die Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre. Soziale und polizeiliche Reformen unter der SPD-FDP-Regierung seit 1969 wie auch der Terrorismus der Rote Armee Fraktion seit 1970 und der Bewegung 2. Juni seit 1972 gehen mit auf dieses historische Ereignis zurück."



    (Wikipedia)

  • Sehr gut und verständlich analysiert.

    Aber wenn man die Iraner unterstützen will, was kann man da überhaupt noch tun? Muss man abwarten, ob sich das im Land irgendwie regelt?

    Stützen z. B. neue Zölle USA nicht sogar das Regime der Mullahs, das ohnehin alle Probleme aufs Ausland schieben kann?

  • Dass der Schah junior in der taz historisch bedingt keinen guten Ruf genießt, geschenkt. Aber mal ehrlich, wie wahrscheinlich ist ein laizistisches, sozialistisches System im Iran nach 45 Jahren Mullah-Herrschaft?

    Ihr geschätzter Kollege Feddersen hat einen ziemlich ausgewogenen Beitrag dazu geteilt: x.com/ungemeve/sta...010390166507241734

    Der beleuchtet vor allem die Entstehungsgeschichte des Mullah-Regimes: "Während der Revolution von 1979 traten drei zentrale Akteure – radikale Linke, die Organisation der Volksmojahedin und der politische Klerus – trotz tiefgreifender ideologischer Unterschiede in entscheidenden Punkten gemeinsam auf (...) Am Ende setzte sich eine Strömung – der politische Klerus – durch und eliminierte die anderen gewaltsam."

    Es ist einfach so, dass Sozialismus entgegen der Sehnsucht vieler westlicher Linker in islamisch geprägten Gesellschaften nicht funktioniert. Da wäre eine konstitutionelle Monarchie, vgl. Marokko, die realistischere Option. Es gibt auch durchaus Statements von Pahlavi jun., dass er sich dazu bekennen würde. Würde ich nicht von vornherein ablehnen.

  • 》Die Ira­ne­r*in­nen brauchen keinen aus dem Ausland präsentierten Monarchen, sondern ein demokratisches System mit einem funktionierenden Rechtsstaat, der für alle gilt – für religiöse Minderheiten, politisch Andersdenkende und für Frauen, die selbst über ihr Leben und ihre Rechte entscheiden wollen.《



    .



    Zunächst - würde ich meinen - brauchen die Aufständischen im Iran, die gerade unter Lrbensgefahr auf die Straßen gehen, Unterstützung.



    .



    Was auch Sichtbarkeit bedeutet: das Regime hat nicht ohne Grund eine Internetsperre verhängt - es ist wichtig, dagegen vorzugehen.



    .



    Konkret kann jede*r die Tor-Erweiterung Snowflake installieren:



    .



    www.instagram.com/...h=d3NjNHUwaWlpaDhp



    .



    Und selbst verfügbare Informationen aus dem Iran in den sozialen Medien teilen.

  • Ich finde diesen Artikel übertrieben. Als Integrationsfigur könnte der Sohn durchaus eine gute Rolle spielen. Auch in Europa gibt es immer noch eine ganze Reihe von demokratischen konstitutionellen Monarchien, bei denen der König oder die Königin über dem Tagesgeschehen schwebt. Und wenn man etwas zurückblickt und den Blick nach Spanien richtet, sieht man ein Beispiel, bei der die Haltung des Königs essentiell für die Niederschlagung eines antidemokratischen Putsches war.

    • @TheBox:

      Ganz ähnlich wie Sie sieht das auch der Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Danial Ilkhanipour hier in einem Video, in dem er sich gegen die Parteiführung der Linken positioniert:



      .



      www.instagram.com/...h=NjAyYzdycHowczFn



      .



      Viele auf den Straßen im Iran verbänden auch mit dem Namen Pahlavi Hoffnung auf Demokratie (etwa in einer konstitutionellen Monarchie)



      .



      Gerade das Narrativ "Pahlavi = Monarchie = Diktatur" hingegen werde oft vom Mullah-Regime vorgetragen.



      .



      Die Aufständischen im Iran seien eine heterogene Masse, dies gelte es zu respektieren, nicht zu zensieren.

  • Die Frage ist, was will die Mehrheit der Iraner?



    Ob das wirklich eine Demokratie, wie wir sie kennen, ist, weiß man nicht. Wir haben ja am Beispiel Afghanistan gesehen, wie schnell das gehen kann, dass Islamisten zurückkommen.



    Ein demokratischer, rechtsstaatlicher Iran, ohne Islamisten, aber auch ohne Schah wäre ein großer Gewinn für die Region. Ob das realistisch ist, da bin ich skeptisch. Aber ich denke schon, dass ein Schah-Iran für die Bevölkerung deutlich besser wäre als ein Mullah-Iran.

  • Ein sehr wichtiger Beitrag in mitten der sich in den Medien ausbreitenden Schah Euphorie.

    Während die Menschen im Iran ihr Leben einsetzen, laufen sich im sicheren Ausland Kräfte warm , die Früchte zu ernten. Die Ziele dieser Kräfte sind aber nicht Freiheit und Demokratie. Sie wollen nur ein Terroregime durch ein anderes ersetzen. Dazu taugt dann auch Trump als Mentor.