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Fitness und VereinWie wir Sport machen, ist politisch

Unsere Autorin war immer sportlich. Aber die Frage, wofür sie eigentlich trainiert, hat sie nie ganz verlassen. Im Gym wird der Egoismus gefüttert.

D ie Grünen kommen bei jungen Männern nicht so gut an. Deswegen wollen sie die Jungs da abholen, wo man sie vermeintlich findet: beim Pumpen.

Daran ist vieles weird, aber hey! Wir alle versuchen gerade so einiges, um den Faschismus aufzuhalten. Ich shame da niemanden. Männer und die Grünen haben es schwer genug. Lasst uns also haten, wem Hate gebührt: die Fitnessindustrie.

Ich habe schon immer viel Sport gemacht. Irgendwann fing ich an, ins Fitnessstudio zu gehen. Ich erzählte meinem Großvater davon und er untersagte mir, deswegen den örtlichen Sportverein zu verlassen. „Aus Vereinen tritt man nicht aus, die wurden unter den Nazis verboten.“

Als ich sagte, dass ich im Studio „trainiere“, fragte er ernsthaft irritiert: „Wofür?“ Es stand ja kein Wettbewerb an. „Für mich“, antwortete ich kleinlaut.

Das Gemeinwohl im Blick

Sportvereine versuchen, Menschen zusammenzubringen. Sie haben das Gemeinwohl im Blick und geben der Region etwas zurück; veranstalten Turniere und Feste, während Fitnessstudios versuchen, dir zusätzlich Proteinshakes oder ein Handtuch-Abo zu verkaufen.

Wie wir Sport machen ist politisch. Geht es um Optimierung, Protzen und gestählte Körper? Oder um Teamgeist, Spaß und aktive Freizeitgestaltung? Irgendwann wurde mein Leben so voll, dass für Vereine kein Platz mehr war. Ich konnte mich nicht mehr nach festen Trainingszeiten und Hallenbelegungsplänen richten. Energie für das soziale Gefüge einer Mannschaft? Keine Chance! Thekenschicht beim Sportfest? Keine Zeit.

Ins Gym kann ich, wann ich will. Hier wird auch der Egoismus trainiert: Wer ins Studio geht, muss sich mit niemandem verabreden, außer mit sich selbst. Im Fitti lernst du niemanden kennen, ausgenommen die Person, die dir Drogen verkaufen will.

Es geht nicht um soziale Kontakte, sondern um Selbstoptimierung. Da wird nicht für ein gemeinschaftliches Ereignis trainiert, sondern dafür, besser auszusehen und besser zu funktionieren, um als wertvoll angesehen zu werden im Kapitalismus und ihm jederzeit zur Verfügung zu stehen:

Wer wegen Überstunden den dritten Mittwoch hintereinander das Volleyballtraining verpasst, denkt vielleicht darüber nach, wie viel Lebenszeit der Job frisst. Doch wer es mal wieder erst um neun ins Fitti geschafft hat statt um sieben, ärgert sich, dass er nicht disziplinierter seine Trainingszeiten einhält.

Die Fitnessindustrie macht Kohle mit den Unsicherheiten von Menschen. Wer Gym-Kultur übertreibt, wird zum Looksmaxxer. Wer Sportverein übertreibt, wird zum Schiedsrichter, Jugendtrainer oder schlimmstenfalls Kassenwart. Klar können Parteien nach Wählern in Muckibuden suchen, sie können aber auch das Ehrenamt stärken, für den Erhalt von Schwimmbädern und Sportanlagen sorgen und Lust auf Bewegung fördern, in der es weniger um Kraft und Körperkult geht.

Etwas zu lernen, das taktisch und technisch anspruchsvoll ist, sei es Fußball oder rhythmische Sportgymnastik, ist beeindruckend. Training zu Selbstoptimierungszwecken ist irgendwie unangenehm.

Damit der regelmäßige Gang in die Muckibude nicht allzu peinlich ist, fing man an, redundantes Gewichte stemmen als „diszipliniert“ zu bezeichnen. Dabei gibt es kaum etwas Undisziplinierteres, als mehrmals die Woche Me-Time zu nehmen, um sich mit nichts als dem eigenen Körper zu beschäftigen. Zeit, in der man für Familie oder Freun­d*in­nen da sein könnte, Nachbarn unterstützen, im Tierheim aushelfen, sich im Umwelt- oder Katastrophenschutz engagieren könnte – oder in einer Vereinsstruktur.

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Simone Dede Ayivi

Simone Dede Ayivi

Simone Dede Ayivi ist Autorin und Theatermacherin. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Aktuell arbeitet sie zu den Themen Feminismus, Antirassismus, Protest- und Subkultur.
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24 Kommentare

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  • Ich mache Sport, weil ich Lust darauf habe. Mal im Verein, mal allein, mal im Fitnessstudio.

    Und nebenbei: Das Fitnessstudio will mein Geld. Der Verein will meine Zeit. "Umsonst" ist beides nicht.

  • Superbeitrag. Ich dachte neulich auch etwas ähnliches, als ich Einkäufe vier Stockwerke für eine frischoperierte Freundin schleppte und dann einen Tag später für ihre über achtzigjährige Mutter (die die Freundin logischerweise jetzt nicht versorgen kann).

    Ich dachte, es ist viel sinnvoller, meine auch begrenzte Körperkraft für diese Menschen einzusetzen als durch den Park zu rennen oder auf Berge zu steigen, wieviel Kraft die Leute durch Gym verschwenden und wieviel sinnvolle Nachbarschftshilfe sie damit leisten könnten, für Menschen, die nicht den Luxus eines gesunden mobilen Körpers haben.

    • @oricello:

      "...sinnvolle Nachbarschftshilfe sie damit leisten könnten, für Menschen, die nicht den Luxus eines gesunden mobilen Körpers haben..."







      Den "gesunden mobilen Körper" erarbeitet man sich zum Beispiel schon mit 2x wöchentlich 1 Stunde im Fitness-Studio! Da bleibt dann auch immer noch genug Zeit, Einkäufe für die Freundinsmutter zu schleppen. Und man selbst bleibt mit ein bisschen Glück 10 Jahre länger in der Lage, selbst die Einkäufe nach Hause zu tragen.







      Dieses Gegenüberstellen von 2 Dingen, die beide gut sind, ist nicht hilfreich, wenn man eins von beiden abwertet, weil das andere vermeintlich noch besser ist. Da könnte ich auch genauso gut behaupten, dass zeitliches Engagement für den Verein um die Ecke unsozial und egoistisch wäre, weil ich in der gleichen Zeit doch ehrenamtliche Projekte für Obdachlose unterstützen könnte.

    • @oricello:

      Sport und Hilfsbereitschaft schließen sich doch nicht aus. Der Mensch ist ein soziales Wesen und dass man seine erkrankten Freunde und Nachbarn unterstützt, ist selbstverständlich. So radikal, wie Sie es formulieren, klingt es ein bißchen nach Mutter-Teresa-Syndrom. Beim Schlusssatz der Autorin hingegen eher nach Ideologie: der Einzelne zählt nicht, das Kollektiv ist alles.

  • Die AFD fängt die Leute (vor allem die jungen Männer) weniger im "Fitti", als vielmehr im lokalen Fußballverein oder in der Freiwilligen Feuerwehr. Dort drehen einzelne Meinungsführer ganze Dörfer auf rechts.

    Wenn Sport also politisch ist und die Grünen junge Männer ansprechen wollen, braucht es (neben starker Präsenz in den asozialen Medien) eher eine starke Bewegung in eben diese Vereine und die Freiwillige Feuerwehr.

  • Hier mal eine ganz andere Perspektive, wenn nicht sogar eine gegensätzliche: die Dorfvereine, die ich kenne, sind durchsetzt von alten frustrierten AFD-Wählern und Dorfalkis, welche Biertrinkend und rauchend die komplette Athmoshäre im örtlichen Tennis- und Fußballverein zerstören und sich dann auch noch wundern, dass keine Mitglieder da sind . Im Fitnesstudio meines vertrauens komme ich regelmäßig mit anderen Menschen (jung und alt, bunt gemischt), auch mit Fremden in Kontakt, durch Kurse, welche ich regelmäßig besuche (mit dem Yogakurs trifft man sich auch regelmäßig zum gemeinsamen Essen). In der Sauna kommt man dort ebenfalls regelmäßig mit Fremden ins Gespräch und natürlich habe ich auch einige Bekannte und Familienmitglieder, welche dieses Studio besuchen. Es ist tatsächlich ein sozialer Ankerpunkt für viele, man trifft sich nicht nur zum Sport, sondern auch zum gemeinsamen Kaffe und Tee und unterhält sich. Das konnte mir bisher kein Verein in der Form geben.

    • @PartyChampignons:

      Ich habe im Sportverein wenigstens ordentlich Skatspielen gelernt, später Doppelkopf. Aber danke für die andere Perspektive

  • "...Dabei gibt es kaum etwas Undisziplinierteres, als mehrmals die Woche Me-Time zu nehmen, um sich mit nichts als dem eigenen Körper zu beschäftigen. Zeit, in der man für Familie oder Freun­d*in­nen da sein könnte..."







    Naja, mir fallen 100 undiszipliniertere Dinge ein.







    Man könnte auch mal ganz unpolitisch festhalten, dass der "Ego-Trip" Fitness-Studio, vernünftig betrieben, so ziemlich das beste gesundheitliche Präventionsprogramm gegen die typischen Volkskrankheiten ist. Und die deutsche Vereinsmeierei mit ihren typischen Saufgelagen hinter dem Feigenblatt Sport ist so ziemlich das Gegenteil.







    Besser Studio als Glotze, als metabolisches Syndrom, als Rauchen, als workaholic, als unausgeglichener Vater, als Drogen, als kriminelle Laufbahn usw.







    Ist Bücherlesen jetzt auch egoistisch, weil man sich nur mit sich selbst beschäftigt, statt sich Zeit zu nehmen, in der man für "Familie oder Freun­d*in­nen da sein könnte, Nachbarn unterstützen, im Tierheim aushelfen, sich im Umwelt- oder Katastrophenschutz engagieren könnte – oder in einer Vereinsstruktur"?

  • Ich mag auch beim 'Trainieren' diese Frage: Wofür?



    Grenzen setzen im Beruf, da helfen feste Vereinszeiten womöglich sogar, doch alle nach ihrem Gusto.

    • @Janix:

      Rückblick wofür:



      "„Jugend trainiert für Olympia“ ist eine Erfolgsgeschichte im deutschen Sport, die ihre Anfänge in den 60er Jahren hat. In der wirtschaftlichen Aufschwungphase dieser Zeit verlor der erfolgsverwöhnte deutsche Sport (u.a. am schlechten Abschneiden bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko festgemacht) international an Boden.



      Stern-Verleger Henri Nannen initiierte mit Blick auf die Olympischen Spiele 1972 in München in systemgerechter Abwandlung zu den Spartakiaden-Wettbewerben in der ehemaligen DDR den Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ als Talentwettbewerb mit den Gründungssportarten Leichtathletik und Schwimmen. Das erste Bundesfinale in Berlin fand am 27./28. September 1969 im Olympiastadion statt. Als erste Ballsportarten kam Volleyball und danach Fußball hinzu. Bis heute wurden 17 Sportarten ins Programm aufgenommen. Der Schulsportwettbewerb entwickelte sich zu einem Erfolgsmodell: nach anfänglich 16500 Teilnehmern nehmen inzwischen bundesweit jährlich rund 800000 Schülerinnen und Schüler teil. In Baden-Württemberg sind es pro Jahr rund 125 000 Teilnehmer.



      Über „Jugend trainiert“ zum Spitzensportler..."



      b. rems-murr.wlv-sport.de/home/details/

  • In meinem Bekannten- und Kollegenkreis bekamen die meisten die Mitgliedschaft im Fitnessstudio irgendwann mal von der Gattin zum Geburtstag geschenkt. Sind dann zweimal hin (jede Wette, dass sie mehr an der Bar als an den Geräten waren) und haben anschließend an den fürs Fitnessstudio vorgesehenen Abenden Überstunden geschoben oder irgendwas Wichtiges zu reparieren gefunden. Meine Freundinnen melden sich auch gerne zu Zumba oder Bauch Beine Po an und finden dann immer einen Grund, warum sie nicht hinkönnen. Hauptsache guter Vorsatz. Ich habe Gott sei Dank kein Fitnessstudio nötig, weil ich mitten in der herrlichsten Natur wohne. Sobald die Sonne scheint und die Vögel zwischern, ziehe ich die Laufschuhe an und erfreue mich am Grün. Auch bei den aktuellen Temperaturen, unter den Bäumen ist es wohltuend frisch. Ich muss mich nicht disziplinieren, ich bewege mich einfach gerne, am



    liebsten draußen.

  • Auf jeden Fall toller Großvater. Es gibt übrigens auch noch die Variante übermotiviert im Fitnessstudio beginnen (Vertragslaufzeit 24 Monate, jährlich kündbar), dann rasch bemerken, dass das Zeit kostet und anstrengend ist (und dass es dort streng riecht), dann nicht mehr hingehen nur noch Beitrag zahlen, wegen schlechtem Gewissen wegen zuwenig Looksmaxxing + siehe oben Kündigungsfrist

  • Sehr richtig. Ein Verein ist Gemeinschaft. Und damit Politik. Aber auch innerhalb des Vereins gibts Politik. Es sollen ja möglichst alle alles mittragen. Am Besten mit Stolz. Dazu sollten möglichst alle verstehen, was der beste Weg zum Ziel ist. Und da menschelt es dann. Seien es unterschiedliche Bewertungen, Neid, Misgunst, Gier, Egos… Und am Ende muss halt mal irgendwer zurückstecken.

    Braucht man alles nicht, wenn man ins Gym geht. Aber ob man ins kommerzielle Gym geht oder den Kraftraum eines lokalen Vereins spielt für die ruhigen Minuten mit dem Eisen an sich erstmal keine Rolle.

  • Ja. die Politik durchdringt alle Lebensbereiche.



    Haben mir schon damals in den 1970-ern die Maoisten erklärt.

    • @sollndas:

      „Sportliche Entwicklung stärkt den Volkskörper.“ Ich habe das rote Büchlein auch noch im Regal. Und die Ästhetik gestählter Körper hat niemand besser in Szene gesetzt als Leni Riefenstahl.

  • Irgendwie ist alles politisch und dem Patriarchat geschuldet. Vor allem wenn man die taz liest.,

    • @FraMa:

      Die taz füllt mal gerne die Spalten mit Meinung und mit irgendwelchen Lifestyle-Be(r)ichten.

      Ich verstehe hier aber schon den Punkt: Vereine stützen eher Solidarität, Gyms eher eine Ego-Optimierung. Dass womöglich nicht nur manche Frauen und homosexuelle Männer massiv Zeit für ein äußerliches 'Schönmachen' verplempern, sondern das bei heterosexuellen Männern auch so schmiert, wäre eine Messung und Folge-Analyse wert.

      Wobei es die als Dilemma oben genannten Gründe dafür auch gibt und nicht jedeR narzisstisch muskelmaxt, sondern vielleicht nur den nächsten Bandscheibenvorfall nicht wünscht.

  • Es gibt Leute, die mehrmals in der Woche alleine und in Ruhe vor sich hin pumpen wollen. So what? Was hat das mit Egoismus zu tun? Wer sagt eigentlich, das Besucher von Muckibuden nicht auch gute Nachbarn, treue Freunde, liebevolle Eltern und engagierte Katastrophenschützer sein können?

    • @Jochen Laun:

      Also ich erlebe in meinem Gym, das man sowohl alleine und in Ruhe trainiert, als auch mal n Schnack mit den anderen halt, sich mal zum gemeinsamen Training verabredet und sich auch solidarisch gegenseitig unterstützt.



      Allerdings gibt es bei uns nicht soo viele Geräte, sondern es wird einfach noch old fashioned Eisen gestemmt.

    • @Jochen Laun:

      "In Ruhe vor sich hin" ist vielleicht der Schlüsselpunkt. Nicht reden müssen. Das kann dann Angeln sein, das Bier in der Kneipenecke, Dart gucken, sich aufs Rad schwingen oder eben diese Variante von Sport.

  • Es gibt auch interessante, weniger bekannte Möglichkeiten der sportlichen Betätigung mit und ohne Sportgerät oder Tier, je nach Pläsier.



    Beispielsweise Frisbee-Golf, immer kommunikativ.



    Oder Faustball, fast in Vergessenheit geraten, aber noch nicht verschwunden, wie Hagen i.W. eindrucksvoll zeigt.



    -...und Agility, ist auch gleichzeitig Mindfulness und Koordination, Teambildung und Gehirnjogging bei der Parcours-Begehung.



    Männer bevorzugen mit 🐕 oft THS mit mehreren Disziplinen.



    Muskeln und Hirn gleichermaßen gefragt.



    Vereinsarbeit steht ganz vorne und ziemlich hoch im Kurs.



    youtu.be/6PohwwoZo...s=T4QVeFP7VYu2H_4s



    Vielleicht mal alternativ was anderes ausprobieren, etliche Möglichkeiten sind unterm Radar in den Medien.

  • Yep!



    Sehr sympathisch, die selbsthinterfragende Zwiesprache mit dem Großvater!



    Wofür?



    Eine gute Frage.



    Ich bin immer ungern Anderen hinterher gelaufen.



    Weder Menschen, noch Trends.



    Daher kam so ein Fit for fun Quatsch für mich nie infrage.



    Ich bin auch nicht selbstverliebt genug, mich selbst



    "optimieren " zu wollen.



    Sicher könnte ich fitter sein, aber wenn das sich ernsthaft bemerkbar macht, hilft ein wenig "Disziplin" beim Essen und etwas mehr arbeiten.



    Es besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, dass mehr Anstrengung nicht nur mehr Fitness, sondern auch ein konstruktives Ergebnis mit sich bringt.



    Da schätze ich Effizienz und mache gleich Beides auf einmal.



    Mein Opa fuhr sein Leben lang mit dem Fahrrad zur Arbeit und ging anschließend noch für 2,3 Stündchen "in den Garten".



    Da wurden dann nicht pseudoautark die drei Balkontomaten gegossen, sondern Gemüsegarten im Selbstversorgermaßstab betrieben.



    War auch notwendig um die Familie mit zu ernähren.



    Hauptsächlich durch Beschäftigung in Parallelwelten hat heute ja Keine*R mehr Zeit.



    Seltsam, dass bei soviel Selbstoptimierung das persönliche Zeitmanagement derart vernachlässigt wird.



    Soziale Bindung im Sport spart auch Zeit.

  • Danke 🙏😃



    Mit knapp 60 bin ich zwar nicht mehr wegen des Looksmaxx und auch nicht wegen der Optimierung meiner Männlichkeit durch Pumpen im Gym, sondern bloß zwecks Verzögerung altersbedingter Muskelschwäche und Gleichgewichts-Störungen.



    Und doch nehme ich Ihren wunderbar pointierten Artikel gerne an im Sinne der Hinterfragung meiner Freizeitgestaltung: ich werde mich nach den Ferien sowohl einem Chor (rundum gesund für Körper und Geist!) als auch einem Aikido-Verein (Bewegung in Gemeinschaft!) anschließen ☺️👍

  • """Dabei gibt es kaum etwas Undisziplinierteres, als mehrmals die Woche Me-Time zu nehmen, um sich mit nichts als dem eigenen Körper zu beschäftigen. Zeit, in der man für Familie oder Freun­d*in­nen da sein könnte, Nachbarn unterstützen, im Tierheim aushelfen, sich im Umwelt- oder Katastrophenschutz engagieren könnte – oder in einer Vereinsstruktur."

    ...oder....



    einfach nur mit dem Krad oder Cabrio herumcruisen.



    vor dem Fernseher sitzt und sich ein Bier von der PartnerIn bringen läst.



    Zum Skat Stammtisch geht



    Oder einfach nur zum Fastfood Restaurant fährt und sich nen Burger mit Pommes Schranke gönnt