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Feministisches ReclaimingWenn ich „Fotze“ sage, ist das als Kompliment gemeint

2025 haben wir Frauen uns endgültig das Wort "Fotze" zurückgeholt, auch dank Rapperin Ikkimel. Warum das gut ist – und doch nur ein erster Schritt.

Die Rapperin Ikkimel bei der Preisverleihung der Einslive Krone, in Bielefeld, NRW, am 4.12.2025 Foto: dts/imago

N a, ist denn heut schon wieder Fotzensamstag? Eigentlich ist der Fotzentag ja der Freitag, zumindest laut einem 2025er-Spotify-Hit von SUV Whatever. Aber heute gilt uns jeder Tag als Fotzentag, das haben wir uns erkämpft. Denn Fotze ist schon längst kein misogynes Schimpfwort mehr, das irgendwelche Typen einer Frau an den Kopf knallen. Und es ist auch kein Diss mehr, wie ihn Rapper Fler 2009 noch benutzt hat: „Du Fotze magst mein Album nicht: Scheiß auf dich!“

Die Fotze gehört jetzt wieder uns. Wir haben uns das Wort zurückgeholt, und zwar nicht, um unsere Geschlechtsorgane damit zu bezeichnen. Sondern um damit Gemeinschaft zu schaffen und uns gegenseitig zu empowern. Danken dürfen wir dafür ausgerechnet der Rapszene, die eine ziemlich schlagfertige Antwort auf ihr Sexismusproblem gefunden hat.

Allen voran die aktuell „allergrößte Fotze der Stadt“: Ikkimel. Mit ihren Texten provoziert sie, selbst unter Feminist:innen ist man sich uneins. Aber vor allem macht Ikkimel eines – den Spieß umdrehen. In ihren Songs sollen die Macker „ackern, kochen, putzen“ und „eincremen“, während sie macht, was sie will, weil sie eine Frau ist.

Nun ist Ikkimel nicht die Erste, die den Begriff Fotze empowernd verwendet. Das ehemalige Rap-Duo SXTN ging schon vor knapp zehn Jahren mit ihren „Fotzen in’ Club“. Und Shirin David prägte dazu das passende Adjektiv: „fotzig“. Fotzig kann alles sein, eine schlagfertige Attitüde, ein frecher Spruch, ein cooles Outfit.

Inzwischen ist das Wort im Mainstream angekommen, und auch ich liebe es. Nicht nur, weil es Spaß macht, zu provozieren. Sondern auch, weil hinter der Rückeroberung von Sprache etwas Größeres steckt. Es entmachtet diejenigen, die mit ihr wie mit einer Waffe um sich schießen, es setzt ihrem Versuch der Unterdrückung etwas entgegen.

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Wenn jemand mich heute als Fotze beleidigen will, kann ich das nicht ernst nehmen, weil ich das Wort schon längst anders abgespeichert habe – als Kompliment. Zum Beispiel für die fotzigen Hüftschwünge meines männlichen Freundes auf der Tanzfläche. Fotzig sein macht für mich Spaß und schafft Zusammenhalt.

Als ich meiner Freundin aber neulich sagte, ihre Jacke sei fotzig, stieß ich mit meinem Lob auf gemischte Resonanz. Während sie sich beglückt ihre Faux-Fur-Jacke zuknüpfte, raunte eine andere Freundin, das Wort sei einfach nur schlimm.

Dass Fotze oder fotzig nicht alle als Kompliment sehen können, verstehe ich. Schließlich wurde mit dem Begriff zu lange gehetzt, beleidigt und Frauenhass geschürt.

Dabei war die Fotze keineswegs von Anfang an ein Schimpfwort. Bekannt seit dem 15. Jahrhundert hatte es verschiedene Bedeutungen, unter anderem Vulva und Hintern.

Der Duden, der Fotze übrigens erst seit 1973 führt, fügt hinzu: „Wahrscheinlich verwandt mit faul in dessen alter Bedeutung ‚stinkend‘“. Dass der Begriff nach dem Mittelalter die Bedeutung wechselte und versuchte Frauen zu diskriminieren, ist kein Zufall, es sollte deren sexuelle Selbstbestimmtheit angreifen.

Ähnlich unklarer Herkunft ist übrigens die englische „cunt“. Die hat sich die Schwarze trans Community schon in den 1970/80ern zurückgeholt. „Serving cunt“, also „Fotze servieren“, beschreibt eine positive Energie, die zuerst in der Ballroomkultur auftauchte und inzwischen ebenso wie die Fotze im Komplimente-Katalog steht.

Sich einzelne Begriffe wieder zurückzunehmen, verändert noch keine misogyne Gesellschaft. Dass alles und jede:r (ja, auch Männer!) jetzt fotzig sein können, macht aber Spaß und ist ein Verdienst, das zelebriert werden muss.

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31 Kommentare

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  • "2025 haben wir Frauen uns endgültig das Wort "Fotze" zurückgeholt, auch dank Rapperin Ikkimel. Warum das gut ist"



    Das Wort Fotze ist bei halbwegs normal sozialisierten Menschen eine Vokabel, die nicht benutzt wird. Warum es jetzt gut sein soll, derart Vulgärgebrauch zu normalisieren, erschließt sich mir trotz allem feministischem Gewölk in keiner Weise.

    • @Encantado:

      Halbwegs normal sozialisierte Menschen wissen, dass ihr eigener Sprachgebrauch nicht das Maß aller Dinge ist, es unterschiedlichste Subkulturen mit ihren jeweiligen Sprachen gibt und die meisten absolut ihre Berechtigung haben. Wen Sie meinen sind klassische Spießbürger.

  • „Als ich meiner Freundin aber neulich sagte, ihre Jacke sei fotzig, stieß ich mit meinem Lob auf gemischte Resonanz. Während sie sich beglückt ihre Faux-Fur-Jacke zuknüpfte, raunte eine andere Freundin, das Wort sei einfach nur schlimm“.

    Ich stimme der anderen Freundin zu.



    Ich konnte jetzt leider auf die Schnelle nicht finden wie alt die Autorin ist. Da Sie aber deutlich älter als 16 sein dürfte, würde ich ihr empfehlen sich zu überlegen, wann und wo Sie das Wort im echten Leben nutzt. Wenn sie noch mehr solcher Brecher draufhat, die sie auch raushaut, könnte das durchaus einen negativen Eindruck hinterlassen. - Sie ist nämlich nicht Shirin David oder Ikkimel oder … , die ihre Ausdrucksweise als „ Kunst“ verkaufen können.

  • 1. Wie schön wäre eine bessere Recherche, um dem Artikel entsprechend Tiefe und Wahrheitsgehalt zu verleihen, daher erlaube ich mir zu ergänzen:



    Cunt ist ein sehr altes englisches Wort & drückte in seiner ursprünglichen Bedeutung einen „heiligen Ort“ aus, eine zweifelsohne wertschätzende Bedeutung. Ebenfalls ist der Wortstamm verwandt mit queen, kin & county; etymologisch also versippt (im wahrsten Wortsinn 😉)mit Königin, Sippe oder (Mutter-) Land. Nach der normannischen Eroberung Englands wurde cunt offiziell durch das latinische Wort Vagina ersetzt, ein dürftiger Ersatz, da Vagina nicht mal das vollständige weibliche Geschlecht bezeichnet. Cunt hielt sich jedoch hartnäckig im Sprachgebrauch, so gab es in vielen Städten des Mittelalters eine Gropecunt Lane (grope = begrabschen), in der Prostituierte ihre Kunden erwarteten. Erst im 15 Jhd. wurden die Straßennamen „entschärft“ und abgewandelt in zB. Grope Lane.



    In der Jägersprache, im Süddeutschen & im allg. deutschen Sprachgebrauch ist Fotze neben dem Schimpfwort noch immer (da althergebracht) ein Synonym für den Mund. Entsprechend ist ein Fotzenhobel eine Mundharmonika & „halt die Fotz“, bedeutet halt den Mund.

    • @Lou Andreas-Salomé:

      2. So wundert nicht die Bezeichnung Schamlippen für die Labien, „…denn schließlich ist der weibliche Schoß der Ursprung und Geburtsort des Atems und des Wortes.“ (Erich Neumann ein Schüler C.G. Jungs).

      Die tiefliegende Bedeutung offenbart sich, wenn sich mit den Sheela-na-gigs auseinandergesetzt wird. Steinfiguren die vor allem im angelsächsischen, irischen Raum aber auch in Frankreich, auf der iberischen Halbinsel, in Ecuador oder Indonesien zu finden sind. Diese Figuren, welche ostentativ ihr Geschlecht zur Schau stellen, symbolisieren neben Schutz auch die Selbstermächtigung der Frau. (Quelle „Vulva“ von M. M. Sanyal)

      Das geöffnete Geschlecht gleicht dem lachenden Mund & bedient damit eine tiefsitzende Furcht bei Männern: Frauen die nicht stumm & verfügbar sind, sondern über ihre Sexualität selbst bestimmen, reden & ggfs. auch mal lachen über den Mann. Nicht ohne Grund formulierte M. Atwood „Während Männer fürchten von Frauen ausgelacht zu werden, befürchten Frauen von Männern getötet zu werden.“

      @ Red: bitte auch den 2. Teil veröffentlichen, da sonst Zusammenhang und relevante Infos zum 1. Teil fehlen. THX 🙏🏻

    • @Lou Andreas-Salomé:

      Da habe ich doch noch unerwartet zu dieser späten Stunde etwas gelernt. Danke für die ehrlich interessanten Ausführungen.

      • @DerLurch:

        …anschließe mich - Danke

  • Liebe TAZ-Redaktion, ist dieser Beitrag wirklich euer Ernst, oder ist er nur der Unterbesetzung des Redaktionsteams geschuldet? Man muss Precht ja nicht mögen oder ihm zustimmen, aber seine Analyse der gesellschaftlichen Auswirkungen von prominent veröffentlichten Meinungsäußerungen von (noch) Splittergruppen in den Leitmedien sollte man wenigstens einmal kurz reflektieren. Gottlob ist die TAZ nicht das Leitmedium der Klientel die sich von solchen Beiträgen triggern lässt, aber müsst ihr euch unbedingt in die Reihe der Effekthascher einreihen. Als Künstlerin kann, darf, ja muss Ikkimel provozieren und damit ihren Beitrag leisten, aber ist es dieser Beitrag, vor dem Hintergrund der möglichen Auswirkungen am anderen Ende des Spektrums, wert, dass ihm eine Kolumne gewidmet wird? Ich will hier nicht der Selbstzensur das Wort reden, aber wir haben momentan echt andere Probleme als feministisches Reclaiming.

  • Die strukturelle, systematische, misogyne Benachteiligung der Frau konkretisiert sich also durch einen Vulgärbegriff ?



    Durch die Übernahme dieses Begriffs als Selbstbezeichnung (self-empowerment) löst sich also das gesellschaftliche Problem zB des Gender-pay-gap für die Frauen ?



    Sorry - das ist dann doch etwas dünn !

  • Das hängt wohl stark davon ab, in welchen Kreisen man sich bewegt.

  • Hat hier eine Künstlerin mal wieder durch Verwendung eines umstrittenen Begriffes für sich die benötige Aufmerksamkeit erzeugt, um das eigene Geschäft nach vorne zu bringen, und Journalisten fallen darauf herein? Ich bezweifle die Absicht mit der Nutzung des Begriffes für Feminismus einzutreten, zumal der Begriff schon immer negativ besetzt ist. Auch Umgangssprachlich. Die häufigere Nutzung eines Begriffes führt alleine nicht zu einer positiven Verwendung.

  • Ich frage mich, wie alt die Autorin ist… denn Nutzung des Wortes Fotze als weibliche Revolution und gewonnene Schlacht über Sexismus zu betrachten, ist schon ziemlich pubertär und kann ich nicht ernst nehmen. Als Erwachsene habe ich andere intellektuelle Mittel um mich gegen Sexismus der primitivsten Art wehrhaft zu fühlen, als die Adaption eines vollkommen niveaulosen Wortes in den Alltagssprachgebrauch. Und soll mich dafür ausgerechnet bei einer Rapperin bedanken, die das gleiche in grün macht, was wir beim anderen Geschlecht in blau verurteilen?! Wenn das das Verständnis von Emanzipation u. Feminismus ist, nämlich alles genauso wie Männer machen zu wollen, egal wie bescheuert oder verachtend es ist, dann ist anscheinend in der jungen Generation ganz schön was schief gelaufen. Mit einem Wort wie Fotze hat man sich nichts zurückgeholt, sondern seinem Intellekt den Bankrott erklärt. Und was soll jetzt die folgerichtig logische Reaktion darauf sein? Dass sich widerum Männer demnächst selbst als Schwänze bezeichnen oder was ist das für ein Kreislauf von primitiven Sexismus, der fortgeführt werden soll?

    Sorry, aber ich finde diesen Artikel eher für die Bravo passend als für die TAZ

  • Was Ikkimel und einige Abgefahrene gut finden, kann einer ja wirklich völlig egal sein.



    Das ist doch nur provokant und dient dem schnellen Geldverdienen in einer bestimmten Branche.



    Der Autorin dient es vielleicht momentan dem Zugehörigkeitsgefühl zu einer angesagten Gruppe..



    Ich muß sagen, da gibt es momentan Frauen, die mehr auf dem Kasten haben.



    ( Marina Weisband, Luise Neubauer, Florence Gaub )

  • Man kann so viel schoenere sachen mit der deutschen sprache anstellen.. aber na gut.

  • Mein Umfeld, eher Mittelschicht und eben fast nur erwachsen, benutzt solche Worte einfach nie.



    Und integriert sich mit einem Underdog-Popstar (im adornoschen Sinn) das Wort und die ganze Idee der "Fotze" nicht perfekt in unsere vorhandenen Gesellschaftswerte?



    Eigentlich ist es doch gar kein feministischer Kampf! - Oder kann sie gleichzeitig eine komplett ironische Figur sein und für den Frauenkampf stehen?



    Partyhedonismus, Drogenkonsum, vulgär sein... ist das nicht eher die Abiturientin, die Unterschicht spielt? Wie kann sie gleichzeitig für Frauenrechte kämpfen? Sie reproduziert eine Anti-Haltung die perfekt in die Gesellschaft passt und alle die ihrem (zumal ironischen) Vorbild nacheifern als gesellschaftsunfähig brandmarkt.



    Wie ist Ikkimel da ein Vorbild für die Schülerin? Die Angestellte oder die politisch Aktive?



    Alles was die Figur Ikkimel vertritt ist doch nur als Popstar möglich und in der realen Welt ein gnz anderer Kontext.



    Selbst wenn sie das Weibliche Gegenbild zum Proll ist, auch der moderne Proll ist integriert und unschädlich.



    Ich bin gespannt ob meine Kolleginnen jetzt auch das Wort reclaimen :)

  • aber irgendwie auch ganz schön hinterfotzig.

  • Das Wort ist wirklich hässlich. Ich fands beim Lesen schwer erträglich. Aber nun gut. Wenns der Sache dient.

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wegen Hate Speech verknackt werden würde, wenn ich die Autorin oder andere Frauen als "Fotze" bezeichnen würde (was ich ausdrücklich nicht tue).

  • „Streite niemals mit Dummköpfen, sie werden dich auf ihr Niveau herunterziehen und dich dann mit Erfahrung schlagen.“

    Wenn man sich auf so lächerliches Neanderthaler-Niveau einiger männlicher Deutsch-Rapper begibt, ist das wirklich ein Sieg?

    Würde im Umkehrschluss bedeuten, sich auf das Niveau Trumps begeben, heißt Trump schlagen?

  • "Dass der Begriff nach dem Mittelalter die Bedeutung wechselte und versuchte Frauen zu diskriminieren, ist kein Zufall, ..."

    Der Begriff versuchte ...?



    Oder versuchten Menschen?

    Welchen Bedeutungswechsel?

    Das Wort bedeutet doch die ganze Zeit dasselbe.

    Die Frage ist nur, ob man es als Beleidigung wertet.

    War in meiner Jugend nicht so.

    Damals gab es auch " Ich ficke dich." als Beschreibung einer physischen Unterwerfung nicht.

    "Ich ficke deine Mutter." war völlig idiotisch gewesen.

    Die Idee, das sei für denjenigen beleidigend, entstammt einem anderen kulturellen Kontext.

    Das als Jugendlicher zur Selbsterhöhung zu formulieren, erschien uns irgendwie abartig.

  • "Fotze" ist ein Wort, dessen Verschwinden aus dem Sprachgebrauch ich nicht bedauern würde.



    Das Wort kann wirklich weg, braucht kein Mensch, ist schlicht überflüssig.

  • Ich kann dem Wort nichts abgewinnen, und ich empfinde Reclaiming auch überhaupt nicht als empowernd. Reclaiming würde auch nur funktionieren, wenn es in meinem persönlichen Leben einmal eine positive Bedeutung hatte, das ist aber nicht der Fall. Ich kenne "Fotze" nur als Beleidigung und weiß gar nicht, was schlimm daran ist, es so aufzufassen. Deshalb muss ich ja nicht gleich tief verletzt sein.

  • Merz erhielt mal ein abgeleitetes Epitheton ob seiner eigenartigen Resthaarpracht vorne.



    Im Südostdeutschen steht F*tzn für Mund/Gesicht.

    Ob Geschlechtsteilbezeichnungen generell außerhalb von Arztpraxen und Bett-Räumen etwas im Sprachgebrauch zu suchen haben, mag jede(r) für sich bestimmen. Dass gewonnen hätte, wer es als erste ausspricht, wäre dabei wohl noch unter Schulhofniveau.

  • Schön wenn man in dem Elfenbeinturm der medialen Erkenntnis lebt. Ich wage aber zu behaupten, dass auch 2026 99% der Frauen "Fotze" als überaus beleidigend empfinden.

  • Hoffentlich wird meine Tochter eines Tages auch eine stolze und starke Fotze sein wenn sie gross ist.

  • Komisch, wenn ein Apotheker seine Apotheke Morenapotheke nannte, dann war das Rassismus und nicht Reclaiming.



    Wenn eine Frau mit dem Reclaiming des Schimpfworts "Fotze" nicht klarkommt, wird das aber nicht das Reclaiming in Frage stellen, sondern sie wird zur Frauenhasserin und Antifeministin.

    • @elektrozwerg:

      ...naja, weil der Apotheker für Reclaiming selbst betroffen sein muss.



      Und dass das Wort aus einem kolonialen Kontextstammt und dadurch ein extremes Machtgefüge impliziert, macht es zum Schimpfwort.

      Gruß

    • @elektrozwerg:

      Wo ist hier welche Frau zur Frauenhasserin oder Antifeministin geworden?

    • @elektrozwerg:

      Woher nehmen Sie diese Behauptung? Aus dem Artikel sicherlich nicht.

    • @elektrozwerg:

      Danke, komme gerade ob der Lektüre nicht aus dem leicht fassungslosen Kopfschütteln heraus.