Eine Zutat mit vielen Namen: Langweilig? Nicht die Bohne!
Egal, ob man sie Vieh- oder Saubohne nennt, Pferde- oder Puffbohne, Acker- oder Feldbohne, Faber- oder Favabohne – die Dicke Bohne schmeckt immer.
W er meine Kolumnen liest, der weiß, dass ich ein Faible für fantasievolle und mannigfaltige Namen habe, und die heutige Zutat hat es in der Kategorie besonders in sich. Man kennt sie als Vieh- oder Saubohne, als Pferde- oder Puffbohne, als Acker- oder Feldbohne, als Faber- oder Favabohne … oder, wie ich sie am liebsten nenne: als Dicke Bohne.
Sehr jung ist sie grün, gereift dann weiß oder beige. Sie ist eine anpassungsfähige, vielseitige und wandelbare Proteinquelle, enthält neben Eiweiß viel Eisen, Vitamin B9, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie lockert verdichtete Böden auf und speichert Stickstoff in den Wurzeln. Man kann die Bohnen getrocknet einige Jahre gut lagern, sie einfrieren – oder natürlich am liebsten frisch verzehren.
In der Küche lassen sich Dicke Bohnen gut als Suppe, als Beilage oder in Eintöpfen – oft mit Tomaten – verwenden. Ich mag es zum Beispiel, Gulasch oder Ochsenschwanz mit Dicken Bohnen und Karotten aufzupeppen. Dazu gare ich die Bohnen vor, gebe sie für die letzten Minuten mit ins Gulasch und serviere den Eintopf mit lauwarmem Brot.
Kombination mit Suchtpotenzial
Im Salat sind sie ein hochwertiger Fleischersatz und haben zudem viele Ballaststoffe. Jetzt, wo es sommerlicher wird, können sie auch gleich der Hauptbestandteil eines leichten Salats sein, mit Zitrone, Olivenöl und vielen frischen Kräutern. Suchtpotenzial hat für mich die Kombination aus jungen Dicken Bohnen, feingeschnittenem grünem Salat, Granatapfelkernen, Karotte, Avocado und Gurke. Im dazugehörigen Dressing bevorzuge ich Apfelessig, der ist nicht so aufdringlich wie Aceto Balsamico. Zitronensaft tut’s auch!
In Österreich liebt man einen sauren Bohnensalat mit Essig und klein geschnittenen Zwiebeln, der dann auch gern mit Kürbiskernöl verfeinert wird. Dazu koche ich die Bohnen weich und mache eine simple Marinade aus Salz, Pfeffer, Weißweinessig und Kürbiskernöl. Wer es noch ein wenig gehaltvoller mag, nimmt ein wenig starke Rinderbrühe, die noch warm über die Bohnen gegossen wird.
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Für den schnellen, großen Hunger mache ich aus den vielseitigen Bohnen gerne einen Dip. Dazu nehme ich gekochte Dicke Bohnen, püriere diese mit etwas Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer und schmecke alles mit Zitronensaft ab. Kreuzkümmel, Koriandersamen oder Kerbel passen sehr gut zum Dip und als Verzierung: geröstete Haselnüsse. Wer noch ein bisschen Tahini in seinem Regal hat, kann auch davon einige Löffel unterheben.
Kommen Gäste, mache ich davon noch eine Variante mit pürierter gekochter Roter Bete. Dann röste ich Bauernbrot und fertig ist ein herrliches Abendessen, welches auch noch sattmacht und gesund ist. Guten Appetit!
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