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MairübenMittel gegen den Winterwanst

Die Mairübe ist ein Wundergemüse: Sie nährt mit Nährstoffen, versorgt mit Mineralien und lässt die Pfunde purzeln.

Mairüben. Geil! Foto: Gerard LACZ/Avalon/imago

S ie hat jetzt – unschwer am Namen zu erkennen – Hochsaison: die Mairübe. Bereits in der Antike war die kugelrunde Knolle ein wichtiges Grundnahrungsmittel, lange vor der Kartoffel. In ihrer Schale stecken viele gesunde Senföle, daher sollte man sie nur schälen, wenn sie ihre Jugend bereits hinter sich gelassen hat. Ansonsten enthält die Rübe jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Proteine und hat zudem wenig Kohlenhydrate. Perfekt um ein bisserl vom Winterwanst loszuwerden.

Man sollte die weißen oder weiß-violetten Kugeln immer mit ihrem Blattgrün kaufen; zum einen zeigt das die Frische der Ernte an und zum anderen lassen sich die Blätter wunderbar für Salat oder Pesto nutzen. Man kann sie auch wie Spinat kurz blanchieren und anschmoren. Oder einen Strudel damit befüllen. Wem Strudelteig zu kompliziert ist, der nimmt tiefgefrorene Blätterteigplatten oder Filoteig.

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Und so geht’s: Ich breite den Teig auf einem bemehlten Geschirrtuch aus, bespritze ihn mit etwas Olivenöl und verteile darauf gleichmäßig die blanchierten, kleingeschnittenen Stiele und Blätter, die ich mit geschmorten Zwiebeln und feingehackten Knoblauchzehen, frischer Muskatnuss, Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe. Darüber zerbrösle ich ein Stück Fetakäse.

Das alte Liebespaar: Mairübchen und Karotten

Habe ich ein paar Oliven zur Hand und ein Stück Salzzitrone, kommt auch das noch dazu. Dann fasse ich das Geschirrtuch links und rechts an meiner bauchnahen Seite und rolle den Teig weg von mir auf. Den Strudel setze ich nun auf ein gebuttertes Blech, pinsel die Oberfläche mit Milch oder einem zerstoßenen Ei ein und backe ihn bei 180 Grad circa 30 bis 40 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun und glänzend ist.

Währenddessen reibe ich die Mairübchen mit einem feinen Hobel in dünne Scheiben. Auf einem großen Teller breite ich zwei Handvoll Wildkräuter aus, gemischt mit ein wenig Feldsalat. Wer keinen Zugang zu Wildkräutern hat, nimmt stattdessen eine Mischung aus Rucola und Feldsalat. Über dieses Grün kommen meine dünne Mairübenscheiben, die ich mit einem Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, Sojasoße, Salz und rotem Kampotpfeffer benetze und mit frischem Parmesan bestreue. Den Salat serviere ich zum Strudel.

Ein altes Liebespaar sind außerdem Mairübchen und Karotten. Einfach roh raspeln und etwas Orangensaft, leichte helle Sojasoße und geröstetes Sesamöl unterheben. Gewürzt wird mit geröstetem Sesam, Chili, Salz und frischem Pfeffer, dazu gibt es eine halbe, in Scheiben geschnittene Avocado, ein kernweiches Ei oder ein kleines Stück Wildlachs. Guten Appetit!

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