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Ein Monat US-israelischer IrankriegDie Zeichen stehen auf Eskalation

Die USA bereiten sich laut Medienberichten auf den Einsatz von Bodentruppen in Iran vor. Die Huthi aus dem Jemen verkünden ihren Kriegseintritt.

Am Samstag war der US-israelische Angriff gegen Iran genau einen Monat im Gange, und statt eines absehbaren Kriegsendes stand das Wochenende unter dem Zeichen der Eskalation. Während ein israelischer Militärsprecher am Samstag erklärte, man habe den Großteil der iranischen Waffenproduktion zerstört, während US-Außenminister Marco Rubio davon sprach, der Krieg dauere bestenfalls noch Wochen, beschwor Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, man befinde sich in einem „großen Weltkrieg“. Er warnte die USA davor, die Entschlossenheit der iranischen Truppen zu unterschätzen.

Unterdessen schickten die USA weitere Marines in die Golfregion, und Rubio mochte den Einsatz von Bodentruppen jedenfalls nicht kategorisch ausschließen.

Genau darauf bereitet sich nach einem Bericht der Washington Post das Pentagon vor. Inzwischen sind neben rund 2.000 Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision auch Tausende Marines und reguläre Soldaten in der Region eingetroffen. Die – anonymen – Quellen der Washington Post sprechen den Angaben zufolge davon, es werde keine vollständige Invasion in Iran vorbereitet, sondern besondere Missionen aus Spezialoperationskräften und regulären Soldaten.

In den letzten Wochen war immer wieder spekuliert worden, die USA könnten Bodentruppen einsetzen, um die Insel Charg zu besetzen, die für die iranische Ölproduktion eine Schlüsselrolle einnimmt. In jedem Fall dürften im Fall des Einsatzes von Bodentruppen die bislang geringen US-amerikanischen Verlustzahlen rasch in die Höhe schnellen. Laut Washington Post ist unklar, ob Trump den Plänen zustimmt.

Huthis steigen in den Krieg ein

Gleichzeitig erklärten die Huthis im Jemen offiziell ihren Eintritt in den Krieg an der Seite Irans, und um das zu bekräftigen, schossen sie auch direkt ein paar Raketen Richtung Israel. Damit ist neben der von Iran gesperrten Straße von Hormus auch die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden gefährdet, wie die EU-geführte Marinemission „Aspides“ umgehend warnte. Die Route ist – mit der Passage des Suezkanals – eine zentrale Verbindung zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean.

Auch die militärischen Fähigkeiten Irans selbst scheinen noch nicht so geschwächt, wie es US-Präsident Donald Trump und sein Verteidigungsminister Pete Hegseth in den vergangenen zwei Wochen immer wieder glauben machen wollten.

Ein iranischer Angriff traf am Freitag einen US-Militärstützpunkt in Saudi-Arabien, wobei nach US-Medienberichten rund zwei Dutzend US-Soldaten verletzt wurden. Zwei iranische Drohnen attackierten einen Hafen in Oman, und sowohl der Internationale Flughafen in Kuwait als auch eine Aluminiumfabrik in Abu Dhabi wurden getroffen. Auch am Sonntag meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate neue Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran.

Auch Israel griff am Wochenende weiterhin Ziele in Irans Hauptstadt Teheran an. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, Raketen seien in einem Wohngebiet südlich von Teheran eingeschlagen, dabei seien zehn Menschen ums Leben gekommen.

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