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Diplomatie der Ukraine-VerhandlungenFortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln

Kommentar von

Barbara Oertel

Putin ist sehr gerne zu Friedensverhandlungen bereit, wenn seine Maximalforderungen erfüllt werden. Kurzum: Die derzeitigen Bemühungen sind ein Witz.

Der russische Präsident ist bereit zum Frieden in der Ukraine, aber nur zu seinen Bedingungen Foto: Alexander Kazakov/reuters

D onald Trump inszeniert sich wieder einmal als Friedenstifter. Ein sogenannter US-Plan, der den vollumfänglichen Krieg in der Ukraine nach fast vier Jahren beenden soll, wird seit der vergangenen Woche rauf und runter diskutiert.

Vor allem bei denjenigen, die seit Langem einer Verhandlungslösung das Wort reden, keimt Hoffnung auf. Vielleicht können das tägliche Sterben, Leiden und die massiven Zerstörungen in der Ukraine endlich gestoppt werden – kurzum all das Grauen, für das, wem es entfallen sein sollte, der russische Aggressor die Verantwortung trägt.

Doch darüber zu spekulieren, ob die kriegsverheerte Ukraine dem Frieden tatsächlich einen Schritt näher kommt und welchen Preis Kyjiw dafür letztendlich wird entrichten müssen, ist zumindest jetzt reine Zeitverschwendung. Denn noch enthält die Gleichung zu viele Unbekannte. Genaue Einzelheiten einer entschlackten Fassung des ursprünglichen Dokuments, an dessen Erarbeitung die Ukraine beteiligt war, werden der breiten Öffentlichkeit bisher leider vorenthalten.

Genauso unklar ist, ob auch die Europäer ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben werden oder nicht. Angesichts dieser kaum noch zu überblickenden Wirrnis ist es geradezu wohltuend, dass es im Leben Konstanten gibt – Wladimir Putin sei Dank. Auf Russlands Präsidenten ist Verlass.

Die Ukraine soll sich gefälligst unterwerfen

Am Donnerstag ließ sich der Kremlchef dazu herab, der Welt seine Gedanken zu dem „Trump-Plan“ mitzuteilen. Und er redete Klartext, was man von vielen westlichen Po­li­ti­ke­r*in­nen nicht wirklich behaupten kann. Die Kämpfe würden nur eingestellt, so Putin, wenn sich die ukrainischen Truppen aus den von ihnen gehaltenen Gebieten zurückzögen. Täten sie das nicht, werde Moskau seine Ziele auf militärischem Wege erreichen.

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Die kampflose Aufgabe von Teilen des Gebietes Donezk sollen die wichtigsten internationalen Akteure auch noch anerkennen – quasi eine Carte blanche, darunter macht es Putin nicht. Damit dürfte auch die Frage erneut beantwortet sein, ob er zu Verhandlungen bereit ist. Die Antwort ist ja, aber zu Verhandlungen, so wie Putin sie versteht und die sicherstellen, dass Moskau seine Forderungen in maximalem Umfang durchsetzen kann.

Apropos Verhandlungen: Der preußische Militärhistoriker Carl von Clausewitz definierte Krieg als eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Russlands Präsidenten verdanken wir eine interessante Erweiterung dieses Befundes, die da lautet: Diplomatie ist eine bloße Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

Die Ukraine weiß aus eigener Anschauung nur allzu gut, was das bedeutet. Die Lage in den Gebieten, die russische Truppen völkerrechtswidrig besetzt haben, bietet Anschauungsmaterial genug. Die europäischen Verbündeten dürften diese grausame Realität ebenfalls zur Kenntnis genommen haben. Jetzt sind sie am Zug. Immer nur zu reagieren, ist keine Option – nicht nur um der Existenz der Ukraine willen, sondern auch der Sicherheit Europas.

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Ressortleiterin Ausland
Geboren 1964, ist seit 1995 Osteuropa-Redakteurin der taz und seit 2011 eine der beiden Chefs der Auslandsredaktion. Sie hat Slawistik und Politikwissenschaft in Hamburg, Paris und St. Petersburg sowie Medien und interkulturelle Kommunikation in Frankfurt/Oder und Sofia studiert. Sie schreibt hin und wieder für das Journal von amnesty international. Bislang meidet sie Facebook und Twitter und weiß auch warum.
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24 Kommentare

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  • Ah, der Westen und sein neues Lieblingsprojekt: Russland schwächen. Ein Vorhaben, das so ambitioniert ist wie der Versuch, einen Bären mit einem Löffel zu besiegen. Man könnte fast meinen, die Strategie lautet: „Lasst uns Russland so lange mit Sanktionen ärgern, bis es sich selbst in Luft auflöst.“ Doch während der Westen fleißig an der Sanktionsschraube dreht, scheint Putin diese eher als Fitnessgerät zu nutzen – härter, schneller, stärker.

    Die Idee, Russland durch Waffenlieferungen an die Ukraine zu schwächen, ist so genial wie ein Feuerwerk in einer Scheune. Ja, es gibt Licht und Lärm, aber am Ende steht die Scheune immer noch – und das Feuerwerk ist teuer. Die Ukraine kämpft tapfer, doch der Westen scheint zu glauben, dass ein paar Panzer und Drohnen ausreichen, um das größte Land der Welt in die Knie zu zwingen. Spoiler: Es reicht nicht.

  • ""Genauso unklar ist, ob auch die Europäer ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben werden oder nicht.""



    ==



    Merz lobte, dass die Bemühungen der USA, den Krieg zu beenden, eine neue Dynamik in Genf bekommen hätte. "Dieses Papier ist jetzt in wesentlichen Teilen modifiziert worden, es wird gegenwärtig abgestimmt und dann ist es die gemeinsame Position der Amerikaner, der Europäer und der Ukraine", betonte der Kanzler zu dem Eindruck, dass nur die USA mit der Ukraine verhandelten.

    Ergebnis der Gespräche in Genf vor 5 Tagen zwischen Vertretern der Ukraine, der USA und europäischen Staaten ist ein "aktualisierter"" Friedensrahmen" mit 19 Punkten. Der 28 Punkteplan ist Geschichte. Das die 19 Punkte aus dem neuen Plan nicht bekannt geworden sind bedeutet das über den neuen Plan mit Russland verhandelt wird.

    Außenminister Johann Wadephul sieht in den Fortschritten bei den Genfer Verhandlungen auch einen Erfolg der Europäer. Dass alle Fragen, die Europa und die NATO beträfen, aus dem ursprünglichen US-Plan entfernt worden sind, wertete Wadephul im Deutschlandfunk als entscheidenden Erfolg.

  • Foucault hat Clausewitz bereits umgedreht und postuliert, dass Politik die Fortführung von Krieg sei. Aber er meinte es anders und bezog sich auf die Machtkämpfe innerhalb von Gesellschaften. Möglicherweise kann man es zwischen Nationalstaaten ebenfalls so sehen.



    Jedenfalls ist der Friedensplatz das Papier nicht wert auf dem er gedruckt ist. Der Aggressor darf nicht belohnt und damit zu weiteren Kriegshandlungen ermutigt werden. Wenn die Ukraine dem zustimmt, ist sie schutzloser als jetzt und wird mittelfristig von Russland erobert werden.

  • "Kriege enden entweder mit einem Sieg oder mit einem Kompromiß"

    Zu den Befürwortern eines Verhandlungsfriedens auf der Basis des 28-Punkte-Planes hat sich nunmehr der prominente britische Harvard-Professor N. Ferguson gesellt, bislang ein oft zitierter bedingungsloser Ukraine-Unterstützer: „Kriege enden entweder mit einem Sieg oder mit einem Kompromiss“, so sein Fazit. Der 28-Punkte-Plan sei eine vernünftige Verhandlungsbasis und enthalte vieles, womit die Ukraine gut leben könne, bekräftige ihre Souveränität und biete eine US-gestützte Sicherheitsgarantie.

    Dafür müßten eben solche Kröten wie Gebietsabtretungen und Generalamnestie für Kriegsverbrechen geschluckt werden, denn



    „wenn man Gebiete zurückerobern und Putin vor Gericht stellen will, muß man den Krieg gewinnen. Und realistisch gesehen war die Ukraine nie in der Lage, Rußland zu besiegen.“

    Es liege nicht im Interesse des ukrainischen Volkes, den aussichtslosen Krieg zu verlängern. Es hätte heldenhaft für seine Unabhängigkeit gekämpft. Jetzt sei es an der Zeit, das Erreichte durch Diplomatie zu festigen. Einen besseren Deal als den 28-Punkte-Plan könne Kiew nicht erwarten. (Quelle: Berliner Zeitung)

  • Die einzige Möglichkeit zu einer friedlichen Lösung besteht darin, auf einige Forderungen Russlands einzugehen. Das muss dann so dargestellt werden, dass Russland dies als Erfolg verkaufen kann. In diesem Punkt hat Trump (wahrscheinlich zufällig) Recht. Für die Ukraine ist dies natürlich ein schwieriger Schritt.

    Gleichzeitig müssen die Bedingungen so sein, dass Russland klar ist, weitere Schritte gegen die Ukraine nur unter sehr hohem Einsatz (d.h. zu hohem) möglich sind. Und darum kurz- und mittelfristig davon erst einmal Abstand nimmt.

    • @T-Rom:

      Nur dass das was Russland fordert keinen Frieden zum Ziel hat sondern Völkermord.

  • In der Ukraine wird ein Abnutzungskrieg geführt in dem Russland langsam vorankommt, und die weitaus größeren Resourcen hat. Auch eine Verstärkung der Unterstützung durch die Europäer wird daran nichts ändern, der UA fehlen Soldaten. DIeses Jahr sind alleine 180 000 ukrainische Sodaten desertiert, es scheint dass auch große Teile der ukrainischen Bevölkerung den Krieg nicht meht wollen. Von der Korruption und der dadurch bedingten Verringerung der Leistungen und der Motivation der Soldaten will ich garnicht reden. Die ukrainische Regierung sollte versuchen zu retten was zu retten ist, auch wenn das Gebietsverluste bedeutet. Ihre Verhandlungsposition verschlechtert sich jeden Tag. Und dann besteht die Gefahr dass die UA zusammenbricht, mit schwer vorhersehbaren Folgen. Vielleicht würde die UA aufgeteilt, es gibt ja sowohl polnische als auch ungarische und rumänische Gebietsansprüche. Wer hier ein "weitermachen koste es was es wolle" fordert sollte sich all das erstmal zu Gemüte führen,

  • Juristische Frage:



    Verhindert Nato, Art. 5 eigentl. dass einzelne EU Staaten (oder die gesamte EU) aktiv und direkt die Ukraine militärisch unterstützen? (Was mMn. dringend notwendig ist!)



    Was wäre wenn D und F z.B. mit ihren Luftwaffen der Ukraine helfen würden die Lufthoheit über ihrem Land wiederzugewinnen?



    "Dürfte" putin dann diese Länder angreifen ohne dass die Nato anworten könnte?



    Wäre Russlans Ausweitung der Front dann ein Angriff auf einen Nato-Verbündeten (mit entsprechender Nato-Reaktion) oder wären der Nato die Hände gebunden, da D. und F. ja sich selber zur Kriegspartei gemacht hätten?



    Ist DAS der Grund warum kein EU Staat der Ukraine aktiv zur Hilfe kommt?



    Völkerrechtlich wäre eine solche direkte, aktive militärische Unterstützung ja gedeckt, mMn.



    Oder?

    • @So,so:

      >Juristische Frage:<

      Es ist Krieg. Da ist sprichwörtlich alles erlaubt. Putin stellt jedenfalls keine juristischen Fragen. Völkerrecht ist für die Tonne.

  • Eine Unterschrift von Putin unter einem Vertrag ist das Papier nicht wert, auf dem sie geleistet wurde.



    Jemand, der geschlossene Verträge wie den Völkerrechtsvertrag oder die 2 plus 4 Verträge derart mit Füssen tritt, hat in meinen Augen jede Glaubwürdigkeit verspielt. Warum sollte er sich an einen Friedensvertrag halten?

  • Der letzte angebliche US-Friedensplan ist leider kein Witz, sondern ein weiterer Anlauf zur Zerstörung Europas.



    Wir können uns auf unseren grössten und mächtigsten Verbündeten leider nur noch sehr eingeschränkt verlassen.

  • Zu den Kommentaren der Foristen Drafi und Jörg Heinrich sei angemerkt:

    Die "Maximalforderungen" in Bezug auf die Annektion der ukrainischen Gebiete beruhen auf der offiziellen Aussage Putins in Bezug auf "Trumps" 28 Punkte Plan.

    Die muss wiederum nicht deckungsgleich sein mit den Ansichten der übrigen Welt zum russischen Vorhaben. Denn was von Putins Aussagen zu halten ist, wissen viele Journalisten, Analysten und auch der ein oder andere Politiker nur zu genau. Deshalb haben viele Fachleute davor gewarnt, dass Putins Ziel die Zerstörung der Ukraine als Staat ist und nicht einzig die Annektion des Donbass.

    Wo da ein Widerspruch sein soll, erschließt sich mir nicht. Zumal Putin nicht gerade bekannt dafür ist, Verträge oder Vereinbarungen auch einzuhalten.

  • Alle bisherigen Bemühungen waren ein Witz. Ein Witz, der es Putin ermöglicht hat, seine Ziele weiter zu verfolgen: Die vollständige Unterwerfung der Ukraine. Letzten Endes müssen die Menschen in der Ukraine entscheiden, ob sie weiter kämpfen wollen. Wenn ja, sollten sie mehr Unterstützung als bislang erhalten. Irgendwann ist die russische Wirtschaft hoffentlich so marode, dass Verhandlungen auf Augenhöhe geführt werden können.

    • @Il_Leopardo:

      Zitat: Letzten Endes müssen die Menschen in der Ukraine entscheiden

      tun viele, vor allem potenzielle und aktuelle Soldaten. 300.000 Deserteure und stetiger Zustrom junger Ukrainer nach Deutschland und Westeuropa sprechen eine deutliche Sprache.



      Hier ein Bericht, vom Tagesspiegel : www.tagesspiegel.d...mmen-14978435.html

      • @Donni:

        Wer möchte schon Kanonenfutter sein. Ich auch nicht. Aber eines muss den jungen Männern klar sein - sie können niemals wieder in ihr Land zurückkehren.

  • Gute Analyse, nur das die Abtretung des Donbass durch die Ukraine nicht Russlands maximal Forderung sondern lediglich ein Etappenziel für Moskau sein dürfte.

    Oleksandra Matwijtschuk hat es im dem taz Interview auf den Punkt gebracht "das Ziel war und ist die Zerstörung der Ukraine".

    Den Europäern wird nichts anderes übrig bleiben, als sich stärker und umfangreicher in der Ukraine zu engagieren. Denn ein Diktatfrieden wäre nicht nur für die Ukraine der Untergang auf Raten, sondern beinhaltet auch das Potenzial für weitere russische Expansionen, frei nach dem Motto, was sich einmal bewährt hat, funktioniert auch ein zweites mal.

    Für Deutschland gilt es jetzt seine zögerliche und zaudernde Haltung abzulegen und nicht jeden Vorschlag der europäischen Nachbarn, der ein gewisses Konfrontationsrisiko in sich birgt, von vornherein abzulehnen oder gar zu blockieren. Der Vorwand man möchte nicht Kriegspartei sein hat sich abgenutzt, aus russischer Sicht ist Deutschland das längst, wie die hybride Kriegsführung Russlands immer wieder aufs Neue zeigt. hat.

    Daher Taurus liefern und kein russisches Gas mehr importieren. Wäre dann endlich einmal eine klare Haltung.

    • @Sam Spade:

      Zitat: Daher Taurus liefern ...

      Versprechen Sie sich nicht zuviel davon. 1.) hat die BW nur 600 Taurus und wieviele sind davon einsatzbereit?



      2.) Nachschub von den Dingern ist nicht absehbar.



      3.) Wunderwaffen entscheiden keinen Krieg.

      • @Donni:

        Vom Taurus kann man sich keine direkte Auswirkung auf das Kriegsgeschehen erhoffen. Derartige Waffen können höchstens Nadelstiche versetzen die einen (kleinen) Teil der notwendigen wesentlich größeren Anstrengungen an der Front darstellen müssten. Zu denen die UA aber nicht mehr in der Lage ist, Außerdem ist es woe Donni sagt, wir haben viel zu wenige davon und dann würde sich auch die russische Abwehr auf den Taurus einstellen so dass die Trefferwahrscheinlichkeit mit zunehmender Einsatzdauer deutlich sinken wird. Zur Infoö die Trefferwahrscheinlichkeit der ATACMs Raketen ist von über 70% auf unter 10% gesunken..

        "Wunderwaffen" entscheiden doch manchmal, zugegeben sehr seltenen Fällen, einen Krieg. ich möchte an den ersten Einsatz des "Griechischen Feuers" gegen die arabische Flotte bei der Belagerung von Konstantinopel im Jahr 673 erinnern. Aber ich befürchte dass der "Taurus" nicht in der Liga mitspielt...

        Und@Sam Spade, das "Konfrontationsrisiko" ist der dritte Weltkrieg der atomar geführt werden würde und nach dem alles anders wäre wie vorher.

  • Diplomatie mit diesem Russland unter Putins Schergen ist vollkommen sinnlos. Die Ukraine muss mindestens auf Augenhöhe mit Russland gebracht werden. Dafür müssen jetzt alle notwendigen Mittel und Wege beschritten werden. Ja, auch das Aufbrechen der Schattenflotte.

    Wenn das Europa immer noch nicht wahrhaben will, dann wird es zwischen den beiden Mächten USA und China/Russland zerrieben. China und Russland sind Brüder im Geiste, nur mit unterschiedlichen Waffen und Mitteln.

  • “Putin ist sehr gerne zu Friedensverhandlungen bereit, wenn seine Maximalforderungen erfüllt werden.“



    Uns wurde über 3 Jahre lang von Medien und Politikern erzählt, Putin wolle die ganze Ukraine zerstören oder die ukrainische Regierung absetzen. Jetzt ist beim Kompromissvorschlag nichts davon der Fall, und alle sagen, Putin erreiche seine “Maximalziele“.

    • @drafi:

      Es ist doch offensichtlich, dass Russlands Armee eine Verschnaufpause braucht. Dieser "Friedensvertrag"

      • @Luftfahrer:

        Die Ukraine braucht keine Verschnaufpause?

  • Die am meisten verbreiteten "Medien-Narative" wiederspreche sich hier.

    Zum Einen wird oft behauptet das Russland die gesamte Ukraine "fordert", bzw. das gesamte Gebiet der Ukraine, siehe Zitate aus Medien unten.

    Zum Anderen soll aber die Forderung der Gebietskontrolle über den Donnbass und Krim, somit villeicht 20% bis 25% der Ukraine die "Maximalforderung" Russlands sein.

    Das passt nicht zusammen.

    Zitate einiger Medien über Russlands vorgeblichen Anspruch auf die ganze Ukraine:

    Zitat Deutschlandfunkt vom 09.07.2025:

    "Russlands Präsident Putin hat den russischen Anspruch auf die gesamte Ukraine bekräftigt."

    Zitat Handelsblatt vom 29.11.2025:

    "Russland hat bisher keines seiner Kriegsziele erreicht. Statt die Ukraine zu unterwerfen, konnte es nur einige Gebiete im Osten des Landes erobern"

    • @Jörg Heinrich:

      Sie haben Recht. Die aktuellen russischen Forderungen sind nur ein Zwischenschritt.

      Die Demilitarisierung der Ukraine soll den nächsten Überfall vorbereiten, der ja auch schon in der Vergangenheit angekündigt wurde. Die schnellen Wahlen sollen dann entweder eine pro-russische Regierung oder den Anlass für den Krieg bieten.