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Commerzbank-ÜbernahmeUnicredit sammelt erstaunlich viele Aktien ein

Im Gezerre um die Übernahme der Commerzbank durch Unicredit landen die Italiener einen weiteren Erfolg. Am Ziel sind sie aber noch lange nicht.

In der Übernahmeschlacht um die Commerzbank kann die italienische Unicredit einen weiteren Etappensieg verbuchen. Wie das Mailänder Geldhaus – nach Börsenwert die größte, nach Geschäftsvolumen die zweitgrößte Bank Italiens – am Mittwoch mitteilte, hält es mittlerweile einen Commerzbank-Anteil von 47,5 Prozent und kommt bei den Stimmrechten auf der Aktionärsversammlung auf 49,65 Prozent.

Am 3. Juli war das öffentliche Tauschangebot von Commerzbank-Aktien in Unicredit-Aktien definitiv ausgelaufen, das der Mailänder Bank unter ihrem Chef Andrea Orcel einen kräftigen Anstieg ihres Anteils an dem Frankfurter Institut um 17,6 Prozent der Aktien einbrachte. Im Detail rechnet Unicredit vor, sie halte mittlerweile 44,37 Prozent der Aktien sowie Kaufoptionen über weitere 3,22 Prozent.

Mit dieser Position könnten die Mailänder schon die nächste, im Jahr 2027 anstehende Aktionärsversammlung der Commerzbank dominieren und die 10 der 20 Aufsichtsräte wählen, die die Kapitalseite vertreten. Danach wäre auch die Neubesetzung des Commerzbank-Vorstands möglich.

Orcel hat sein Ziel noch lange nicht erreicht

Erste Voraussetzung dafür wäre, dass Unicredit in Deutschland die behördlichen Genehmigungen für den Vollzug des Aktientauschs erhält. Doch auch damit wäre das Ziel des Unicredit-Chefs Andrea Orcel, die Commerzbank mit seinem Haus zu fusionieren, noch nicht erreicht. Für eine Verschmelzung oder auch eine Gewinnabführung bräuchte er 75 Prozent der Stimmen auf der Aktionärsversammlung.

Auf diesen Punkt weist Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hin, die sich bisher vehement gegen die Unicredit-Offensive gestemmt hat, hierbei unterstützt von der Bundesregierung, die gut 12 Prozent der Commerzbank-Aktien hält.

Trotz ihrer weiter geschwächten Position halten die Commerzbank-Spitze und die Bundesregierung an ihrem Widerstand fest. Bettina Orlopp stellt der Unicredit eine „Hängepartie“ in Aussicht, wie das Handelsblatt berichtet. Noch härter positionierte sich die Bundesregierung. „Das aggressive und feindliche Vorgehen der Unicredit bleibt aus Sicht der Bundesregierung inakzeptabel“, erklärte am Mittwoch ein Sprecher des Finanzministeriums.

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