Autolobby attackiert KlimaaktivistInnen: Im Prinzip gegen die Demokratie
KlimaaktivistInnen haben am Montag Autobahnen in Berlin blockiert. Die Chefin des Verbands der Autoindustrie findet dafür drastische Worte.
Nach den punktuellen Autobahnbesetzungen am Montag greift die Autolobby KlimaaktivistInnen als Demokratiefeinde an: „Ich verfolge mit großer Sorge, dass wir auch einige Klimaaktivisten haben, die sagen, Demokratie bringt es im Prinzip nicht“, sagte die Präsidentin des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Podcast des Berliner Tagesspiegels.
Begründet werde das unter anderem damit, so Müller, dass Entscheidungsprozesse zu langwierig seien. Es sei aber ein „gefährlicher Weg, die Mühen der Transformation zu unterschätzen und einfach nur Forderungen aufzustellen. Wir werden das nur gemeinsam und mit demokratischen Mitteln schaffen“, betonte die Autolobbyistin.
In Berlin hatten am Montag eine AktivistInnengruppe namens „Aufstand der letzten Generation“ zwei Zufahrten zu Autobahnen blockiert. Deren Mitglieder hatten im vergangenen Jahr bereits durch einen Hungerstreik Schlagzeilen gemacht, mit dem sie die drei Kanzlerkandidat:innen zu öffentlichen Gesprächen über die Klimakrise bewegen wollten.
Im Ortsteil Steglitz nahmen nach Angaben der Polizei 30 Personen an der Blockade teil, von denen die meisten die Straße nach Aufforderung der Einsatzkräfte freiwillig räumten. Im Pankow verließen laut Polizei alle 20 AktivistInnen die blockierte Straße freiwillig.
Um die Verkehrsprobleme zu lösen und die Klimaziele zu erreichen, dürfe man, „nicht mehr die ideologischen Schlachten der Vergangenheit schlagen“, sagte Müller. Dann „werden wir mehr erreichen“. Vor allem der Klimaschutz sei ein „gemeinsames Projekt“, nicht nur eine Aufgabe der Automobilindustrie.
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