Auszeichnung in Stockholm: Medizin-Nobelpreis für Krebsforscher
Zwei Immunologen dürfen in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin in Empfang nehmen. Die Jury spricht ihnen den Preis für ihren Beitrag zum Kampf gegen Krebs zu.
dpa | Zwei Immunologen aus den USA und Japan dürfen in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin in Empfang nehmen. Die Jury spricht ihnen den Preis für ihren Beitrag zum Kampf gegen Krebs zu.Ein Amerikaner und ein Japaner teilen sich in diesem Jahr den Medizinnobelpreis. Wie die die Nobelversammlung des Stockholmer Karolinska-Instituts am Montag bekanntgab, erhalten die beiden Immunologen James P. Allison und Tasuku Honjo die diesjährige Auszeichnung für ihre Entdeckung spezieller Krebstherapien. Allison arbeitet an der Universität von Texas, Honjo an der Kyoto-Universität.
Allison habe ein Protein untersucht, das als eine Art Bremse des Immunsystems diene, erklärte die Nobelversammlung. Er habe erkannt, welches Potenzial darin stecke, wenn diese Bremse gelöst werde und Immunzellen so Tumore angreifen könnten. Honjo habe ein Protein entdeckt und entschlüsselt, dass dieses ebenfalls als Bremse funktioniere, aber mit einem anderen Wirkungsmechanismus. Auf dieser Entdeckung basierende Therapien hätten sich als äußerst effektiv im Kampf gegen Krebs erwiesen.
Damit ist der Auftakt bei der Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreise gemacht. Am Dienstag und Mittwoch folgen diejenigen in Physik und Chemie, am Freitag der Friedensnobelpreis. Am kommenden Montag folgt schließlich der Wirtschaftsnobelpreis. Ein Literaturnobelpreis wird in diesem Jahr nach einem Skandal bei der Schwedischen Akademie nicht vergeben.
Der Nobelpreis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 870.000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr teilten sich Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young den Medizinnobelpreis für Entdeckungen um molekulare Mechanismen, die den Biorhythmus kontrollieren. Übergeben werden die Preise am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert