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Zwei Köpfe schauen sich gegenseitig an, in gelb und blau, und mit einer Mauer-Textur
Illustration: Manuel Fazzini

Alltag mit einer normalisierten AfD Mutprobe Demokratie – Engagement dort, wo die AfD stark ist

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AfD stärkste Kraft vor Ort: Wie verteidigt man Demokratie im Alltag? Eine Sonderfolge vom taz lab über Mut, Druck und Strategien gegen rechts.

Stell dir vor, du setzt dich in einer Region für Demokratie und Toleranz ein, in der die AfD 30–40 Prozent der Stimmen holt. Wie sähe dein Engagement aus? Wie gehst du mit AfD-Wähler*innen oder Funk­tio­nä­r*in­nen um, wenn Ausweichen keine Option ist? Und welche Folgen hat eine klare Haltung?

In unserer Live-Sonderfolge vom taz lab 2026 (25.04.) waren Frank Kliem, Vizepräsident des Brandenburger Feuerwehrverbands, und Katja Dietrich, Oberbürgermeisterin von Weißwasser, zu Gast. Und sie berichteten uns genau darüber. Im Nachgang stellte die Märkische Allgemeine Kliem öffentlich an den Pranger. Der Landesvorsitzende der AfD äußerte sich wie folgt zu der klaren demokratischen Haltung von Kliem: „Dass mit Frank Kliem ausgerechnet der Funktionär die Ausgrenzung der AfD befürwortet, der für die Zusammenarbeit mit dem ‚Aktionsbündnis Tolerantes Brandenburg‘ zuständig ist, hätte sich George Orwell nicht besser ausdenken können. Das Beste für den Feuerwehrverband wäre eine neue Verbandsführung, die sich nicht in den Dienst des Regenbogens und ideologischer Abgrenzungsrituale stellt, sondern in den Dienst der eigenen Mitglieder und der Sicherheit der Bürger …“

Freie Meinungsäußerung als Tabu?

Hier zeigt sich die Strategie der Diskreditierung durch die AfD, wenn man ihrer Haltung widerspricht. Denn frei äußern soll sich offenbar nur, wer die eigene Ideologie vertritt. Deswegen sprechen wir in der Folge darüber, wie ein Stadtrat funktioniert, wenn die AfD die größte Fraktion stellt. Wie schützen sich Strukturen wie die freiwillige Feuerwehr vor Einflussnahme durch diese antidemokratischen Kräfte? Gibt es eine echte Brandmauer in der kommunalen Realität?

Kliem und Dietrich geben Einblick in ihren Alltag und teilen ihre Strategien im Umgang mit antidemokratischen Kräften. Diese Episode inspiriert dazu, Mut zur differenzierten Auseinandersetzung zu entwickeln – für mehr gesellschaftliche Stabilität und Zusammenhalt.

In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bür­ge­r*in­nen über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Die Folge erscheint am 14. 5., da wir diese Woche die Sonderfolge eingeschoben haben.

„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserem neuen Sounddesigner Sebastian Jautschus.

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