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21.02.2026 , 21:11 Uhr
"„Warum dauert das so lange?“, fragt Roj. Man müsse doch das Gesetz ändern, wenn die Täter danach einfach frei sein könnten."
Meiner Meinung nach eine vernünftige Einstellung (wenn auch vermutlich nicht links, grün oder rot). In Deutschland ist das "eben so". (Ich erinnere an die 18-Jährige, die kürzlich von einem ihr unbekannten Mann vor einen fahrenden Zug mitgerissen wurde, der wenige Tage zuvor Polizisten angegriffen hatte u.v.m..)
Das Einzige, was meiner Meinung nach möglich ist, dass Menschen wie Herr Hozan Roj politisch aktiv sind und versuchen darauf Einfluss zu nehmen, dass diese Gesetze geändert werden. Ich persönlich denke nicht, dass dies zu unzumutbaren Härten führen würde, aber das kann selbstverständlich auch anders gesehen werden.
Ich hoffe, Herr Hozan Roj übersteht die Verletzungen gut und zeigt sich bald wieder in der Öffentlichkeit, ohne das Gefühl zu haben, sich verstecken zu müssen.
zum Beitrag20.02.2026 , 13:03 Uhr
"Die Menschen werden sich in ihrer Hoffnung auf ein besseres Leben dennoch in Schlauchboote setzen, Zyklon oder nicht."
In Bezug auf das "bessere Leben" frage ich mich, ob es wirklich nicht möglich ist, für die enormen Summen, die für die Reise bezahlt werden müssen (Höchstwerte bis zu 27.500 Euro pro Person und Route, lt. KI google), im Herkunftsland ein kleines Geschäft zu eröffnen oder auf andere Weise die Existenz abzusichern. Was vermuten diese Menschen, womit sie diese Kosten in beispielsweise Europa wieder hereinholen können? (Um Sicherheit scheint es, meiner Einschätzung nach, nicht in erster Linie zu gehen, sonst würden sie ja nicht durch so viele sichere Länder zu höheren Kosten immer weiter reisen.)
zum Beitrag20.02.2026 , 12:39 Uhr
"Sicher kann man immer wieder einzelnen Menschen oder auch gruppen helfen."
Ich denke, dass die meisten Kommentatoren hier, ebenso wie ich, obdachlosen Menschen auf der Straße etwas Geld geben, aber in den Haupteinkaufsstraßen wird jede/r von uns schon in dieser "kleinen, überschaubaren Welt" überlegen müssen, wem kann ich wie viel geben. (Bei mir hängt es u.a. auch davon ab, ob es Monatsanfang oder Monatsende ist.) Und so ist es im Großen eben auch.
zum Beitrag19.02.2026 , 19:32 Uhr
"Italiener sind mehr als 250 Jahre ausgewandert und es gibt in Kanada, USA, Australien, Brasilien und Argentinien eine Menge Menschen mit DNA aus Italien. Die Italiener wurden damals reingelassen, sie wurden aufgenommen (nicht immer herzlich gut)."
Ich nehme an, dass die Anzahl der Ein- bzw. Auswanderer relevant ist, ebenso die Größe des aufnehmenden Landes. So dicht besiedelt wie Europa sind die von Ihnen genannten Länder nicht. Ebenso stimmt, dass sie reingelassen/"aufgenommen" wurden, aber so richtig um sie gekümmert, wie wir das zurecht (trotzdem immer noch zu wenig) tun, hat sich in diesen Ländern niemand um die italienischen Einwanderer. Sie sind dann nicht auf der Reise, sondern im Aufnahmeland (mangels Gesundheitsversorgung, Verdienstmöglichkeiten usw.) gestorben.
zum Beitrag19.02.2026 , 19:18 Uhr
Ich denke, dass dieses viele, viele Leid die meisten von uns abstumpfen bis hin zu apathisch werden lässt, worauf die Medien u.a. aus Eigeninteresse (?) reagieren.
Zumal die Hilfsmöglichkeiten so eingeschränkt sind. Wir schaffen es ja, (hier erlaube ich mir ausnahmsweise einen Kraftausdruck) verdammt nochmal, nicht einmal zu verhindern, dass in Hamburg Menschen erfrieren. 18 Tote (lt. DIE ZEIT), alleine in diesem Winter bisher.
Somit denke ich, dass es weniger ein "es kümmert niemanden" ist, als Hoffnungslosigkeit, Resignation, nicht helfen können. (Einige von uns spenden, aber auch da müssen die meisten überlegen, wem sie wieviel spenden können; welchen und wievielen Obdachlosen in der Stadt man ein paar Euro überlässt.)
zum Beitrag18.02.2026 , 11:23 Uhr
Von der Linken in Berlin erwarte ich das nicht, da diese auf die Wählerstimmen dieser Gruppen angewiesen ist.
zum Beitrag18.02.2026 , 11:21 Uhr
"Der Fall in Frankreich ist eine weitere Steilvorlage für alle Rechten, die Antifaschisten pauschal als Terroristen dargestellt sehen wollen."
Ich denke nicht nur eine Steilvorlage für alle Rechten. Wenn Linke zu den Methoden der Rechten greifen, wird der "eigentlich gute Grundgedanke" in Linken und in Linken-Themenwelten überdeckt und die Unterschiede verwischen sich. Die "Mitte" sieht vielleicht nur, die einen schlagen einen Asylbewerber mit "falscher" Hautfarbe tot, die anderen einen Mathematik-Studenten mit "falscher" politischer Ausrichtung. Die "Mitte" dürfte wohl beides ablehnen, sorgt sich in diesen Zusammenhängen um "Sicherheit, Recht und Ordnung" und wählt in Folge noch konservativer.
zum Beitrag17.02.2026 , 19:47 Uhr
"Genauso wie darüber zu urteilen, wie die Iranische Bevölkerung das sieht. Außer das das Regime weg muss, kann ich nichts dazu sagen. Es fehlen die Infos."
Zu "Es fehlen die Infos": Ich weiß weder, was iranische Bürger*innen in der Mehrzahl wollen, noch was afghanische Bürger*innen in der Mehrzahl wollen. (Und, auch wenn das hier nicht das Thema ist, weiß ich nicht einmal, obwohl darüber die letzten ca. zwei Jahre wirklich sehr viel geschrieben, veröffentlicht, reflektiert und analysiert wurde, was die gazanischen Bürger*innen wollen.)
zum Beitrag17.02.2026 , 19:23 Uhr
"... ich hingegen gehe davon aus, dass die meisten menschen im iran ihre bedürfnisse als menschen reflektieren, die frei von willkür, unterdrückung, hunger, todesangst und terror leben wollen ..."
Das klingt schön. In (manchen von?) uns Menschen scheint aber auch der Wunsch nach Macht(ausübung) angelegt zu sein; das macht es so schwierig. Denn auch die Anhänger und Unterstützer der Mullahs, vielleicht auch diese selbst, wollen vermutlich "frei von willkür, unterdrückung, hunger, todesangst und terror leben".
zum Beitrag17.02.2026 , 19:17 Uhr
König Charles III. ist, denke ich, nun wirklich nicht so ganz schlimm; er spricht sogar mit Pflanzen, wie ich aus gut unterrichteten Quellen weiß. ;-) Und wenn sich das iranische Volk in Entsprechung dessen einen König/Schah Cyrus Reza Pahlavi wünscht, kann das durchaus eine zusätzliche Einkommensquelle für die iranische Staatskasse sein, die den Bürger*innen zugutekommt. Ich meine es durchaus ernst, dass sich damit Tassen, Teller, Geschirrtücher usw. verkaufen lassen. Auch touristisch würde Persien, ich hoffe, sie benennen das Land dann wieder um, profitieren. Da König/Schah Cyrus Reza Pahlavi Geld (vielleicht durch seinen Vater dem Volk gestohlen, stark verkürzt) mitbringt und die Paläste ohnehin schon stehen, würde das durchaus Möglichkeiten eröffnen. Die Mullahs eröffnen meiner Meinung nach keine Möglichkeiten und bringen nur den Tod.
zum Beitrag17.02.2026 , 18:58 Uhr
"Aber es ist alles andere als ein Ausdruck des Rechtes auf nationale Selbstbestimmung, wenn von außen ... entschieden wird."
War bei uns nach dem 2. WK auch nicht anders. Ich weiß, wir waren damals die Aggressoren, aber der Iran ist das im Irak, Jemen, Gaza und Libanon auch. Der Iran greift meiner Meinung nach alle diese Länder durch seine "Söldner" an. Insofern finde ich den Vergleich nicht ganz und gar unpassend.
(In Anbetracht dessen, wie der Iran in Deutschland agiert, würde ich Deutschland auch gerne hinzufügen, aber das wäre wohl eine vermeidbare Ausweitung.)
zum Beitrag17.02.2026 , 18:44 Uhr
"Dass der Iran hier seiner bisherigen feindseligen Linie abschwört, ist für die USA essenziell."
Möchten/können Sie erläutern, weshalb dies für die USA essenziell ist? Ich bin sehr froh darüber, dass die USA jüdisches und/oder israelisches Leben schützen und verteidigen (was meiner Meinung nach "eigentlich" wir, also Deutschland, tun müssten), nur ist mir nicht so ganz klar, welche Vorteile die USA davon haben. Ebenso denke ich mit Sorge daran, dass ein anderer - demokratischer? - Präsident Israel im Stich lassen würde. Ich weiß nicht, wie autonom Israel mittlerweile in der Landesverteidigung ist. Außer den USA und, wenn auch mit Einschränkungen, Deutschland, steht ja niemand mehr an Israels Seite.
zum Beitrag17.02.2026 , 18:09 Uhr
So ganz verstehe ich diesen Artikel nicht.Meiner Einschätzung nach ist weder das libanesische noch das israelische Militär das Problem,sondern die Hisbollah,die Israel immer und immer wieder angreift. "Doch die Armee kann die Bürger*innen ... hätte sie keine Chance." Die Armee muss die Bürger*innen,auf beiden Seiten der Grenze,gegen die Hisbollah verteidigen.Ob sie diesbezüglich eine Chance hat,kann ich nicht einschätzen.
"Libanesische Fischer aus dem Südlibanon erzählen der taz, dass sie um ihre Leben fürchten." Werden hin und wieder auch die Bürger*innen auf der anderen Seite der Grenze gefragt,ob sie um ihr Leben fürchten (müssen)? ------------------ Ich denke,die Situation sollte nicht unnötig verkompliziert werden.Die libanesische Regierung ebenso wie die gazanische Regierung sind dafür verantwortlich,dass keine Angriffe auf Nachbarn (u.a. Israel) erfolgen.Sollten die jeweiligen Militärs dazu aus verschiedenen Gründen nicht befähigt sind,müssen sie Söldner beauftragen.Wenn diese Angriffe von den jeweiligen Regierungen nicht unterbunden werden,wird I.,meiner Meinung nach zu Recht, reagieren und sich verteidigen. Die Hisbollah ist der Aggressor, nicht Israel.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:59 Uhr
Aufgrund der Polarisierung in (auch) westlichen Gesellschaften, werden wir uns wohl an solche schrecklichen Taten gewöhnen müssen und das schlimmerweise auch tun. Mir fällt nichts ein, wie wir diese Entwicklung stoppen können. Ich habe auch die kürzlichen Geschehnisse vor Augen, der eine wirft eine ihm unbekannte 18-jährige Frau vor den Zug, der andere fährt auf den Gehweg und tötet eine Mutter und ihre zwei Kinder, wieder jemand anders schlägt einen Fahrkartenkontrolleur tot, ein anderer wird tot geschlagen, weil er ein privates Auto mit einem Uber verwechselt hat ... um solche Vorfälle zu verhindern benötigen wir u.a. sehr, sehr viel Geld, das nicht (mehr?) vorhanden ist. (Ich weiß es sind unterschiedliche Fälle und Ursachen, aber das Ergebnis ist das Gleiche.)
zum Beitrag16.02.2026 , 13:32 Uhr
Danke für diesen Artikel. Da auch in diesem Winter wieder Menschen, die auf der Straße leben, erfroren sind, finde ich es wichtig, immer und immer wieder darüber zu schreiben. Auch über die entsetzlichen, mörderischen Angriffe auf Obdachlose, die niemandem etwas tun und manchmal "einfach so" getötet werden.
Mich stört auch bereits seit Jahren die Behauptung, was für ein reiches Land wir angeblich sind. Das sind wir schon sehr lange nicht mehr.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:17 Uhr
"Ich habe dort auch Produktionsgemeinschaften/ Kollektive von Frauen kennengelernt, in denen die Frauen ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen."
Das finde ich gut und hoffe, dass auch Männer ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen. Für Deutschland wünsche ich mir, dass Firmeninhaber ab einer bestimmten Kinderanzahl aller Mitarbeitenden betriebliche Kindergärten bzw. Kinderbetreuung anbieten müssen. Über die Aufteilung der Kosten zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kommune usw. müsste man sprechen.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:07 Uhr
"Die drei Frauen können genauso erfolgreich ihre Kinder erziehen, oder auch scheitern, wie alle anderen."
Ebenso ist meiner Meinung nach zu berücksichtigen, dass es das erste Kind der drei Frauen ist. Ich höre von allen Müttern, die zwei bis fünf Kinder haben, dass sie bei jedem Kind dazulernten und beim darauffolgenden Kind dann etwas anders und ihrer eigenen Einschätzung nach besser gemacht haben. Das wird bei den drei Frauen im Artikel sicherlich nicht anders sein als in den meisten Familien.
zum Beitrag15.02.2026 , 19:16 Uhr
"Alles andere ist übergriffig."
Ich denke, dass die Gebärende (Mo) für ihren Wunsch "Ich habe mir ein Kind gewünscht und auch, schwanger zu sein. Mir war aber schnell klar, dass ich das nicht alleine will und auch nicht zu zweit." den anderen beiden entgegenkommen musste. Der "Preis" dafür war u.a. ohne medizinische Notwendigkeit auf das Stillen zu verzichten. Ob zu Gunsten oder zu Lasten des Babys, kann ich mangels Fachkenntnis nicht einschätzen. Es wird sicherlich spannend in der Zukunft, wie das Aushandeln der Bedürfnisse dieser drei Erwachsenen und der Bedürfnisse des Babys weitergehen werden. Deshalb wünsche ich mir auch einen regelmäßigen Artikel über diese Familie.
Schwer zu verstehen ist für mich auch die Aussage von Mo, dass sie in den ersten Wochen ihr eigenes Baby nicht mal herumgetragen hat ... ich mag es sogar fremde Babies herumzutragen. ;-) (Sofern die Eltern und das Baby es wollen.)
zum Beitrag15.02.2026 , 16:21 Uhr
"... mehr persönliche Freiheiten ..." hätte ich in Bezug auf das Leben von Frauen in Westafrika nicht erwartet. Aber es ist gut, das von jemandem zu lesen, der öfter dort ist und die Lebensverhältnisse einschätzen kann. Die meisten von uns kennen vermutlich nur Berichte aus 3. Hand, die nicht der Wahrheit entsprechen müssen.
zum Beitrag15.02.2026 , 14:50 Uhr
"Projektionsflächen" für ihre Eltern, in welcher Kombination auch immer, sind Babys/Kinder, meinem Eindruck nach fast immer. Mehrere Elternteile können da einerseits entlastend wirken, weil sie einander ausgleichen, ebenso aber auch stressig und belastend sein. U.a., weil das Kind den Erwartungen von drei Elternteilen entsprechen will/muss.
Gerade denke ich an den humorvollen Vergleich zwischen Männern und Katzen. Vielleicht lässt sich das auch auf mehrere Mütter übertragen.
zum Beitrag15.02.2026 , 12:42 Uhr
"„Ein Ziel ist auf jeden Fall, dass wir alle in der Lage sind, die Grundbedürfnisse des Kindes meistens zu erfüllen“"
Das ist einer der Sätze, die ich nicht verstanden habe:
"Grundbedürfnisse": Was ist mit den Nicht-Grundbedürfnissen, aber dennoch vorhandenen Bedürfnissen eines Babys oder Kindes?
"Meistens": Ich habe keine eigenen Kinder, aber reicht "meistens" aus?
zum Beitrag15.02.2026 , 12:17 Uhr
"... täterschützendes System ..."
Das täterschützende System durchzieht meiner Meinung nach das gesamte Strafrecht, nicht nur in Fällen von familiärer Gewalt. Meinem Eindruck nach erhalten Täter auch in den Medien sehr viel mehr Aufmerksamkeit und (positive wie negative) Anteilnahme als die Opfer.
Mag sein, dass ich es falsch sehe, aber meinem Eindruck nach sind doch "eher linke" Menschen gegen eine Verschärfung des Strafrechts. Härtere Strafen bzw. dafür zu sorgen, dass Täter nicht so schnell oder gar gleich wieder andere verletzen können, was ich übrigens befürworte, wird meist von "eher rechten" Menschen gefordert und ich nehme an, das gibt unser Strafrecht nicht her. Sonst wäre der Begriff "polizeibekannt" ja nicht so präsent. Lächerlich wirken auf mich die Gefährderansprachen. Das sind erwachsene Menschen, keine Kinder, bei denen eine "Standpauke" vielleicht noch hilft.
Dass es zu wenig Hilfsangebote und Unterstützung für Opfer gibt, sehe ich auch, nur denke ich, "wir haben halt einfach" kein Geld mehr bzw. die finanziellen Mittel reichen nicht für alle Menschen die Hilfe und Unterstützung brauchen.
zum Beitrag15.02.2026 , 11:49 Uhr
Mich erinnert dieser Art. an das (afrika.?) Sprichwort"Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“.Grundsätzlich anders gemeint,ich weiß. Ich würde mich darüber freuen,regelmäßig etwas über diese Fam. zu lesen,in einer Art "Kolumne".Allerdings würde das vermutlich die Anony. gefährden.Ansonsten lässt mich dieser Artikel verunsichert zurück;viele Anregungen zum Nachdenken incl. Spannungszustände.Einerseits das offene und vielleicht ein wenig gleichgültige "Warum nicht?Kann genauso gut oder genauso schlecht für das Kind sein wie andere Familienkonstellationen."Andererseits erschreckt es mich ein wenig,dass eine Frau,die ein Kind selbst geb. hat,die "Entscheidungsbefugnisse" für das "Wohl und Wehe" des Kindes so relativ einfach paritätisch durch 3 teilt bzw. abgibt.Hat die gebärende Mutter in der Konstellation nicht doch eine "Machtposition",die sich auf die 2 Anderen vorteilhaft ebenso wie nachteilig auswirken kann?Was,wenn später jede der drei Mütter eine andere Schulform für das Kind präferiert usw.?Was das Stillen angeht,bin ich unsicher.Angeblich gilt aus medizinischer Sicht Stillen als die gesündeste Opt.ion.Diese dann aus ideolog. Gründen aufzugeben finde ich heikel.
zum Beitrag14.02.2026 , 15:17 Uhr
"Einfache Antwort: Nichts."
Das sehe ich anders. Seit ca. 80 Jahren gibt es Angebote an die arabische Seite und nie war ein Angebot gut genug. Nachverhandelt wurde aber auch nicht, stattdessen lieber versucht, mit Terror und Krieg "alles" zu bekommen.
Ebenso sollte meiner Meinung nach nicht vergessen werden, dass das Ziel der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer/Hamas und der Unterstützer (u.a. Iran) die vollständige Vernichtung Israels ist. "Angeblich" (ich habe das bereits mehrfach gelesen und gehört, weiß aber, dass viele Pro-Palästinenser und Israel-Kritiker das nicht annehmen wollen; deshalb in "..." und "angeblich") ist das Ziel sogar die Auslöschung jüdischen Lebens.
Der Olbert-Plan 2008 scheint für beide Seiten vorteilhaft gewesen zu sein, wurde von der arabischen Seite aber ebenso wenig akzeptiert, wie alle vorherigen Vorschläge. Und was aus Gaza nach dem Abzug Israels gestaltet wurde, ist bekannt.
Insofern denke ich schon, könnte die arabische Seite incl. Pro-Palästinenser etwas tun bzw. hätten sie tun können. Je länger sie Krieg führen, auf Gewalt setzen, statt zu verhandeln, desto schlechter wird ihre Ausgangsposition.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:42 Uhr
Vielleicht bin ich in der Hinsicht "zu deutsch", aber ich befürworte es, dass WählerInnen sich ausweisen müssen. Ich fände es auch richtig, wenn unterbunden werden würde, dass Doppelstaatler 2x wählen können. Vielleicht ist das mit zunehmender Digitalisierung leichter möglich.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:33 Uhr
"Wieso gehen Sie eigentlich davon aus, der Fahrer wollte kein anderes Auto beschädigen?"
Ob er konkret kein anderes Auto beschädigen bzw. keinen Auffahrunfall verursachen wollte, kann ich selbstverständlich nicht wissen. Aber welchen Grund hätte es für ihn sonst noch geben können, statt auf ein anderes Auto auf den Gehweg zu fahren? Dass sich auf einem Gehweg Menschen aufhalten, weiß man, meiner Meinung nach, auch in einem solchen Moment. Und weshalb nach rechts ausweichen, auf den Gehweg und nicht nach links, auf die Straße? Weil da eben auch Autos sind.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:26 Uhr
Ich denke oft an die Artikel von Frau Zingher und Michaela Dudley, ebenso die Kommentare. Meist mit dem Bedauern, dass sie sich in einem solchen Umfeld versuchen müssen zu behaupten. Ich hoffe, sie machen mit ihrer wichtigen Arbeit weiter, auch wenn es sicherlich oft schwer fällt und ermüdend sein dürfte.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:22 Uhr
Keine offiziellen Waffenlieferungen, aber enorme Summen an finanzieller Unterstützung für die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas, von denen diese dann Waffen kaufen. Ähnlich den „Pay for Slay“-Prämien, die aus EU-Geldern, u.a. aus Deutschland, bezahlt werden.
zum Beitrag13.02.2026 , 20:24 Uhr
"Erinnert sei an Nicholas Potter, Klaus Hillenbrand, Erica Zingher oder, wenn auch nur als Gast-Kommentatorin Michaela Dudley."
Die genannten Journalisten scheinen mir aber erheblich ausgewogener und differenzierter zu schreiben, sodass ich den Wunsch nach einem "richtigen" Gegengewicht, das ebenso einseitig argumentieren müsste wie der Autor dieses Artikels, verstehe. Ich würde das sehr begrüßen.
zum Beitrag13.02.2026 , 19:21 Uhr
"Die falsche Reaktion nach rechts auszuweichen ist tragisch, aber als Augenblicksentscheidung nachzuvollziehen."
Sie können es nachvollziehen, dass man als AutofahrerIn auf einen Gehweg fährt, um nicht auf der Straße ein anderes Auto zu beschädigen? Ich bin Autofahrerin und kann es nicht nachvollziehen; für Autofahrer sind Gehwege tabu, das sollten wir doch alle verinnerlicht haben.
zum Beitrag11.02.2026 , 17:30 Uhr
"Was ist denn mit dem Mann, der in Grenchen (Schweiz) einen Rentner nach Geld fragt und diesen dann vor einen einfahrenden Zug stößt."
Was mit dem Mann ist, weiß ich nicht. Ich denke nur, dass bei begrenzten Ressourcen entschieden werden muss, wie viele "Problemfälle" man zu den bereits länger hier lebenden "Problemfällen" aufnehmen und versorgen kann ... oder eben, man nimmt die "Kollateralschäden" in Kauf.
zum Beitrag11.02.2026 , 17:27 Uhr
"Vielleicht hat er auch kaum was erlebt und einfach eine Psychose gehabt."
Oder das Leben hier in Deutschland hat nicht seinen, teilweise vielleicht idealistischen, Vorstellungen entsprochen. Wenn er 12 Jahre in diesem Lager gewohnt hat, wird er dort vielleicht auch Freunde gehabt haben, die er zurückließ.
Ich habe nicht zum ersten Mal den Eindruck, dass wir nicht jedem geflüchteten Menschen einen Gefallen damit tun, in Deutschland leben zu dürfen. Theoretisch müssten wir jedem Geflüchteten, meiner Meinung nach, einen Bundesbürger an die Seite stellen, der/sie den Geflüchteten "an die Hand nimmt" und ggf. auf Warnsignale reagieren kann.
zum Beitrag11.02.2026 , 16:51 Uhr
"Aber da kommt jemand hierher als Flüchtling, das ist dann der Aufreger, ..."
Das ist meiner Einschätzung nach nicht der Aufreger. Der Aufreger ist, meiner Meinung nach zu Recht, das Verhalten dieses "jemand", der einfach mal so eine junge, unschuldige Frau vor einen Zug wirft.
zum Beitrag11.02.2026 , 16:39 Uhr
"Die billige Kausalkette, sobald ein Täter nicht hier geboren wurde, ist nichts anderes als schlecht verbrämter Rassismus."
In diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Zu den hier geborenen "Übeltätern" kommen die nicht hier geborenen "Übeltäter" ja noch dazu, on top. Beiden Gruppen muss Unterstützung, Hilfe und Anteilnahme entgegengebracht werden, für die uns die Kapazitäten fehlen. Ebenso denke ich, dass die Sozialisation der nicht hier geborenen Männer bei den Angriffen auf Frauen, Juden, LGBTQIA+ und Ungläubige durchaus eine Rolle spielt. Und wenn ich mir so ansehe, wie wenige hier geborene Menschen ihre simplen Silvestervorsätze durchhalten bzw. eingefahrene Denkmuster oder gar ihr Verhalten ändern (wollen/können?), frage ich mich, ob wir das von den nicht hier geborenen Männern überhaupt erwarten dürfen bzw. es als gegeben annehmen können. "Wir" stellen deren gesamtes Weltbild auf den Kopf ... das hält nicht jeder aus. (Es geht nicht, wie so oft behauptet, um Haut-, Augen- oder Haarfarbe, sondern um Verhalten.)
zum Beitrag11.02.2026 , 16:26 Uhr
"Dass das Opfer ein Kollateralschaden der Einwanderungspolitik ist?"
Ich habe lange darüber nachgedacht, weshalb unsere Politiker entscheiden bzw. entschieden haben, in dieser Größenordnung Menschen, meist Männer aus archaischen, patriarchalischen Gesellschaften, nach Deutschland einreisen zu lassen. Die Folgen dürften vorher bekannt gewesen sein, alles andere wäre zu naiv für Politiker:innen. Deshalb gehe ich tatsächlich davon aus, dass die Opfer, überlebende und nicht-überlebende, dieser Männer, tatsächlich als "Kollateralschaden" unserer Einwanderungspolitik zu verstehen sind. Mich tröstet diese Sichtweise ein wenig, weil "man" (in dem Fall Politiker:innen) Kollateralschäden ja üblicherweise nur für eine gute, vorteilhafte Sache akzeptiert bzw. in Kauf nimmt.
zum Beitrag11.02.2026 , 15:20 Uhr
"... wie man es auch dreht Privatangelegenheit."
Bei einer Ministerin, die das Machtgefälle zwischen einem "kleinen Schulrektor" und ihrer eigenen Position ausnutzt, ist das meiner Meinung nach keine Privatangelegenheit. Zumal sie ja keinen "guten" Grund für diese Vorzugsbehandlung hatte und einfach, wie vermutlich viele Eltern, die sich an die Regeln halten (müssen), Geld sparen wollte.
zum Beitrag11.02.2026 , 15:08 Uhr
"Da die Ministerin offensichtlich keine falschen Angaben gemacht hat, liegt der Fehler bei der Schule."
Sie lassen meiner Meinung nach das Machtgefälle außer Acht. Es kann sich für eine Schule, zu Lasten der Schüler, nachteilig auswirken, wenn sich ein "kleiner Schulrektor" gegen eine Ministerin stellt. Ebenso könnte er karrieretechnisch Nachteile haben, wenn er sich gegen die Wünsche einer Ministerin stellt.
Für mich hat sie einfach ihre Macht ausgenutzt, um ein paar Euro zu sparen.
zum Beitrag11.02.2026 , 14:59 Uhr
"ABER: Dies nun an der Politikerin der Linken festzumachen ist Blödsinn. Immerhin hat sie angefragt, wenn die Schule dies dann genehmigt: Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt."
Soll sich so ein "kleiner Schulrektor", der für seine Schule vielleicht einmal auf das Wohlwollen und das Entgegekommen einer Ministerin oder eines Politikers angewiesen ist, gegen eine Ministerin stellen?
Für mich ist das ein Fall von Korruption, wenn eine Ministerin, die über Macht und Einfluss verfügt, das in dieser Weise ausnutzt. Korruption ist weit verbreitet und es ist gut zu wissen, dass auch Linke nicht davor zurückschrecken.
Jetzt den Fehler auf die Schule zu schieben, die sicherlich hin und wieder auf politisches Wohlwollen angewiesen sein wird, finde ich falsch. Dazu ist die Machthierarchie zu eindeutig. Das ist bei sexuellem Missbrauch ja oft ähnlich, dass das Opfer, das in der Machthierarchie "unter" dem Täter steht, ja "eigentlich" auch hätte nein sagen können.
zum Beitrag11.02.2026 , 12:16 Uhr
Ich vermisse Frau Reichinnek’s "Auf die Barrikaden"". ;-)
zum Beitrag11.02.2026 , 10:55 Uhr
Danke für Ihren Kommentar. Der gefällt mir richtig gut, besonders auch Ihr persönliches Engagement. Ihr Hinweis auf "Überwachung/Kontrolle" bestätigt das, was mir kürzlich eine seit 2015 sehr engagierte Flüchtlingshelferin, die für ihr Engagement auch mehrfach ausgezeichnet wurde, gesagt hat: "Die Problemfälle kommen nicht zur Flüchtlingshilfe."
Schwierig finde ich, dass meinem Eindruck nach, gerade die Parteien, die sich verstärkt für die Aufnahme einer hohen Anzahl von Geflüchteten aus anderen Kulturen und Sozialisationsgemeinschaften einsetzen, eher "antiautoritär" denken und fühlen, was nicht für jeden Menschen, der zu uns kommt, hilfreich ist. Es scheint mir in den o.g. Parteien auch eher als unlauter wahrgenommen zu werden, Fehlverhalten entsprechende Konsequenzen folgen zu lassen.
zum Beitrag11.02.2026 , 10:39 Uhr
Sehr viele Menschen in Deutschland,Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete,brauchen Unterstützung und Hilfe.Wie das zu bewerkstelligen ist,angesichts leerer Kassen,weiß ich nicht.Die Bevölkerungsanzahl zu erhöhen,scheint mir nicht die richtige Lösung zu sein. Mich irritiert,dass statt eines Waisenkindes und/oder einer jungen Frau,die Wahl für die Aufnahme auf einen jungen Mann fiel.Ja,auch Männern ergeht es in diesen Flüchtlingslagern nicht gut,aber für Frauen und Kinder sind die Verhältnisse nochmals erheblich schlechter.Des Weiteren haben wir keinen Einfluss darauf,dass meist junge Männer auf anderen Fluchtwegen zu uns kommen;da sollten wir,meiner Meinung nach,doch wenigstens bei solchen Aufnahmeprogrammen ausschließlich Frauen und Kindern die Möglichkeit eines Lebens in Deutschland eröffnen.Ich hätte Mitgefühl mit diesem Mann und würde mehr Anteil an seinem Schicksal nehmen,wenn er nicht eine unschuldige,junge Frau mit in den Tod gerissen hätte.Das scheint mir purer Hass,vielleicht Frauenhass,zu sein.Zumal, wenn es stimmt, was er lt. anderen Medien angeblich zu ihr sagte.Weshalb wird nicht die Situation seines Opfers so mitfühlend beleuchtet?Auch das Opfer hat eine Geschichte.
zum Beitrag10.02.2026 , 13:11 Uhr
"Linke weist Vorwurf bewusster Zusammenarbeit mit AfD zurück"
Meiner Meinung nach ist es nicht so sehr wichtig, ob die Zusammenarbeit bewusst oder unbewusst erfolgt, sofern für die Bürger:innen gute Lösungen herauskommen. Wenn Linke und Rechte punktuell "die gleichen Ziele" verfolgen, müsste das Ergebnis doch ziemlich "mittig" sein. Mir gefällt das.
zum Beitrag10.02.2026 , 12:56 Uhr
"Einigen wir uns auf Universalismus von allen Seiten (was geistesgeschichtlich kaum mit Rechts zu vereinbaren ist), dann ließe sich aber weiterdiskutieren."
Sich auf "Universalismus"* einigen, hieße aber auch, keine u.a. politischen Gruppierungen zu unterstützen, die anderen, seien es Frauen, Juden oder LGBTQIA+ Menschenrechte vorenthalten oder diese gar vollständig vernichten wollen. Das tut die Linke meiner Meinung nach jedoch mit ihrer Parteinahme u.a. für die Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei und der Unterstützung einiger anderer Strömungen. Mein Eindruck ist, dass für viele Linke "Universalismus" weniger gilt, sondern es eine Opferhierarchie gibt, in der Frauen, Juden und LGBTQIA+ nicht so weit oben stehen, was die Zusammenarbeit mit Klerikalen (außer sie sind evangelisch, katholisch oder jüdisch) für mich erklärt.
*Vielleicht möchten Sie bei Gelegenheit erläutern, was Sie unter "Universalismus" verstehen bzw. eine Quelle zum besseren Verständnis zur Verfügung stellen. Was ich bisher zu "Universalismus" gefunden habe, ist für mich nicht ausreichend aussagekräftig.
zum Beitrag09.02.2026 , 20:03 Uhr
"Ein Grund ist wohl auch, dass sie auf einmal endeckt hatten, dass Religion im Allgemeinen und das Kopftuch im Besonderen eine prima Angelegenheit sind, um den gläubigen Einwanderern zu zeigen wie die Linken für ihre Rechte kämpfen kann."
Ich gehe davon aus, dass dies in u.a. Berlin sicherlich recht viele Wählerstimmen bringt, ebenso wie der als "Israelkritik" getarnte Antisemitismus. Für mich ist das deshalb so enttäuschend, weil ich tatsächlich denke, dass das Leben in unserem Land und grundsätzlich auf dieser Welt für alle Menschen besser sein könnte, wenn linke Ideale (u.a. Schutz der Schwächeren) mehr politische Wirksamkeit entfalten könnten. Meiner Meinung nach ist das der! Joker der Linken, würden sie sich dann nicht doch auf die Seite von Homosexuellen-Aufhängenden, Frauenhassern und Antisemiten stellen.
Wann haben Linke "ihre Seele" verloren? Als sie die Ermorderung der jüdischen Sportler in München begrüßt haben? Fing es in Deutschland damals an oder schon früher?
Ich fände es gut, wenn die taz einen Artikel über die Entwicklung der Linken, angefangen mit vielleicht Robespierre?, veröffentlichen würde. Die Linke muss sortiert, eingeordnet werden, vielleicht findet s
zum Beitrag08.02.2026 , 14:15 Uhr
Ich stimme Ihnen zu und habe Ihre ausführliche und hilfreiche Antwort in meinem Danke an rero miteingeschlossen.
zum Beitrag08.02.2026 , 14:14 Uhr
Danke an Sie und Rakader für Ihre guten und hilfreichen Antworten. Sie haben meiner Meinung nach uneingeschränkt recht, was es aber leider trotzdem nicht leichter macht, wenn niemand vor den Kopf gestoßen werden soll. Ich hätte so gerne eine einfache, praktikable Lösung.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:39 Uhr
"Darüber, ob Gewalt gegen Neonazis Teil dieser Praxis sein kann."
Und wer definiert die Menschen/Bevölkerungsgruppen, gegen die Gewalt ausgeübt werden darf? Ich finde das heikel und würde auch nicht entscheiden wollen, gegen welche Menschen/Bevölkerungsgruppen Gewalt legitim sein könnte.
Des Weiteren erinnert mich diese Argumentation an die Argumentation von J. Butler, die/der (Bitte um Entschuldigung, ich weiß nicht, welches Wort ich korrekt zu verwenden habe und mir fiel keine Alternative* ein) den 07.10.23 legitimiert hat.
*Auch wenn es nicht das Artikelthema ist, bedanke ich mich im Voraus für Hinweise und Anregungen, wie ich das besser hätte schreiben können.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:22 Uhr
"Für jeden Menschen, der Werte hat, gibt es einen Moment, wo er zum Hammer greift."
Das sehe ich unabhängig von Werten. Die meisten Menschen, die angegriffen werden, würden, sofern möglich, die nächstgelegene Waffe in die Hand nehmen, wenn sie nicht zu geschockt, körperlich/geistig eingeschränkt oder "erstarrt" sind. Manche geben (sich?) auf.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:09 Uhr
"Simeon T. hat erst in der Haft seine non-binäre Ausrichtung und die Transformation zu Maja entdeckt."
Gibt es hierzu eine verlässliche Quelle? Ich frage, weil es mich an Sven/Svenja Liebich erinnert, welche/r die andere Identität auch erst in der Haft feststellte und die Frage bleibt, ob es darum ging, die Haftstrafe in einem (angenehmeren?) Frauengefängnis absitzen zu können.
Letztendlich versuchen vermutlich die meisten Menschen missliche Umstände für sich persönlich zu verbessern und wenn das mit der Angabe non-binär (ausländische Gefängnisse unzumutbar), weiblich (Frauen- statt Männergefängnis), Asyl (Einwanderungsoption) möglich ist, wird es selbstverständlich genutzt. Das würden wohl viele Menschen tun und warum auch nicht, wenn Gesetze diese Möglichkeiten schaffen. Ich verstehe das.
zum Beitrag08.02.2026 , 12:51 Uhr
"Die Generalklausel für Gewalttätigkeit, wenn die legale Situation der eigenen Selbstgerechtigkeit widerspricht."
Ich stimme Ihnen zu. Damit lassen sich auch die RAF-Opfer, die Opfer des 07.10.23 usw. "recht"fertigen.
zum Beitrag07.02.2026 , 13:18 Uhr
"... sollte dies ein Gesetzgeber vorschreiben, kath. Kliniken ihre gynäkolog. Fachbereiche schließen."
Das ist für mich ein gangbarer "Mittelweg". Wer sich aussuchen will, in welchen Notsituationen er Frauen helfen möchte und in welchen nicht, sollte keine gynäkologischen Fachbereiche zu verantworten haben. Ich gehe davon aus, dass die gynäkologische Versorgung von Mitbewerbern übernommen werden kann.
zum Beitrag07.02.2026 , 12:25 Uhr
Ich "will" eine ordentliche Rechtschreib-Sprachreform, in der alle Geschlechter (und Nicht-Geschlechter, gibt es das?) berücksichtigt werden. Und das muss dann so auch im Duden stehen. Bis dahin hangle ich mich halt so durch (mal mit Sternchen, Binnen-I, Doppelpunkten usw.) und versuche, niemanden vor den Kopf zu stoßen und möglichst alle zu berücksichtigen. Wobei "niemanden" vermutlich auch falsch ist.
zum Beitrag07.02.2026 , 11:48 Uhr
"Ich finde schon, dass die faschistoiden Vereinigungen Hamas und Hisbollah entwaffnet werden sollten."
Ob dazu jemand den Mut hat? Wenn Israel das tut, wird es als "unfreundlich" verstanden, aber wer hat genug Mumm, ihnen die Waffen abzunehmen oder ist überhaupt gewillt dazu?
zum Beitrag04.02.2026 , 20:17 Uhr
"... ideologiesiert ..."
Das sind hier sicherlich die meisten. Und ja, es wäre harmonischer und angenehmer, wenn nur die Apologeten einer der beiden Kriegsparteien zu Wort kämen. Aber das entspricht vermutlich nicht dem Anspruch der taz.
Da ich nicht die Linie von Herrn Bax (und vieler Linker) vertrete, bin ich auch tatsächlich dankbar dafür, dass manche meiner Kommentare trotzdem veröffentlicht werden. Nicht weil ich jemanden überzeugen kann/will, sondern weil hier vielleicht auch jüdische und/oder israelische Menschen mitlesen und ich unter allen Umständen vermeiden möchte, dass sie denken, wir würden "alle" auf der Seite der Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei stehen.
zum Beitrag04.02.2026 , 20:05 Uhr
"... ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen für die eigene Zivilbevölkerung zu organisieren, ..."
Ich weiß nicht, wie umfangreich das Tunnelsystem unter Gaza ist, aber die Anzahl nicht-kämpfender Opfer hätte reduziert werden können, wenn Frauen, Kinder, Greise in die Tunnel gedurft hätten und die Kämpfer m/w/d und/oder Kampfgewillten an der Oberfläche den Krieg ausgefochten hätten, den sie führen wollten.
Stattdessen wird erneut die israelische Kriegspartei dafür verantwortlich gemacht und nicht diejenigen, die den Krieg nicht nur begonnen haben, sondern durch ihre Kriegsführung und Militärstrategie auch vorgegeben haben, dass zivile Opfer in dieser Anzahl zu beklagen sind.
zum Beitrag04.02.2026 , 19:52 Uhr
"Der Hinweis auf die durchgängig menschenverachtende Hamas ist immer nötig, denn sehr oft wird die aktive Rolle der Hamas und anderer palästinensischen Akteure nicht erwähnt oder einfach unterschlagen."
Es wird auch nur selten darauf hingewiesen, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas und Unterstützer, die gegnerische Kriegspartei hinter der gelben Linie immer noch angreifen.
zum Beitrag04.02.2026 , 19:13 Uhr
So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein. Vorab: Ich lese ja ausschließlich taz und DIE ZEIT (in Ausnahmefällen folge ich den Empfehlungen anderer Kommentatoren), die TV-Berichterstattung verfolge ich gar nicht und tummle mich auch nicht in sozialen Medien.
Ich sehe es vollständig anders als Sie, nämlich, dass die Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei in für mich unverständlichem Maße romantisiert und idealisiert wird (Beispiele lasse ich weg, Sie kennen sie vermutlich), während der gegnerischen Kriegspartei, die den Krieg nicht einmal begonnen hat, jegliches Unrecht unterstellt wird.
Persönlich finde ich es gut, dass es auch unter Linken Menschen gibt, wenn auch nur wenige, die die Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei incl. der Täter des 07.10.23 und ihrer Unterstützer nicht als "Freiheitskämpfer" o.ä. betrachten.
Es würde mich interessieren, ob die Spaltung der Linken darauf beruht, dass sich ältere Linke noch eher für die 6.000.000 Millionen von uns ermordeten, jüdischen, unschuldigen Menschen verantwortlich fühlen und dies für die jüngeren Linken schon "zu lange her" ist.
zum Beitrag04.02.2026 , 18:14 Uhr
"Im Hinblick auf Gaza sehe ich das so wie im Hinblick auf die Deutschen im Weltkrieg: ich kann auf individueller Ebene Mitleid empfinden."
Das sehe ich auch so. Hinsichtlich "Mitleid" denke ich allerdings eher, dass ein hoher Einsatz (einen Krieg zu beginnen) zu einem hohen Gewinn (in Bezug auf Gaza: Vernichtung Israels/jüdischen Lebens in der Region, Verhinderung der Annäherung zwischen Israel und islamischen Staaten, ...) oder eben zu einem großen Verlust (Gebietsverluste, verletzte/getötete Menschen usw.) führen kann. Menschen, die Kriege beginnen und unterstützen, wissen das meiner Meinung nach aber durchaus.
Meiner Meinung nach muss ein Krieg den Angreifern weh tun, sonst beginnen sie zu schnell den nächsten Krieg.
zum Beitrag04.02.2026 , 17:38 Uhr
""Doch das Grauen hört nicht auf: Noch immer bombardiert die israelische Armee den zerstörten Küstenstreifen, wann immer es ihr passt."
Meiner Meinung nach nicht "wann immer es ihr passt", sondern in Folge von Angriffen der gazanischen Kriegspartei auf israelische Soldaten hinter der gelben Linie. Ich finde es einseitig, dass die Angriffe der gazanischen Kriegspartei trotz Waffenstillstand so selten oder gar nicht thematisiert werden.
"Haben Israel-Apologeten nicht immer gesagt, die Hamas könne den Krieg sofort beenden, wenn sie die letzten Geiseln freiließe?"
Für mich war das ("selbstverständlich", deshalb nicht explizit erwähnt) immer damit verknüpft, dass die gazanischen Kämpfer und ihre Unterstützer damit auch ihre Kampfhandlungen einstellen, was sie nicht tun. Wenn die gazanische Kriegspartei den Krieg fortführt, indem sie trotz Waffenstillstand weiterhin israelische Soldaten hinter der gelben Linie angreift, reagiert die gegnerische Kriegspartei. So einfach wie am 07.10.23 wird man es der gazanischen Kriegspartei hoffentlich nie wieder machen.
Und ja, die Anzahl der getöteten Menschen auf beiden Seiten ist furchtbar, deshalb sollte kein Krieg begonnen werden.
zum Beitrag04.02.2026 , 10:58 Uhr
"Ende der Diskussion: TEMPOLIMIT!!!"
Grundsätzlich bin ich für Tempolimits, nur löst es meiner Meinung nach das Problem nicht, wie bereits andere Kommentatoren dargelegt haben. Deswegen stelle ich den gegenteiligen Vorschlag zur Disk.: Keine Tempolimits auf Autobahnen. Vielleicht würde diese Möglichkeit die Raser dazu bewegen, statt in Innenstädten auf Autobahnen zu rasen. Das ist auch gefährlich, ich weiß; aber wenn die Autobahnpolizei ordentlich ausgestattet wird (u.a. Helikopter usw.), die Raser schnell rauszieht und vielleicht auch über Radio oder App vor Rasern wie vor Geisterfahrern gewarnt wird, würde es vielleicht helfen. Rein subjektiv, nicht sachlich untermauert, denke ich, dass nicht-rasende Menschen in Autos auf Autobahnen mehr Schutzmöglichkeiten und eine höhere Überlebenschance haben, als Menschen im Innenstadtverkehr. Es gibt, meiner Einschätzung nach, auch weniger potentielle Opfer, wenn die Autobahn nicht ganz so voll ist.
Ansonsten votiere ich, wie viele Vorredner, für Führerscheinentzug, Beschlagnahmung des Fahrzeugs usw..
Es scheint ja auch eine Milieu-Frage zu sein.Ich kenne keine Leute, die sich über ihre Autos definieren und manche haben echt hübsche. ;-)
zum Beitrag03.02.2026 , 16:26 Uhr
"Es gibt keinen Grund warum jemand in Teilzeit(egal welche Branche,ob Arbeiter oder Anwalt)nicht den vollen Sozialbeitrag zahlen soll,wenn Er/Sie Teilzeit arbeitet,aber die Leistungen voll in Anspruch nimmt." Meiner Meinung nach müsste es richtigerweise heißen,"..die Leistungen voll in Anspruch nehmen könnte."Ob und welche Leistungen Teilzeit-Arbeitende in Anspruch nehmen,wissen wir ja nicht.Wenn es sich um eine "richtige" Versicherung handeln würde,wären Ihre Vorschläge vielleicht hilfreich.Aber es ist eben keine "richtige" Versicherung in der Form,dass vor der Aufnahme Gesundheitsprüfungen stattfinden,nur Personen Leistungen erhalten,die Versicherungsbeiträge entrichtet haben usw..Hinzu kommt,dass die gesetzlichen Krankenversicherungen teilweise Kosten übernehmen müssen,die eine gesamtgesellschaftl. Aufgabe sind und von allen Steuerzahlern erbracht werden müssten.Bevor wir also Menschen stärker belasten,die entsprechend ihrem Einkommen etwas beitragen,würde ich gerne erst einmal die versicherungsfremden Leistungen herausnehmen.Wenn ich mich richtig erinnere,soll es dazu in diesem Jahr noch einen Prozess geben,da die Krankenkassen gegen den Bund (?) geklagt haben.
zum Beitrag02.02.2026 , 20:24 Uhr
"Daher versteh ich auch nicht, warum der Vergleich mit Konzentrationslagern so falsch sein soll, weil wir nicht wissen, wie extremistisch Trump und seine Nachfolger noch werden können." Wenn Sie Vergleiche zwischen Konzentrationslagern und der Ahndung widerrechtlichen Aufenthalts in einem Staat ziehen wollen, ist das vermutlich von der Meinungsfreiheit gedeckt.
"Erleben wir gerade 1934 wieder? Sollen wir etwa warten bis 1941 wieder kommt mit Todesmärschen? Oder den hunderttausenden Opfern, die in Gaskammern ermordet werden, damit Menschen endlich Amerika als Verbrecherstaat anerkennen?"
Und das sehen Sie, weil Menschen, die sich widerrechtlich in einem Land aufhalten, in ihr Heimatland zurückkehren sollen? In ein Heimatland, in dem Millionen anderer Menschen, vermutlich auch Freunde und Familie, leben?
zum Beitrag02.02.2026 , 20:14 Uhr
"ICE verkörperteine Weltanschauung, n der Einwanderer,insbesondere aus Lateinamerika,Afrika und dem Nahen Osten,als Bedrohung für die nationale Identität und Sicherheit dargestellt werden." Bisher scheint es um Menschen ohne gültige Aufenthaltsberechtigung zu gehen.Ich gehe davon aus,dass Einwanderer aus den genannten Ländern,sofern sie über eine gültige Aufenthaltsberechtigung verfügen,nicht als Bedrohung für die Sicherheit dargestellt werden.Ich kann nicht einschätzen,ob und wer gefährlich für die "nationale Identität und Sicherheit" ist,bin aber der Ansicht,dass jeder Staat die Kontrolle darüber haben sollte,wer sich in diesem Staat aufhalten darf.Ob Staaten und Staatsgrenzen ihre Berechtigung haben oder nicht,darüber kann man Argumente austauschen.Ich habe mich da noch nicht festgelegt.So lange wir allerdings in Staaten denken und es Staaten gibt,finde ich es naheliegend,dass zwischen Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern unterschieden wird.Das geht dann zwangsläufig mit der Unterscheidung von "aufenhaltsberechtigten" und "nicht-aufenthalsberechtigten" Personen einher.Beide Personengruppen können gleichgestellt werden,keine Frage,sollte aber in Gesetze gegossen werden.
zum Beitrag02.02.2026 , 19:12 Uhr
"Wenn man ICE mit Gestapo und SS vergleicht, vergleicht man es mit einer paramilitärischen Schlägertruppe und einer willkürlich agierenden Polizeiorganisation."
Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehe, ist, geht es um "Rechtsbrecher" ("Illegale"), somit um die Durchsetzung geltender Gesetze oder nicht.
zum Beitrag01.02.2026 , 14:54 Uhr
"Denn die Abschiebefantasien, die die ICE-Maschinerie antreiben, sind auch in Deutschland längst salonfähig."
Ich gehe davon aus, dass die Gesetzeslage in Deutschland solche Maßnahmen nicht zulassen. Der junge Mann, der kürzlich in Hamburg eine 18-Jährige vor die U-Bahn in den Tod gerissen hat (keine Beziehungstat), war ja auch bereits polizeibekannt, hat zwei Tage vor dieser Tötung Polizisten angegriffen und konnte dann trotz des Angriffes auf die Polizisten ("gleich"?) wieder gehen. Insofern denke ich, dass unsere Gesetze durchaus einen weitreichenden Schutz gewähren. Die Gesetzeslage in den USA kenne ich nicht.
zum Beitrag28.01.2026 , 13:55 Uhr
"... warum Minijobs bei der Krankenversicherung nur pauschal vom Arbeitgeber mit 13% abgegolten werden ... bei Teilzeit ... vollen Krankenversicherungsschutz bei weniger Beitrag ..."
Den vollen Krankenversicherungsschutz erhalten Sie auch, wenn Sie gar keine Beiträge bezahlen oder jemals bezahlt haben. Insofern finde ich es in Ordnung, dass Teilzeit-Erwerbstätige nicht stärker belastet werden.
zum Beitrag22.01.2026 , 20:25 Uhr
"Der Nordosten Syriens lässt sich vom Rest des Landes nicht trennen." Vielleicht gibt es die Möglichkeit einer Art "Bundesstaat" oder "Bundesland" für die Kurden.Wenn ich es richtig verstanden habe,will die "islamische Regierung"(ob islamistisch traue ich mich noch nicht einzuschätzen) die Region u.a. aufgrund der Öl- und Gasvorkommen dort.Ich hoffe darauf,dass eine Lösung gefunden wird,die die syrische Regierung und den Rest Syriens an den Einkünften aus Öl- und Gasverkäufen beteiligt,den kurdischen Menschen,insbesondere den Frauen!,jedoch eine gewisse Unabhängigkeit ermöglicht. Bisher habe ich nicht den Eindruck,dass Gleichberechtigung von Frauen in Syrien angestrebt wird und möchte diese den kurdischen Frauen weiterhin ermöglichen.Ich wüsste,ganz ehrlich,auch nicht,wie kurdische Soldatinnen mit islamistischen Soldaten in einer Armee zusammenarbeiten könnten."Irgendwie" kann ich mir das nicht vorstellen.Die im Artikel-Bild gezeigte Trophäe ist einfach nur widerlich und ich hoffe,der Soldatin wurde nicht noch Schlimmeres angetan.Jedenfalls zeigt es für mich durchaus zumindest einen Teil des Gedankenguts,das die Soldaten der syrischen Regierung scheinbar verinnerlicht haben.
zum Beitrag21.01.2026 , 09:38 Uhr
"Trotz aller möglichen Kritik sehe ich persönlich die westeuropäische Kultur bzw. die sich aus ihr gebildete liberale, pluralistische, demokratische Ordnung tatsächlich als die derzeit beste der Welt an."
Für Frauen, LGBTQIA+ und Juden ist diese Form des Zusammenlebens meiner Meinung nach fast überlebenswichtig. Heterosexuelle Männer haben es da leichter.
zum Beitrag20.01.2026 , 18:52 Uhr
"Warum sollen die "Neubürger" diese Regeln also nicht mitgestalten?"
Ich meine, das hängt von den Mehrheitsverhältnissen ab. Beispiel: Solange die meisten Menschen in einem Land nicht sonderlich religiös sind, wird es vermutlich schwer sein, religiöse Regeln durchzusetzen.
zum Beitrag19.01.2026 , 15:33 Uhr
"Wir können wissen, was geschieht"
Ich gehe davon aus, dass wir alle wissen, was geschieht und sehr viele Menschen die getöteten iranischen BürgerInnen betrauern. Die meisten werden sich wohl die Frage stellen, wie geholfen werden kann. Ich habe darauf keine Antwort und bin froh, dass die Entscheidung für/gegen militärisches Eingreifen bei den USA liegt.
Unserer jetzigen und früheren Regierung nehme ich es übel, dass wir auf die paar Euro (871 Millionen Euro), das sind nicht einmal 0,1% Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren, nicht meinen verzichten zu können. (Quelle: Deutschlandfunk, 15.01.2026)
Schwierig finde ich, dass wir hauptsächlich "chemische Produkte" und "Maschinen" in den Iran liefern. Lebensmittel und Mineralwasser wären vielleicht noch vertretbar. Aber auch auf diese Entscheidungen haben wir BürgerInnen wenig bis keinen Einfluss.
Am ehesten ließe sich vielleicht noch der Bau von Auto- und Nutzfahrzeugen im Iran durch u.a. Daimler Truck unterbinden.
zum Beitrag19.01.2026 , 13:02 Uhr
"Das ist nun wiederum rassistisch - "
Ich habe mich verkürzt ausgedrückt und Sie haben - teilweise - Recht. In einem anderen Kommentar, in dem der Migrationshintergrund von Herrn Bobga jun. angesprochen wurde, habe ich das besser und genauer erläutert.
Sozialisation ist wichtig und kann Einfluss auf fast alle Bereiche eines Lebens haben. Ebenso wie ein Alt-Nazi sein Gedankengut an seinen Sohn weitergeben kann, ist es auch möglich, dass ein in Kamerun sozialisierter Vater seinen Blick auf Frauen an seinen Sohn weitergibt. Frauen werden in Kamerun enorm schlecht behandelt und, wie ich annehme, schnell mal als H... bezeichnet.
Trotzdem haben Sie Recht, grundsätzlich kann es als rassistisch bezeichnet werden, den Migrationshintergrund von Herrn Bobga mit einzubeziehen, wobei ich mich nicht auf Ethnie, Staatsangehörigkeit, Hautfarbe oder andere Dinge beziehe, sondern lediglich auf die Sozialisation von Personen, die in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich sein kann.
zum Beitrag19.01.2026 , 10:13 Uhr
"So etwas als Beleidigung ist altmodisch."
Sein Vater kommt aus Kamerun. Vielleicht ist es dort etwas weiter verbreitet, Mütter von Menschen, die man nicht schätzt, als Huren zu bezeichnen. Aus meiner Sicht ist das, besonders bei einem so jungen Mann, äußerst bedenklich. Sein Frauenbild scheint übel zu sein. Andere Männer zu beleidigen, indem man ihre Mütter als Huren bezeichnet, sollten wir überwunden haben.
Die Mutter von Herrn Söder starb bereits vor einigen Jahren relativ jung (sie hat übrigens auch nicht als Prostituierte gearbeitet), aber ob Herr Bobga sich bei ihr entschuldigt hätte, bezweifle ich.
(Ich lehne und werte den Beruf von Prostituierten m/w/d nicht ab, sofern er freiwillig ausgeübt wird.) Wenn sich Prostituierte selbst als Huren bezeichnen, finde ich das in Ordnung, aber nicht, wenn man fremde Frauen, egal welchen Beruf sie ausüben, als Huren bezeichnet.)
zum Beitrag18.01.2026 , 19:35 Uhr
Hundesohn, H...nsohn, ACAB, eklige weiße Mehrheitsgesellschaft ... die grünen Nachwuchspolitiker scheinen davon auszugehen, damit Erfolg haben zu können. Nun ja, der junge Mann hat nun die Aufmerksamkeit, die er sich vermutlich gewünscht hat. Vielleicht wurde ihm auch von einem PR-Berater empfohlen, mal ein paar Schlagzeilen zu generieren. Ob es seiner Partei Stimmen bringt, werden wir sehen. Dass er persönlich sein Leben lang damit assoziiert werden wird, sofern er einmal ein öffentliches Amt bekleiden sollte, hat er vorher hoffentlich bedacht.
Mich hat die Aussage einer seiner Parteikolleginnen, "... eklige, weiße Mehrheitsgesellschaft ..." sehr gekränkt. Und das von einer Frau, die ja auch im Heimatland ihres Vaters leben könnte, in dem es fast keine weißen Menschen gibt. Andere haben diese Wahl nicht.
zum Beitrag18.01.2026 , 13:33 Uhr
"Wie stellen Sie sich diese Psychologische Begleitung denn vor?"
Ich ging lediglich auf den Vorschlag von Shantivanille ein und denke, versuchen kann man es ja mal. Eine genaue Vorstellung davon, wie psychologische Arbeit mit Islamisten aussehen kann, habe ich leider nicht. Schlimmer als wirkungslos wird es vermutlich nicht sein.
zum Beitrag18.01.2026 , 11:27 Uhr
"Es ist insgesamt um das Thema Gaza ruhig geworden."
Ja, es ist ruhiger geworden; für Medien ist Frieden vermutlich weniger interessant als Krieg. Ich habe den Eindruck, dass es in/für Gaza vorangeht. Die zweite Phase des Gaza-Friedensplans hat begonnen und sogar die Pro-Palästinenser incl. der Täter und Unterstützer des 07.10.23, Hamas, Palästinensischer Islamischer Dschihad, haben dem erneut zugestimmt.
Morgen sollen die Namen des geplanten 15-köpfigen Friedensrates in Davos veröffentlicht werden.
Somit sehe ich durchaus Fortschritte und hoffe auf Erfolg. Die BürgerInnen Gazas sollten meiner Meinung nach frühzeitig eingebunden werden, auch wenn ich keine Prognose wage, für welches politische System sie sich dieses Mal entscheiden werden. An Geld, Unterstützung und guten Wünschen wird es sicherlich nicht mangeln. Mal sehen, was die BürgerInnen aus Gaza gestalten werden. Der Einfluss des Iran auf Gaza kann hoffentlich eingeschränkt werden.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:21 Uhr
"Wir brauchen weitgehende Einigkeit, wie wir d.h. letztlich unser Staat mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern umgehen wollen."
Diese Einigkeit wird meiner Meinung nach nicht mehr herzustellen sein, obwohl ich es mir, besonders zu Gunsten der in Deutschland und Europa lebenden jüdischen Menschen, wünsche. Ich bin so pessimistisch und behaupte, dass Einigkeit in diesem Punkt erneut zu grauenhaften Verbrechen führen würde ... die Anfänge sehen wir jetzt bereits.
Und auch die Holocaust-Überlebende Frau Friedländer sagte noch kurz vor ihrem Tod: "So hat es ja damals auch angefangen." Ihren Worten schließe ich mich uneingeschränkt an.
Dann lieber doch keine Einigkeit.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:12 Uhr
"... dogmatischen und fanatischen Weise zum Nahost-Konflikt Stellung beziehen müssen, ..."
Ich meine, dass es diesen Linken nicht um die leidenden Menschen auf beiden Seiten, sondern in der Hauptsache um den Gegner geht. Der Gegner ist in deren Wahrnehmung Imperialist, Kolonialist, weiß, Kapitalist usw.. Wie auf der rechten Seite gibt es vermutlich Menschen, die einen tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner brauchen, an dem sie sich abarbeiten können, der vielleicht sogar ihrem Leben Sinn gibt. Außerdem erhalten sie dafür ganz offensichtlich erheblich mehr Bestätigung, mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung, als wenn sie sich für die Menschen in der Westsahara, Jemen, Sudan usw. einsetzen würden.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:00 Uhr
"Palästinenser sich mit Israelis an einen Tisch setzen und unter einer klugen Moderation, vielleicht erfahrene neutrale Psychologen aus ganz anderen Ländern, die auf Konfliktlösung spezialisiert sind, miteinander reden."
Einen (oder mehrere) Versuch(e) wäre es sicherlich wert. Seit 80 Jahren wird erfolglos versucht, in Gesprächen und Verhandlungen eine Lösung zu finden, allerdings, wie ich annehme, ohne psychologische Begleitung. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Psychologen Islamisten konstruktiv einbinden können. Dennoch, versucht werden sollte es.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:53 Uhr
"Oder heißt das: Israel muss weg, egal wie und durch wen?"
Es geht nicht um Israel, sondern um jüdisches Leben. Sonst würden ja nicht überall in (auch) Europa, Australien usw. jüdische Menschen angegriffen und verfolgt werden, die weder Israelis sind noch jemals in Israel waren.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:41 Uhr
"Nicht dass ich Mitleid hätte, aber wären bei einem Umsturz nicht zahllose Racheakte und schlimmste Massaker an den bisherigen Unterstützern des alten Regimes zu befürchten?"
Diese Leute würden das Land verlassen und in anderen Ländern um Asyl bitten. Vermutlich nicht in befreundeten Ländern wie Russland, China oder in den Ländern ihrer Glaubensbrüder und -schwestern. Beispielsweise im Irak, in Aserbaidschan oder Bahrain. Auch in Libanon, Kuwait, Pakistan, Afghanistan, Syrien, Saudi-Arabien werden die Täter nicht wohnen wollen. Dabei wären sie dort größtenteils von Schiiten umgeben und würden für ihre Glaubensstärke vielleicht bewundert und anerkannt werden.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:33 Uhr
"Nach dem Sturz des Regimes muss hingegen sichergestellt werden, daß sich keine Anhänger des Regimes in Europa verstecken können."
Ich weiß nicht, ob unser Asylrecht das hergibt. Wir leben ja auch mit Assads Folterknechten und afghanischen Taliban-Mitarbeitern hier im Land. Die Mitarbeiter des iranischen Regimes werden, meiner Einschätzung nach, auch das Recht auf Asyl in Deutschland haben. Zumal wir bereits jetzt Mitarbeiter des iranischen Regimes in Deutschland wohnen lassen, die hier Exil-Iraner verfolgen.
Hin und wieder schaffen es die besonders schlimmen Fälle der Verfolgung von Exil-Iranern in Deutschland auch in die Medien.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:23 Uhr
Erst einmal finde ich es gut, dass Gewalttaten, Hamas-Rufe usw. lt. jetzigem Kenntnisstand unterblieben sind. Das ist bei Pro-Palästina-Demonstrationen nicht immer so.
Ansonsten finde ich es - wieder einmal - enttäuschend, dass sich Linke gegenseitig "fertigmachen", statt gemeinsam an einem besseren Leben für uns alle zu arbeiten und mitzuwirken. Die Linke hat gute politische und gesellschaftliche Ideen.
Trotzdem finde ich es selbstverständlich gut, dass es auch Linke gibt, die gegen Antisemitismus demonstrieren.
zum Beitrag17.01.2026 , 21:03 Uhr
Was im Iran passiert, ist furchtbar und die Opfer sind Kinder und Enkel der Menschen, die sich "damals" in dem Referendum 1979 für eine islamische Republik aussprachen. Das waren ca. 98,57 %. Wobei anscheinend nur mit "ja" oder "nein" abgestimmt werden konnte und auch keine Alternative angeboten wurde.
Ich frage mich, ob die jetzt alten, damaligen Wähler die Entscheidung immer noch mittragen, jetzt, wo ihre eigenen Kinder und Enkel umgebracht werden. Nicht alle werden Mitglieder der Revolutionsgarden geworden sein, deren Kinder und Enkel geschützt sind und von dem Regime profitieren.
Aber auch in Bezug auf die Linken frage ich mich, ob sie ihre damalige Solidarität mit Herrn Chomeini und dessen Nachfolgern bereuen. Dass Linke sich allerdings erneut auf die Seite von Männern stellen, die beispielsweise homosexuelle Menschen quälen und von Dächern werfen, irritiert und stößt mich ab. Weshalb können Linke sich nicht "einfach" auf den Standpunkt stellen, wer Frauen, Juden und LBQT+-Menschen misshandelt, verfolgt und tötet, kann nicht mit meiner Solidarität rechnen, egal welches "Freiheitskämpfer- und Anti-Imperialismus"-Mäntelchen er sich umhängt.
Keine Zeichen mehr.
zum Beitrag15.01.2026 , 12:09 Uhr
"Das kann z. B. in Aktionen ausufern wie das - relativ sinnfreie - Einbestellen von LeistungsbezieherInnen mehrmals in der Woche, ..."
Das wird in Verdachtsfällen vielleicht gemacht, um Schwarzarbeit zu erschweren. Schwarzarbeit ist meiner Erfahrung nach oftmals mit dem Bezug von (jetzt) Grundsicherung verknüpft. Ich gönne den Leuten das Geld, aber bitter ist es trotzdem für diejenigen, von deren Einkünften Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgehen.
zum Beitrag15.01.2026 , 12:00 Uhr
"„Wir begegnen Alleinerziehenden, Personen, die ihre Angehörigen pflegen, chronisch Kranke, Menschen mit Suchtproblemen.“
Diese Menschen gehören meiner Meinung nach alle nicht in die Grundsicherung für Arbeitssuchende. Alleinerziehende erhalten Unterhalt von dem Vater des Kindes, Pflegende erhalten Geld aus den Pflegekassen, chronisch Kranke erhalten Erwerbsminderungsrente, Menschen mit Suchtproblemen zähle ich zu den chronisch Erkrankten, die auch Erwerbsminderungsrente erhalten müssten.
Für mich zählen die o.g. Personengruppen alle nicht zu den "Erwerbsfähigen", sie müssten Gelder aus anderen Kassen erhalten.
Davon abgesehen befürworte ich ohnehin ein bedingungsloses Grundeinkommen, für das im Gegenzug andere Leistungen entfallen sollten.
zum Beitrag15.01.2026 , 11:34 Uhr
"Moralisch unterscheidet er sich wenig von den Sympathisanten der Hamas." Davon abgesehen,dass es lt. meinem Kenntnisstand um Militärgerichtsbarkeit geht und nicht um "normale Straftaten",sehe ich durchaus Unterschiede zu den Anhängern der gazan. Regierung und ihren Kämpfern/u.a. Hamas.Das Militärrecht ist in den meisten Staaten anders ausgestaltet als das "normale Strafrecht".Ob das gute/schlechte Gründe hat und gerechtfertigt ist,kann ich nicht einschätzen.Da müsste ich mich tatsächlich erst einlesen,um mich kompetent zu "Militärrecht" versus "Strafrecht" äußern zu können.Um auf die moralische Unterscheidung zu kommen,ohne die Todesstrafe befürworten oder rechtfertigen zu wollen.Ich bin gegen die Todesstrafe.Den moral. Unterschied sehe ich darin, dass die Sympathisanten der gaza. Regierung/ihrer Kämpfer/Hamas(auch Huthi,Hisb.,Iran) jeden jüd. u/o israel. Menschen tot sehen wollen,Baby bis Greis.Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied.Ebenso gibt es für die Opfer der Sympathisanten der gaza.Regierung/ihrer Kämpfer usw. keine Gerichtsprozesse,nicht einmal vor einem Militärgericht. Keine Zeichen mehr.
zum Beitrag15.01.2026 , 11:16 Uhr
Ich stimme Ihnen zu und kann nur jedem empfehlen, die Eichmann-Protokolle zu lesen. Soweit ich das überblicke, hat sich die israelische Seite in einem enormen Maß um Fairness bemüht, das ich persönlich nicht aufgebracht hätte.
zum Beitrag15.01.2026 , 09:58 Uhr
"Mal eine Trennung zwischen Religion und Politik wäre mal ein erster Schritt."
Das schaffen nicht einmal wir hier in Deutschland, unter erheblich komfortableren Bedingungen. Religiös bedingtes "Fehlverhalten" können wir, wie es scheint, aus gesetzlichen Gründen nicht unterbinden (oder es hat sich noch niemand ernsthaft darum bemüht), wie beispielsweise das Schächten. Dabei ist hier die Alternative relativ einfach, indem die Anhänger der beiden (?) Religionen dann halt vegetarisch leben. Halte ich für zumutbar, wenn die Anhänger dieser Religionen dann später dafür einmal in ihr tatsächliches oder vermeintliches Paradies kommen. Vegetarisch zu leben ist meiner Einschätzung nach sogar einfacher als die Einhaltung vieler anderer religiöser Regeln. Denn, das muss man so sehen, diese Leute gehen von der ultimativen Belohnung in ihrem Nach-Leben aus. (Ich lebe nicht vegetarisch, bin aber auch nicht religiös.)
zum Beitrag14.01.2026 , 12:12 Uhr
"... als sie sich mit den Islamisten einließen."
Ich denke auch schon länger darüber nach, weshalb Linke gerade diese eine, teilweise "mittelalterlich" gelebte, Religion von ihrer Religionskritik ausnehmen. Vermutlich muss ich mehr darüber lesen. Mein Wunsch es zu verstehen ist sehr ausgeprägt, weil es mir bei der Verarbeitung hilft und Verbitterung entgegenwirkt.
zum Beitrag14.01.2026 , 12:06 Uhr
"... erkannte die Linke ihren katastrophalen Fehler... "
Das sehe ich nicht so oder zumindest denke ich, dass die Linke nichts aus den früheren Fehlern gelernt hat. Hätte die Linke das, würde sie sich heute nicht erneut auf die Seite von "Männern" stellen, die Homosexuelle von Dächern werfen, Frauen malträtieren und u.a. jüdisches Leben (weltweit?) vernichten wollen.
Ich bedauere es, dass Linke, die meiner Meinung nach sehr, sehr viele gute (und deutlich bessere als die der Konkurrenz) politische Ansätze verfolgen, sich in diesem einen Punkt so "befremdlich" (?) aufstellen und hoffe, dass es diesbezüglich zu einer Änderung kommt, die es mir ermöglicht, wieder links zu wählen. Grundsätzlich müsste ich als "kleine Leut(e)" links wählen, aber ich kann und darf es meiner Meinung nach nicht, wenn ich dadurch Menschen bestätige bzw. ihnen zur Macht verhelfe, die, siehe oben.
zum Beitrag12.01.2026 , 10:24 Uhr
Ich habe mir schon vor vielen Jahren angewöhnt, Frauen, Juden, LGBTQIA+ in politischen Fragen stets bewusst! mitzudenken. Dadurch wird so mancher "Heilsbringer entheiligt". (Habe ich übrigens auch in Bezug auf 2015 gemacht.)
zum Beitrag12.01.2026 , 09:55 Uhr
Ich fände es besser,erst die Alternativen zu schaffen und dann die diejenigen Bürger:innen,die "unvernünftig" sein wollen,zum Umdenken zu bewegen. Ich vertraue meinen Mitbürger:innen,da ich an zwei (zu wenig?) konkreten Beispielen gesehen habe,dass gute Alternativen gerne angenommen werden.Mag es nicht jede/r bequem und preisgünstig? Beispiel 1:Seit es von meiner Heimatstadt aus eine schnelle Verbindung nach Berlin gibt,kenne ich keine Geschäftsreisenden/Urlauber mehr,die das Flugzeug oder gar das Auto als Verkehrsmittel vorziehen.Freiwillig. Beispiel 2:In meiner Region wurden in den vergangenen Jahren viele Orte an das Stadtbahnnetz angeschlossen.Auch hier,die meisten sind auf den ÖPNV umgestiegen.Freiwillig. Wenn sich autonomes Fahren etabliert hat,und jede/r gegen einen kleinen kostengünstigen Beitrag ein autonomes "Taxi" (je nach Bedarf,Personenanzahl,Stauraum) leisten kann,wird die Nutzung von privaten Fahrzeugen meiner Einschätzung nach zurückgehen.Per KI können dann Nutzende zusammengefasst werden usw..
Ich persönlich würde sogar mit gutem Beispiel vorangehen und mein Auto sofort abschaffen. :-) Bedingungen wären selbstverständlich:Sicherheit,Sauberkeit,Komfort,Preis.
zum Beitrag10.01.2026 , 19:16 Uhr
"Dabei bezog sich Reichinnek auch auf New York als positives Beispiel, wo der neue linke Bürgermeister Zohran Mamdani die Wahlen mit den Themen bezahlbares Wohnen, kostenlosen Kitaplätzen und der gratis Nutzung der Stadtbusse gewonnen hat."
Ja, damit hat er Wahlen gewonnen. U.a. hat er fast sofort nach seinem Schwur auf den Koran und dem Segen des Imam, das Verbot, den jüdischen Staat zu boykottieren, zurückgenommen und strich die IHRA-Definition von Antisemitismus. Ebenso hob er das Adams‘ Boykott-Verbot gegen Israel wieder auf. Auch eine "Anordnung an die New Yorker Polizei bezüglich des Umgangs mit Protestierenden vor Gotteshäusern wurde einkassiert". Wir wissen wohl alle, dass nicht vor Moscheen oder Kirchen protestiert wird.
Nein danke, um diesen Preis will ich keine "Gerechtigkeit", wie Linke sie verstehen.
zum Beitrag10.01.2026 , 11:41 Uhr
"..oder doch zwei lebensfähige fair geschnittene Staaten,wie es die UN-Resolutionen ja auch vorsahen.Kooperieren kann man dann ja immer noch." Zwei Staaten habe ich bis zum 07.10.23 favorisiert,seitdem denke ich neu darüber nach,halte mich jedoch für offen in der Hinsicht.Ich suche ja schon lange,möglichst in Tabellenform,eine Übersicht,welche Angebote wann,weshalb und von wem abgelehnt wurden.(Bin für Hinweise dankbar.) Für mich würde das etwas Licht ins Dunkel bringen und ich könnte für die bisher nicht von mir favorisierte Seite vielleicht mehr Verständnis aufbringen.Grundsätzlich kann ich aber sagen,dass ich,entgegen dem Völkerrecht und den UN,die Auffassung vertrete,dass Gebietsverluste in Ordnung sind,wenn eine Partei immer und immer wieder Kriege beginnt.Ich habe auch keinerlei Probleme mit den Gebietsverlusten, die wir nach dem 2. WK hatten.Wir haben den Krieg begonnen,die Konsequenz Gebietsverlust ist naheliegend und zu akzeptieren.Allerdings scheitere ich bisher bereits daran,verlässlich herauszufinden,welche Seite nach dem Abzug Israels aus Gaza 2005,die andere Seite angegriffen hat.Erste Rakete von G nach I oder umgekehrt?Wer verübte das erste Attentat,I in G oder umgek
zum Beitrag10.01.2026 , 11:13 Uhr
"Diese Nuance dürfte den Opfern der Gewalt freilich wenig bringen..."
Ich stimme Ihnen zu und bin selbst unsicher, was ich furchtbarer finde. Den Judenhass von Rechten, die das offen und in rustikaler Sprache zugeben oder den Judenhass von Linken, die ihren Judenhass hinter gut und kunstvoll gedrechselten Sätzen (und "Israelkritik", "Palästinasolidarität") verstecken. Letzteres ist selbstverständlich klüger, aber meiner Meinung nach schwerer zu bekämpfen. Offene Mordaufrufe an Juden und die Sprüche wie "Hamas, Hamas, Juden ..." sind bei Linken eher die Ausnahme.
Grundsätzlich denke ich, je besser der Hass auf beispielsweise Homosexuelle, Juden, Muslime etc. vor sich selbst versteckt und nach außen hin "intellektualisiert" wird, desto weniger kann dagegen getan oder auch dagegen argumentiert werden.
zum Beitrag09.01.2026 , 19:32 Uhr
"Mit einer islamo-faschistischen Hamas - die niemals Bündnispartner der Linken sein kann ..."
Auch Ayatollah Khomeini war ein Bündnispartner der Linken. Das ist der Punkt, den ich so schlecht verstehen kann, dass Linke sich erneut auf die Seite von Islamo-Faschisten stellen. Gegen Imperialismus zu sein, gleicht das meiner Meinung nach nicht aus. Ich gehe davon aus, dass ein Staat "Palästina" nicht wesentlich besser mit Frauen, Homosexuellen, Juden und Oppositionellen umgehen würde, als der Iran usw., aber Linke scheinen das wieder einmal zu glauben.
zum Beitrag09.01.2026 , 19:10 Uhr
"Antisemitismus in jedem Fall wie jeder andere Rassismus inakzeptabel und geduldig anzugehen."
Ich störe mich an dem Begriff "geduldig". Jüdische u/o israelische Menschen werden seit über 2.000 Jahren verfolgt, diskriminiert und ermordet. Da sollten, meiner Meinung nach, diejenigen, die das falsch finden und auch jüdische u/o israelische Menschen selbst, nicht mehr allzu geduldig sein. Es gibt weltweit nur ca. 15,8 Millionen jüdischer Menschen. Wenn sie und diejenigen, die ihre weitere Verfolgung verhindern wollen, allzu geduldig sind, werden die Gegner israelischen u/o jüdischen Lebens ihr Ziel zeitnah erreichen. Außerdem denke ich auch an die von uns getöteten ca. sechs Millionen jüdischen Menschen, die, meiner Meinung nach, ein Höchstmaß an Geduld (man könnte fast den Begriff "Engelsgeduld" verwenden) gezeigt haben ... das Ergebnis ist bekannt.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:48 Uhr
Ich habe mir mehrere Videos dieses Vorfalls angesehen und traue mir keine verbindliche Einschätzung zu.
Es wird bis zu weiteren Erkenntnissen bzw. Videoanalysen durch Fachleute wohl dabei bleiben, dass Linke sehen, die Frau wollte den Beamten nicht überfahren und Rechte darauf beharren, dass sie das durchaus wollte.
Vielleicht wird es eine Analyse aus der Standposition und Blickwinkel des Beamten geben, wie die Fahrreaktion der Frau auf ihn wirken musste.
Grundsätzlich kenne ich es, nicht nur, aus den USA so, dass man als Autofahrer die Hände auf das Lenkrad legt und den Anweisungen Folge leistet. Keinesfalls sollte "man" übereifrig gleich in die Handtasche greifen, um Ausweispapiere herauszukramen.
zum Beitrag07.01.2026 , 21:01 Uhr
"Auch sein Besuch am Bett einer pflegebedürftigen Hochbetagten in der Notunterkunft ..."
Diesen Punkt verstehe ich allerdings auch nicht. Weshalb wird eine pflegebedürftige Person in einer Notunterkunft untergebracht und nicht in ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim gefahren? Diese Vorlage hätte "man" empörten Bürger:innen durchaus nicht liefern müssen. Ich bin nicht empört, aber verwundert.
zum Beitrag05.01.2026 , 20:51 Uhr
"Das werden sie aber in Israel in der Regel nicht, ..."
Israel wird von so vielen Gegnern angegriffen und muss sich verteidigen, dass ich davon ausgehe, im Moment reicht die Zeit dafür einfach nicht. Die gazanische Regierung und ihre Kämpfer hätten damit durchaus aber schon mal anfangen können.
"... ebensowenig wie der illegale Einsatz von weißem Phosphor gegen Zivilisten ..."
Weißer Phosphor ist nicht grundsätzlich verboten, sondern erlaubt, um beispielsweise "Rauchvorhänge" zu ermöglichen. Ob der Einsatz illegal war oder nicht, wird zu einem späteren Zeitpunkt ggf. ein Gericht feststellen müssen. Hier traue ich mir als Nicht-Militärfachfrau keine Einschätzung zu. (Amnesty und HRW vertraue ich nach diversen Falschbehauptungen übrigens nicht mehr, aber für Israelkritiker und Pro-Palästinenser sind sie sicherlich immer eine hilfreiche Informationsquelle.)
Krieg ist eine furchtbare menschengemachte Sache (ich denke oft an meine Ur-Omi die regelmäßig sagte, "alles, alles, nur keinen Krieg") und es ist bedauerlich, dass die gazanische Regierung und ihre Anhänger/Wähler keine andere Lösung sahen, als einen Krieg zu beginnen.
zum Beitrag05.01.2026 , 20:16 Uhr
"Also in etwa das, was den Israelis auch für Gaza vorschwebt:"
Was den Israelis für Gaza vorschwebt, weiß ich nicht verbindlich. Es gibt da verschiedene Vorstellungen und vermutlich auch unterschiedliche Strömungen in Israel selbst, außerdem finden im Oktober (?) Wahlen statt. Bedauerlich für Gaza ist meiner Meinung nach, dass es sich mit dem vielen Geld und den Freunden in der ganzen Welt, für Krieg und so etwas wie den 07.10.23 entschieden hat. Es wird bei mir lange dauern, bis dieser Vertrauensverlust ausgeglichen ist.
"... man hält sich selbst an nichts, weder Vereinbarungen noch Menschen/ oder Völkerrecht, ..."
Krieg ist scheußlich; dieser wurde nicht von Israel begonnen.
"... ermordet Zivilisten wo man nur kann ..."
Sehe ich anders, aber die Zeichen reichen nicht für Widerlegung.
"... und macht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg Deals mit Faschisten wie Trump. ..."
Das ist nach einem Krieg die Regel, dass die unterlegene Kriegspartei, in diesem Fall sogar der Aggressor, nicht gleich nach seinen Wünschen gefragt wird. Bei dieser Gelegenheit denke ich darüber nach, was unsere Kriegsführung und die Bevölkerung sich damals, nach ihrer Niederlage, wohl gewünscht haben.
zum Beitrag05.01.2026 , 19:04 Uhr
Ich stimme Ihnen zu und habe dieses, plakativ ausgedrückt, "Der Jude ist schuld." wirklich satt.
Die arabische Seite hätte verhandeln können, meinetwegen auch mit militärischem Nachdruck, aber es ging eben nicht um einen "palästinensischen" Staat, sondern um die Vernichtung Israels und jüdischer Menschen.
zum Beitrag05.01.2026 , 17:56 Uhr
"... einen Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen ..."
In diesem Fall gehe ich davon aus, dass der 07.10.23 baldmöglichst wiederholt werden würde, da die gazanische Regierung, ihre Kämpfer und Anhänger, meinem Eindruck nach, ihre Grundhaltung nicht ausreichend überdacht haben.
"... und eine mögliche palästinensische Selbstverwaltung."
Nach 2005 konnten sie sich in Gaza selbst verwalten und hätten zeigen können, dass es ihnen nicht nur darum geht, Israel und jegliches jüdische Leben zu vernichten. Ja, "irgendwann" begann die Blockade durch Israel; dieser gingen jedoch Anschläge und Raketenangriffe aus Gaza voraus.
Schade, dass Ägypten Gaza nicht mehr will; Ägypten scheint sich zu einem vernünftigen Nachbarn und Partner Israels entwickelt zu haben.
zum Beitrag27.12.2025 , 15:56 Uhr
"Auf Sachlichkeit zu verzichten, muss man sich jedenfalls erst mal leisten können."
Mein Eindruck ist, dass Journalismus auf Sachlichkeit verzichtet. Wenn ich bei einem Artikel oder einer Zeitung sofort weiß, ob sie rechts oder links ist, finde ich das falsch. Ich meine, dass es früher mehr Artikel und Medien gab, die beide/alle Seiten beleuchteten bzw. beide/alle Seiten zu Wort kommen ließen und "irgendwie" neutraler waren.
Talkshows im Fernsehen sind auch eine Form des Journalismus. Ich selbst sehe nicht fern, auch keine Talkshows, aber diese Art von Journalismus scheint ebenso wenig sachlich zu sein und die Teilnehmer dürfen/können nicht einmal ausreden oder Sätze beenden.
Es gibt Beispiele für gute Journalisten, u.a. Stefan Aust, Erich Böhme und mir fällt es schwer zu verstehen, dass Journalisten nicht mehr so sein bzw. deren Werte teilen wollen.
Vielleicht täusche ich mich auch oder bin zu alt.
zum Beitrag19.12.2025 , 18:24 Uhr
"Diese vermeintlichen Deutschland-Retter sind einfach nur widerlich."
Ich habe nicht den Eindruck, dass Kollegah Deutschland retten möchte. Er problematisiert das Leben in Deutschland, so wie andere Künstler Liebeskummer problematisieren. Beides hat meiner Meinung nach seine Berechtigung.
Die Bilder in seinem Video scheinen zumindest echt und nicht gefälscht zu sein. Wichtiger wäre es, sich diese Bilder anzusehen, auch wenn es äußerst schmerzhaft ist, mit Mitgefühl an die Opfer zu denken und darüber zu grübeln, wie sich das ändern lässt. Und wenn die AFD dafür verantwortlich ist, sich dafür einzusetzen, dass sie verboten wird.
zum Beitrag19.12.2025 , 18:05 Uhr
Ich habe mir das Lied von Kollegah angehört und finde es nicht schlimmer als viele Songs von Feine Sahne Fischfilet, denen ich die Heroisierung der Vergewaltigung von Frau Herman durchaus übel nehme.
zum Beitrag19.12.2025 , 17:46 Uhr
Ich habe den Kommentator so verstanden, dass es bei Asyl nicht darauf ankommen darf, ob wir jemanden "brauchen" können oder nicht. Entweder jemand hat Anspruch auf Asyl, dann muss (und ist) dieser Anspruch, meiner Meinung nach, unabhängig davon sein, ob jemand erwerbstätig ist oder von Grundsicherung lebt. Ebenso wie bei Personen, die nicht asylberechtigt sind.
Wenn ich es richtig verstanden habe, können sie ja aber in 2,5 Jahren sowieso zurückkehren. Bis dahin ist die ältere Schwester vermutlich mit ihrer Ausbildung fertig und kann vielleicht eine Bürgschaft für ihre Familie übernehmen. Die Kosten für die Abschiebung bezahlt lt. Artikel ein Verein.
zum Beitrag19.12.2025 , 17:21 Uhr
"... Wenn, dann hätte man die Familie direkt nach dem abgelehnten Asylbescheid abschieben müssen."
Sie hätten doch auch "einfach" ausreisen können, so wie sie "einfach" eingereist sind. Ich gehe davon aus, dass in Asylbescheiden detailliert begründet wird, weshalb kein Anspruch auf Asyl besteht. Und vielleicht wissen diese Menschen selbst, dass sie keinen Anspruch auf Asyl haben und wollten es halt einfach mal versuchen.
zum Beitrag14.12.2025 , 13:10 Uhr
Ich danke Ihnen ausdrücklich. Der von Ihnen beschriebene Personenkreis wird selten mitgedacht.
Wobei, und das soll jetzt keine Gegenrede sein, hätte ich so jemandem in meinem Umfeld, egal wie nah oder nicht, würde ich ihn in das nächste Krankenhaus oder die nächste Psychiatrie bringen. Diese Menschen alleine zu lassen, hilft ihnen nicht. (Und ja, ich habe das bereits 2x mit vollkommen fremden Menschen aus der Straßenbahn, als ich noch Straßenbahn fuhr, gemacht, mitten in der Nacht. Distanzlos, übergriffig; ich weiß das, aber ich habe die Not nicht ausgehalten. "Meine beiden" haben sich Wochen später gemeldet und bedankt; mein Verhalten war somit vielleicht nicht ganz und gar falsch. Im Nachhinein kurios war, dass mich eine Ärztin gefragt hat, "Und woher kennen Sie sich? Sie werden sich ja nicht von der Straße kennen." und meine Antwort wahrheitsgemäß lautete "Nein, aus der Straßenbahn.")
zum Beitrag14.12.2025 , 12:51 Uhr
"... hat einfach keine Lust sich mit seiner Situation auseinanderzusetzen."
Oder hat einen einträglichen Job, bei dem der Unterschied zwischen brutto und netto nicht so hoch ist.
zum Beitrag14.12.2025 , 12:48 Uhr
"... wenn man sich das selbst kaum vorstellen kann: denen genügt das Leben auf Stütze."
Ich kann mir das sogar sehr gut vorstellen, für mich persönlich kam das Bürgergeld zu spät. Wohnung und ein Teil der Energiekosten werden übernommen, Krankenversicherung wird bezahlt, diverse andere Kosten fallen einfach weg, reduzierte Eintritte ... ganze Wochentage im Museum verbringen zu können.
Aber ich bin ja ohnehin für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
zum Beitrag14.12.2025 , 12:40 Uhr
Gute Idee. Aus meiner Sicht win-win. Gesellschaftlich finde ich es wichtig, dass es in mehr Unternehmen Betriebsräte gibt.
Der Arbeitsuchende wird diesen Job dann vielleicht aufgrund seiner Frage (beabsichtigt oder nicht beabsichtigt) nicht bekommen, aber vielleicht vom Jobcenter nur noch Angebote für Unternehmen erhalten, die einen Betriebsrat haben. Finde ich auch gut.
zum Beitrag14.12.2025 , 12:20 Uhr
"Glauben Sie ernsthaft, eine Christin dürfte in der Türkei oder in Dubai das islamische Opferfest dekolonialisieren?"
Da es meines Wissens nach noch nicht versucht wurde, muss man den KritikerInnen von Frau Schröter insofern recht geben, dass Frau Schröter keine Beweise für ihre Aussage hat.
zum Beitrag13.12.2025 , 19:00 Uhr
"Eine "Frau mit Bart" oder ein "Mann mit Kleid" wird außerhalb von Karneval oder dem Oktoberfest mit Gewalt begegnet."
Nicht überall und ständig, aber an manchen Orten und zu manchen Zeiten. Furchtbar, grässlich und nicht zu tolerieren (wird ja auch strafrechtlich verfolgt). Nur ist das kein Alleinstellungsmerkmal, sondern geht Menschen mit Kopftuch, Kippa, zu kurzem Rock usw. ebenso. Wie wir mehr Gemeinsinn und Gemeinschaftsgefühl entwickeln oder uns zumindest gegenseitig in Ruhe lassen können, weiß ich nicht. Da gibt es auch klügere Leute, deren Beruf es ist, solche Probleme zu lösen.
"wären Neonazis heute sozial verächtet ..."
Ich stimme Ihnen zu, möchte das aber gerne auch auf andere Bevölkerungsgruppen ausgeweitet sehen.
zum Beitrag13.12.2025 , 18:04 Uhr
"Beweis: Gendern wird kritisch betrachtet, ..."
Gendern wird kritisch betrachtet, weil es, meiner Meinung nach, nicht "ordentlich" gemacht wurde. Es gibt mehr als zwei Geschlechter, also muss die Sprache geändert werden; dazu bedarf es einer Rechtschreibreform. Es hätte ausgereicht, den Mitarbeitenden der letzten Rechtschreibreform bzw. deren Nachfolgern den Auftrag zu erteilen, dass sie bitte erneut, mit ihren Kollegen aus der Schweiz und anderen deutsch-sprachigen Ländern, Reformvorschläge machen sollen. Gerne mit Anleihen aus anderen Sprachen, meinetwegen auch Anleihen aus Fantasie-Sprachen (elbisch, klingonisch, ...). Dann wird das kommuniziert, der Duden wird aktualisiert und jeder weiß, was korrekt ist und was nicht. Mich persönlich nervt es, ständig überlegen zu müssen, ob ich gendere oder nicht, ob ich einen Doppelpunkt, Binnen-I oder eine andere Lösung verwende. Ebenso hätte gesetzlich vorgeschrieben werden müssen, dass es in Firmen, Gaststätten usw. zukünftig drei Arten von Toilettenräumen geben muss usw.. Meiner Meinung nach ist Gendern (noch) nicht gescheitert, es muss nur ordentlich gemacht werden, damit sich jede/r zurechtfinden kann.
Keine Zeichen mehr.
zum Beitrag13.12.2025 , 17:23 Uhr
Es gibt mittlerweile wieder religiöse Empfindlichkeiten in diesem Land, die ich nicht mehr erwartet und als ausgestanden betrachtet hatte. Schade, da ich denke, wir haben andere Probleme, um deren Lösung wir uns kümmern sollten.
zum Beitrag13.12.2025 , 17:15 Uhr
Man kann nicht alles haben. Dafür sind die Freunde von Baader (und Ensslin), der ja durch das Attentat bei den olympischen Spielen in München freigepresst werden sollte, mittlerweile gut in Deutschland etabliert und vernetzt.
zum Beitrag13.12.2025 , 16:53 Uhr
Stall oder Palme; ein Disput darüber würde wirklich auch noch richtig gut in "Das Leben des Brian" passen. :-) Ach, hätte es diese Ausstellung doch bereits 1979 oder 1978 gegeben; vielleicht hätte es Eingang in den Film gefunden.
zum Beitrag13.12.2025 , 16:40 Uhr
"Mei, es ist mir Wurscht, glaubensorientierte Religionen interessieren mich eh nicht."
Mich schon, insofern, ob es den Anhängern erlaubt ist, mich zu töten und dafür belohnt zu werden. ;-)
zum Beitrag13.12.2025 , 16:32 Uhr
"Glauben Sie wirklich, dass das Christentum und seine Vertreter nicht mit umfassender Kritik konfrontiert sind?"
Linke waren durchaus schon einmal religionskritischer, was ich gut fand und heutzutage eher vermisse.
Da nutze ich doch gleich einmal das allseits bekannte "Religion ist das Opium des Volkes", später "Religion ist Opium für das Volk".
zum Beitrag13.12.2025 , 16:20 Uhr
"Nach dem Motto: wenn die reichsten Länder der Welt, die Monarchien am Golf, Millionen Inder ausbeuten und den Krieg im Sudan befeuern, dann nur, weil irgendwie am Ende doch weiß/christliche Strukturen dahinterstecken. Das entmündigt doch letztlich total."
Es entmündigt nicht nur, sondern führt meiner Meinung nach auch dazu, dass Fehlverhalten nicht eindeutig verurteilt und sanktioniert wird bzw. werden kann. Ebenso wird es dadurch als Entlastung bzw. Rechtfertigung betrachtet werden, nach dem Motto, ;-) "Wo kein Kläger, da kein Richter."
zum Beitrag13.12.2025 , 16:12 Uhr
" Im Islam ist Jesus genannt Isa einer der wichtigsten Propheten."
Das ist einer der Punkte, weshalb ich nicht verstehe, dass "wir" als Ungläubige gelten, die von Anhängern des Islam getötet werden dürfen und/oder sollen.
zum Beitrag13.12.2025 , 16:07 Uhr
Ich denke, es geht u.a. darum, dass der Kreis der Täter-Kulturen, Täter-Ethnien, Täter-Nationen oder was auch immer stark eingeschränkt wird und viele andere Täter nicht erwähnt werden. Das führt meiner Meinung nach zu einseitigen Schuldzuschreibungen und einer Kriminalisierung, die nicht alle Täter umfasst bzw. andere Täter entlastet. So kann, meiner Meinung nach, Unterdrückung und Ausnutzung in der Zukunft nicht verhindert werden, wenn der Blick darauf so eingeschränkt bleibt und es "immer nur die üblichen Verdächtigen" sind, auf die man hinweist. Beispiel Sklavenhandel.
zum Beitrag13.12.2025 , 15:21 Uhr
"Komisch, dass weder christlichen noch muslimischen Dekolonialisierer*innen aufgefallen ist, dass Jesus Jude war."
Ich gehe davon aus, dass die Ausstellungsmacher das wissen bzw. es ihnen durchaus aufgefallen ist, sie aber Gründe haben, nicht allzu deutlich hervorzuheben, dass das Baby in der Krippe ein Jude war ... gerade in Berlin.
zum Beitrag13.12.2025 , 15:13 Uhr
Angesichts der Geburt eines besonderen jüdischen Menschen in einem Stall, hätte ich, gerade in Berlin, eine Ausstellung über die aktuelle Juden-Verfolgung auf den Straßen Berlins bis hin dazu, dass sich Juden wieder verstecken bzw. ihre Religionszugehörigkeit nicht offen zeigen können, besser gefunden. Eine solche Ausstellung hätte allerdings mehr Mut erfordert und die diesbezüglichen Proteste wären, meiner Einschätzung nach, nicht ganz so harmlos abgelaufen.
zum Beitrag12.12.2025 , 14:40 Uhr
"Verluste werden bei Inventuren bemerkt, diese finden aber nicht täglich statt, ..."
Oder wenn ein anderer Kunde nach dem oder den Artikeln fragt, die lt. Computerauskunft noch mehrfach da sein müssten, aber alle weg sind. Passiert mir häufiger.
zum Beitrag12.12.2025 , 14:37 Uhr
"... Mann eher ein Anstifter zur Kriminalität."
Mich hätte auch interessiert, ob es eine Altersgrenze für die Teilnehmer seiner "Seminare" gibt.
zum Beitrag12.12.2025 , 14:33 Uhr
"Robin Hood Geschichte" ... "Gansta-Ehre".
Ich halte Stehlen eher für persönliches Fehlverhalten und bin der Ansicht, dass dieses Fehlverhalten durch Begriffe wie (vermeintlich/e) "Robin Hood" und "Gansta-Ehre" romantisiert wird.
Evtl. kann man sich die Frage stellen, will ich dieses "Know-How" an meine Kinder und Enkel weitergeben oder nicht? Wenn ja, in Ordnung, es gibt ja auch Leute, die das tun. Wenn nicht, weiß zumindest ein kleiner Teil in einem selbst, dass es Unrecht ist, was man tut.
Wobei ich nur für mich persönlich entscheide, dass ich nicht stehlen will und lieber auf etwas verzichte, was ich auch schon oft genug in meinem Leben getan habe. Wenn andere sich anders entscheiden, ist das auch in Ordnung, so lange es nicht die Mehrheit der Bevölkerung ist. Dann würde es vermutlich schwierig werden, auch im Zusammenleben.
zum Beitrag12.12.2025 , 14:21 Uhr
Ich denke auch, dass Stehlen sehr leicht zur Gewohnheit werden kann, zumal wenn man vordergründig damit "erfolgreich" ist.
zum Beitrag12.12.2025 , 14:18 Uhr
"Ich arbeite ehrenamtlich bei einer der größten Tafeln in Berlin und das Essen ist zu 50% vergammelt"
Ich kenne die Tafeln in Berlin nicht und nur das eine Beispiel der Tafel in einer größeren baden-württembergischen Stadt. Es ist bedauerlich, dass das Essen bei Ihrer Tafel zu 50% vergammelt ist und noch schlimmer, dass Ihre Tafel gezwungen ist, es trotzdem anzunehmen, weil sonst vielleicht zu wenig da ist.
zum Beitrag11.12.2025 , 18:24 Uhr
In welchem Moment wurde aus der Abwehr ein Gegenangriff? Frage für einen Freund. ;-)
zum Beitrag11.12.2025 , 18:23 Uhr
Notwehr vielleicht nicht mehr, aber die Gefahr, dass sie mit Verstärkung wiederkommen sehe ich schon.
zum Beitrag11.12.2025 , 18:18 Uhr
Die Klopperei war bei Euch eine Art Fortentwicklung des Pogo-Tanz oder war es umgekehrt? ;-)
zum Beitrag11.12.2025 , 18:15 Uhr
In Anbetracht dessen, dass die Polizei sie nach ihrer Flucht vielleicht nicht finden wird und sie dann fünf Tage später zu zehnt vor meiner Tür stehen werden, würde ich sie verfolgen, ja. (Nun ja, ich trage nicht die richtigen Schuhe, um jemandem hinterherzulaufen. ;-) )
Was ich rufen würde, weiß ich nicht, aber definitiv so bald als möglich umziehen, in der Hoffnung, dass sie mich nicht finden. Da sind andere Leute cooler, ich weiß.
zum Beitrag11.12.2025 , 18:10 Uhr
Da mein erster Kommentar nicht durch die Moderation kam,versuche ich es nochmal anders und drücke einfach nur meine Wünsche bzw. Hoffnung aus: Ich wünsche mir und hoffe darauf,dass die Teilnehmer dieser Kurse ihren Kindern und Enkeln die Chance geben,ihre materiellen Wünsche auf andere Weise zu erfüllen.Für den einen ist es Herr Schwarz,der "ungerechtfertigt" etwas besitzt,für den anderen ist es der Schulkamerad,der "ungerechtfertigt" eine schönere Jacke hat. Mein zweiter Wunsch und meine Hoffnung sind,dass bei den erwähnten Menschen aus anderen Herkunftsländern darauf geachtet wird,dass deren Aufenthaltsstatus zu 100% abgesichert ist.Was bei einer "biodeutschen Kartoffel" (bspw. ich) nur akzeptable Auswirkungen hat,kann bei Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Anmerken möchte ich ebenso:Wenn man bei einer Tafel ehrenamtlich aushilft,besteht die Möglichkeit preisgünstig an Lebensmittel zu kommen,ohne zu stehlen oder anderen etwas wegzunehmen. Davon abgesehen macht mich dieser Artikel enorm traurig.Ich komme zu kurz,also nehme ich anderen weg,was ich haben will.Vermutlich bin ich zu altmodisch für so einen Workshop.
zum Beitrag10.12.2025 , 15:04 Uhr
Was passiert ist, weiß ich selbstverständlich nicht. Aber ich weiß, würden mir in meinem Hausflur vermummte, aggressive Männer mit einem Hammer in der Hand auflauern, würde ich auch die nächstgelegene Waffe greifen und wäre froh, ein Messer bei mir zu führen. Mittlerweile ist ja bekannt, dass es Menschen gibt, die Andere mit einem Hammer angreifen, auch wenn Messerangriffe häufiger sind.
zum Beitrag04.12.2025 , 19:57 Uhr
Es scheint lt. DIE ZEIT entschieden zu sein, dass Israel teilnehmen darf. Spanien, Niederlande und Irland sind (u.a.?) die Länder, die wohl nicht dabei sein werden, da ihnen das nicht behagt.
Mir ist die Teilnahme Israels, gerade nach dem Grauen des 07.10.23 und dem grassierenden Antisemitismus auch in Deutschland und Europa wichtiger, als die Teilnahme Spaniens, der Niederlande und Irlands.
Bemerkenswert finde ich, dass das Publikums-Voting jetzt extra geändert wurde, weil beim letzten Mal die israelische und/oder jüdische Künstlerin sehr gut abgeschnitten hat. Es gab selbstverständlich Vorwürfe der Manipulation, die jedoch nicht belegt werden konnten. Die Änderung bezüglich Publikums-Voting finde ich deshalb bemerkenswert, weil es für mich erneut ein Hinweis auf eine gewisse "Sonderbehandlung" oder "Sondergesetzgebung" ist, sobald jüdische und/oder israelische Menschen involviert sind. Wenn ich mich richtig erinnere, hat ja auch AI die Regularien bezüglich "Genozid" geändert, um Israel des "Genozids" beschuldigen zu können.
zum Beitrag04.12.2025 , 11:43 Uhr
"... sie kann nicht einfach jemanden mitbringen oder selbst den Stromleitungen folgen. ..."
Das kann ich nicht einschätzen, denke aber, sie hätte ja sagen können, dass sie den Stromleitungen gerne folgen bzw. einen Techniker mitbringen möchte, der das tut. Anhand der Antwort hätte sie dann erfahren, ob es tatsächlich glaubwürdige Gründe gibt, die dagegen sprechen oder es nur vorgeschobene Gründe sind. Auch daraus hätte sie ihre Schlüsse ziehen können. Außerdem, ich wiederhole, das ist doch eine wichtige Frage, finde ich.
"Mit der Vorgeschichte ist sie ebenfalls nicht allein, das hat schon Guterrez gesagt ..."
Das ist mir bekannt und ich fand es schon damals falsch, bzw. pietätlos, da kurz nach dem 07.10.23. Außerdem, bei welchem beliebigen (?) Zeitpunkt sollen wir mit der Vorgeschichte beginnen? Ich bin der Ansicht, diese Sichtweise ist nicht zielführend, da jede der beiden Kriegsparteien den Zeitpunkt der Vorgeschichte anders definiert und ihre jeweiligen Anhänger ebenso.
zum Beitrag03.12.2025 , 19:28 Uhr
"Zudem soll sie laut Welt in einem Hintergrundgespräch darauf verwiesen haben, dass der 7. Oktober eine „Vorgeschichte“ habe."
Meiner Meinung nach hat alles und jede/r eine Vorgeschichte. Wie soll das auch anders sein. Explizit auf diese Banalität hinzuweisen, wirkt auf mich wie eine Relativierung und Entschuldigung.
"„Ob der Strom von den UN-Gebäuden kam, kann ich nicht überprüfen.“"
Elegant, aber dennoch durchschaubar, meiner Meinung nach. Selbstverständlich kann sie es, wie das meiste andere auch, nicht überprüfen. Durch ihre Formulierung sät sie bewusst Zweifel an dem, was eine der Kriegsparteien sagt. Tut sie das auch bei Aussagen der gegnerischen Kriegsparteien?
Davon abgesehen finde ich, sie hätte einen Techniker mitnehmen sollen, der das überprüfen kann. Das wäre ein echter Mehrwert ihrer Reportage gewesen und hätte mit Sicherheit viele Menschen interessiert. Es wäre auch für die Ausrichtung der UN wichtig gewesen und für die Nachkriegszusammenarbeit mit den UN.
Ob und welchen Preis sie verliehen bekommt, ist für mich nicht so wichtig. Es erhalten ständig integre und nicht integre Menschen Preise.
zum Beitrag02.12.2025 , 17:45 Uhr
Ich hoffe, es erweist sich für den jungen Mann als hilfreich und heilend, dass er an die Öffentlichkeit getreten ist. Da es meiner Meinung nach immer noch viele Menschen in Deutschland gibt, die das Handeln des verurteilten Täters verteidigen bzw. die Anzahl der den Täter verstehenden Bürger:innen zunehmen dürfte, bleiben Enttäuschungen vermutlich nicht aus, zumal nun auch der Rest der Familie wissen dürfte, wo und wie er lebt. Bedauerlich für Can Sürücü, dass ein Teil dieser Familie immer noch in Berlin lebt und den damals drei Angeklagten nicht in die Türkei gefolgt ist. Hoffentlich lassen sie ihn in Ruhe.
Mich erinnert dieser Artikel auch an das Elternpaar in Darmstadt, das 2015 seine Tochter aus Gründen der Ehre getötet hat und die nun ihre Haftstrafe absitzen. Ich denke noch regelmäßig an die verurteilten Eltern und darüber nach, dass sie längst glückliche Großeltern sein könnten, statt "lebenslang" im Gefängnis zu sein. Ob das durch die Tat erworbene Ansehen in der Gemeinschaft das wirklich ausgleichen kann?
zum Beitrag01.12.2025 , 11:20 Uhr
"Die Autorin beantwortet es nicht, es scheint anscheinend selbstverständlich Mitleid mit ermordeten Rechtsextremen zu haben."
Meiner Meinung nach, weil er ein (auch leidender) Mensch war. Und vielleicht auch, weil er zu einem Menschen wurde, der von einem anderen Menschen zu Tode gebracht wurde.
Ich habe sogar Mitleid mit Herrn Sinwar und bedauere, dass er der Mensch wurde, der er wurde, auch wenn ich vermutlich eine Hardcore-Verteidigerin der jüdischen und/oder israelischen Kriegspartei bin.
zum Beitrag30.11.2025 , 20:26 Uhr
"Welches Bild ist wohl entstanden? Wer wird davon profitieren?"
Ich kann nur für mich sprechen: Zuerst war ich auf der Seite der Demonstranten, deren Anliegen ich respektiere und selbstverständlich legitim finde. Als ich Videos der Angriffe auf zwei Journalisten und ja, auch den Angriff auf den AFD-Politiker sah, habe ich meine Meinung geändert. Brutalität erschreckt mich zu sehr und auch wenn weder die beiden Journalisten noch der AFD-Politiker das sind, was man in linken Kreisen als "anständige" Menschen bezeichnen würde, haben sie doch auch Rechte, die ihnen nicht einfach so durch körperliche Gewalt und/oder zahlenmäßige Überlegenheit genommen werden dürfen.
zum Beitrag30.11.2025 , 20:19 Uhr
Haben Sie sich auch die Videos der Angriffe auf mindestens zwei Journalisten angesehen (der im Artikel genannte 3. Angriff kommt noch dazu) bzw. den Angriff auf einen AFD-Politiker? Das sind sicherlich keine Personen, die hier geschätzt werden, aber dennoch sind die Videos äußerst unangenehm. Ich denke, ganz so friedlich, wie die Demonstranten hier dargestellt werden, waren sie nicht.
zum Beitrag30.11.2025 , 12:07 Uhr
"Hat sie aber nicht und nun wird ihr falscher Begriff von staatlichen Institutionen und reaktionären Kräften aus der Bevölkerung benutzt (nicht missbraucht), um Menschenrechtsverletzungen als moralisch hinzustellen."
Ich halte den Begriff "Staatsräson" für nicht so bedeutend und auch nicht, ob, von wem und wie oft er in welchem Zusammenhang verwendet wird. Meiner Meinung nach geht es um die Frage, ob wir uns nach ca. 6 Millionen ermordeten jüdischen Menschen auf die Seite derer stellen, die dieses Grauen fortsetzen, vollenden, Israel und jüdisches Leben angreifen und auslöschen wollen oder solidarisch an der Seite Israels stehen und jüdisches Leben in Deutschland, Europa und auch in Nahost schützen wollen. Ich denke oft darüber nach, wie es in (dem dann vergangenen) Israel aussehen würde, wenn die gazanische Regierung, ihre Kämpfer, Huthi, Hisbollah, Iran und andere ihr am 07.10.23 begonnenes Vorgehen hätten fortsetzen können. Diese schrecklichen, furchtbaren Verbrechen, ausgedehnt auf ganz Israel.
zum Beitrag30.11.2025 , 11:47 Uhr
"... - wie Reporter*innen der taz beobachtet haben. (lol/yec/dpa)"
Wird es hierzu noch weitere Informationen geben? Das ist ja durchaus strafrechtlich relevant.
zum Beitrag30.11.2025 , 11:29 Uhr
"Man kann wohl mit Demonstrierenden auch ohne Schmerzgriffe, Tritte und Schläge umgehen."
Da ich keine entsprechende Ausbildung habe, kann ich nicht einschätzen, ob Sie recht haben. Die Anzahl der Demonstrierenden übertraf die Anzahl der Polizisten um ein Mehrfaches, dafür waren die Polizisten besser ausgestattet. Wobei ich davon ausgehe, dass sich die Demonstranten auch mit Schutzpolstern usw. schützen.
Ob die bessere Ausstattung der Polizisten, die zahlenmäßige Überlegenheit der Demonstranten ausgleicht, ist für mich fraglich. (Zumal sich Demonstranten angeblich oder tatsächlich mit Steinen, Flaschen und Leuchtspurmunition widersetzten.)
zum Beitrag29.11.2025 , 17:21 Uhr
"Kurz: ich glaube nicht mehr an diese Unterscheidung und denke, die israelische Gesellschaft müsste einer grundsätzlichen Kritik unterzogen werden und dabei ist auch die Entwicklung des Zionismus hin zu einer völkisch-nationalen und rassistischen Ideologie nicht auszuklammern."
Wenn das so ist/wäre, stelle ich mir die Frage, ob das wir Deutsche übernehmen sollten. Es gibt 194 andere Länder auf dieser Welt, die in der jüngeren Zeit (wenn überhaupt jemals) keine so enorme Schuld gegenüber jüdischen und/oder israelischen Menschen auf sich geladen haben, wie wir. (Weshalb ich jüdisch und/oder israelisch verwende: Selbstverständlich weiß ich, wann Israel gegründet wurde, aber wir streiten und rechten und diskutieren ja beispielsweise immer noch darüber, wenn Nachfahren der von uns ermordeten jüdischen Bürger:innen ihre Kunstgegenstände usw. zurückerhalten möchten. Meiner Meinung nach ist das unsererseits Unrecht und führt ohne jegliche Einsicht das damalige Unrecht auf einer anderen Ebene fort.)
Ich denke, gerade in Bezug auf Israel und/oder jüdische Menschen, sollte die Welt nicht am deutschen Wesen genesen.
zum Beitrag18.11.2025 , 16:47 Uhr
"Das sind sich wohl alle einig. Uneinigkeit besteht nur darüber, wer das bezahlen soll."
Dann habe ich das Anliegen falsch verstanden.
Ich dachte, es geht darum, dass Rentner (nicht die Pensionäre) zu lange zu hohe Renten erhalten und nicht darum, wer diese Renten bezahlt.
zum Beitrag17.11.2025 , 17:38 Uhr
"Ab einem bestimmten Gehalt kann der Mensch eben erst ab 70 in Rente gehen."
Ein Problem, das ich sehe, ist, dass damit gerade jüngeren Menschen in richtig interessanten Jobs der Aufstieg länger verwehrt bleibt. Chirurgen, Professoren, Ministerialbeamte, Intendanten, Direktoren, Richter u.v.m.. Ich kenne (sehr) viele Professoren und jeder hätte gerne bis 80, 90 bzw. lebenslang gearbeitet. Eine Zeitlang war es Professoren möglich, selbst zu entscheiden, wann sie in Pension gehen möchten. Das mag vorbildlich klingen, hatte jedoch nicht nur erfreuliche Auswirkungen.
Das soll keine Gegenrede sein, sie schrieben ja auch von 70 Jahren, nur ein weiterer Gedanke.
zum Beitrag17.11.2025 , 17:22 Uhr
Ich kann nur empfehlen, sich auf der Seite
www.adg-ev.de/publ...ungen-2015?start=1
die Angaben über u.a. Bundesmittel und versicherungsfremde Leistungen anzusehen. Ggf. auch die "Unterdeckung" der Jahre 1957 bis 2024.
Auf dieser Basis könnte dann diskutiert werden.
Grundsätzlich denke ich, müssen wir entscheiden, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der auch Menschen die (noch)/nicht/ (mehr)/niemals leistungsfähig sind, ein Auskommen haben sollen, das ihnen Teilhabe ermöglicht oder nicht.
zum Beitrag15.11.2025 , 15:36 Uhr
Wenn die CDU/CSU weiter nach rechts rückt, was ich in Ordnung finde, sollte jemand die "Mitte" erben. Dies können durchaus die Grünen sein; allerdings müssen sie, sofern sie meine Wählerstimme haben wollen, politisch dafür sorgen, dass alle Kinder/Jugendlichen auf staatliche Schulen gehen können, die so gut ausgestattet sind, wie die Privatschulen, auf die sie ihre eigenen Kinder schicken und Auslandssemester allen Studierenden ermöglichen. Ebenso erwarte ich, dass die 2-Klassen-Medizin abgeschafft wird. Was ich mir auch wünsche, ist, dass hochwertige Lebensmittel allen Bürger:innen zur Verfügung stehen und nicht nur denjenigen, die höhere Preise bezahlen können.
Kurzum: Ich wünsche mir die Gestaltung einer weniger klassengeteilten und klassenbewussten Gesellschaft und Durchlässigkeit nach oben für alle.
zum Beitrag13.11.2025 , 18:18 Uhr
" Man stelle sich vor, die AfD machte sich den Spaß, einen Antrag für ein Tempolimit auf Autobahnen einzubringen."
Vermutlich verstehe ich sie nicht ganz? Dann soll den Antrag halt jemand anders einbringen. Tempolimit ist ein gut gewähltes Beispiel von Ihnen. Die AFD bringt den Antrag ein, alle stimmen dagegen, weil der Antrag von der AFD kommt. Die Linke bringt den Antrag ein, jeder stimmt nach bestem Wissen und Gewissen ab, weil der Antrag nicht von der AFD eingebracht wurde.
Alle Wähler:innen und Politikkolleg:innen wissen, dass Anträge der AFD unerwünscht sind, somit macht es doch keinen Unterschied mehr ... bis sich die älteren Parteien dazu entschließen, zu versuchen, die AFD verbieten zu lassen. Bis dahin werden wir mit oder ohne Anträge der AFD ein "elendes, hilf- und würdeloses Gehampel" im Bundestag haben.
"... die AfD als ganz normale Partei zu behandeln."
Das wollen die anderen Parteien aber nicht.
zum Beitrag11.11.2025 , 20:26 Uhr
"Es gibt genügend Parteien, die nicht auf der Kippe zum Verbotenwerden stehen."
Die Partei wurde 2013 gegründet. Allmählich sollte, meiner Meinung nach, entschieden werden, ob ein Verbotsantrag gestellt wird oder nicht.
zum Beitrag11.11.2025 , 20:21 Uhr
"Und wenn die Blumenpflücker davon "alles andere als begeistert sind" dann müssen sie halt hinnehmen, dass es Niemanden gibt, der sich politisch für ihre Anliegen einsetzt."
Niemanden, außer der AFD und den Grünen.
zum Beitrag11.11.2025 , 20:12 Uhr
"Letztenendes läuft alles darauf hinaus, dass es egal sein muss ob ein Antrag mit der AFD durchgeht, solange dieser von einer Demokratischen Partei gestellt und unterstützt wird. Nur Anträge der AFD selbst, sollten konsequent abgelehnt werden."
Ihre Idee finde ich so gut, dass ich mich frage, weshalb sie politisch nicht umgesetzt wird. Ich kann nur vermuten, dass die anderen Parteien jegliche Form der "Normalisierung" der AFD verhindern wollen, wofür sie Gründe zu haben meinen oder auch nicht.
zum Beitrag11.11.2025 , 20:04 Uhr
"Das Verfahren wird sich über Jahre hinziehen."
Ob das wirklich Jahre sein müssen, frage ich mich durchaus. Als Nicht-Bundesverfassungsgericht-Richterin denke ich, vielleicht müssen sie ein paar Tausend oder Zehntausend Seiten juristischer Texte lesen, aber das dauert doch keine Jahre. Evtl. gibt es auch die Möglichkeit einer "Eilentscheidung", von der ich in Zusammenhang mit anderen Gerichten gelesen habe.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, sich Jahre Zeit zu lassen, für wichtige Entscheidungen, ist heutzutage, weder privat noch nicht-privat, in wenigen Bereichen möglich.
Die Entscheidung, ob die AFD verboten werden muss oder nicht, halte ich für enorm wichtig.
Ich bitte ausdrücklich um die Einschätzung von Juristen und Juristinnen.
zum Beitrag11.11.2025 , 11:06 Uhr
Die älteren Parteien sollten sich meiner Meinung nach dazu entschließen, endlich einen Verbotsantrag der AFD zu stellen, damit für Wähler:innen und Politikkolleg:innen Klarheit besteht. Aus meiner Sicht wäre das naheliegend und ich frage mich, weshalb das offensichtlich nicht erwünscht ist. Das Bundesverfassungsgericht würde entscheiden und danach könnte vielleicht wieder ehrlichere Politik gemacht werden.
Ich halte es für kontraproduktiv, dass der Verbotsantrag nicht gestellt wird.
zum Beitrag06.11.2025 , 13:19 Uhr
"... kann das sein?"
Diese Frage müsste von einem Juristen des entsprechenden Fachgebietes beantwortet werden, was ich leider nicht bin.
Vielleicht über das Chancen-Aufenthaltsgesetz?
Aber wie erwähnt, das ist eine Frage für Juristen.
Mein direkter Nachbar ist übrigens Ägypter mit deutscher Ehefrau und arbeitet schon seit fast 30 Jahren hier. Die Details seines Aufenthaltsstatus sind mir nicht bekannt, nur, dass er bisher keine deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat.
zum Beitrag05.11.2025 , 19:34 Uhr
"Ich denke nicht das es bei der Abschiebedebatte um die Beschäftigten geht."
Der Begriff "Abschiebedebatte" ist meiner Meinung nach nicht zutreffend. Den Menschen wurde Asyl gewährt und wenn der Asylgrund wegfällt, steht die Heimreise an; ich würde das nicht als "Abschiebung" bezeichnen, sondern eher als Aufhebung der Aufenthaltserlaubnis o.ä.. Das kennen doch auch viele von "uns mit und ohne Migrationshintergrund", dass wir bei der Veränderung von Rahmenbedingungen nicht mehr zu einer bestimmen Gruppe gehören.
Wir sollten meiner Einschätzung nach auch nicht zwischen "Beschäftigten" und "Nicht-Beschäftigten" unterscheiden, da wir nicht entscheiden dürfen und können, wer in Syrien gebraucht wird und wer nicht. Meiner Meinung nach sollten alle zurückkehren und ggf. in einem geordneten Einwanderungsverfahren zurückkehren, sofern zu den dann geänderten Bedingungen Interesse besteht.
zum Beitrag05.11.2025 , 19:23 Uhr
"Ich bezweifle,dass die syrischen Kräfte aus dem deutschen Pflegesystem momentan in Syrien am dringendsten gebraucht werden." Verbindlich einschätzen kann ich das selbstverständlich nicht,aber die in Deutschland lebenden Menschen aus Syrien(beispielsweise Pflegebereich),können sich in einer nach einem Krieg im Aufbau befindlichen Gesellschaft sicherlich in vielerlei Hinsicht einbringen.Vielleicht nicht alle im Pflegebereich,aber zupackende Hände werden nach einem Krieg doch immer gebraucht.Und vermutlich auch Menschen,die in anderen Ländern gelebt und gearbeitet haben und ihr dort (teilweise) erworbenes Wissen und die Erfahrungen teilen können. Ich denke oft auch an die Menschen in Afghanistan und frage mich,wie könnte Afghanistan heute aussehen,wenn die ca. 6,1 Millionen Exilanten zurückgekehrt wären und vor dem Abzug der westlichen"Helfer (?!)"das Leben und politische System in Afghanistan mitgestaltet hätten. Um Missverständnissen vorzubeugen:Von mir aus können beliebig viele Syrer/Afghanen in Deutschland/Europa/im Exil leben,aber sollen Länder wie Syrien und Afghanistan "dann halt einfach" aufgegeben und diejenigen, die nicht genug Geld für die Flucht haben im Stich gelassen w
zum Beitrag05.11.2025 , 19:08 Uhr
"Flüchtlinge dürfen übrigens nach einem halben Jahr arbeiten."
Darf ich Ihren Hinweis erweitern? Wenn sie nicht in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen (sondern bei Freunden oder Familienmitgliedern beispielsweise), dürfen sie bereits nach drei Monaten arbeiten. Finde ich ganz gut ... drei oder sechs Monate zur ersten Orientierung, danach "normales" Leben mit Erwerbstätigkeit, wie viele andere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland auch.
zum Beitrag01.11.2025 , 20:14 Uhr
"Die BSW-Methode, national zu spielen und damit die Grundüberzeugung der internationalen Klassensolidarität zu schlachten, scheint aber auch nicht so verfangen zu haben."
Dem stimme ich zu. Und gleichzeitig stelle ich mir die Frage, inwiefern Bürger:innen, die selbst in prekären oder geringfügig darüberliegenden Verhältnissen leben, sich für "internationale Klassensolidarität" begeistern lassen. Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob "internationale Klassensolidarität" auf das Leben der "kleinen Leute" hier bei uns einen positiven Einfluss hätte ... und wir sprechen ja konkret über Wähler:innen, also die Menschen, die hier in Deutschland wahlberechtigt sind.
zum Beitrag01.11.2025 , 19:58 Uhr
"Man wählt halt die, die einem etwas versprechen."
Als "frustrierter" Wähler wählt man vielleicht auch diejenigen, die ihre Kollegen in der Politik/im Bundestag quasi stellvertrend für einen selbst "frustrieren".
"Schön wäre es, wenn Wahlversprechen einklagbar wären."
Vielleicht könnten für den Anfang auch die strafrechtlich relevanten Aspekte aus dem Bereich "Irreführende Werbung", "Unlauterer Wettbewerb" usw. auf Wahlwerbung ausgeweitet werden.
zum Beitrag01.11.2025 , 19:26 Uhr
Danke für den Link. Habe das Programm gelesen. Sehr viele idealistische Ziele, die ich schön finde.
zum Beitrag30.10.2025 , 19:34 Uhr
Die Linke wollte sich, wenn ich es richtig weiß, für "die Schwächsten" engagieren und das sind deren Meinung nach, nehme ich an, heutzutage nicht mehr die Arbeiter*innen, sondern andere Bevölkerungsgruppen.
Salopp ausgedrückt, die Arbeiter*innen sind in der "Opferhierarchie" weiter nach unten gerutscht.
zum Beitrag24.10.2025 , 13:07 Uhr
Nicht überraschend in einer linken Kneipe. Trotzdem finde ich es gut, dass es dieser Vorfall in die Medien geschafft hat, ebenso wie das Lokal Zulu in Fürth und der Flensburger Händler. Israelkritiker und Pro-Palästinenser werden sich in der Mehrzahl davon nicht abgestoßen fühlen und diese Kneipe auch nicht boykottieren, aber Antisemitismus sichtbar machen, ist meiner Einschätzung nach sehr wichtig.
Die Begründung, was an einem T-Shirt des Labels „Falafel Humanity Shirt“ so schlimm ist, dass ein Rauswurf gerechtfertigt scheint, habe ich nicht so ganz verstanden. Mich würde auch eher interessieren, ob es sich bei dem Rauswurf um eine Straftat bezüglich verbotener Diskriminierung handelt. Dann bitte Anzeige erstatten. Eine Anzeige wäre zwar kostenlose Werbung für das Lokal und würde Solidarität und Bestätigung mit dem/des Lokalbetreiber/s nach sich ziehen, aber wir sollten, meiner Meinung nach, antisemitisches Verhalten nicht einfach so übergehen.
zum Beitrag22.10.2025 , 13:27 Uhr
"Es wäre ja schon gut, wenn man mal ein praktikables neutrales Personalpronomen wie das englische they erfände."
Meiner Meinung nach muss das nicht neu erfunden werden, wir können doch "einfach" das "they" übernehmen, wie wir auch "cool", "computer", u.v.m. übernommen haben.
Grundsätzlich wäre das eine Aufgabe für Sprachwissenschaftler, die, meiner Meinung nach, gerne Anleihen aus anderen lebenden und toten Sprachen oder aus Fantasie-Sprachen wie von Herrn Tolkien übernehmen.
Mir fehlen in Deutschland auch in dieser Hinsich wieder einmal der Pragmatismus, dann lernen wir halt alle ein paar Worte neu, dürfte doch kein Problem sein. Es muss nur einheitlich festgelegt werden und so auch im Duden stehen.
zum Beitrag19.10.2025 , 19:15 Uhr
Ich befürworte gendern und bin der Ansicht, Sprache sollte sich in Wort und Schrift den wissenschaftlichen Erkenntnissen unterordnen und die Realität abbilden. Deshalb votiere ich für eine Sprachreform, im Idealfall mit anderen deutsch-sprachigen Ländern zusammen. Dann haben alle Klarheit, welche Form korrekt ist, ohne, dass jemand gekränkt oder "zurückgelassen" oder ignoriert wird, Lehrer wissen, was sie wo und wie korrigieren müssen und auch in Ämtern, Firmen und Institutionen ist eindeutig und für jede/n nachvollziehbar, wie geschrieben und gesprochen wird.
Obwohl ich mich meistens um gendern bemühe, schwanke ich eben doch öfter zwischen Binnen-I, Doppelpunkt und Sternchen. Meistens verwende ich den Doppelpunkt, weil der sich am "flüssigsten" schreiben lässt, auch wenn der Doppelpunkt ebenso korrekt wie nicht korrekt ist.
zum Beitrag16.10.2025 , 11:37 Uhr
Mit eines der Probleme in diesem Konflikt ist meiner Meinung nach, dass die Unterscheidung, wer sagt, die Wahrheit, wer nicht, für "uns" als u.a. Kommentatoren ebenso wie für die Medien ungeheuer schwierig ist. Gut finde ich an diesem Artikel, dass mehrfach der Begriff "seine Geschichte" verwendet wird. Ob er die Wahrheit sagt oder nicht kann ich nicht einschätzen, ebenso wie viele meinen nicht einschätzen zu können, ob die Vergewaltigungen und furchtbaren Verbrechen des 07.10.23 wie geschildert stattfanden oder nicht.
zum Beitrag15.10.2025 , 20:43 Uhr
"Die Hamas wird wieder ihre Kräfte sammeln und dann geht der Wahnsinn wieder von vorne los - so wie jedes Mal bisher."
Worauf ich ein wenig hoffe, ist, dass nicht nur in einem anderen Artikel der taz, sondern auch in den Gaza-Tagebüchern, sehr oft die Rede von dem Leben vor dem Krieg ist. Es gibt viele Zitate, wie "Mein Leben vor dem Krieg war gut.", "Ich hatte vor dem Krieg ein gutes Leben.", "Wir sind nach der Schule immer an den Strand gegangen.", "Ich war Lehrer und habe vor dem Krieg ganz normal gelebt." u.v.m.; mögen sich die Bürger:innen in Gaza an dieses Leben erinnern und ein solches erneut anstreben. Vielleicht verzichten sie dann darauf, sich den gazanischen Kämpfern/Hamas anzuschließen bzw. zu erlauben, dass sich ihre Kinder und Enkel diesen anschließen.
zum Beitrag15.10.2025 , 20:39 Uhr
"Aber ich bin zuversichtlich, dass Israel so etwas nicht noch mal geschehen lassen wird."
Darauf hoffe ich, auch aus ganz egoistischen Gründen. Die letzten zwei Jahre waren für mich die schlimmsten Jahre in meinem bisherigen Leben, und das, obwohl ich keine Jüdin und/oder Israelin bin. Der 07.10.23 und die darauf folgende Welle an Judenhass in Deutschland und im Rest der Welt hat mich sehr verändert und mein Menschenbild nachhaltig beschädigt. Ich war vorher wohl eine ziemlich naive und gutgläubige Person. An anderer Stelle habe ich bereits erwähnt, dass mich beispielsweise Umweltschutz und der Klimawandel nicht mehr interessieren, da ich denke, Tiere und Pflanzen werden teilweise überleben (siehe Tschernobyl), aber wir haben es nicht verdient. Ich habe immer noch das Bild von Shani Louk auf dem Pick-Up vor meinem geistigen Auge und die jubelnde Menge, als die Särge von Kfir und Ariel Bibas übergeben wurden. Leider unauslöschbar.
zum Beitrag14.10.2025 , 17:35 Uhr
"Ich freue mich derweil erst einmal darüber, dass das Sterben zumindest vorübergehend aufgehört hat."
Das Sterben hat leider nicht aufgehört, nur dass jetzt erneut/immer noch die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas die Täter sind. Sehr traurig für die Bürger:innen in Gaza. Manche werden sich mit den Tätern arrangieren können, für die anderen kann wohl nichts mehr getan werden.
Ich habe den Eindruck, dass sich jetzt, wo die Täter nicht mehr dem Feindbild jüdische und/oder israelische Kriegspartei entsprechen, nicht mehr so viele Menschen für diese Toten (unter denen auch Kinder und Frauen sind) interessieren.
Über die Geiselfreilassung bin ich sehr froh und wünsche mir, dass in der gleichen Intensität, in der Israelkritiker und Pro-Palästinenser gegen von der jüdischen und/oder israelischen Kriegspartei tatsächlich oder vermeintlich getöteten Menschen demonstriert haben, nun auch gegen die Täter in den eigenen Reihen demonstrieren.
zum Beitrag14.10.2025 , 17:18 Uhr
Der Titel des von Ihnen verlinkten Spiegel-Artikels ist insofern falsch, dass es nicht um den Kampf gegen Israel geht, wie der Spiegel-Artikel vorgibt, sondern um den Kampf gegen Juden:
Khalil al-Hayya, einer der Hamas-Führer, die an den Kairo-Verhandlungen teilnahmen: "Der Countdown zum nächsten Massaker hat begonnen. Beim nächsten Mal werden wir alle Juden abschlachten.“ (13.10.25)
U.a. auch deshalb finde ich es so schwierig, wenn auf der Trennung zwischen Israel und Juden beharrt wird. Klar und bekannt ist, (hier in der taz wie auch unter den Kommentatoren), nicht jeder Jude ist Israeli und umgekehrt, ca. 20% der Israelis nicht-jüdisch. Aber der Kampf gegen Israel ist meiner Meinung nach auch ein Kampf gegen Juden. Hier in Deutschland, in Israel und weltweit. Das hat der Gaza-Krieg für mich gezeigt.
zum Beitrag14.10.2025 , 16:58 Uhr
"Und im Gazastreifen selbst schweigen weiterhin die Waffen, ..."
Wie im Artikel selbst erläutert, schweigen die Waffen leider nicht. Die bisherige gazanische Regierung und ihre Kämpfer töten und bekämpfen jetzt vorerst missliebige Bürger:innen.
Da hätte ich es sogar besser gefunden, wenn alle Bürger:innen über Waffen verfügen und sich, wie im "Wilden Westen", wenigstens wehren können. Gerade den schlimmsten Verbrechern, Mördern und Vergewaltigern das "Polizeiwesen" zu übertragen, ist meiner Meinung nach falsch. Diese Entscheidung zeigt meiner Einschätzung nach, dass es nicht um das Wohl der Bürger:innen in Gaza geht.
Ich werde beobachten, ob es in Deutschland und weltweit, nun Demonstrationen und Aktionen für das Wohl der gazanischen Bürger:innen geben wird, obwohl der Feind nicht mehr Israel ist, sondern die eigenen Leute.
zum Beitrag12.10.2025 , 21:01 Uhr
Wenn es stimmt, was DIE ZEIT, 18.38 Uhr, unter Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur AFP schreibt, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer bezüglich der israelischen Geiseln nun doch nochmal nachverhandeln möchten und die Freilassung von sieben hochrangigen Anführern, u.a. Marwan Barghuthi, fordert, werden die nächsten Demonstrationen der Israelkritiker und Pro-Palästinenser vielleicht doch etwas kleiner ausfallen. Ich vertraue darauf, dass nicht einmal jede/r Israelkritiker und Pro-Palästinenser das gut finden wird.
Noch hoffe ich auf ein Missverständnis, eine Falschinformation oder eine Fehlinterpretation meinerseits. Um 5.37 MESZ (6.47 Ortszeit) wissen wir mehr.
Die Uhrzeit habe ich aus dem nachfolgenden taz-Artikel:
taz.de/-Nachrichte...t-Krieg-/!6119316/
zum Beitrag12.10.2025 , 12:23 Uhr
"... am Jahrestag des Übergriffs der Hamas ..."
Die Taten des 07.10.23 als "Übergriff" zu bezeichnen, nehme ich als Verharmlosung wahr, die auf mich entlarvend wirkt. Es würde mich interessieren, ob diese Beschreibung des 07.10.23 von der Autorin oder Herrn Böhmermann stammt.
zum Beitrag11.10.2025 , 20:53 Uhr
"Der Staat Israel, so wie er heute existiert, darf so nicht weiter bestehen."
Das wünschen sich viele Menschen auf dieser Welt und bemühen sich um die Vernichtung Israels, während ich darauf hoffe, dass sich deren Wunsch niemals und unter keinen Umständen erfüllen wird.
"Es muss einem Staat mit gleichen Rechten für alle seine Bürger geben."
Es muss meiner Meinung nach einen jüdischen Staat bzw. einen Staat geben, in dem jüdische Menschen keine Minderheit sind. In Anbetracht dessen, wie jüdische Menschen seit über 2.000 Jahren verfolgt, verletzt und ermordet werden und wie sie nach dem 07.10.23, trotz des von der gegnerischen Kriegspartei begonnenen Angriffskrieges im Stich gelassen wurden, auch in Deutschland, denke ich, wenn wir die Ausrottung der Minderheit jüdischer Menschen nicht befürworten, brauchen sie einen eigenen Staat, in dem sie halbwegs geschützt sind. Alternativ kann man von jüdischen Menschen verlangen/erwarten, dass sie sich, wie jetzt bereits in großen Teilen Berlins, an Universitäten usw. verstecken bzw. ihr jüdisch und/oder israelisch sein verbergen. Mögen manche richtig finden, ich finde es verbrecherisch und erinnere erneut an 6.000.000 Millionen Menschen.
zum Beitrag11.10.2025 , 20:38 Uhr
"Sie hat sich, um die Abraham-Abkommen zu verhindern, ihr eigenes Grab geschaufelt, was sie vorher hätte wissen können."
Dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas entmachtet sind, sehe ich noch nicht. Über ihre Entwaffnung wird noch verhandelt, reich scheinen diese Leute bzw. ihre Finanziers auch zu sein, ob der Rückhalt in der gazanischen Bevölkerung abgeschwächt ist, ist, wie ich vermute, noch nicht bekannt. Im Westen und großen Teilen der Welt genießt sie Sympathien und Unterstützung,
zum Beitrag11.10.2025 , 11:24 Uhr
Die Raketen kamen bis zur Waffenruhe immer noch aus (Nord-)Gaza, wenn auch in reduzierter Anzahl. Da sie keine Todesfälle verursachten, wurde nicht medienweit darüber berichtet.
zum Beitrag10.10.2025 , 13:42 Uhr
"Von Raketenangriffen ist seit einer halben Ewigkeit nichts mehr zu hören"
Hierzu habe ich andere Informationen. Auch am 07.10.25 wurden noch Raketen aus Gaza auf Israel abgeschossen, ebenso aus dem Jemen.
Es gab keine Todesopfer auf der israelischen Seite, vielleicht werden deshalb die Raketenangriffe nicht thematisiert. Dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer ihre Bevölkerung nicht in die Schutz-Tunnel lassen, um die Anzahl der Verletzten und Getöteten unter ihren Bürger:innen zu verringern, ist nicht Israel anzulasten.
"... Racheengel ..."
Danke, dass Sie diesen Begriff verwenden. Bisher habe ich immer (?) nur gelesen und gehört, dass es der jüdischen und/oder israelischen Kriegspartei um "Rache" ginge. Wie teilweise schmeichelhaft das Gebaren der gegnerischen Kriegspartei bezeichnet wird, ist bekannt.
zum Beitrag08.10.2025 , 14:56 Uhr
Der Terrorangriff wird meiner Einschätzung nach von Israelkritikern und Pro-Palästinensern in einer Weise weg-kontextualisiert, weg-relativiert, beschönigt bis hin zu geleugnet, so dass diese sich tatsächlich darüber wundern bzw. es nicht verstehen können, dass der Opfer des 07.10.23 gedacht wird.
Das geht mir mit einigen Sichtweisen der Israelkritiker und Pro-Palästinenser (beispielsweise wenn Geschäftsleute und Restaurantbetreiber per Aushang bekannt geben, dass sie keine jüdischen und/oder israelischen Kunden/Gäste akzeptieren u.v.m.) ebenso.
zum Beitrag08.10.2025 , 14:28 Uhr
"Das war keine Palästina-Demo, das war eine Hamas-Demo."
Für mich als Apologetin der gegnerischen Kriegspartei schwer zu unterscheiden. Nicht ohne Grund verwende ich fast von Anfang an den Begriff "Gaza-Hamas-Huthi-Hizbollah-Iran-Kriegspartei".
Hoffen wir, dass der Krieg bald zu Ende ist und sich die Szene der Israel-Kritiker und Pro-Palästinenser auch in Deutschland und Europa wieder etwas beruhigt.
zum Beitrag08.10.2025 , 14:22 Uhr
Meinen Sie das ernst oder ironisch? Von der genannten Seite wird stets überdeutlich gezeigt, wo die eindeutigen Sympathien liegen, was ja auch in Ordnung ist. Das tun die meisten hier.
Vielleicht wird der ein oder andere Kommentator hier noch über seine Teilnahme an dieser Demonstration berichten.
zum Beitrag08.10.2025 , 14:10 Uhr
Eines der Probleme sehe ich darin, wenn "links sein" so voller Hass und Hetze ist, was bleibt dann noch? Ich habe bereits vor einiger Zeit entschieden nicht mehr links zu sein und sein zu wollen und werde auch nicht mehr links wählen. Irgendwann nach dem 07.10.23 habe ich gesehen, gehört und verstanden, dass Menschenfeinde nicht ausschließlich rechts sind, sondern auch links. Und das genau gegenüber der einen Minderheit, und in der Intensität auch einzig und allein gegenüber dieser einen Minderheit, von der wir ca. 6.000.000 Millionen unschuldiger Menschen getötet haben. Nicht einmal mehr in Deutschland (vom Rest der Welt zu schweigen) sollen jüdische u/o israelische Menschen unbehelligt von Verfolgung und Angriffen leben dürfen; das finde ich so entsetzlich, dass mir die Worte fehlen.
Und ja, ich weiß, alles nur "Israelkritik", differenziert und kontextualisierend.
zum Beitrag05.10.2025 , 19:02 Uhr
"Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie jetzt denken, die Juden sollen sich so etwas gefallen lassen?"
Wenn ich Ihnen einen Hinweis geben darf: Sie müssen immer schreiben, "die ca. 80% jüdischen Bürger:innen und ca. 20% nicht-jüdischen Bürger:innen Israels", da dies hier sonst als antisemitisch bezeichnet wird. Daran werde auch ich immer wieder erinnert. Leider kostet es so viele Zeichen, so dass ich noch nach Abkürzungen suche. Mein und/oder, verkürzt u/o, reicht nicht aus, das habe ich gelernt.
Grundsätzlich hoffe ich ja immer auf ein wenig Wohlwollen unter uns Kommunarden, wenn eine/r sich nicht ganz präzise ausdrückt und nicht alle evtl. denkbaren theoretischen Möglichkeiten aus- bzw. einschließt.
Nichts für ungut. ;-)
zum Beitrag05.10.2025 , 13:46 Uhr
"Es reicht, wir handeln."
Ich habe den Autor zitiert und bin nach wie vor der Meinung, dass auch der mutmaßliche Täter in Manchester gehandelt hat. Das tun Sie und ich übrigens auch, indem wir hier schreiben oder Geld an eine jüdische Gemeinde oder die deutsch-israelische Gesellschaft spenden usw.. Wir handeln.
Aber ich denke, es geht uns beiden nicht um Rechthaberei und ich stimme Ihnen jetzt abschließend einfach zu. Zumal ich nicht mehr ganz nachvollziehen kann, worum es hier überhaupt geht.
zum Beitrag05.10.2025 , 13:38 Uhr
Meist schreibe ich "und/oder" o.ä.. Es soll dem Lesefluss dienen, da ich es als selbstverständlich bekannt und akzeptiert voraussetze. Ich kann versuchen, deutlicher zu unterscheiden und alle möglichen Fälle aufzulisten, das kostet allerdings auch sehr viele Zeichen, die ich anderweitig nutzen möchte.
zum Beitrag04.10.2025 , 20:55 Uhr
"... dass dessen Anfänge vor 1933 liegen, ..."
Wann sehen Sie den Anfang? Ich frage, weil ich gerne Ihre Gedanken nachvollziehen möchte. Osmanisches Reich, britisches Mandat, Balfour, UN-Teilungsbeschluss (dazwischen/währenddessen Bürgerkriege zwischen arabischer und jüdischer Bevölkerung), sind mir bekannt, deswegen frage ich, wo Sie die Anfänge sehen.
"... aber auch für Deutsche, die so ihre NS-Vergangenheit auf andere projizieren und den eigenen Rassismus zum antifaschistischen Abwehrkampf umdeklarieren können."
Ich sehe es genau umgekehrt. Dass sich u.a. deutsche Bürger:innen auf die Seite der Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-Kriegspartei stellen und Israel (bekanntermaßen der einzige jüdische Staat) ins Unrecht setzen wollen, um die an jüdischen Menschen von uns bzw. unseren Vorfahren begangenen Verbrechen im Nachhinein rechtfertigen zu können. Das fällt umso leichter, je stärker Israel (auch als jüdischer Staat) dämonisiert wird.
zum Beitrag04.10.2025 , 20:10 Uhr
" In keinem Land ist für Juden das Risiko das Leben durch einen Anschlag zu verlieren so gross wie in Israel."
Das war bisher so, allerdings nehmen die Angriffe auf Juden und ihre Verfolgung auch in bspw. Deutschland zu. Ansonsten denke ich, müsste der Satz "Israel ist der einzige annähernde Schutzraum des jüdischen Volkes." lauten. Immer noch besser, als gar keinen Schutzraum zu haben, auch wenn manche jüdischen Bürger:innen denken, sie brauchen Israel nicht und sich auf die Seite der gegnerischen Kriegspartei Gaza-Hamas-Huthi-Iran-Hizbollah-u.a. stellen. Diese Menschen fühlen sich meiner Meinung nach zu sicher, wie die jüdischen Menschen in der furchtbarsten Zeit bei uns. Oder auch wie die kommunistischen und/oder linken Bürger:innen in Persien, die die Mullahs unterstützten.
zum Beitrag04.10.2025 , 20:03 Uhr
Ich bin Ihrer Meinung und danke Ihnen. Ich verstehe nicht, weshalb es Antisemiten, sogar in Deutschland, so leicht haben.
Oft, viel zu oft, muss ich an Frau Friedländer denken, die kurz vor ihrem Tod noch sagte "So hat es ja damals auch angefangen.".
Es belastet mich sehr, dass ich nichts tun kann, außer dagegen anschreiben und Geld zu spenden. Und ggf. Mut zeigen, wenn ich direkte Zeugin von Antisemitismus bin.
zum Beitrag04.10.2025 , 19:56 Uhr
"Den Meinungskrieg haben Netanjahu und Smotrich, der die Palästinenser für Tiere hält, ..."
Meines Wissens nach bezog sich diese Bezeichnung ausschließlich auf die Täter des 07.10.23 und wurde unter dem Eindruck der Fotos und Videos dieses Pogroms gesagt. Falsch ist es selbstverständlich trotzdem. Es wäre hilfreich für die Einordnung zu sehen, zu hören und zu wissen, was Herr Smotrich dazu bewogen hat, diese Wort zu verwenden; zu sehen, zu hören und zu wissen, was er sah, hörte und weiß. Die wenigen Details die mir bekannt sind, die wenigen Bilder, die ich gesehen habe, sind so grauenhaft, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben entsetzt über die menschliche Natur war.
Außerdem hat er insofern recht, dass wir alle Säugetiere sind und sich ein paar von uns erfolgreich bemühen ihr tierisches Erbe hinter sich zu lassen (Ghandi?) und andere es exzessiv ausleben (Mengele?).
zum Beitrag04.10.2025 , 18:49 Uhr
Ja. Ich halte es für eines der Grundprobleme in diesem Konflikt (auch in anderen), dass kaum einer weiß, was eine (glaubwürdige) Information ist und was eine Desinformation.
Deswegen werden die Gräben meiner Meinung nach auch immer tiefer, weil fast niemand mehr Material für eine vernünftige Einschätzung oder Argumentation hat und je nach Wunsch, Vermutung, Unterstellung, Spekulation, politischer Ausrichtung usw. den einen geglaubt wird und den anderen nicht und umgekehrt. Viele von uns, vielleicht die meisten, glauben das, was sie glauben wollen.
In Bezug auf die Informationen zu der angeblichen oder tatsächlichen Queer-Feindlichkeit und teilweisen tatsächlichen oder angeblichen finanziellen Unterstützung der Flotte habe ich angenommen, müsste es relativ einfach sein, Beweise dafür oder dagegen vorlegen zu können.
Deshalb habe ich nachgefragt, ob die "Belege" zwischenzeitlich geprüft werden konnten. Das würde ich wirklich gerne verbindlich wissen ... und andere vielleicht auch. Würde doch "eigentlich" in einen der vielen Artikel über diese Flotte gehören, finde ich. Belege und deren Widerlegung oder Bestätigung.
zum Beitrag04.10.2025 , 18:37 Uhr
"..der mit Auto und Messer gezielt Menschen ermordet gleich, mit Leuten,.." Ich setze sie nicht gleich,weise nur darauf hin,dass beide "handeln".Es geht um den letzten Satz in diesem Artikel,da wird nicht unterschieden. Es ist das,meiner Meinung nach unausgewogene, gesellschaftliche Klima und die,erneut nur meine Meinung,einseitige Berichterstattung,die beides/alles ermöglichen.Darum geht es mir.Manche werden motiviert jüdische Kommilitonen zusammenzutreten,manche versuchen nach Gaza zu segeln,manche morden und wieder andere rufen auf Demonstrationen zum Mord an Juden auf,andere markieren Mitarbeiterbüros an Universitäten und private Wohnhäuser mit dem roten Zieldreieck usw..Das alles ist "Handeln".Das "Handeln" des Authors wurde nicht näher ausgeführt,deshalb ist es nur naheliegend darauf hinzuweisen,dass auch der mutmaßliche Täter "gehandelt" hat.Was soll es gewesen sein,wenn keine "Handlung".
"unerträgliche,antisemitische Gleichsetzung der israelischen Regierung mit allen Juden der Welt" Ich weiß,dass nicht alle Juden in- und außerhalb Israels das Vorgehen der isr.Reg. befürworten,nicht alle Juden Israelis sind und nicht alle Israelis Juden. Keine Zeichen mehr.
zum Beitrag04.10.2025 , 18:17 Uhr
So habe ich es nicht gesagt und nicht gemeint.Ist mein Gedankengang wirklich so unlogisch,dass je mehr "wir" jüdischen u/o israelischen Menschen das Leben "bei uns" schwer machen bis hin zu Mord und schwerster Körperverletzung(Verbot von Gaststättenbesuch,"Ich verkaufe nicht an Juden"-Schilder an Geschäften,Gesinnungsprüfung,wenn ein Musikverein Verstärker ausleihen möchte u.v.m.),diese sich dann vielleicht verstärkt nach Israel umorientieren?Zumindest aus Frankreich ist mir eine erhöhte Zahl an Umzügen von jüdischen u/o israelischen Menschen nach Israel bekannt.Hier in Deutschland habe ich es nur von einzelnen Personen gehört,halte das aber für absolut nachvollziehbar.Westjordanland habe ich nicht erwähnt und auch nicht mitgedacht,da ich nicht weiß,wohin es die Menschen zieht,die beispielsweise Deutschland oder Frankreich nach Israel verlassen.Wenn ich falsch liege,ist mir das lieber,dann freue ich mich darüber.Kritisieren kann "man" selbstverständlich,es wundert mich aber schon,wie selten die gazanische Regierung und ihre Kämpfer,die für die Bürger:innen in Gaza verantwortlich sind,kritisiert werden.Auf die Boote hätte auch noch das Schild "Free the hostages" gepasst.
zum Beitrag03.10.2025 , 19:38 Uhr
Ich hoffe darauf, die gazanische Regierung und ihre Kämpfer geben auf. Gegenwärtig stehen sie anscheinend etwas unter Druck von (auch) islamischen Ländern, vielleicht hilft das. Sie würden zwar Gaza (in Teilen?) verlieren, können ihren Kampf gegen Juden und Israel ja aber in jedem beliebigen Land (siehe Nachrichten der letzten Tage aus GB und D) weiterführen. Letzteres wünsche ich mir nicht, hoffe aber, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer das so sehen und endlich die Waffen niederlegen und die Geiseln freilassen.
zum Beitrag03.10.2025 , 09:56 Uhr
Ich würde auch gerne wissen, ob die von Israel vorgelegten Belege zwischenzeitlich geprüft wurden oder nicht. Ebenso würde mich interessieren, ob es der Wahrheit entspricht, dass Queer-Menschen der Flotille dort abgelehnt und diskriminiert werden. Das würde einen anderen, meiner Meinung nach negativen, Aspekt dieser Flotille beleuchten und macht sie für mich noch weniger sympathisch. (Ich weiß, dass meine Einschätzung nicht maßgeblich ist.)
zum Beitrag03.10.2025 , 09:37 Uhr
"Zwischen Genua und Rabat bedeutet Sumud jetzt: Es reicht, wir handeln."
"Wir handeln ...", das bedeutete es auch in Manchester und wird es noch an vielen anderen Orten. Die Medienarbeit der "Israelkritiker" und Pro-Palästinenser ist hervorragend, meiner Meinung nach jedoch kontraproduktiv. Je unerträglicher sie jüdischen und/oder israelischen Menschen das Leben in Deutschland, Europa und im Rest der Welt machen, desto mehr dieser Menschen werden sich in Israel etablieren, was es vermutlich nicht einfacher machen wird, eine friedliche Lösung hinsichtlich Landaufteilung zu finden.
zum Beitrag01.10.2025 , 21:14 Uhr
Was ich enorm bedauerlich finde, ist, dass wir in Deutschland, wie es mir scheint, keine gemeinsamen Werte mehr haben bzw. vertreten können. Mit 2015 ging in meiner Wahrnehmung der erste Riss durch Familien, Freundeskreise und Bürgerschaft, dann kam Corona, auch hier Unversöhnlichkeit und Beziehungsabbrüche und nun der gazanische Angriffskrieg auf Israel, der jüdisches und/oder israelisches Leben auch hierzulande bedroht.
Keine schöne Entwicklung für ein friedliches und freundliches Zusammenleben in Deutschland, das meiner Meinung nach notwendig wäre, um die anstehenden Probleme zu lösen.
Meiner Meinung nach hätte der Rapper nicht eingeladen werden sollen, da auch ich sein T-Shirt antisemitisch interpretiere. Nun haben die anderen Konzertierenden ihre Teilnahme an der Veranstaltung aus Solidarität (?) abgesagt. Vielleicht aber auch nur, um zukünftig nicht von Clubs usw. ausgeschlossen zu werden. Solidarität, die die Rave-Gemeinschaft nach dem Pogrom am 07.10.23 nicht zeigte.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:55 Uhr
Der gegenwärtige Angriffskrieg wurde allerdings von Gaza begonnen und von Huthi/Jemen und Hizbollah/Libanon (plus Iran) unterstützt. Insofern wäre meiner Meinung nach naheliegender, dass diese Länder Vorwände nutzen, um Israel anzugreifen. Aber das unterstelle ich vorerst nicht und hoffe auf Frieden für Gaza.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:50 Uhr
"Israel (oder zumindest die israelische Regierung) hat bereits erkennen lassen, dass sie den "Friedensplan" keinesfalls umsetzen wird."
Vielleicht werden beide Kriegsparteien akzeptable Änderungswünsche haben. Davon abgesehen halte ich es für möglich, dass sich in Israel auch die Opposition einmischen und/oder vielleicht mitgestalten wird/darf. Ebenso kann sich im Hintergrund der Iran einbringen.
Noch bin ich eher hoffnungsvoll.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:46 Uhr
Der Plan ist eine Grundlage, auf der etwas Besseres als Krieg aufgebaut werden kann. Ob und mit welchen Änderungswünschen die Beteiligten zustimmen, werden die nächsten Tage zeigen. Meiner Meinung nach ist damit ein Anfang gemacht.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:30 Uhr
Ich hoffe sehr, dieser Plan wird umgesetzt bzw. kann umgesetzt werden, da ich ihn relativ vernünftig finde. Allerdings bin ich unsicher, ob der Plan beiden Seiten gerecht wird, da ich ja, wie bekannt, Anhängerin einer der beiden Kriegsparteien bin.
Mich würde interessieren, ob die gazanische Regierung und ihre Kämpfer vor ihrer Entscheidung den Iran konsultieren werden. Huthis und Hizbollah wohl eher weniger.
Worauf ich hoffe ist ebenso, dass die gazanische Bevölkerung nach einer gewissen Zeit entscheiden darf, wie sie (zusammen)leben möchte. Grundlage hierfür ist meiner Meinung nach u.a. das Rechtssystem und ich weiß so wenig über die Menschen in Gaza, dass ich nicht einschätzen kann, welche Art von Rechtssystem ihnen zusagen würde. Westlich, muslimisch, islamistisch (da gibt es ja die gesamte Bandbreite von beispielsweise Indonesien bis Afghanistan).
zum Beitrag30.09.2025 , 18:37 Uhr
"... und die sozialen Realitäten der Betroffenen kaum berücksichtigt werden."
Welche sozialen Realitäten sollen das sein, die im Deutschland des Jahres 2025 die Grundlage dafür sind, dass Mädchen zu Hause eingesperrt und zwangsverheiratet (demzufolge in der Ehe vergewaltigt) werden? Das klingt für mich so, als sollten diese "sozialen Realitäten" die (ich nenne sie) Täter der Verantwortung für ihr Handeln entheben.
zum Beitrag28.09.2025 , 20:14 Uhr
Ich denke an "Charlie Hebdo", die auch "ungezogene" Scherze machten und den höchsten Preis, den ein Mensch entrichten kann, dafür bezahlten.
Mit schlechtem Geschmack Dritter, egal in welcher Hinsicht, sollten Menschen lernen umzugehen.
zum Beitrag28.09.2025 , 12:07 Uhr
Ich gehe davon aus, dass dies die Interviewsituation für alle Beteiligten "unbehaglicher" gemacht hätte und, so zumindest mein Eindruck, die Opfer des 07.10.23 fast niemanden mehr interessieren. Das Interview wirkt auf mich eher wie eine "freundliche und wohlwollende Plauderei unter Gleichgesinnten", was ja auch in Ordnung ist.
zum Beitrag28.09.2025 , 12:04 Uhr
"Da steht ja ganz deutlich, dass das nichts mit seiner jüdischen Identität zu tun hat."
Das klingt für mich nach "Ich bin ja kein Rassist, aber ..." und "Ich bin ja kein Antisemit, aber ..." auf etwas höheren Niveau, bildungsbürgerlicher ausgedrückt.
"Viele Kollegen, die sonst sehr laut sind, hielten sich plötzlich sehr bedeckt. Daran hat sich bis heute wenig geändert, und das ist eigentlich ein Skandal."
Das war nach dem 07.10.23 in der Rave-Club-Szene ebenso und dauert noch an.
Insgesamt finde ich das Interview zu einseitig. (Das bin ich zwar auch, aber ich bin eine Privatperson.)
zum Beitrag25.09.2025 , 15:10 Uhr
"Die Bundesjustizministerin will verbale sexuelle Belästigungen strafbar machen."
Ich hoffe, sie erreicht dieses Ziel. Auch wenn die Beweislage in (vielen?) manchen Fällen schwierig sein wird, gehe ich davon aus, dass dadurch ein Bewusstseinswandel stattfinden wird. Wenn diese Form der Belästigung verboten ist, traut sich der ein oder anderer potenzielle Täter es sich vielleicht doch nicht, da die Frau oder die Eltern des weiblichen (vermutlich seltener männlichen) Kindes Anzeige erstatten können. Zumal jede/r auch "schnell" ein Foto des Täters machen und der Polizei vorlegen kann.
Den Begriff cat-calling lehne ich ab, da er verniedlichend und verharmlosend klingt.
zum Beitrag24.09.2025 , 14:18 Uhr
"Damit geben Sie sämtlichen Besatzern, die nur genug drohen und tyrannisieren einen Freibrief andere zu vertreiben."
Das war nicht meine Absicht und ich sehe den Freibrief nicht.
"Schön für Sie wenn Sie dann wegziehen, es soll aber auch Leute geben, die Ihre Heimat nicht aufgeben möchten."
Letztendlich ist es eine Frage, wie pragmatisch und ggf. nüchtern man veranlagt ist und was dieses "Heimat nicht aufgeben" einem Menschen wert ist. Grundsätzlich denke ich, dass Menschen alles Bedeutsame immer bei und in sich tragen. Der Rest ist Arrangement, Kompromisse, Realität gestalten, Akzeptanz, das Beste aus der Situation machen. Auch das ist eine Form von "Kampf", der einen Preis, wenn auch anderen, fordert als ein militärischer Kampf.
zum Beitrag23.09.2025 , 15:50 Uhr
Den Begriff "umorientiert" habe ich der Vollständigkeit halber mit aufgenommen, da ich davon ausgehe, dass der/die ein oder andere jüdische Mensch seine bis dahin arabische Heimat freiwillig verlassen hat, weil er/sie sich mit dem Gedanken in Israel neu anzufangen anfreunden konnte, ebenso wie der/die ein oder andere muslimische Mensch seine Heimat freiwillig verlassen hat, weil vielleicht eines der Kinder "nach Ägypten" geheiratet hat.
"... auf einem Schachbrett, die man beliebig hin- und herschieben kann, wie es Ihnen anscheinend vorschwebt, sondern von Menschen ..."
Ich wünsche den Menschen, dass sie einen Ort finden, an dem sie ihre Kinder und Enkel in Frieden, Sicherheit und Wohlstand aufwachsen sehen können. Das muss nicht der Ort sein, an dem Familien seit Jahren/Jahrzehnten lebten, wie man ebenso (beispielsweise an Geflüchteten) in Deutschland beobachten kann. Auch als Haus- und Grundbesitzerin kann ich das Festhalten an Steinen und Sand nicht nachvollziehen, wenn es die Angehörigen das Leben kosten kann.
zum Beitrag22.09.2025 , 22:11 Uhr
Korrekt.
Noch komplizierter wird es für Australien, das Palästina seit heute (?) anerkennt und den Kontinent den Aboriniges zurückgeben müsste. Die Inuit in Kanada sind angeblich/tatsächlich auch nicht gleichberechtigt. Gesetzesvorschläge zur Stärkung der Rechte der Inuit werden immer wieder abgelehnt.
zum Beitrag22.09.2025 , 21:53 Uhr
Ich finde es äußerst bedauerlich, dass die 700.000 arabischen geflohenen/vertriebenen/sich umorientierten* Menschen aus Palästina nicht an die Stelle der ca. 800.000 jüdischen geflohenen/vertriebenen/sich umorientierten* Menschen aus arabischen Ländern treten konnten. Alle mussten, nehme ich an, in der Mehrheit Land, Geschäfte, Bäume usw. zurücklassen. Bedauerlich, dass hier kein Ausgleich geschaffen werden konnte.
*Geflohenen/vertriebenen/sich umorientierten*: Ich weiß nicht, ob es ganz genaue Zahlen gibt, wer geflohen ist, wer vertrieben wurde und wer sich umorientiert hat, und nehme an, dass es auch Graubereiche und "Misch-Motivationen" gegeben haben wird.
zum Beitrag22.09.2025 , 10:53 Uhr
"... und es wird sich nichts ändern."
Ich wüsste auch nicht, wer die mehreren bewaffneten Gruppen kontrollieren könnte oder wollte. Es scheinen mindestens fünf zu sein:
www.hrw.org/report...d-groups-october-7
zum Beitrag22.09.2025 , 10:16 Uhr
Das wusste ich bisher nicht und wundere mich, dass in den Medien nicht deutlicher gemacht wird, dass auch die Fatah/PA - und somit das Westjordanland - in den 07.10.23 verstrickt ist. Jetzt meine ich vieles besser zu verstehen.
Da ich dies aber so ungeheuerlich finde, hätte ich gerne noch weitere Quellen oder Bestätigungen.
Für mich stellt diese Information alles auf den Kopf und wenn sie stimmt, kann ich westliche Israel-Kritiker und Pro-Palästinenser in ihrer einseitigen Verurteilung der israelisch und/oder jüdischen Kriegspartei noch viel weniger verstehen. Ich bin jetzt komplett durcheinander, dachte ich doch bisher, "man" konnte zumindest in die Fatah/PA und die von ihr vertretenen Menschen im Westjordanland Vertrauen setzen.
zum Beitrag21.09.2025 , 20:36 Uhr
"... besonders wegen der Unterstützung des amerikanischen Möchtegern Weltherrschers."
Ich denke, den meisten von uns sollte klar sein, sobald die USA Israel fallen lassen, wird es vernichtet werden und der 07.10.23 israelweit stattfinden. Blöd für mich ist, dass ich Atheistin bin und somit nicht einmal dafür beten kann, dass dies nicht der Fall sein wird.
Selbstverständlich weiß ich, dass auch schon andere Völker vernichtet wurden oder untergingen, aber von allem anderen abgesehen, gehe ich nicht davon aus, dass mit der Vernichtung Israels/jüdischen Lebens in der dortigen Region für die arabischen Menschen ein "goldenes Zeitalter" anbrechen würde.
zum Beitrag21.09.2025 , 20:27 Uhr
"Dennoch fürchte ich, dass DIESE israelische Regierung auch bei Sanktionen nicht einknicken wird."
Die israelische und/oder jüdische Kriegspartei knickt nicht einmal gegenüber der gegnerischen Kriegspartei ein, obwohl diese Geiseln hält und vor dem 07.10.23 (meiner Meinung nach) unverhältnismäßig hohe Gegenleistungen für die Freilassung einer/mehrerer Geiseln (bspw. Gilad Schalit) zugebilligt wurden. Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass Herr Sinwar auf diese Weise in Freiheit gelangte. Ich gehe wie Sie davon aus, dass vor diesem Hintergrund Sanktionen somit nicht erfolgreich sein werden. Tun kann das selbstverständlich trotzdem jede/r der will.
"Insofern könnte sich die Initiative Kanadas, GB‘s, Australiens und anderer westlicher Staaten zur Anerkennung Palästinas für die Palästinenser selbst auch als ein Bumerang erweisen."
Ich hätte es bevorzugt, wenn diese Länder vor einer Anerkennung die Bedingung gestellt hätten, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer die Geiseln freilassen und ihre Waffen niederlegen müssen. "Wenn - dann." Einfach nur so, das finde ich falsch.
zum Beitrag19.09.2025 , 14:51 Uhr
"... verliert man echt den Glauben an Gerechtigkeit."
Ich habe, seit ich erwachsen bin, zwar keine Gerechtigkeit mehr erwartet (mich nur im Kleinen darum bemüht, anderen gerecht zu werden), aber mein Blick auf diese Welt, auf meine Mitmenschen usw. hat sich am/um den 07.10.23 fundamental geändert. Das, was seit 07.10.23 passiert, die Reaktionen der Welt, aber auch besonders in Deutschland, hätte ich gerade mal 80 Jahre nach Auschwitz nicht erwartet.
Mich interessiert nicht einmal mehr der Klimawandel, da ich jetzt auf dem Standpunkt stehe, wir haben es nicht verdient zu überleben.
zum Beitrag19.09.2025 , 14:42 Uhr
"Offenkundig werden hier Menschenleben anhand ethnischer und religiöser Kriterien hierarchisiert."
Oder es wird berücksichtigt, wer diesen Krieg begonnen und bejubelt hat, wer einen Staat auslöschen und jegliches jüdische Leben (weltweit) vernichten will. Und immer noch nicht bereit ist, zu kapitulieren ... und, meiner Meinung nach nicht unangemessen, die sechs Millionen unschuldigen von uns getöteten Menschen sind von manchen von uns noch nicht vergessen. Es gibt auf dieser Welt ca. 6 Milliarden erwachsene Menschenv, von denen viele, vielleicht sogar die meisten, auf der Seite der gegnerischen Kriegspartei stehen. Da finde ich es absolut in Ordnung, wenn "wir" (nicht nur) angesichts unserer Historie darauf verzichten, die Kriegsgegner Israels und jüdischer Menschen direkt oder indirekt unterstützen.
Die gegnerische Kriegspartei erhält meiner Einschätzung nach in ausreichendem Maße moralische und emotionale Unterstützung.
zum Beitrag19.09.2025 , 14:21 Uhr
"Die von den Staaten oder Institutionen getätigten Äußerungen wie Völkermord oder Palästinenserstaat erfüllen daher lediglich eine Alibifunktion solange sich keine konkreten Konsequenzen daraus ableiten."
Ich gehe nicht davon aus, dass es sich ausschließlich um Alibifunktiionen handelt, sondern echte und ehrlich gemeinte Solidaritätsbekundungen gegenüber der gegnerischen Kriegspartei sind.
zum Beitrag19.09.2025 , 14:14 Uhr
"... für sofortige Verhandlungen mit der Hamas ein, ..."
Wenn ich über die Forderungen der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer korrekt und aktuell informiert bin, wurde eine Entwaffnung dieser von deren Seite als "unverhandelbar" kommuniziert. Das bedeutet für mich ein "weiter so", dem die israelische und/oder jüdische* Kriegspartei, meiner Meinung nach selbstverstständlich, nicht zustimmen kann, selbst wenn dann in vorderster politischer Reihe andere gazanische Politiker stehen würden. Durch die Waffen hätten die früheren Machthaber immer noch das Sagen.
*Jüdisch erwähne ich deshalb stets, weil das Ziel der gegnerischen Kriegspartei nicht nur die Vernichtung Israels ist, sondern jeglichen jüdischen Lebens (weltweit).
"Eine UN-Kommission spricht von Genozid, ..."
Diese Kommission besteht aus drei Personen. Davon abgesehen ist bekannt, dass die UN nicht auf Seiten Israels stehen. Das können sie auch gar nicht, auf Grund der Vielzahl an islamistischen Ländern in den UN.
"Trotz aller Warnungen schickt Israels Premier Benjamin Netanjahu ..."
Meiner Meinung nach wäre es zielführender, die Warnungen der UN an die gazanische Regierung und ihre Kämpfer zu richten.
zum Beitrag18.09.2025 , 09:48 Uhr
"... sie zeigen die unerträgliche Doppelmoral deutscher Eliten, die um die Toten der Vergangenheit weinen und gleichzeitig den Voelkermördern zuarbeiten. ..."
Dem kann ich vorbehaltlos zustimmen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, wer die Völkermörder und wer ihre Opfer sind.
zum Beitrag17.09.2025 , 20:56 Uhr
Ich meine mit "Staat Israel" die jüdischen und nicht-jüdischen Bürger Israels, ebenso das "Staatsgebilde"; aus meiner Sicht ist Israel sehr wichtig um jüdischen Menschen Zuflucht zu bieten, falls sich die Lebenssituation dieser weltweit weiterhin verschlechtert. Von zumindest Deutschland und Frankreich weiß ich, dass jüdische Menschen erneut Angriffen und Verfolgung ausgesetzt sind. Ich habe von Margot Friedländer nicht nur "Seid Menschen." für immer im Ohr, sondern auch ihr "So hat es ja damals auch angefangen." Davor graut mir(, obwohl ich weder Jüdin noch Israelin bin.)
Die Menschen in Gaza sind meiner Meinung nach von der gazanischen Regierung und ihren Kämpfern zu schützen(, worin diese eklatant, besonders durch den provozierten Krieg und trotz enormer finanzieller Mittel, versagen.)
Die Menschen im Westjordanland A-Gebiete sollten von der PA/Fatah geschützt werden, die B- und C-Gebiete von der israelischen Regierung.
Grundsätzlich kann ich zu "in Palästina" wenig sagen, da ich auf Grund der vielen Kriege und Verhandlungen und dem ganzen hin und her nicht weiß, wie die Grenzen verlaufen bzw. es für mich vorerst! noch so eine Art "Nimmerland" ist.
zum Beitrag17.09.2025 , 20:22 Uhr
Mich wundert der Rauswurf von Frau Ruhs nicht sonderlich, da der ÖRR (wie auch andere Medien) bereits über die Kölner Silvesternacht äußerst zurückhaltend bzw. nachsichtig berichtet haben. Ich hatte "damals" den Eindruck, dass "man" am liebsten gar nicht darüber berichten wollte.
zum Beitrag17.09.2025 , 11:08 Uhr
Mich hat die emotionale Reaktion von Herrn Merz berührt und ich bin froh darüber, dass er sich hinsichtlich jüdischen Lebens in Deutschland so eindeutig und für mich glaubwürdig positioniert. Ich hoffe er wird und kann, trotz aller innen- und außenpolitischen Widerstände, weiterhin auch den einzigen jüdischen Staat auf dieser Welt unterstützen und in dem gegenwärtigen Krieg nicht die Seite wechseln, wie es so viele andere europäische Länder getan haben.
Meiner Meinung nach muss, wer jüdisches Leben schützen will, auch den Staat Israel schützen.
zum Beitrag16.09.2025 , 14:32 Uhr
"Selen gilt als Vermittler und Erklärer"
Mir sagt das zu, da ich Vermittler in fast allen Belangen hilfreich finde und Erklärer sehr schätze. (Ich habe, wie vermutlich bekannt, öfter Erklärungsbedarf.)
Außerdem ist Herr Selen meiner Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, dass "man" (auch) mit Migrationshintergrund ordentliche Karrieren in Deutschland verfolgen kann, was meiner Meinung nach auch durch das Ehepaar Uğur Şahin und Özlem Türeci bestätigt wird.
Ein wenig hoffe ich darauf, dass sich mehr Menschen mit (auch islamischem) Migrationshintergrund an diesen Menschen orientieren und die Verantwortung für ausbleibenden Erfolg bzw. Teilhabe nicht so einfach auf die "schon länger hier lebenden" Mitbürger:innen abwälzen.
zum Beitrag14.09.2025 , 15:17 Uhr
"... weckt das doch journalistische Neugier. ..."
Mein persönlicher Eindruck ist, dass journalistische "Neugier" in erster Linie geweckt wird, wenn es darum geht, der jüdisch und/oder israelischen Kriegspartei tatsächliches oder vermeintliches Fehlverhalten nachzuweisen, während die gegnerische Kriegspartei Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a. eher weniger kritisch beobachtet und begleitet werden.
"Woher hat Mohammed Aref das Geld, die 90 EUR pro Nutella-Glas zu finanzieren?"
Mir fallen dazu die folgenden Möglichkeiten ein: Er ist Mitglied einer einflussreichen/vermögenden Familie, er arbeitet mit der gazanischen Regierung und ihren Kämpfern zusammen, er arbeitet mit der gegnerischen Kriegspartei zusammen oder er erhält eine sehr hohe Märtyrer-Angehörigen-Rente, sofern die noch bezahlt werden ... vielleicht können diese Renten auch mehrfach bezogen werden, abhängig von der Anzahl der Familienmitglieder im Gefängnis bzw. der im Kampf verstorbenen. Mehr fällt mir im Moment nicht ein.
zum Beitrag10.09.2025 , 08:50 Uhr
Ich finde es gut und auch hilfreich, dass die Gaza-Stadt-Bewohner:innen vor dem Angriff gewarnt werden und die Stadt verlassen können. Das wünsche ich mir für alle Kriege auf dieser Welt.
Ansonsten hoffe ich immer noch Tag für Tag darauf, dass die gegnerische Kriegspartei die Waffen niederlegt und die Geiseln freilässt. Dass sie das Angebot (vor einigen Monaten) von 5.000.000 US-Dollar pro Geisel und freies Geleit ins Ausland nicht annehmen möchte, ist für mich ein Hinweis darauf, dass sie sich von ihrem Verbleib im "Nachkriegs-Gaza" bessere Optionen (Macht, Geld, Ruhm, Einfluss u.v.m.) versprechen. Ich finde das auch für die gazanischen Bürger:innen nachteilig, wenn diese Leute weiterhin die Machtpositionen in Gaza einnehmen, aber vielleicht sehe ich das zu sehr mit meiner "westlichen Brille".
Mit der Einnahme von Gaza-Stadt hoffe ich auf ein Ende des Krieges.
(Viel hoffen, ich weiß.)
zum Beitrag05.09.2025 , 13:04 Uhr
Kann diese Definiton "so einfach" auf Krieg ausgeweitet werden? Wir kennen alle die Natur eines Krieges.
Vor dem Krieg gab es in Gaza keinen Genozid, im Gegenteil, die Reproduktionsrate war erfreulich hoch.
Gegenwärtig herrscht in Gaza Krieg, der nicht von Israel begonnen wurde und dass in einem Krieg Menschen sterben, ist die furchtbare und traurige Realität eines Krieges. Ich denke auch, wenn Israel die gazanische Bevölkerung vernichten wollte, gäbe es andere Möglichkeiten.
Dass Israel nach dem Krieg einen Genozid begehen wird, wage ich auszuschließen, aber da sind manche vielleicht anderer Ansicht.
zum Beitrag05.09.2025 , 12:40 Uhr
"Hat Also alles am 7. Oktober angefangen, vorher nichts ?"
Nichts, was den 07.10.23 rechtfertigen würde, meiner subjektiven Einschätzung nach. Ich verstehe nicht, welche Rechte Sie meinen.
zum Beitrag05.09.2025 , 12:38 Uhr
""Alles, was dazwischen passiert geht auf das Konto der Hamas""
Das sehe ich ebenso. Manchmal denke ich darüber nach, was die gazanische Seite wohl erreicht hätte, wenn die gazanischen Kämpfer die Menschen, ich sage jetzt mal, "einfach nur mitgenommen und wie Ehrengäste behandelt hätten", um ein Zeichen zu setzen. Um zu zeigen, wir haben Wünsche und Bedürfnisse und wollen darüber reden. Viele der Opfer des 07.10.23 waren ja Friedensaktivisten, Überlebende des Holocaust, Linke und Menschen, die durchaus pro-palästinensische und israel-kritische Ansichten hatten. Andere wollten einfach nur feiern und hätten vielleicht auch in Gaza gemeinsam mit den gazanischen Bürger:innen feiern können. Evtl. wären Freundschaften und Bündnisse entstanden.
"... der Waffenstillstand, der mit Einverständnis der Hamas einige Wochen galt, wurde durch Israel gebrochen, ..."
Meinem Verständnis nach wurde der Waffenstillstand nicht von israelischer Seite gebrochen. Israel wollte den Waffenstillstand zu den aktuellen Bedingungen verlängern, die gegnerische Kriegspartei wollte Bedingungen erfüllt sehen, die Israel nicht erfüllen konnte/wollte.
zum Beitrag05.09.2025 , 12:17 Uhr
"Aber wer von "gazanische Regierungen".." Es hat vor dem 07.10.23 eine,wie auch immer geartete,Regierung in Gaza gegeben,es gab Polizeibehörden,wurden Renten bezahlt usw..
"..den Plan von Trump / Netanjahu gut findet,.." Ich habe geschrieben,dass es meiner Meinung nach "einen Versucht wert ist".Ich wüsste nicht,wer in Gaza entgegen den Wünschen der gegenwärtigen "Regierung" (besser so?) und deren Kämpfern eine Nachfolge-Regierung bilden könnte.Aber evtl. sehe ich das zu pessimistisch.
Am liebsten wäre mir selbstverständlich,wenn in Gaza nach dem Krieg freie Wahlen stattfinden würden und die gazanischen Bürger:innen dadurch zum Ausdruck bringen könnten,wie sie leben und von wem sie regiert werden wollen.Es ist ja durchaus möglich,dass sich manche Bürger:innen für die Treuhand-Idee der USA entscheiden.Evtl. verknüpft mit der us-amerikanischen Staatsbürgerschaft o.ä..
"Klar,nur westliche Wissenschaftler haben da die Kompetenz und erst Recht keine Islamischen!" Grundsätzlich halte ich nicht-westl. Wissensch. für ebenso kompetent wie westl. Wissensch..Bei diesem Thema halte ich allerdings eine gewisse Voreingenommenheit islam. Wiss. nicht für ausgeschlossen.
zum Beitrag05.09.2025 , 11:58 Uhr
"Also wäre die Lösung einfach: sowohl die USA wie auch Deutschland nehmen je 1Mio. Gaza-Palästinenser auf ..."
Da bin ich absolut dafür und würde sogar so weit gehen, dass Deutschland/wir anbieten sollten, alle gazanischen Bürger:innen, die das wünschen, in Deutschland aufzunehmen. Ich bin der Ansicht, (nicht nur) das schulden wir nach den ca. sechs Millionen unschuldigen, jüdischen von uns ermordeten Menschen der israelischen und/oder jüdischen Seite. Es wäre ein geringer Beitrag zur Entlastung der jüdischen und/oder israelischen Menschen in der dortigen Region, auch wenn sich unsere Verbrechen nicht wieder gut machen lassen.
Naheliegend ist aus meiner Sicht, dass die Staaten, in denen die gazanische Regierung und ihre Kämpfer Büros unterhalten, zumindest die gazanische Führungsebene aufnehmen.
zum Beitrag04.09.2025 , 18:22 Uhr
"Von ihren 500 Mitgliedern nahmen allerdings nur 28 Prozent an der Abstimmung teil." Wenn es die einhellige Meinung unter Völkerrechtlern wäre,hätten meiner Einschätzung nach mehr als 28 Prozent an der Abstimmung teilgenommen.Ich halte diese Abstimmung nicht für aussagekräftig genug,um (zumindest mich) zu überzeugen.
"..weltweit.. Fachvereinigung.." Das verstehe ich so,dass auch Wissenschaftler aus islamischen/ islamistischen Ländern teilgenommen haben,deren Abstimmungsverhalten,meiner Einschätzung/Vorurteil nach,entsprechend vorhersagbar gewesen sein dürfte.
"Wie die Zeitung schreibt,wollen die USA den Gazastreifen für mindestens zehn Jahre unter eine von ihnen verwaltete Treuhandgesellschaft stellen." Ein Versuch ist es meiner Meinung nach wert.Ich habe keine Vermutung,wer von den gazanischen Bürger:innen die nächste gazanische Regierung bilden könnte,ohne von der früheren gazan. Regierung und ihren Kämpfern angegriffen zu werden.
"Die 2 Millionen Menschen.. mit Geld (die Rede ist von je 5.000 US-Dollar) zur Ausreise in ein anderes Land bewogen.." Gerade junge Menschen würden vielleicht gerne in einem anderen Land Chancen suchen.Sollten aber mehr als 5.000 US-Dollar sein.
zum Beitrag30.08.2025 , 20:39 Uhr
"Die meisten Islamkritiker bekommen säckeweise Morddrohungen und stehen seit Jahren rund um die Uhr unter massivem Polizeischutz."
Ich wundere mich öfter darüber, weshalb das von vielen Linken so vehement ausgeblendet wird.
zum Beitrag30.08.2025 , 20:33 Uhr
""The entire planet will be under our law; there will be no more Jews or Christian traitors." (Mahmoud al-Zahar, früherer Außenminister, einer der Gründer, gehört angeblich zu den Top Five der Hamas-Führung)
Für mich klingt das nicht so, als ginge es ausschließlich um israelische Politik in der Vergangenheit oder Gegenwart und auch nicht um Besatzung.
zum Beitrag30.08.2025 , 08:37 Uhr
Wir müssen wohl damit leben, dass fremde Regierungen, ob wohlgesonnen oder nicht, versuchen, die Politik in anderen Ländern zu ihren eigenen Gunsten - auch mit kriminellen Methoden - zu beeinflussen bzw. versuchen zu beeinflussen. Vermutlich war es noch nie anders und ist ein Teil der "Außenpolitik".
Nach dem Krieg fände ich es gut, wenn der Ukraine zumindest der wirtschaftliche Schaden in Rechnung gestellt werden kann oder in anderer Hinsicht in irgendeiner Form "Wiedergutmachung" geleistet wird. Zumindest eine Entschuldigung ist aus meiner Sicht angebracht.
zum Beitrag28.08.2025 , 09:19 Uhr
"Es wird ja keine "westlich sozialisierte Frau" gezwungen, in so einer "archaischen oder patriarchalischen Kultur" zu leben und so einen "zugereisten" Mann zu heiraten."
"In" einer solchen ""archaischen oder patriarchalischen Kultur"" zu leben nicht, da haben Sie recht. Aber "mit" diesen Männern und ihren archaischen und patriarchalischen Verhaltensweisen, unabhängig von ihrer Herkunft, leben müssen sie durchaus (in Verkehrsmitteln, öffentlichen Räumen usw.).
"Von einer gleichberechtigten Kultur kann hier auch noch keine Rede sein."
Auch damit haben Sie selbstverständlich recht. Die Unterschiede zu noch weniger gleichberechtigten Gesellschaften sind jedoch deutlich und ich persönlich wünsche Frauen/Mädchen/weiblichen Kindern/LGBTQIA+ kein Leben in einer noch stärker "archaisch und patriarchalisch" geprägten Kultur. Aber auch das ist nur mein subjektiver Blick als westlich sozialisierte Frau und selbstverständlich nicht repräsentativ.
zum Beitrag27.08.2025 , 13:37 Uhr
"Das Nawrocki-Veto versetzt eine Million ukrainischer Geflüchteter in Polen in Angst und Schrecken, ohne das Hilfegesetz verlieren sie Ende September ihren legalen Aufenthaltsstatus in Polen."
In diesem Punkt sehe ich weniger ein Problem, da ich davon ausgehe, dass die ukrainischen Geflüchteten aus Polen dann in Deutschland Aufnahme finden werden. Vielleicht gefällt es ihnen bei uns sogar besser als in Polen. Nachteilig ist, dass die Kinder und Jugendlichen erneut aus Schulen und vertrautem Umfeld gerissen werden und teilweise "wieder" von vorne anfangen müssen.
zum Beitrag26.08.2025 , 22:14 Uhr
"Selbst ein fünfjähriges Kind würde sofort erkennen, dass der Kerl ein Theaterstück aufführt."
Ob das so ist, traue ich mich nicht einzuschätzen. Ich denke jedoch, dass sich ein Richter, wenn die Gesetzeslage nun mal so ist, nicht einfach darüber hinwegsetzen kann, wenn eine verurteilte Person behauptet, eine Frau zu sein, auch wenn sie als männlich gelesene Person geboren wurde. Muss dann nicht das Gegenteil bewiesen werden?
zum Beitrag26.08.2025 , 22:09 Uhr
""Auch in bin überzeugt, dass zu viele Migranten aus rückständigen Kulturen kommen. Leon de Winter, Schriftsteller""
Archaische, patriarchalische Verhaltensweisen halte ich als westlich sozialisierte Frau für rückständig, unabhängig davon, von welcher Kultur sie verkörpert bzw. gelebt werden.
zum Beitrag26.08.2025 , 17:56 Uhr
"Bekanntermaßen ändert das Selbstbestimmungsgesetz den Namen und den Geschlechtseintrag im Gesetz, zwingt aber niemanden dir auch die entsprechenden Rechte/Privilegien zuzugestehen."
Mir war das nicht bekannt. Ich ging selbstverständlich davon aus und finde es auch uneingeschränkt richtig, dass die Rechte, Pflichten, Privilegien und Einschränkungen des jeweiligen Geschlechts sich mit der Änderung des Geschlechts auch "umwandeln". Mir war nur bekannt, dass das Hausrecht (beispielsweise einer Sauna oder eines Männerclubs) damit nicht in jedem Fall ausgehebelt werden kann. Dass sich Gerichte oder öffentliche Institutionen über den standesamtlichen Geschlechtseintrag hinwegsetzen können, wusste ich nicht.
Danke für die Information.
zum Beitrag26.08.2025 , 15:01 Uhr
Die meisten Menschen sind ziemlich pragmatisch und was über Männergefängnisse bekannt ist, würde vermutlich viele bis zum Gefängnisaufenthalt männliche gelesene Menschen dazu bewegen, beim Standesamt einen "Zettel" zu unterschreiben, ab jetzt als Frau gelesen werden zu wollen. Zumal das Geschlecht jährlich geändert werden darf.
Und ganz ehrlich, ich verstehe diese Männer, entgehen sie dadurch doch den in Männergefängnissen üblichen "Handgreiflichkeiten" jeglicher Art, die es vermutlich auch in Frauengefängnissen gibt, denen sie sich dort jedoch auf Grund meistens überlegener Körperkraft erwehren können oder erst gar nicht zum Ziel werden.
Bedauern tue ich die schon immer weiblich gelesenen Gefängnisinsassinnen, die im Extremfall mit Vergewaltigern auf engstem Raum zusammen leben müssen.
zum Beitrag22.08.2025 , 16:36 Uhr
"Der Koran und andere religiöse Quellen betonten „eindeutig“ die Notwendigkeit von Bildung für Männer und Frauen."
Dieses Argument ist leicht zu widerlegen, da im Koran und anderen religiösen Quellen nicht die Art der Bildung festgelegt ist. Bildung für Frauen kann sich ja auch auf Haushaltsführung und Kindererziehung beschränken.
Ganz entsetzlich finde ich, dass Frauen/Mädchen(/weibliche Kinder?) keine ärztliche Hilfe mehr erhalten können, da sie von Männern nicht behandelt werden dürfen und Frauen der medizinische Bildungsweg, wie jeder andere auch, verschlossen bleibt. Ich frage mich, wie es ist, wenn Frauen extrem komplizierte Schwangerschaften oder schmerzhafte Krebserkrankungen durchstehen müssen.
Und nach wie vor weiß ich nicht zweifelsfrei, wollten die afghanischen Männer das so oder waren sie den (angeblich nur ein paar?) Taliban tatsächlich militärisch unterlegen? Die Frauen, nehme ich an, haben bzw. hätten wohl nicht kämpfen dürfen.
zum Beitrag19.08.2025 , 11:37 Uhr
Ja, das ist eine gute Idee, der ich mich gerne anschließe. Wenn ich religiös sein wollte oder mir unsichtbare Unterstützung wünschen würde, wäre ich am liebsten Shintoistin. Besonders gut gefällt mir daran, dass auch Berge, Flüsse, Bäume verehrt werden können und es keine festgelegten Dogmen oder "(un-)heilige Schriften gibt".
zum Beitrag19.08.2025 , 11:20 Uhr
Das ist gut und erfreulich. Wissen Sie, ob Ihre Stadt eine Ausnahme ist oder sonstige Besonderheiten aufweist? Dann könnte sich die Politik in Ihrer Stadt etwas "abgucken" und ein Teil der Probleme wäre gelöst.
zum Beitrag18.08.2025 , 21:42 Uhr
"Es sind die demokratischen Menschen, die eine gemeinsame und solidarische Gesellschaft anstreben, ..."
Ich würde Ihren Satz gerne in "Es sind die demokratischen Menschen, die eine demokratische Gesellschaft anstreben."
Eine gemeinsame und solidarische Gesellschaft reicht mir persönlich nicht aus, wenn sie sich auf die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", ein Kalifat, die Scharia o.ä. stützt. Das sind vermutlich auch gemeinsame und solidarische Gesellschaften, aber keine, in der ich einen Platz finden würde und auch keine, in der ich leben möchte.
zum Beitrag18.08.2025 , 21:13 Uhr
"Warum gibt zum Bsp vor allem dort Zustimmung für die AFD, wo kaum Ausländer/Flüchtlinge und co leben?"
Nur eine Vermutung:
Weil die Leute Nachrichten sehen/hören und einige Entwicklungen unschön finden. Ob diese Nachrichten wahrheitsgemäß sind oder nicht, können diese Leute und/oder ich nicht zweifelsfrei in jedem Fall einschätzen. Security auf Weihnachtsmärkten und in Schwimmbädern ist gewöhnungsbedürftig und die Kölner Silvesternacht, ebenso die verspätete Reaktion der öffentlich-rechtlichen Medien und der Politik darauf, habe ich in einem vorherigen Kommentar erwähnt.
zum Beitrag18.08.2025 , 21:05 Uhr
2015. 2015/16 hat die Kölner Silvesternacht stattgefunden. Für diejenigen, die den tatsächlichen oder vermeintlichen Opfern glauben, war das eine Zäsur. Auch in Hinblick auf die Reaktion der (öffentlich-rechtlichen) Medien.
zum Beitrag18.08.2025 , 16:29 Uhr
Ich finde es falsch, dass dieses Fach in Schulen angeboten wird. Die Bezeichnung "„Christlicher ...“" nehme ich auch nicht als inklusiv wahr. Tatsächlich bin ich der Ansicht, die Interpretation von Märchen aus verschiedenen Kulturen wäre hilfreicher und neutraler.
Grundsätzlich gefällt es mir nicht, dass Religion in unserer Gesellschaft wieder eine so große (trennende) Rolle spielt, aber ich kann mich arrangieren.
zum Beitrag14.08.2025 , 20:57 Uhr
Ich fände es gut, wenn auch das Fehlverhalten der gegnerischen Kriegspartei hervorgeholt und beleuchtet werden würde, was aber nicht erwünscht zu sein scheint. So ist das mir persönlich zu einseitig, wenn auch erwartbar.
taz.de/Aufnahmen-v...f-am-710/!6107134/
zum Beitrag14.08.2025 , 20:28 Uhr
"Haben Sie den Wiki-Artikel auch zu Ende gelesen?"
Ja, das habe ich. Deshalb fand ich ihn ja so interessant.
"Ihre Verquickung des Begriffs "judenfrei" mit dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 ist nach dieser Definition reinste Demagogie, ..."
Nach dem Abzug der Israelis lebten in Gaza keine Juden mehr, außer Entführungsopfern, sodass es eher eine Tatsachenbeschreibung ist. Das ist doch auch nicht schlimm; die Mehrheit der (ich nehme an der jüdischen und nicht-jüdischen) Bevölkerung stand hinter der Entscheidung. Außerdem habe ich "judenfrei" bewusst in Anführungszeichen gesetzt.
zum Beitrag14.08.2025 , 18:43 Uhr
Nachdem meine erste, ausführliche Antwort nicht veröffentlicht wurde, versuche ich es nochmals kurz und prägnant:
"Können Sie bitte einmal ausführen, was Sie mit dem Satz meinen "Nachdem Gaza "judenfrei" wurde, "."
Ich meine das Jahr 2005, in dessen Zusammenhang so viele Menschen weltweit auf eine Entwicklung zu einem "Singapur des Nahen Osten" o.ä. hofften.
"War es jüdisch besiedeltes Gebiet Israels?"
Wem, wann, wie lange, welche Flurstücke in welcher Gemarkung in dieser Region gehören oder gehörten, weiß ich nicht zuverlässig. Es gab/gibt dort ja auch Beduinen, die mir ihren Herden umherzogen. Meiner Meinung nach durch diese vielen Kriege ein einziger Wirrwarr. Bekannt ist mir, dass Herr Scharon die Räumung befahl, in der Hoffnung, Gaza zu befrieden. Lt. Deutschlandfunk hatte er die Mehrheit der israelischen Bevölkerung hinter sich.
"Haben dort Nazis Juden vertrieben ?"
Herr Scharon hat das verfügt, so dass ich davon ausgehe, nein.
"Ich verstehe nicht, was Sie da meinen."
Das wiederum verstehe ich. In einem Film würde man sagen, "Es ist kompliziert."
"Danke im Vornherein für eine Klarstellung."
Gerne.
zum Beitrag14.08.2025 , 14:46 Uhr
"... z.B. wegen einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. ..."
Dann würden sie kein Bürgergeld, sondern Erwerbsminderungsrente oder andere Leistungen erhalten. Bürgergeld bekommen, soweit mir bekannt, ausschließlich erwerbsfähige Bürger:innen.
zum Beitrag14.08.2025 , 14:43 Uhr
"... Zusatzversorgungen ..."
Für die erneut Steuern und KV/PV fällig werden. Nicht ausnahmslos, aber in vielen Fällen.
zum Beitrag14.08.2025 , 13:36 Uhr
Ich halte nahezu alle Informationen aus dem Kriegsgebiet für umstritten, weil zu viele Parteien dort ihre eigenen Interessen vertreten und nicht immer zweifelsfrei und justiziabel darlegen, was sie wieso auf Grund welcher Beobachtungen behaupten. Das schließt für mich UN, NGOs, gazanische und israelische Regierung usw. mit ein.
Sehr irritiert hat mich, dass sogar DIE ZEIT über einem Artikel über verhungernde Kinder ein in Italien behandeltes Kind mit Erbkrankheiten vorstellte. Ich unterstelle keine Absicht, aber wenn nicht einmal DIE ZEIT zuverlässige Quellen hat, wer dann.
Ebenso fand ich bemerkenswert, dass "wir" erst in Zusammenhang mit dessen Zerstörung erfuhren, dass es in Gaza am Strand ein (oder mehrere?) Cafe gibt, in dem man sich treffen, einen Tee oder Saft bestellen konnte, ausgezeichnetes Internet hatte und man zu einem Treffen seinem Freund einfach mal so ein Parfeum mitbringt. Das finde ich in einem vom Krieg zerstörten Land dessen Bevölkerung am Verhungern ist besonders und hätte es als Gegenpol zu den schlechten Nachrichten gerne gewusst.
zum Beitrag14.08.2025 , 13:17 Uhr
"Oh doch,einen Plan sollte Netanyahu sehr wohl haben,.." Da sind wir unterschiedlicher Meinung,was seine Verantwortung angeht.Ich finde,die gazanischen Bürger:innen müssen für nach dem Krieg einen Plan haben bzw. entwickeln
"..schließlich hat er doch verkündet,die Stadt Gaza bzw. den gesamten restlichen Gaza-Streifen unter Kontrolle der IDF bringen zu wollen." Der Plan dürfte sein,die Geiseln zu befreien,die Bevölkerung zu entwaffnen und die gazanischen Kämpfer festzusetzen,zur Aufgabe zu bewegen oder,wenn es nicht anders geht,leider zu eliminieren.Letzteres befürworte ich nicht;ich würde diese "Männer" lieber vor Gericht oder,wie angeboten und abgelehnt,freiwillig ins Exil /Iran/Afgha. gehen sehen.
"..dauerhaften Besetzung Gazas.." Dauerhaft ist die Besetzung hoffentlich nicht geplant,sondern wird durch einen Frieden abgelöst.
"..alles Nebelkerzen,.." Was Nebelkerzen sind und was nicht,traue ich mich nicht einzuschätzen und gehe davon aus,dass darüber ohnehin die nächste israelische Regierung entscheiden wird.
"..geht seinen rechtsextremistischen Koalitionspartnern zu weit.." Im Okt. 2026 sind Wahlen,evtl.ergeben sich daraus weitere Möglichkeiten.
Keine Zeichen mehr.
zum Beitrag14.08.2025 , 12:04 Uhr
"... liegt der Einkommensvorteil im Durchschnitt bei 557 Euro monatlich, ..."
Ich finde die Einkommensvorteile für Erwerbsarbeit erheblich zu niedrig. Zum einen sind die Opportunitätskosten (damit meine ich nicht nur Fahrtkosten, sondern auch emotionale Kosten wie beispielsweise Unfreundlichkeiten denen man von Kunden oder Kollegen ausgesetzt ist, Stress usw.) nicht berücksichtigt; des Weiteren gibt es Tätigkeiten, für die man auch im Winter morgens um 05.00 Uhr aufstehen, den ganzen Tag in der prallen Sonne arbeiten muss oder "einfach" unangenehmen Gerüchen, Wärme, Kälte ausgesetzt ist.
Ebenso sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, das ist keine Kritik meinerseits, dass man mit etwas "privater" Tätigkeit zusätzlich zum Bürgergeld höhere Einnahmen generieren kann. Ich wiederhole, das ist keine Kritik.
Grundsätzlich befürworte ich ein bedingungsloses Grundeinkommen (in welcher Höhe weiß ich nicht) und flächendeckend ganztägige Kinderbetreuung auf einem sehr! hohen, mehrsprachigen Niveau, für das im Gegenzug andere Leistungen wie Ehegattensplittung, Kindergeld, Erziehungsgeld, Wohngeld usw. abgeschafft werden könnten.
Berechnungen habe ich nicht durchgeführt. ;-)
zum Beitrag13.08.2025 , 12:16 Uhr
Der Raketenbeschuss aus Gaza wird/wurde von den gazanischen Kämpfern sogar selbst zugegeben (siehe beispielsweise SZ, 10.08.25, 17:08 Uhr).
Belege der IDF über getötete Soldaten in Gaza werden Sie vermutlich anzweifeln, aber ich suche für Sie nach einer Quelle, die sich nicht auf die Angaben der IDF bezieht. Wird vermutlich schwierig sein.
Vielleicht erfahren wir in den nächsten Tagen mehr darüber, ob die gazanischen Kämpfer noch schlagkräftig sind oder nicht, wenn sie in Gaza-Stadt der IDF gegenüberstehen.
zum Beitrag13.08.2025 , 11:54 Uhr
Der Begriff der Demagogie weist eine interessante Geschichte auf, wie ich finde. Habe, angeregt durch Sie (danke dafür), gleich einmal bei Wiki nachgelesen. Das ich hilfreich bei manchen Begriffen, deren Bedeutung "man" schon immer meint zu kennen.
zum Beitrag12.08.2025 , 17:13 Uhr
"Netanyahu hat KEINEN Plan, wie es mit Gaza weitergehen soll."
Diesen Plan muss er meiner Meinung nach auch nicht haben, den sollte die gazanische Bevölkerung haben bzw. entwickeln. Nachdem Gaza "judenfrei" wurde, gab es ein Zeitfenster, das leider aus verschiedenen Gründen nicht genutzt wurde bzw. nicht genutzt werden konnte.
Ich hoffe darauf, dass nach dem Krieg in Gaza zuallererst einmal freie Wahlen oder zumindest Umfragen durchgeführt werden, um zumindest eine Ahnung davon zu bekommen, was die gazanische Bevölkerung möchte. (Das weiß ich von den afghanischen Bürger:innen bis heute nicht.) Also ob es beispielsweise weiterhin in Gaza erlaubt sein soll, homosexuelle Menschen und politische Gegner von Dächern in den Tod werfen zu dürfen oder doch ein anderes politisches bzw. Rechtssystem. Mich interessiert es wirklich sehr, solche Dinge von den gazanischen Bürger:innen zu erfahren. Und sobald dort Frieden herrscht, wird mich meine erste Reise danach dorthin führen, damit ich mir eine eigene fundierte Meinung bilden kann. Ich bedauere sehr, dass ich Gaza und Israel bisher nie besucht habe und somit nicht weiß, was ich glauben kann und was nicht.
zum Beitrag12.08.2025 , 17:02 Uhr
Und wer immer noch Raketen aus Gaza auf Israel schießt oder Soldaten der IDF tötet.
zum Beitrag12.08.2025 , 16:46 Uhr
Ich denke, dass beide Kriegsparteien, wie das in Kriegen so ist, punktuell "Herr über Leben und Tod sind". Wenn die gegnerische Kriegspartei im Gazastreifen tötet, ist sie ebenso "Herr über Leben und Tod". Ich sehe auch den Tötungsaspekt, wenn die gazanische Regierung und ihre Kämpfer und Unterstützer ihren Bürger:innen die knappen Lebensmittel wegnehmen, um sie selbst zu verbrauchen oder auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. (Mir ist bekannt, dass es umstritten ist, ob die Lebensmittel gestohlen werden oder nicht.)
zum Beitrag11.08.2025 , 15:49 Uhr
"Die entscheidende Frage ist wohl: embedded oder nicht."
Kann journalistische Arbeit in Gaza gelingen, ohne von einer der beiden Kriegsparteien "embedded" zu sein? Wenn diese Journalisten nicht ihr eigenes Schutzpersonal (für das der Zutritt genehmigt werden muss und die über eine außerordentlich hohe Kompetenz verfügen sollten) mitbringen, müssen sie entweder von der israelischen Regierung und der IDF oder der gazanischen Regierung und ihren Kämpfern "embedded" werden. Ich weiß nicht, wie es unter diesen Umständen zu fairer, objektiver und ehrlicher Berichterstattung kommen kann.
zum Beitrag11.08.2025 , 12:28 Uhr
"... - Ihre von mir zitierte Äußerung ist nämlich ein äußerst schmales Brett und müsste erst entsprechend belegt werden."
Hier haben Sie recht, ich habe mich zu überzeugt ausgedrückt und hätte es eher als (wahrscheinliche?) Möglichkeit oder sogar Frage formulieren müssen. Ich ging davon aus, dass die SPD von der CDU/CSU wegen der Causa Brosius-Gersdorf eine Gegenleistung erwartet und die, für mich sehr überraschende, Entscheidung von Herrn Merz, dass Israel keine Waffenlieferungen mehr aus Deutschland erhalten wird (verkürzt ausgedrückt) erschien mir als solche. Zumal die SPD sehr deutlich gemacht hat, dass damit ihre Forderung erfüllt wurde.
www.tagesschau.de/...hwarz-rot-100.html
Die 1.200-Zeichen-Vorgabe finde ich oftmals auch zu knapp bemessen.
Danke für den Link; ich habe mir das PDF bereits auf den PC geladen und werde es zeitnah lesen. Da ich nicht weiß, wann die Kommentarfunktion unter diesem Artikel geschlossen wird, wollte ich Ihnen kurzfristig antworten.
Ebenso danke für Ihre freundliche Antwort und wertvollen Anregungen.
zum Beitrag10.08.2025 , 14:49 Uhr
"... im Sinne Ihres offensichtlichen Lieblings-Themas zu kapern. ..."
Den 07.10., den 08.08. und unsere Ermordung der sechs Millionen unschuldigen, jüdischen Menschen lediglich als "Lieblingsthema" einer Person zu kategorisieren ist bemerkenswert. Mit dieser Sichtweise kann man mit der Problematik und besonders unserer Vergangenheit sicherlich sehr entspannt umgehen. Vielleicht glauben Sie mir, dass es wenig gibt, was ich mir mehr wünsche, als dass diese Themen nicht relevant wären. "Weltfrieden" evtl..
zum Beitrag10.08.2025 , 14:28 Uhr
Ich verstehe Ihre Antwort nicht, bedaure. Wenn Sie Zeit und Lust haben, bin ich an einer Erläuterung interessiert und danke Ihnen im Voraus.
zum Beitrag09.08.2025 , 14:34 Uhr
"Ein anderer Ausweg war nicht in Sicht, die Sozialdemokrat*innen aber können sich weiterhin loben, standhaft geblieben zu sein."
Sie haben eine schöne Gegenleistung bekommen. Der Waffenstopp an Israel.
"... düstere Aussichten für die kommenden Jahre."
Für mich persönlich kann es nicht noch düsterer werden als jetzt, wo Deutschland Staatsräson und unsere Morde an sechs Millionen getöteter jüdischer Menschen vergisst und sich gegen Israel wendet, die gegnerische Kriegspartei Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a. unterstützt, indem es die jüdische u/o Kriegspartei von Waffenlieferungen ausschließt.
Ich wünsche mir, dass Israel im Gegenzug zukünftig darauf verzichten wird, militärische Hilfsmittel an uns zu verkaufen und auch Geheimdienstinformationen nicht mehr mit uns teilt.
Es ist für mich ein beispielloser Bruch von Freundschaft und Partnerschaft. Ich war Israel und jüdischen Menschen dankbar dafür, dass sie uns wieder akzeptiert haben und hätte nicht gedacht, dass die Zerstörung dieser Beziehung von uns ausgehen wird.
zum Beitrag06.08.2025 , 19:58 Uhr
Ich verstehe Sie und kann auch nur empfehlen,sich um eine Beamtenstelle zu bemühen oder(auch aus anderen Gründen) sich im Ausland zu etablieren. Dennoch meine ich,dass die meisten RentnerInnen so wenig Geld haben,dass man es ihnen gönnen kann und diejenigen RentnerInnen,die mehr Geld haben,unterstützen äußerst großzügig,zumindest kenne ich das so aus meinem Umfeld,die Kinder und Enkel;von den vererbten Immobilien etc. ganz zu schweigen.Es ist sogar so,dass auch die RentnerInnen mit kleinen Renten ihre Kinder und Enkel so gut es geht beschenken. Ich wünsche mir für die Rentenversicherung erst einmal eine "ordentliche Buchhaltung",um zu sehen,wieviel fließt an Steuermitteln in die Rente (das ist bekannt und wird oft kommuniziert)und wieviel Geld wird für versicherungsfremde Leistungen entnommen.Gleiches für die KV und PV.
www.adg-ev.de/publ...de-leistungen-2015
Trotzdem,ich verstehe Sie gut,sehe aber auch die Boomer,die teilweise mit 14 Jahren bereits begonnen haben zu arbeiten,mehr Wochenarbeitsstunden,Arbeitswochen von Montag bis Samstag,wenig bis keinen Gesundheitsschutz,keine Kinderbetreuungsmöglichkeiten u.v.m..
zum Beitrag04.08.2025 , 20:26 Uhr
"Im Mai 2024 drang die israelische Armee in die südliche Stadt Rafah ein, wohin zu der Zeit die Hälfte der Bevölkerung des Gazastreifens geflohen war."
Ich weiß, dass fast "alle" davon abgeraten haben und empört waren, dass die jüdische u/o israelische Kriegspartei nach Rafah geht, aber dort wurde immerhin u.a. Herr Yahya Sinwar gestellt. Bedauerlicherweise getötet, vor Gericht hätte ich ihn lieber gesehen.
Mit Erschrecken nahm ich heute zur Kenntnis, dass in meiner Wohnstadt Leipzig einem neugeborenen Kind der Name von Herrn Yahya Sinwar gegeben wurde ... hoffen "wir" (vielleicht können dem auch Israelkritiker und Pro-Palästinenser zustimmen), dass dieses Baby nicht in die Fußstapfen des Helden seiner Eltern treten wird. Vielleicht kann das Standesamt den Namen auch ablehnen, das weiß ich nicht. Der Vorname Adolf ist erlaubt, Lenin seltsamerweise nicht.
www.lvz.de/lokales...FB4ARPMGKIQFY.html
zum Beitrag03.08.2025 , 20:22 Uhr
"Das ist immer noch schief argumentiert,nicht zuletzt deshalb,weil sie damit auch Juden in Haft nehmen,die mit Israel nichts zu tun haben (wollen)." Was diese jüdischen,nichts mit Israel zu tun haben wollenden,Bürger:innen diverser Länder aber nicht vor Verfolgung und Angriffen schützt,wenn sie sich als jüdisch zu erkennen geben.Meiner Meinung nach gilt dieses "nichts mit Israel zu tun haben wollen" auch nur so lange,bis sich die nächste Shoa abzeichnet.Dann werden auch diese Menschen,meine ich,erleichtert darüber sein,dass es Israel gibt.Wenn ich mich richtig erinnere,haben französische Juden nach 2015 verstärkt Frankreich verlassen,weil die Angriffe auf sie überhand nahmen.
"Außerdem ist es maximal zynisch,die Shoa zu instrumentalisieren,um von der verbrecherischen Kriegsführung einer rechtsextremen Regierung abzulenken." Ich meine die Shoa nicht zu instrumentalisieren,sondern möchte daran erinnern,worum es geht und welche Pläne die gegnerischen Kriegsparteien haben.Wenn ich die Gegner richtig verstehe,eine erneute Shoa.Sich dagegen zu wehren als "verbrecherische Kriegsführung" zu bezeichnen,zeigt mir erneut auf,wie wichtig es ist,an die Pläne der gegn.Kriegspartei zu erinnern
zum Beitrag03.08.2025 , 17:37 Uhr
Ich denke (und hoffe), dass es kein Rassismus ist, sondern die Apologeten beider Seiten auf Grundlage der ihnen vorliegenden teilweise korrekten, teilweise falschen (wir erfahren ja nicht alles, vielleicht sogar nur Bruchteile) Informationen die Verantwortung für die Situation in der Region unterschiedlich zuordnen.
Genau deshalb wünsche ich mir von der taz einmal einen Artikel, eine Auflistung, welche Angebote in der Zeit seit der Staatsgründung Israels (oder zuvor) wer wem gemacht hat und weshalb sie von wem abgelehnt wurden.
Die beiden Seiten unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht durch Rassismus, sondern dadurch, dass eine Seite der Meinung ist, die Angebote an die arabische/palästinesische Seite waren nie gut genug, während die Apologeten der anderen Seite (beispielsweise ich) denken, weshalb haben sie nie ein Angebot angenommen bzw. unterstützt und/oder nachverhandelt. Es begann 1948 schon mit einem Krieg, statt mit Verhandlungen. Verhandlungen mit militärischem, sanftem Druck der arabischen/palästinensischen Seite hätte ich gutheißen können. Stattdessen wollten sie die Juden ins Meer treiben und wollen das immer noch.
zum Beitrag03.08.2025 , 17:10 Uhr
"Das Ihre Engführung von "jüdisch" und "israelische" höchst problematisch ist, wurde eigentlich oft genug erklärt."
Das ist richtig und ich habe es jedes Mal zur Kenntnis genommen. Ich beharre auf jüdisch u/o israelisch (welches auch die israelischen Bürger:innen anderer Konfession einschließt, ebenso wie nicht-israelische jüdische Menschen), weil es meiner Meinung nach auch um diese Komponente geht, sonst würden deutsche Jüdinnen in Berlin ja nicht angegriffen und verfolgt. Dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer jegliches jüdische Leben (weltweit) auslöschen wollen, ist bekannt und wurde oft genug gesagt.
Und, ja, ich bleibe bei (auch) jüdisch, um bei dem ein oder anderen Israelkritiker und Pro-Palästinenser vielleicht doch ein zumindest latentes Unbehagen darüber auszulösen, sich nach dem von uns begangenen Mord an ca. sechs Millionen unschuldiger, jüdischer Menschen erneut auf die Seite derer zu stellen, die dieses Werk vollenden wollen. Vermutlich ist das vergeblich, aber versuchen möchte ich es.
zum Beitrag02.08.2025 , 21:06 Uhr
"Auch ein angegriffener Staat handelt nicht in einem rechtsfreien Raum."
Nach dem 07.10. "die andere Wange hinhalten" würden nur wenige, vielleicht gar keine Regierungen auf dieser Welt. Und von jüdischen u/o israelischen Menschen ist das nun, meiner Meinung nach, unter gar keinen Umständen zu verlangen. Das haben sie Jahrtausende getan, mit dem Höhepunkt der Shoa.
zum Beitrag02.08.2025 , 20:56 Uhr
Meiner Meinung nach aber auch nicht getrennt von den Verbrechen der palästinensischen Seite bzw. der bei vielen von ihnen vertretene Wunsch nach Vernichtung der Juden in der dortigen Region und sogar weltweit.
Würde Israel die Palästinenser als Gruppe zerstören wollen, würden sie damit einfacherweise in Israel selbst beginnen und auch keine palästinensische Abgeordneten in der Knesset zulassen.
Den Krieg in Gaza hat die gazanische Regierung mit ihren Kämpfern begonnen, somit war meiner Einschätzung nach kein Genozid an der gazanischen Bevölkerung geplant, sondern eher umgekehrt, an der jüdischen u/o israelischen Bevölkerung.
zum Beitrag02.08.2025 , 19:32 Uhr
"Zusätzlich werden Hungernde erschossen,während sie nach Essen anstehen,Journalisten (als Zeugen) und Ärzte/Sanitäter (als Lebensretter) werden erschossen,Krankenhäuser zerbombt."
Exemplarisch zusammengefasst;ob das so stimmt,weiß ich nicht und verweise auf den Artikel von Herrn N. Potter hier in der taz.Ebenso vermisse ich eine exemplarische Zusammenstellung des Fehlverhaltens der gegnerischen Kriegspartei oder lassen die sich Ihrer Meinung nichts zuschulden kommen? Ich denke,ein Krieg ist chaotisch und in einem Krieg passieren Dinge,die nicht passieren sollten,aber nicht alles ist böse Absicht.
"Wir kämpfen gegen menschliche Tiere und wir handeln entsprechend." Wenn ich es richtig weiß,wurde das fast unmittelbar nach dem Pogrom gesagt.Wenn nur die Hälfte dessen stimmt,was die Täter und ihre Unterstützer den Opfern angetan haben,ist es für einen Politiker trotzdem unangemessen,so etwas zu sagen,aber vielleicht nicht ganz und gar unverständlich.Bitte vergessen Sie nicht,dass wir nicht alle Bilder und Videos der Folterungen usw. gesehen haben.Trotzdem sage ich,dass es falsch war,die gazanische Regierung und ihre Kämpfer als Tiere zu bezeichnen (er bezog sich nur auf die Täter)
zum Beitrag02.08.2025 , 19:15 Uhr
"Das Wichtigste ist, Israel endlich Einhalt zu gebieten, ..."
Für mich ist das Wichtigste, die Existenz Israels zu sichern und das Überleben der jüdischen u/o israelischen Menschen, sie, auch und besonders hier in Deutschland, zu schützen. Ich bin der Meinung, so schnell, wie sich der Judenhass am/seit dem 07.10.23 Bahn brach, ist Gaza nur ein Vorwand. Meiner Überzeugung nach hätten Judenhasser, auch wenn es Israel nicht geben würde, Gründe gefunden, jüdische Menschen zu verfolgen. Das zeigt sich an den Angriffen auf deutsche, jüdische Menschen, die keine Israelis sind und die israelische Politik und Herrn Netanjahu vielleicht nicht einmal schätzen. Und deshalb finde ich den Staat Israel so wichtig.
Blöd für mich, dass ich Atheistin bin. Ich würde so gerne darum beten, dass die USA noch lange ihre schützende Hand über Israel halten, auch wenn der Rest der Welt seinem Judenhass freien Lauf lässt.
zum Beitrag01.08.2025 , 16:34 Uhr
Davon abgesehen, dass vermutlich nicht alle Details mit der Öffentlichkeit geteilt wurden, war meines Wissens nach der Knackpunkt, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer nicht bereit waren, sich entwaffnen zu lassen. Die genaue Formulierung habe ich nicht mehr im Kopf, aber sie wollten die vordergründige, nach außen sichtbare Macht (scheinbar?) abgeben, aber nicht die interne Macht und schon gar nicht die Waffen. Das hätte meiner Einschätzung nach zu einem "weiter so" geführt und zu den nächsten bereits angekündigten Pogromen.
Wenn mein Wissen falsch ist, haben Sie eine Quelle, nach der die gazanische Regierung und ihre Kämpfer einer Entwaffnung zugestimmt hätten?
Sicherlich können weder die taz noch wir beide zweifelsfrei wissen, woran es im Detail scheiterte, aber dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer die Geiseln nicht für je 5 Millionen USD und freies Geleit für sie selbst und ihre Familien freigaben, zeigt mir relativ deutlich, dass sie sich vom Verbleib in Gaza mehr versprechen. Und was könnte das sein, wenn nicht Macht, Einfluss und Geld?
zum Beitrag01.08.2025 , 11:39 Uhr
"... 'seht her, so sind die, die Juden!' ..."
Ich habe seit 07.10.23 nach Gründen gesucht, weshalb sich deutsche Menschen auf die Seite der Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a. und der Täter des 07.10.23 und deren Unterstützer stellen. Angesichts der 6 Millionen von uns getöteten, unschuldigen jüdischen Menschen erscheint mir das unglaublich und verstört mich zutiefst.
Ich meine, eine mögliche Antwort darauf gefunden zu haben. Indem jüdische u/o israelische Menschen "in Misskredit gebracht" werden, fällt es leichter mit der Schuld an den von uns getöten Millionen jüdischer Menschen umzugehen. Da scheint es auch keine Rolle zu spielen, dass die gegnerische Kriegspartei das von uns begonnene grauenhafte Werk vollenden will.
zum Beitrag01.08.2025 , 08:44 Uhr
Meine erste Antwort kam nicht durch,deswegen versuche ich es mit anderen Argumenten: "Die überwiegende Mehrheit der Menschen im Gazastreifen hat bei der letzten freien Wahl dort noch nicht gelebt, bzw. es waren kleine KInder." Korrekt;wie überall auf der Welt profitieren Kinder von den guten Entscheidungen ihrer Eltern/Großeltern und leiden unter deren schlechten Entscheidungen.
"..dass eine Mehrheit im Gaza die Hamas wählen.." Wenn ich es richtig weiß,versuchte Herr Abbas in der Vergangenheit im Westjordanland Wahlen zu verhindern,weil er davon ausging,dass die Hamas diese Wahlen gewinnen würde.Das muss nicht korrekt sein und grundsätzlich stimme ich Ihnen zu,dass wir es nicht wissen können.Es bleibt,wie Sie richtig anmerken,eine Vermutung/Einschätzung.Meiner Meinung nach ist es schade,dass kürzlich oder gegenwärtig keine Wahlen stattfinden.Dann können die Staaten,die Palästina anerkennen,sich schon einmal,im Guten wie im Schlechten,darauf einstellen,wen sie zukünftig auf ihrem roten Teppich begrüßen dürfen.Meine Prognose:Wenn es Täter oder deren Unterstützer des 7.10. sind,ein Jubelmeer;wenn Hr. Netanjahu kommt,Protestaktionen.
zum Beitrag31.07.2025 , 19:53 Uhr
Das finde ich auch naheliegend. Aber aus mir unerfindlichen Gründen scheinen Forderungen an die Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei als unangemessen betrachtet zu werden.
zum Beitrag31.07.2025 , 18:52 Uhr
Meine Meinung zum "Völkerrecht",das ich eigentlich lieber durch "moralische Maßstäbe" ersetzen würde,ist:Als es darum ging,jüdische,unschuldige Menschen vor der millionenfachen! Vernichtung,fast weltweiten Auslöschung,zu schützen,gab es dieses "Völkerrecht",oh,wie bedauerlich,noch nicht .. und jetzt wird es gegen jüdische,israelische Menschen eingesetzt.Ich halte das angesichts der seit Jahrtausenden anhaltenden Judenverfolgung nicht für Zufall.(Ich bin weder Jüdin noch Israelin (nur Biodeutsche mit dem Wissen um die ca. 6 Millionen von uns getöteten unschuldigen,jüdischen Menschen) und halte mich auch nicht für paranoid.)
"Auch kampffähige Männer sind Zivilisten,wenn sie nicht kämpfen." Wie sehen die Details konkret aus?Möchten Sie diese erläutern?Ich verfüge über ein XY-Chromosom und eine Waffe,Handgranate o.ä..Ich verberge diese unter meiner Jacke.Damit bin ich Zivilist und ggf. Opfer.Ich hole die Waffe,Handgranate o.ä. aus meiner Jacke hervor,damit bin ich Kämpfer.Unangenehm für meinen Kampfgegner,der davon ausgeht,ich bin Zivilist und erst im Sterben feststellt,dass ich Kämpfer bin.Schade,dass die Kämpfer der gazanischen Regierung nur über Paradeuniformen verfügen.
zum Beitrag31.07.2025 , 17:51 Uhr
"... ohne Mitgefühl die Bilder von verhungernden Kleinkindern ..."
Ich stimme Ihrem Beitrag zu. Dennoch möchte ich deutlich machen, dass "sogar" DIE ZEIT zugeben musste, dass sie das Foto eines Kindes, das an einer schweren Erbkrankheit leidet, überhaupt nicht in Gaza lebt und seit Monaten in Italien nicht-hungernd ärztlich behandelt wird, für einen Artikel über hungernde Kinder in Gaza verwendet hat. Es ist schlimm, wenn die Kinder in Gaza hungern müssen, aber es erhöht die Glaubwürdigkeit der Medien nicht, wenn sie Kinder, die es nicht betrifft, bei solchen Artikeln abbilden, um Empörung zu potenzieren.
Nun, das Ziel ist/wird vermutlich erreicht; auch Kanada hat vor, wie Frankreich, England usw., einen Staat "Palästina" anzuerkennen. Anscheinend haben diese Länder keine Probleme damit, Hamas-Mitglieder (die sich dann selbstverständlich anders bezeichnen werden) bzw. deren Unterstützer zukünftig auf dem roten Teppich mit allen Ehren zu begrüßen.
Wie sehr müssen jüdische u/o israelische Menschen gehasst werden, um die Täter des 07.10.23 und deren Anhänger zu hofieren.
zum Beitrag29.07.2025 , 19:12 Uhr
" ... an einen (bisher) demokratischen Staat kann man andere Ansprüche stellen, als an eine kryprofaschistische Terrorgruppe. ..."
Würde Israel voll umfänglich die Ansprüche erfüllen, die an einen demokratischen Staat, aber nicht an eine krypotaschistische Terrorgruppe (für mich ist die Hamas wie den meisten hier bekannt, die gewählte gazanische Regierung und ihre Kämpfer) gestellt werden können, wäre es schon längst vernichtet. Israel tut (bzw. hat zu Beginn des Krieges), meiner Einschätzung nach mehr als Parteien in anderen Kriegen getan, um Kriegsopfer unter den Zivilisten zu vermeiden, aber es muss! diesen Krieg gewinnen. Verliert Israel einen einzigen Krieg, wird es vernichtet. Und wie das aussieht, haben wir am 07.10.23 gesehen. Diese Leute haben vielen Opfern nicht einmal die Gnade eines schmerzlosen Todes gewährt.
Den Propagandakrieg, das kann ich anerkennen, hat die Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei gewonnen.
Vor ein paar Wochen las ich in DIE ZEIT (nur) eine Überschrift, die ich treffend fand. "Lieber eine schlechte Presse als einen schönen Nachruf."
zum Beitrag29.07.2025 , 18:52 Uhr
"...: warum Ägypten nicht hilft?"
Vielleicht haben sie Gründe, gute oder schlechte, die wir nicht kennen. Bekannt scheint zu sein, weshalb sie keine gazanischen Flüchtlinge aufnehmen, außer diejenigen mit sehr viel Geld. Oder Ägypten kennt die Verhältnisse vor Ort besser als wir und zieht andere Schlüsse.
zum Beitrag29.07.2025 , 18:37 Uhr
"1 kg pro Tag ist viel? Das hängt davon ab, um welche Lebensmittel es sich handelt."
In einem Krieg ist das meiner Meinung nach durchaus viel.
zum Beitrag29.07.2025 , 18:34 Uhr
"... dessen Minister erst heute erklärt hat, dass die Gaza Hilfen "zur Lebenserhaltung des Feindes" (Ben-Gvir) beitragen, der hat vieles falsch verstanden." Seine Aussage war etwas differenzierter,aber ich musste dabei tatsächlich an Herrn Sinwar denken.Es ist bekannt,dass ihm in einem israelischen Gefängnis durch eine komplexe Operation das Leben gerettet wurde.Diese "eigentlich" selbstverständliche,menschliche Hilfe,hat am 07.10.23 (ebenso die Freilassung und den Austausch gegen einen israelischen/jüdischen Bürger) und später sehr viele Menschen das Leben gekostet und tut es immer noch. -- Zu der Aussage von Herrn Ben-Gvir:Meiner Meinung nach ist es ein furchtbares,moralisches Dilemma.Es ist bedauerlich,dass Frauen,Kinder,Verletzte und Greise nicht von den kampffähigen Männern vorübergehend getrennt werden können.Beide Gruppen sollten versorgt werden und die kampffähigen Männer könnten gebeten werden,nach den Geiseln zu suchen.Als "Insider" haben sie vermutlich mehr Möglichkeiten,die Geiseln zu finden.Das könnte auch eine Partnerschaft zwischen gazanischen und israelischen Bürgern begründen.Vorausgesetzt,die gazanische Bürgerschaft lehnt die Hamas ab.
zum Beitrag27.07.2025 , 19:52 Uhr
"... einseitig pro-palästinensische Sicht der Linken auf diesen Konflikt, abzulösen."
Die von Ihnen erwähnte differenzierte Sicht sehe ich in den Kommentaren kaum; eher eine, meiner Meinung nach, relativ einseitige moralische und emotionale Unterstützung der Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei, die, wenn ich mich richtig erinnere, bereits ca. 14 Tage nach dem Pogrom am 07.10.23 deutlich wurde. Wenn die taz aus u.a. Kapazitätsgründen keine Kommentierung vieler Israel/Gaza-Artikel mehr ermöglichen kann, werden Israel-Kritiker und Pro-Palästinenser hier möglicherweise bald unter sich sein. Meiner Meinung nach ist es beklagenswert, wenn unter ohnehin schon in der Mehrheit israelkritischen und pro-palästinensischen Artikeln keine Kommentare veröffentlicht werden können und somit auch keine Möglichkeit besteht, an die Verantwortung der Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei zumindest zu erinnern, einzufordern und einen anderen Blick zu ermöglichen. Für den "inneren Frieden" ;-) der taz-lesenden Apologeten beider Seiten ist es aber vielleicht besser so. ;-)
zum Beitrag24.07.2025 , 19:41 Uhr
Das sehe ich auch so und hoffe darauf.
zum Beitrag24.07.2025 , 19:39 Uhr
"Mich jedenfalls nicht, dafür hat Netanjahu schon gesorgt."
Diese Ausrede finde ich, pardon, ein wenig preisgünstig, auch wenn Sie sich damit in der Mehrheit befinden. Für Ihr Desinteresse an den israelischen u/o jüdischen u/o ... Geiseln, sind schon Sie verantwortlich.
zum Beitrag24.07.2025 , 19:14 Uhr
"Sie haben aber kein politisches Mandat für Verhandlungen."
Die NGOs (übrigens auch die Journalisten) müssen meiner Meinung nach auch nicht verhandeln, sondern hätten zu Beginn "ihre Beziehungen spielen lassen müssen", um der IDF mitteilen zu können, wo sich die Geiseln und die Täter des 07.10.23 befinden. Das ist eine Frage des Anstands. Mein Eindruck ist, dass die NGOs und ihre (ortsansässigen?) Mitarbeiter eher mit der gazanischen als mit der israelischen Regierung zusammenarbeiten.
zum Beitrag24.07.2025 , 19:06 Uhr
Es geht u.a. darum, dass sie als "Terroristen" bezeichnet werden und nicht als gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Soldaten. Deshalb bleibt es meiner Meinung nach bei vielen Israelkritikern und Pro-Palästinensern bei einem "die sind halt so". Für mich nicht akzeptabel.
Ebenso stellt sich für mich die Frage, weshalb sie erst jetzt als Terroristen bezeichnet werden und die UN, UNRWA usw. vorher keine Probleme hatte, unglaubliche Mengen an Geld usw. an Gaza weiterzuleiten und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
zum Beitrag24.07.2025 , 19:02 Uhr
Weil die einen den Krieg begonnen haben und immer noch nicht bereit sind, zu kapitulieren und die Geiseln freizugeben.
Desweiteren denke ich tatsächlich, kann mich aber auch täuschen, dass sich die NGOs nicht allzusehr für die jüdischen/israelischen/usw. Geiseln interessieren. Wer fast über Jahrzehnte in Gaza tätig war, Beziehungen in vermutlich alle gesellschaftlichen Gruppen, Klassen, Vereinigungen und Familien hatte, muss, meiner Meinung nach, Möglichkeiten haben, der IDF zu helfen, die Geiseln zu finden.
zum Beitrag23.07.2025 , 19:17 Uhr
"Gut 100 NGOs rufen zum sofortigen Ende des Krieges und der Blockade auf."
Und weshalb fehlt auch hier wieder die Forderung, dass die Geiseln freigelassen werden müssen? Gehen NGOs davon aus, dass es den Geiseln besser als der gazanischen Bevölkerung geht oder sie nicht erwähnt werden müssen, da aufgrund der "Unterzahl" vernachlässigbar? Hätten Kfir und Ariel Bibas nicht auch ein Recht auf Unterstützung durch die 100 NGOs gehabt?
zum Beitrag23.07.2025 , 13:53 Uhr
Ich werde die Mitglieder der gazanischen Regierung und ihre Kämpfer/Hamas niemals als Monster bezeichnen (auch nicht als Tiere o.ä.) und habe das Ableben, ebenso wie die Art und Weise, von u.a. Herrn Sinwar bedauert, was in meinen Kommentaren (mehrfach, zumindest geschrieben; ob es immer veröffentlicht wurde, weiß ich nicht mehr, ist schon eine Weile her) nachgelesen werden kann.
Meiner Meinung nach wurden die Mitglieder der gazanischen Regierung und ihre Kämpfer/Hamas "falsch" erzogen und kultuvieren Eigenschaften, die vielleicht in jeder und jedem von uns schlummern. Darüber wissen Psychologen etc. mehr. Es sind keine Monster, sondern trotz allem Menschen.
"Ganz schön rassistisch, Ihr Weltbild."
Rassismus beruht auf tatsächlichen oder nur vermuteten biologischen Merkmalen. Die sind mir, vielleicht glauben Sie das, vollkommen und absolut egal. Nicht egal sind mir u.a. die Taten des 07.10.23, die Festhaltung der Geiseln, der von Gaza begonnene Krieg. Und ganz besonders! ist mir das Ziel dieser Menschen nicht egal:
Mahmoud al-Zahar (gehört angeblich zu den Top Five) "Israel is only the first target. The entire planet will be under our law, ..." Danke, aber nein danke.
zum Beitrag22.07.2025 , 20:49 Uhr
Mir persönlich reicht die "internationale Ansicht" nicht, wenn sie sich auf die Angaben der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer/Hamas verlässt.
Vielleicht halten Sie diese Personengruppe für vertrauenswürdig; ich wiederum denke eher, dass mir die Mitglieder der IDF näher sind, ganz normale Menschen, die aus ihren Berufen (Lehrer, Schauspieler, Buchhalter, Sozialarbeiter, Paketboten, ...) und Familien gerissen wurden, um zu versuchen, in einem Krieg zu überleben, der von Menschen begonnen wurde, die jegliches jüdische u/o israelische Leben, nicht nur in der dortigen Region, vernichten wollen. Diese, meiner Meinung nach eher Zivilist:innen, müssen gegen Männer kämpfen, die trainiert und ausgebildet wurden, einzig und allein, um jüdische u/o israelische Menschen zu töten. Es ist für mich grauenhaft mir vorzustellen, diese Menschen wären am/um den 07.10.23 noch erfolgreicher gewesen ... dann hätten wir jetzt die qualvolle Tötung von vielleicht neun Millionen jüdischer u/o israelischer Menschen zu beklagen.
zum Beitrag22.07.2025 , 20:16 Uhr
"Der Zivilschutz untersteht dem Innenministerium, wie in vielen Ländern und der Minister war in Gaza sicherlich von der Hamas, das bedeutet aber nicht das jeder Mitarbeiter Mitglied der Hamas ist."
Da "man" sogar in Deutschland davon ausgehen kann, dass gute Jobs (auch) über Beziehungen und Mitgliedschaften/Bekanntschaften vergeben werden, würde ich mich wundern, wenn das in Gaza so grundsätzlich anders wäre. Aber vielleicht haben Sie recht und in Gaza werden Jobs ohne gute Verbindungen zur gazanischen Regierung und ihren Kämpfern/Hamas vergeben. Wissen können wir es beide nicht und nur von dem ausgehen, was wahrscheinlicher ist oder uns naheliegender erscheint.
zum Beitrag22.07.2025 , 12:02 Uhr
Die Bezahlkarte ist doch ohnehin nur ein Thema, bis Asylbewerber:innen nach drei oder spätestens neun Monaten eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit annehmen. Ich meine, dass diese Zeit zu überbrücken ist. Unabhängigkeit geht meiner Meinung nach mit Selbstverantwortung einher. Es ist selten möglich, unabhängig zu sein, ohne Verantwortung für die eigene Existenzsicherung zu übernehmen. Das sehe ich bei Hausfrauenehen ebenso.
zum Beitrag22.07.2025 , 11:49 Uhr
Es wurden die gazanische Regierung und ihre Kämpfer unterstützt und ich denke, wir können uns alle den Aufschrei in der Welt vorstellen, wenn Israel die Unterstützung unterbunden hätte. Dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer, die in der Gesamtheit unglaublich hohen Summen nicht "zum Wohl (?)" ihrer Bürgerschaft eingesetzt haben, ist nicht Israel anzulasten.
Ja, vielleicht hat es zu einer Schwächung der PA geführt, dass die israelische Regierung die Zahlung der Hilfsgelder nicht unterbunden hat, aber dafür ist nicht die israelische Regierung verantwortlich. Es hätten dafür ja auch Schulen gebaut und Lehrer eingestellt werden können usw..
zum Beitrag22.07.2025 , 09:58 Uhr
"... Hungernde Menschen zu beschießen ..."
Das wissen wir von der gazanischen Gesundheitsbehörde, die für mich das Sprachrohr der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer/Hamas et al. ist und die Verteilung der Lebensmittel durch eine andere Organisation als der UN, mit der sie anscheinend lange und "gut" zusammengearbeitet hat, ablehnt.
"Aber stattdessen will Netanjahu einen Dauerkrieg um nicht ins Gefängnis zu müssen, ..."
Das wäre eine üble Motivation einen Krieg zu führen, der jedoch nicht von Herrn Netanjahu begonnen wurde (was lt. dieser Argumentation Sinn gemacht hätte), sondern von der gazanischen Regierung, ihrer Kämpfer, Iran usw..
zum Beitrag22.07.2025 , 09:47 Uhr
"Warum erreichen manche Konflikte dauerhafte mediale Präsenz, andere kaum?"
Ich denke Sie und ich wissen, weshalb gerade dieser Konflikt medial so präsent ist; die angeblichen Täter:innen sind Juden. Über 2.000 Jahre der Judenverfolgung mit dem von uns begangenen verabscheuungswürdigen Verbrechens"höhepunkt" der Shoa und es hat sich wenig geändert.
zum Beitrag22.07.2025 , 09:41 Uhr
"Das Statement war eindeutig. Ende des Gaza Krieges, freier Zugang zu Nahrungsmitteln, Ende der Siedlergewalt, Ablassen von den Umsiedlungsplänen und Freilassung der Geiseln."
Meiner Meinung nach wurde in dieses Statement zwar viel Wünschenswertes reingepackt, aber damit auch "überfrachtet" und wesentliches, wie die Entmachtung der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer fehlen. Ebenso denke ich, wenn nicht ausgeschlossen ist, dass Gewalt auch von palästinensischen Menschen ausgeht, müsste in dem Statement "Ende der Gewalt" stehen und nicht nur "Ende der Siedlergewalt". Ich finde das Statement unausgewogen.
Das Statement hätte sich auf Ende des Gaza-Krieges und Freilassung der Geiseln beschränken sollen. Das wäre meiner Meinung nach besser und hätte auf die anderen Forderungen positiv ausgestrahlt. Wenn die Geiseln freigelassen sind, hat Israel weniger Argumente auf seiner Seite.
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