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Austritt aus Pariser KlimaabkommenMilliardär Bloomberg springt für USA in die Bresche

Michael Bloomberg gehört zu den 20 reichsten Menschen der Welt – und will den wegfallenden Beitrag der USA zur Klimafinanzierung privat stemmen.

dpa | Der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg will angesichts des geplanten erneuten Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen mit seinem Geld in die Bresche springen. Seine Stiftung Bloomberg Philantropies werde zusammen mit anderen amerikanischen Geldgebern dafür sorgen, dass die Vereinigten Staaten trotzdem ihren Verpflichtungen in der Klimakrise nachkämen, teilte der 82-Jährige mit. Dazu gehöre unter anderem, die von der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump hinterlassene Lücke bei der Finanzierung des UN-Klimasekretariats UNFCCC zu schließen.

Bloomberg ist seit 2018 Klimabeauftragter der Vereinten Nationen. Im Jahr davor, dem ersten von Trumps erster Amtszeit als US-Präsident, hatte er das Klimaschutzbündnis „America's Pledge“ (Amerikas Versprechen) mit gegründet. Dabei handelt es sich um eine Kampagne von Bundesstaaten, Städten, Firmen und Organisationen der Zivilgesellschaft, das sich dafür einsetzt, dass das Land auch ohne Unterstützung der Regierung weiter gegen die Klimakrise kämpft.

Trump machte schon damals viele politische Vorgaben zum Klima- und Umweltschutz rückgängig. Bloomberg spendete dem UNFCCC Millionen Dollar, als Ausgleich für die gesunkenen Zahlungen der US-Regierung.

„Von 2017 bis 2020, in einer Zeit der Untätigkeit auf nationaler Ebene, haben sich Städte, Staaten, Unternehmen und die Öffentlichkeit der Herausforderung gestellt, die Verpflichtungen unserer Nation einzuhalten – und jetzt sind wir bereit, es wieder zu tun“, teilte Bloomberg nun mit.

Einer der Top20

Der Demokrat war von 2002 bis 2013 Bürgermeister der größten Stadt der USA und bewarb sich zur Präsidentenwahl 2020 um die Kandidatur seiner Partei. Er gehört nach Angaben des Magazins Forbes mit einem geschätzten Vermögen von knapp 105 Milliarden Dollar (rund 100 Mrd Euro) zu den 20 wohlhabendsten Menschen der Welt.

Trump hatte am Montag, dem Tag seiner erneuten Amtseinführung, ein Schreiben zur Kündigung des Pariser Klimaschutzabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung unterzeichnet, das an die Vereinten Nationen übermittelt werden soll. Das Abkommen sieht eine Kündigungsfrist von einem Jahr vor. Trump hatte die USA bereits während seiner ersten Amtszeit aus dem Abkommen geführt. Der Austritt hatte allerdings nur wenige Monate Bestand, weil sein Nachfolger Joe Biden sich wieder zu dem Vertrag bekannte.

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6 Kommentare

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  • Trumps Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen war ein Rückschritt für den globalen Klimaschutz, den Biden glücklicherweise korrigierte. Diese Wechselhaftigkeit zeigt, wie verletzlich Klimaverträge gegenüber innenpolitischen Entscheidungen sind. Langfristig braucht es verbindlichere Mechanismen.

  • Damals wie heute ein sehr feiner Zug eines ziemlich intelligenten Menschen. Hoffentlich kann er die Spenden in irgendeiner Form abschreiben und die XXX Regierung so daran beteiligen.

  • Ganz am Rande:



    Liebe taz,



    danke, dass Ihr



    weniger Trumpeltier



    razfaz auf Bilder bannt,



    denn Banden bilden



    ist viel schöner,



    als Tag für Tag



    dem Horrorclown



    ins Auge zu schaun!

  • Noch ist die USA nicht verloren!



    Solche Menschen lassen hoffen!



    Diese Nachricht freut mich sehr und sie zeigt auch, dass es unter den MilliardärInnen Sone und Solche gibt.



    Danke Mr . Bloomberg, dass Sie in Zeiten der Dummheit und Ignoranz, dieses Zeichen für unsere gemeinsame Zukunft setzen!

  • Ehrenmann! Lauter gute Nachrichten heute! Ok...fast...jedenfalls mehr als sonst...

    • @Mitch Miller:

      Einerseits ja, andererseits ist mir nicht ganz wohl dabei, die Finanzierung des Klimaschutzes ein paar wenigen 'progressiven' Superreichen anzuvertrauen und damit zu privatisieren.