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Was tun gegen den Energiewende-Rollback?Der Urknall

Der apokalyptische Sommer bringt Regierungen zum Nachdenken. Die deutsche allerdings nicht, kritisiert unser Autor. Er regt an: Bürger:innen, DIY!

I m Anfang war das Wort, sagt die Theologie. Am Anfang war alles pure Energie, antwortet die Physik. Wer Recht hat? Unklar. Aber klar ist, dass beides, sowohl Worte als auch Energie, elementar sind – und damit herzlich willkommen, liebe taz-Leser:innen, zur ersten Ausgabe der Kolumne „Energie für alle“! Hier soll es alle sechs Wochen um Klima- und Energiefragen gehen: Wie sieht die Energiegegenwart und -zukunft aus? Auf welche Klima-Welt steuern wir zu? Welche politischen Entwicklungen gibt es bei uns und anderswo? Diese und andere Fragen will ich an dieser Stelle adressieren und freue mich, wenn Sie mit dabei sind. Und nicht zuletzt, weil man im Anfang ja auch die Tat sehen kann, soll es auch um die Frage des „Was tun?“ gehen.

Also: Wo stehen wir in Sachen Klima und Energie im Sommer 2026? Apokalyptische Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien zeigen, dass Europa nicht verschont wird von den Auswirkungen der Klimakrise. In Deutschland haben die Hitzewellen offenbart, wie schlecht wir auf die neue Klimarealität vorbereitet sind: Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen überhitzen, Asphalt wird flüssig und die Rhein-Schifffahrt kommt zum Erliegen.

Währenddessen hat der schwelende Irankonflikt eine neue Realität auf den globalen Öl- und Gasmärkten geschaffen: Die Preise liegen etwa 50 Prozent über dem Niveau von Februar, die deutschen Gasspeicher sind nicht mal zu Hälfte gefüllt, und die Lage ist hoch volatil.

Kolumne Energie für alle

Je­de*r braucht Energie. Der Umstieg auf Sonne, Wind und Co. kann sie klimafreundlicher, demokratischer und billiger machen. Doch die fossile Lobby kämpft hartnäckig ums Überleben. Wie Energiepolitik funktioniert, erklärt hier regelmäßig Patrick Graichen. Er war Wirtschaftsstaatssekretär unter Robert Habeck und Mitgründer des Thinktanks Agora Energiewende. Heute ist er Berater, Aufsichtsrat und Blogger.

Die Antwort auf diese beiden unschönen Trends ist dieselbe: Massiv Wind-, Solaranlagen und Batterien installieren und so viel wie möglich elektrifizieren. Das ist der schnellste Weg, um das Klima zu schützen, und die Antwort auf die Gas- und Ölkostenfalle. Denn Wind und Solar sind die billigste Art Strom zu erzeugen, Wärmepumpen erzeugen 3- bis 4mal mehr Wärme pro eingesetzter Kilowattstunde als Gasheizungen, Elektroautos sind 2- bis 3mal effizienter als Verbrenner und die Speicher-Revolution transferiert Solarstrom günstig in den Abend.

Deutsche Außenseiterpositionen

Das erkennen gerade viele Regierungen auf der Welt – eigentlich alle Öl- und Gasimporteure. Es geht hier schließlich um die Sicherung von Wohlstand. Auch die EU-Kommission hat deswegen Mitte Juli eine Elektrifizierungsstrategie beschlossen, mit dem Ziel, dass Europa bis 2040 den Anteil elektrischer Prozesse verdoppelt. Es gibt allerdings auch Ausnahmen: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche propagiert Gas, wo es nur geht, und der neue Verkehrsminister Steffen Bilger glaubt nach wie vor an eine Zukunft von Verbrenner-Autos.

Das erkennen gerade viele Regierungen auf der Welt… Es geht hier schließlich um die Sicherung von Wohlstand.

Was also tun? Angesichts dieser Regierung müssen wir Bür­ge­r:in­nen es selbst in die Hand nehmen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Wärmepumpe anzuschaffen und/oder eine (Balkon-)Solaranlage zu installieren. Die Technik ist inzwischen so weit, dass es in praktisch jedem Haus geht. Und für die, die kein Haus haben: Rufen Sie Menschen mit Eigenheim an, die Sie kennen und lieben. Sie werden es ihnen danken, denn die Förderungen für Wärmepumpen und Solaranlagen sinken kontinuierlich – schon ab 2027 werden die Konditionen schlechter. Eine bessere Art, den Geldbeutel zu schonen, den Wert des Hauses zu steigern und gleichzeitig was fürs Klima zu tun, gibt es nicht. Insofern lautet der „Energie-für-Alle“-Rat im Sommer 2026: Ran an die Balkone, rauf auf die Dächer und ab in die Keller!

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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28 Kommentare

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  • Karl Heinz

    Ein Wirkungsgrad von knapp 20% für gut 20.000€ Anschaffungskosten? Ich nehme gerne die steuerfinanzierte Förderung mit.

  • sollndas

    Nette Ökobelletristik.



    Herr Graichen drückt sich konsequent um DAS zentrale Problem der Energiewende herum: Wie können die Löcher, die Wind und Sonne nun einmal wetterbedingt lassen, aufgefüllt werden?



    Das war die Herausforderung, vor der ich Anfang der 1990-er stand, als ich mein Nullenergiehaus (Kein Netzanschluss, keine konv. Heizung) konzipierte und baute, und in dem meine Frau und ich seither behaglich wohnen (Allerdings zu Kosten, da hätte ich mir auch einen Ferrari kaufen können).



    Bis heute habe ich von den Apologeten der Stromwende noch kein plausibles (technisch machbares und finanzierbares) Konzept erfahren, noch nicht einmal eine Abschätzung des Speicherbedarfs.

    • Kahlschlagbauer

      @sollndas:

      Der Stand der Batterietechnik hat sich seit Ihrem Projekt dramatisch verbessert. Batterien, die mehrere Tage vorhalten, sind jetzt relativ leicht erhältlich. Aber individuelle Aktionen können das Loch nicht füllen - da haben Sie ganz recht. Es braucht einen Netzausbau. der mit großen Batteriespeichern arbeitet. Busflotten, deren Speicherkapazität genutzt wird. Generelle Förderung der vehicle to load Technik. Da läßt sich viel machen, und es kostet weniger als ein Ferrari.

  • Parwin Schah Mohammedi

    Alles gut und richtig! Nur, sehr viele Menschen leben in Mietswohnungen mit Gasheizungen. Was machen die?

    • Altbayer

      @Parwin Schah Mohammedi:

      Arbeiten gehen - 53 Stunden in der Woche - Sie stellen sich aber auch an... Wenn dann noch in einer Vonovia-Wohnung gelebt wird, im Winter schön warm auf 17 Grad eingestellt ( = Heizung aus ), dann braucht man auch kein Gas!

      Bevor Sie fragen: Vonovia ist das Unternehmen, dass die meisten Postwohnungen für einen Apfel und ein Ei erstanden hat, und wie beschrieben einem Kollegen auch mal so eine ähnliche Antwort gegeben hat! Arbeite mehr - frierste weniger!

    • Janix

      @Parwin Schah Mohammedi:

      Größere Wärmepumpen. Fernwärme davor kurz abchecken (kommunale Wärmeplanung).



      Den Vermieter ganz lieb anstupsen. Der ja auch Wert erhalten will. Was mit einer Gas- oder gar Öl-Heizung kaum mehr geht.



      Von Mieterstrom träumen mag mensch ja auch. Evtl. einen kleine Solaranlage ans Fenster. Ich habe neulich auch einen Anbieter von sauberem Strom gesehen, hieß auch so ähnlich, der bezuschusst selbst Balkonsolar bei seinen Stromkunden als Aktion für die Energiewende.

  • Perkele

    Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir alle uns bislang so passiv und still verhalten haben, angesichts der ungeheuren Schäden, die die Regierung, namentlich Reiche und Merz unserer Gesellschaft insgesamt zufügen. Die sind vollkommen von der Lobby gesteuert, mit der Konsequenz, dass nur die fossile Wirtschaft davon profitiert und alles !!! andere erhebliche Nachteile befürchten muss. Die Bevölkerung -von der "Schaden abgewendet werden soll" leidet immens - zugunsten der Gas- und Ölprofiteure. Andere, vergleichbare Länder werden in naher Zukunft deutlich von ihren verantwortungsbewussten Maßnahmen profitieren und unsere Wirtschaft wird massiv zurückfallen. Von wegen Aufschwung... Die Verbraucher, die der Propaganda von Reiche, Merz und der Gaslobby auf den Leim gegangen sind, werden immense Kosten haben, während die EE-Nutzer*innen deutlich entspannter leben können.

    • Olav Parnem

      @Perkele:

      Was hat die Ampel, und gerade der Chef des Graichen Clans, da besser gemacht?



      Ich warte seit Jahren auf die "billige grüne Energie in HÜLLE UND FÜLLE".



      Und selbst "grüne" Quellen gehen NICHT davon aus, dass unser höchster Strompreis der ganzen Welt in den nächsten zehn Jahren billiger wird.

      Und dieser Preis ist so hoch, weil der Zappelstrom jede Menge milliardenteure Leitungen wie Südlink braucht, dazu muss JEDER Ort seine Stromnetze für ein VIELFACHES an Stromverbrauch umbauen, zu JEDEM EINZELNEN HAUS.

      Nicht zu vergessen schließlich die Gaskraftwerke für die Dunkelflauten, die übrigens Staatsekretär GRAICHEN in der Ampel SELBST ins Pflichtenheft geschrieben hat.

      • Perkele

        @Olav Parnem:

        Die GRÜNEN haben das Heizungsgesetz angestoßen und wurden/werden dafür noch heute mit Falschmeldungen verleumdet. Die GRÜNEN haben den Ausbau der EE vorangetrieben wo es möglich war - gegen den Widerstand der fdP und gegen die Hetze aus csdU und der einschlägigen Medien. Habeck hatte ein Konzept - das freilich vielen Protagonisten der Ewiggestrigen nicht passte und er war sehr beliebt in der Republik. Das war und ist der Grund dieser Kampagnen gegen ihn - es hätte die Altparteien Stimmen und Einfluß gekostet. Das wirkt noch heute.

      • Janix

        @Olav Parnem:

        Bitte zumindest hier keine 'Fakten' einfach erfinden, gell.



        Erneuerbarer Strom schlägt selbst die massivsubventionierten Fossil- und Atomkraftwerke im kWh-Preis. Die Kabel müssen gebaut werden, weil CSU-Bayern das verschnarchte und unlogisch unterirdisch auch noch. Und wegen des Methadons E-Auto.

        Klimaerhitzung ist richtig fies und richtig teuer. Das sollten Sie doch auch mitbekommen haben.

      • Kahlschlagbauer

        @Olav Parnem:

        Die Strompreise in Deutschland sind nicht die höchsten auf der Welt. In der kanadischen Provinz Alberta, die massiv auf fossile Energie und deregulierte Märkte setzt, zahlen Sie um die 40 kanadische Cent auf die Kilowattstunde, wenn die ganzen Netz- und Verteilungskosten eingerechnet sind.



        Der Rest Ihres Beitrags ist von ähnlicher Qualität. Grosschreibung macht es nicht besser.

  • hsqmyp

    DIY löst leider nur den kleineren Teil des Problems.

    Sie wissen genau, das wir in Deutschland ohne entsprechende gesetzliche, staatliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen beim Klimaschutz, der Energiewende und der Klimafolgenbewältigung scheitern werden.

    DIY ist dann wohl auch der Grund, warum sie alleine auf Einzelhauslösungen abstellen.



    Auch in Zeiten der Ampel wurde diese Individualisierung sehr gefördert.

    Sozial verträgliche Nah- und Fernwärmenetze, die zB in Dänemark das Rückrad der dortigen Wärmewende bilden, wurden wenig thematisiert und schlecht gefördert.



    Ich bin ein großer Fan von Wärmepumpen und Balkonkraftwerken.



    Mehr als die Hälfte unseres Hausbestandes ist jedoch trotz der Fortschritte ohne ein teure, ZUSÄTZLICHE energetische Sanierung nicht sinnvoll mit WP zu beheizen.



    Die technologische Verengung auf Einzelhauslösungen wird also dem Problem nicht gerecht.



    Das sollten auch die Grünen endlich einmal akzeptieren.

    • Momo33

      @hsqmyp:

      Wie kommen Sie auf die Hälfte? Eine Erdwärmepumpe ist sicher vorzuziehen. Ansonsten werden wir erstmal eine Klkmaanlage hinhängen und Konvektorheizungen helfen jetzt schon in der Übergangszeit. Denn mit PV auf dem Dach eröffnen sich Optionen ohne unendlich teure Investitionen.

    • Kahlschlagbauer

      @hsqmyp:

      Niemand bestreitet das. Individuelle Aktionen sind nicht genug. Es braucht auch politische und soziale Aktion. Die Grünen sagen das laut und deutlich.

  • Grenzgänger

    Mein Vermieter hat mich vor 3 Jahren ermutigt, auch ohne Balkon eine Balkonsolaranlage zu installieren; Anfang des Jahres erhielt ich rund 170 € von meinem Ökostromanbieter als Gutschrift auf die Jahresabrechnung. Läuft.

  • Martin L.

    Ps: lieber Herr Graichen, ich bin im Prinzip auch pro Windkraftausbau. Doch für die Tierwelt braucht es windkraftfreie Rückzugszonen, egal ob im Meer, auf der Weide oder im Wald. Doppelverglaste menschliche Schlafzimmerfenster benötigen mind. 500 bis 800m Abstand vom bis zu 46 dB Rauschen eines Windrads. Ich persönlich kann bei einem Kühlschrank im Zimmer mit 39 dB schon nicht gut schlafen. Und das gestresste Wildtier braucht keinen gesunden Schlaf? Hier ist die Forschung noch absolut am Anfang. Allein in Norwegen gibt es ein Verfassungsgerichtsurteil, was dem größten Windpark teilweise die Betriebsgenehmigung entzieht. Indigene Samen bekamen Recht, weil ihre scheuen Rentierherden im Umfeld der Windparks gestresster waren. (Stadtwerke München waren mit im Betreiberkonsortium eben jenes Windparks, taz berichtete vor Jahren schon)

    • charly_paganini

      @Martin L.:

      40-50dB entspricht einem ruhigen Zimmer oder einer leisen Unterhaltung. Wem das zu laut ist hat wohl eher ein individuelles Problem, dem Windkraftausbau sollte das aber nicht entgegen stehen.



      Im jeder Berliner Stadtwohnung dürfte es lauter sein und trotzdem wollen da immer noch viele hin, freiwillig.

      • Sybille Bergi

        @charly_paganini:

        Wenn Sie sich eine Sekunde informiert hätten, anstatt Martin L. hier persönlich anzugehen hätten Sie gelesen, dass für ungestörtes Schlafen ein Geräuschlevel von 25 bis 30 dB empfohlen wird. Das ist Wissenschaft, kein individuelles Problem.

        • Hugo

          @Sybille Bergi:

          Da isses auch ohne Windmühlen in jedem Wald und jeder Flur lauter, selbst wenn aus Versehen irgendwo in der Rhön (oderso) im Umkreis von 3km mal nachts um 4 kein Auto fährt und kein Flugzeug drüberballert. Weiß ned, ob da wirklich die Räder die Rehe und Wildschweine um ihren Schlaf bringen. So sie denn gebaut werden, zumindest die südliche thüringer Grenze gen Bayern sieht mer an den Windrädern und das pünktlich nach der Grenze auf den Vorranggebieten an der Autobahn beginnende PV-Anlagen-Paradies *schulterzuck*.

        • Oskar Muster

          @Sybille Bergi:

          Nur mal schnell gegoogelt:



          "Der Geräuschpegel in einer Großstadt liegt nachts an ruhigen Wohnorten bei etwa 40 bis 45 dB(A), an vielbefahrenen Straßen oder in Zentren oft bei 50 bis 60 dB(A) oder mehr. "



          Nicht jeder wohnt im Wald und auf der Heide ... und da zwitschern womöglich noch so laute Vögel herum. Tja, lieber Martin L., da hilft nur umziehen.

  • Parwin Schah Mohammedi

    Ich find das alle gut und richtig. Eigenheimbesitzende können sich eine Wärmepumpe und eine Solaranlage einbauen und sind fein raus. Leider gibt es aber sehr viele Menschen, die in Mietwohnungen wohnen, die mit Gas beheizt werden. So wie ich zum Beispiel, im unsanierten Altbau. Was machen die? Was mache ich?

    • Momo33

      @Parwin Schah Mohammedi:

      Probieren Sie ne Konvektorheizung, gibts billig um 20 Euro und ggfs nen anderen Stromvertrag.

  • FtznFrtz

    Das gravierendste Problem unserer heutigen Zeit ist der Klimawandel, der Rollback ist eine Mischung aus Satire und blankem Irrsinn, auf vielen Gebieten, Klima, Kosten, Sicherheit, auch wirtschaftliche Entwicklung. Nur wer massiv in klimafreundliche Technologie inverstiert speilt auf den Märkten der Zukunft mit, nur so kann der Verlauf der bereits laufenden Krise zumindest abgemildert werden.



    Die Bundesregierung arbeitet massiv gegen die Interessen der Menschen, schadet ihnen bewusst. Man flötet weiter etwas von schönen heißen Sommern, die dröhnende Verdrängung wird immer absurder.

    • Marcelo

      @FtznFrtz:

      Gegen die Interessen der Bürger, das bezweifle ich stark. Die Nachfrage nach Fossilien Energie ist da und sehr hoch.

      • FtznFrtz

        @Marcelo:

        Aber warum ist sie noch so hoch? Sollten Sie sich einmal fragen. Vielleicht, weil der dringend notwendige Umbau viel zu langsam geht?

  • Martin L.

    Habecks Berater hat leider eklatant die Wasserstoff-Kosten unterschätzt. Und den Transportverlust, wenn man den aus Nord-Afrika oder (in Form von Ammoniak) aus Australien herbeishippern will. Neben der Rosinenpickerei, denn auch andere Länder, Afrika selbst, braucht Öko-Wasserstoff für seine eigene berechtigte Entwicklung. Und wenn schon Öko, dann muss das durch CO2-Zölle flankiert werden. Bzw. Rückerstattungen beim Export. Auch Habeck plante Gaskraftwerke für die Dunkelflaute im Januar, die letzten 3 AKW abzuschalten war extrem leichtsinnig und kontraproduktiv. Speicherenergien waren seriös ingenieurmäßig VORAUSSEHBAR viel teurer als gemeinhin geschätzt. Hier fehlte fundiertes Ingenieurswissen, das die reine Physik auch ökobetriebswirtschaftlich ergänzt. Habecks Öko-Berater hat somit auch den Rechtsrutsch der Wähler mit zu verantworten. Weil -leider- kein Land der Welt so einfach zu Wohlstandsverzicht bereit ist. Alles schmutzig hergestellte beziehen wir aus China. Weil da der sofortige Klima-Zoll fehlt/e und zB Grünstahl es somit VORHERSEHBAR nicht schafft. Also blieb die am Grünen Tisch mit heißer Nadel gestrickte Lobbypolitik Graichens ingenieurs-wirtschaftstechnisch failed.

  • Matthias Schlüter

    Man kann viel machen. Ich habe Freunden, Nachbarn und Verwandte zu dem Einbau eines Balkonkraftwerkes teils mit Speicher animiert und geholfen oder sie komplett für sie eingebaut und angemeldet. Fast alle hatten zunächst eine innerliche Hürde. Nun gibt es 5 Anlagen mehr in der Welt und eine 6. folgt demnächst. Bei meiner Schwägerin habe ich zusätzlich ein 80l Solarboiler mit PV Direktanschluss als Ergänzung zu dem vorhandenen Durchlauferhitzer eingebaut.

    • Heho

      @Matthias Schlüter:

      Hi, haben Sie nen Tip für Mieter mit alten Kabeln (wahrscheinlich 60er und ohne Erdung), Sicherungskasten von 2005 aber Küche "neu" verkabelt auch ca 2005. Kann man da was mit Speicher und Solar werden?