Weiterer Stellenabbau bei RTL und Sky: 500 Stellen fallen weg
Bei RTL und Sky fallen bis 2027 noch mal 500 Stellen weg. Die Mediengruppe will durch Synergien in den nächsten Jahren 250 Millionen Euro sparen.
Foto: Sven Simon/imago
KNA | RTL Deutschland will beim laufenden Zusammenschluss mit dem Pay-TV-Sender Sky bis Ende 2027 rund 500 Stellen streichen. Der Arbeitsplatzabbau soll nach RTL-Angaben sozialverträglich erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.
Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet. Das Gros der Stellen werde schon in diesem Jahr wegfallen, der Abbau solle sich auf beide Unternehmen verteilen, so die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Mediengruppe. Details darüber, wie viele und welche Stellen jeweils bei RTL in Köln und am Sky-Sitz in Unterföhring betroffen sind, will RTL in den nächsten Wochen bekanntgeben.
Mit dem Stellenabbau war nach der Übernahme von Sky durch RTL gerechnet worden. Nach Konzernangaben sollen sich durch den Zusammenschluss in den nächsten drei Jahren Synergieeffekte in Höhe von 250 Millionen Euro ergeben. RTL Deutschland hatte im Rahmen eines eigenständigen Umstrukturierungsprogramms „Shift 2026“ bereits im Frühjahr rund 600 Stellen gestrichen.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) warnte „vor massiven Auswirkungen auf das journalistische Angebot“ bei RTL durch den erneuten Stellenabbau. „Spätestens jetzt bekommt die Fusion von RTL und Sky ein Preisschild“, so der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. Für die Sender-Chefs seien dies Synergieeffekte, für die Beschäftigten aber der Verlust ihres Arbeitsplatzes, so Beuster.
Umverteilung gegen rechts
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