US-Frauenfußball-Team verklagt Verband: Gegen „institutionalisierten“ Sexismus
Schon seit 2016 kämpfen die Spielerinnen des US-Fußballteams für eine mit den Männern vergleichbare Bezahlung. Nun ziehen sie vor Gericht.
Die Spielerinnen berichten, dass sie mehr Spiele spielen müssen als Männer, diese auch häufiger gewinnen und dennoch schlechter bezahlt werden. In der Klage geht es allerdings nicht nur um Bezahlung, sondern auch um die Qualität des Trainings, der gesundheitlichen Versorgung und sogar des Transports.
Die Frauen fordern Lohn nach, sowie Schadenersatz und andere Zahlungen, die insgesamt zahlreiche Millionen Dollar umfassen könnten. Die Spielerinnen wollen außerdem auch den Status einer Sammelklage erreichen, um alle Spielerinnen vertreten zu können, die seit dem 4. Februar für das Team spielen.
Die Klage ist nicht das erste Mal, dass das US-Frauenfußballteam die schlechteren Arbeitsbedingungen thematisiert. Bereits 2016 hatten fünf Frauen bei der US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC Beschwerde eingelegt. Nachdem keine spürbaren Verbesserungen eintraten, erhielten sie im Februar die Erlaubnis der Behörde vor Gericht zu ziehen.
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