Prozess wegen Kinderpornografie: Bewährungsstrafe für Metzelder
Ex-Fußballer Christoph Metzelder wird wegen Verbreitung von Kinderpornografie zu zehnmonatiger Bewährungsstrafe verurteilt. Er zeigte sich geständig.
Foto: Federico Gambarini/dpa
dpa/afp | Der ehemalige Profifußballer Christoph Metzelder ist wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Mit diesem Urteil ging der Prozess am Düsseldorfer Amtsgericht am Donnerstag nach nur einem Tag zu Ende. Am Vormittag hatte der 40-Jährige ein Teilgeständnis abgelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft legte Metzelder zur Last von Juli bis September 2019 kinder- und jugendpornografische Dateien via WhatsApp verschickt zu haben. Zu sehen waren demnach unter anderem Jungen und Mädchen unter zehn oder unter 14 Jahren. In einem Fall war von einem „Kleinkind“ in stark sexualisierter Pose die Rede.
Die Vorwürfe wurden im September 2019 bekannt, als Ermittler:innen sein Haus in Düsseldorf durchsuchten. Auf einem dabei beschlagnahmten Handy wurden insgesamt 297 Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten gefunden. Metzelder gestand am Donnerstag nun den Besitz und die Weitergabe von insgesamt 18 Dateien, die letztlich ins Strafmaß einflossen.
Der ehemalige Nationalspieler räumte ein, auf frei zugänglichen Seiten Screenshots von Vorschaubildern inkriminierter Dateien gemacht zu haben. „Ich habe im Chat Extremfantasien ausgetauscht“, sagte der 40-Jährige. Die Faszination habe „in der Grenzüberschreitung gelegen“, nicht in den Darstellungen schwersten sexuellen Missbrauchs selbst.
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