Polizeieinsatz im Hambacher Forst: Pfefferspray gegen AktivistInnen
Nach Steinwürfen auf RWE-Mitarbeiter hat die Polizei am Freitag das Wiesencamp am Hambacher Forst und Räume in Düren durchsucht.
Am Freitag hat die Polizei Aachen das Wiesencamp am Hambacher Forst und die sogenannte Werkstatt für Aktionen Düren durchsucht. Dabei setzten Polizisten unter anderem Pfefferspray ein. Laut Polizei weigerten sich auf der besetzten Wiese drei AktivistInnen, eine Hütte zu verlassen. Sie spitzten Flüssigkeit nach draußen, die die Polizei als Urin identifizierte. Zudem hätten sie gedroht, sich selbst sowie eindringende BeamtInnen zu verletzen.
Die Polizei entleerten mehrere Kartuschen Pfefferspray in die etwa drei Quadratmeter große Hütte. Die AktivistInnen warfen Plastik- und Glasflaschen. Schließlich kamen sie aus der Hütte, und BeamtInnen brachten sie zu Boden. Ein Aktivist rief, er könne nicht atmen. Ein Polizeisprecher sagte der taz, auch BeamtInnen seien wohl durch das Pfefferspray verletzt worden.
„Die Durchsuchungen dienen insbesondere der Auffindung von Beweismitteln“, heißt es in einer Polizeimeldung zum Einsatz, der auf Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Aachen stattfand. Hintergrund sind Straftaten am 21. und 24. Dezember: Laut Polizei hatten vermummte Unbekannte unter anderem Steine und Pyrotechnik auf den RWE-Sicherheitspunkt am Hambacher Forst geworfen. Ein RWE-Mitarbeiter sei durch Steine unterhalb des linken Ohrs verletzt worden. Die Identität der TäterInnen sei nicht bekannt.
Laut einer Polizeimeldung wurden Gegenstände gesucht, die „der Vorbereitung und Durchführung von Straftaten und/oder Ordnungswidrigkeiten dienen können“. Räumungen des Camps oder der im Hambacher Forst wieder errichteten Baumhäuser seien nicht geplant, Rodungen auch nicht. Der Polizeibericht über das Ergebnis der Durchsuchungen lag am Freitagnachmittag noch nicht vor.
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