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Neubauer, Lang, El-Mafaalani Weiterdenken beim taz lab

Welche Regierung bildet eine Akivistin? Wie gewinnt man Vertrauen zurück? Diese und mehr Fragen beantwortet taz FUTURZWEI gemeinsam mit Luisa Neubauer, Aladin El-Mafaalani und Ricarda Lang.

Führen das Weiterdenken auch auf dem taz lab weiter: Neubauer, El-Mafaalani, Welzer und Lang Foto: snapshot/Future Image/C.Hardt, Jennifer Fey, Jens Steingässer, Elias Keilhauer | Collage: taz FUTURZWEI

taz FUTURZWEI | Die AfD kann nicht „entzaubert“ werden, indem sie selbst schlecht regiert. Das sagte der Soziologe Aladin El-Mafaalani unlängst im Weiterdenken-Gespräch von taz FUTURZWEI in der taz Kantine.

Grund: Die „Mißtrauensgemeinschaften“, die sie wählen, gewinnen nicht Vertrauen in die Demokratie zurück, weil Rechtspopulisten nichts auf die Reihe kriegen. „Der Vertrauensverlust ist wie ein Kipppunkt“, sagt El-Mafaalani. Sei das Vertrauen in die liberale Demokratie erst einmal verloren, werde es schwer, es zurückzugewinnen. Die Veranstaltung war in fünf Stunden ausverkauft, weshalb wir El-Mafaalani auch zum taz lab eingeladen haben. Wer also keine Karte gekriegt hat, ihn live erleben und wissen will, welche Lösung er dennoch sieht, um das Vertrauen zurückzugewinnen, kann das am 25. April tun.

Das Weiterdenken-Gespräch mit der Grünen-Politikerin Ricarda Lang steht unter der Leitfrage: „Schluss mit dem Progressiv-Gequatsche?“ Lang hatte in der taz behauptet, sie wolle mit ihrer Partei „das Zentrum einer progressiven Regierung“ bilden. Da wollen wir wissen: Was soll denn das sein, welche Parteien sollten das sein und welche Gesellschaft soll das abbilden?

Was bedeutet „progressiv“ heute?

Selbstverständlich waren linke, grüne, alternative Milieus der 1968ff-Kultur in ihrer Selbstwahrnehmung traditionell „progressiv“. In der Gegenwart der Denkerstarrung und Zukunftsangst läuft „progressiv“ meist auf mehr Sozialstaat und weniger Miete hinaus, aber was bedeutet „progressiv“ nach dem Ende des Endes der Geschichte in Fragen der Verteidigungsfähigkeit (mehr Panzer, mehr Soldaten?), einer postfossilen Wirtschaft (weniger Arbeiter?), Machtpolitik (mehr Brutalität?), dem Umgang mit den USA, mit Russland, mit China, mit Europa, der Digitalisierung, der autoritären Herausforderung der liberalen Demokratien, dem Sparzwang von Kommunen und vielem mehr?

Soll man noch von „progressiv“ reden, soll man von „links“ und „linker Mitte“ reden, sind das Begriffe, mit denen sich die neue Lage verstehen oder gar politisch meistern lässt? Weil wir davon ausgehen, dass viele Leute mit progressiver Identitätsidee beim taz lab sein werden und damit es für die ehemalige Grünen-Vorsitzende eine angemessene Herausforderung wird, haben wir eine Doppelmoderation. Paulina Unfried wird testen, ob Lang progressiv genug ist und Peter Unfried, ob sie nicht viel zu progressiv ist. Da kommt also was auf Ricarda Lang zu!

Welche Regierung bilden Sie, Frau Neubauer?

In einem anderen Weiterdenken-Gespräch mit Luisa Neubauer geht es um die Frage, wie wir zu einer Regierung kommen, die zukunftsfähige Wirtschafts- und Klimapolitik macht. Neubauer hat ja längst aus der Rolle der Klimaaktivistin auf der Straße die weit komplexere Rolle einer aktiven Public Intellectual entwickelt, die auf verschiedenen Ebenen versucht, das politische Denken von Politik, Wirtschaft und Mehrheitsgesellschaft zu verändern.

Welche Regierung bilden Sie, Frau Neubauer?“ ist die Leitfrage einer Stunde, in der nicht gemütlich von außen beklagt werden soll, wie schlimm alles ist. Stattdessen wird Neubauer herausgefordert, einen Plan zu entwickeln, wie und mit wem sie in dieser schwierigen Realität Zukunft gestalten will.

Im Gespräch mit taz lab-Kurator Jan Feddersen wird Herausgeber Harald Welzer die Titelfrage der aktuellen taz FUTURZWEI-Ausgabe beantworten: Warum ihn die AfD nicht interessiert. Seine Antwort geht in die Richtung, die auch El-Mafaalani gibt, nämlich das Problem von einer Lösung her zu denken.

Die Lösung ist nicht „Antifaschismus“, sondern eine nationalstaatliche Liberaldemokratie, die mit Unterstützung einer aktiven Gesellschaft das hinkriegt, was innerhalb ihrer Zuständigkeiten eben durchaus möglich ist: Das fängt bei einer funktionierenden Bahn an und der Rest soll hier noch nicht verraten werden.

Weiterdenken mit taz FUTURZWEI beim taz lab: Wir freuen uns drauf!

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