Nach den Oster-Anschlägen in Sri Lanka: Fünf Verdächtige gefasst
Bei den Anschlägen auf Sri Lanka zu Ostern starben mehr als 250 Menschen. Nun wurden fünf Verdächtige aus Saudi Arabien in das Land zurückgebracht.
Foto: reuters
afp | Fünf in Saudi-Arabien festgenommene Sri Lanker, die im Zusammenhang mit den verheerenden Anschlägen von Ostern in Sri Lanka gesucht wurden, sind am Freitag in ihre Heimat zurückgeführt worden. Ein Ermittlerteam habe die Verdächtigen von Saudi-Arabien nach Sri Lanka gebracht, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera.
Unter den Verdächtigen ist demnach auch Mohammed Milhan, eine ranghohe Führungsfigur der Islamistengruppe NTJ, die für die Anschläge vom Ostersonntag verantwortlich gemacht wird. Milhan wurde zudem im Zusammenhang mit der Tötung zweier Polizisten im Osten Sri Lankas gesucht, wo NTJ-Anführer Zahran Hashim seine Basis hatte. Hashim war einer der Selbstmordattentäter der Anschlagsserie von Ostern.
Die Behörden in Sri Lanka haben nach den Anschlägen auf christliche Kirchen und Luxushotels mehr als hundert Verdächtige mit Verbindungen zur NTJ und zu Hashim festgenommen. Festnahmen gab es nach Angaben der Armee Sri Lankas neben Saudi-Arabien auch in Katar.
Bei der Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels waren am 21. April insgesamt 258 Menschen getötet und fast 500 weitere verletzt worden. Sri Lankas Regierung macht zwar die NTJ für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich.
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