Mit Unterstützung der Türkei: Pakistan und Afghanistan nehmen Friedensgespräche wieder auf
Pakistan und Afghanistan führten in Istanbul Gespräche, bis Islamabad diese am Mittwoch für gescheitert erklärte. Nun steht ein zweiter Versuch an.
afp | Pakistan und Afghanistan nehmen nach türkischen Angaben in der kommenden Woche ihre Friedensgespräche wieder auf. „Alle Parteien haben sich darauf geeinigt, die Waffenruhe fortzusetzen“, erklärte das türkische Außenministerium am Donnerstagabend. Die Modalitäten ihrer Umsetzung würden bei einem hochrangigen Treffen in Istanbul kommende Woche Donnerstag geprüft und entschieden.
Pakistan und Afghanistan hatten unter Vermittlung der Türkei und Katars in Istanbul Gespräche geführt, bis Islamabad am Mittwoch die Verhandlungen für gescheitert erklärt hatte. Am Donnerstag meldeten pakistanische und afghanische Staatssender, dass die Gespräche wahrscheinlich wieder aufgenommen würden.
Der Konflikt zwischen den beiden Nachbarländern hatte sich nach Explosionen in Kabul am 9. Oktober verschärft. Die Taliban-Behörden in Afghanistan machten Pakistan für die Explosionen verantwortlich. Seitdem wurden mehr als 70 Menschen getötet und hunderte verletzt.
Seit der Rückkehr der radikalislamischen Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 hat es wiederholt Scharmützel zwischen Einheiten der beiden Nachbarländer gegeben. Pakistan wirft Afghanistan seit langer Zeit vor, Milizen Schutz zu gewähren, die in Pakistan Anschläge verüben. Die Taliban-Regierung in Kabul bestreitet dies.
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