Landtagswahlen in Ostdeutschland : Wie schlägt man die AfD?
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Die AfD stellt sich gern als unbesiegbar hin, dabei hat sie in diesem Jahr fast alle Kommunalwahlen verloren. Was lässt sich daraus lernen?
Bei der Landratswahl in der Uckermark hat sich die AfD große Hoffnungen gemacht: Die Amtsinhaberin von der CDU, Karina Dörk, stand im April dem Herausforderer Felix Teichner gegenüber, einem Abgeordneten der AfD im Brandenburger Landtag. Der gibt sich freundlich und spielt auf dem Klavier auch mal Songs des linken Liedermachers Hannes Wader. Am Ende hat die Landrätin ihren Posten verteidigt und das mit einem sehr klaren Ergebnis. Kompetenz schlägt Populismus, kommentierte taz-Redakteur Stefan Reinecke das Ergebnis.
Die Landratswahl in der Uckermark ist nur eine von vielen Niederlagen, die die AfD in diesem Jahr bereits in Ostdeutschland einstecken musste – also da, wo sie sich besonders siegesgewiss gibt. Zu bislang 26 Wahlen für Bürgermeister- und Landratsposten ist sie angetreten, gewonnen hat sie nur zweimal: mit André Barth im sächsischen Altenberg Anfang des Jahres und aktuell mit René Stadtkewitz in Zehdenick/Brandenburg.
Was kann man aus diesen Ergebnissen lernen? Und welche Rolle spielt es, dass eine CDU-Frau wie Karina Dörk im Wahlkampf sagt, für „Pseudoprobleme“ wie die Brandmauer habe sie keine Zeit?
Wie schlägt man die AfD? Das ist die Frage, um die es in der neuen Folge des Bundestalks geht – natürlich auch mit Blick auf die Landtagswahlen im Herbst. In Sachsen-Anhalt steht die extrem rechte Partei laut Umfragen inzwischen bei 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36. Aber auch in bundesweiten Umfragen hat sich die AfD auf Platz eins geschoben und liegt 2 bis 3 Prozent vor der Union. Interessant dabei: Laut Wahlforscher*innen ist seit der Bundestagswahl nur ein kleiner Teil der Unionswähler*innen, die sich von CDU und CSU abgewandt haben, zur AfD übergelaufen. Ein deutlich größerer will jetzt gar nicht mehr wählen. Oder für Parteien links der Union stimmen.
Was heißt all das für die Zukunft des Landes? Und welche Strategien gibt es gegen die AfD? Darüber diskutieren in der neuen Folge des Bundestalks der AfD-Watcher der taz, Gareth Joswig, die Leiterin des Recherche-Ressorts Anne Fromm und Stefan Reinecke aus dem Parlamentsbüro. Sabine am Orde innenpolitische Korrespondentin der taz, moderiert.
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