piwik no script img

Kämpfe in der UkraineGreenpeace fürchtet Atomunglück

Die Gefechte in der Ukraine gefährdeten ein AKW, warnt Greenpeace. Panzerbrechende Waffen könnten die Hülle des Kraftwerks durchschlagen.

BERLIN dpa | Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht in den Kämpfen in der Ostukraine eine wachsende Gefahr für ein Atomkraftwerk in der Region. Die Front verläuft etwa 200 Kilometer vom AKW Saporoschje entfernt, dessen aus Sowjetzeiten stammende Reaktoren nur unzureichend gegen Beschuss geschützt seien.

„Es gibt in der Region viele panzerbrechende Waffen, die diese Hülle durchschlagen können“, sagte Tobias Münchmeyer, Atomexperte von Greenpeace, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom Samstag.

Auch ein Angriff auf die Stromversorgung oder das Stromnetz könne durch den Ausfall der Kühlung verheerende Folgen haben, wie das Beispiel Fukushima gezeigt habe.

Die deutsche Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) beobachtet die Entwicklung nach eigenen Angaben sehr genau und stehe in engem Austausch mit den Behörden in der Ukraine. Es gebe aber zurzeit "keine Informationen, die Anlass zu konkreten Beunruhigungen geben", teilte die GRS nach Angaben der Zeitung mit.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

5 Kommentare

 / 
  • sema

    Was mich an all den (teilweise sicher berechtigten) Kommentaren von "aufmerksamen Beobachtern" und Kritikern der Mainstream-Berichterstattung wirklich sehr nervt, sind diese Anfeindungen gegen Umweltschützer, die irgendwie auf dem Hoheitsgebiet der ehemaligen SU tätig sind. Das ist wirklich zum Kotzen, wie hier berechtigte Sorgen um Sicherheit und Umweltschutz von globalem Interesse als rein politisches

    Machtpoker hingestellt werden. Mir schwant, an solchen Kommentaren sind wahrhaft die "Putin-Schreiberlinge" zu erkennen. ...

  • 5G
    571 (Profil gelöscht)

    Das Thema wird zurzeit vom Kiewer Regime aufgetischt (SZ).

    Da wird Geld benötigt und der Westen soll's aufbringen.

    (Der finanziert ja schon den Sarkophag...)

  • 8G
    8378 (Profil gelöscht)

  • athens2020

    """Die Front verläuft etwa 200 Kilometer vom AKW Saporoschje entfernt"""

     

    200km!

    Die Ukraine ist gerade in den Medien und Greenpeace will dabei sein.....