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Jemens Rolle im IrankriegHuthis drohen Saudi-Arabien

Ein Flugzeug landet im jemenitischen Sanaa und bricht kurz darauf mit Huthi-Rebellen an Bord nach Teheran auf. Die Huthis und Iran machen mobil.

Während die USA und Iran um ihr Waffenstillstandsabkommen ringen, machen in Jemen die Huthis mobil gegen saudische Infrastruktur. Am vergangenen Freitag landete ein iranisches Flugzeug auf dem Flughafen von Sanaa. Drei Stunden später startete es wieder: An Bord hatte es eine offizielle Delegation der Huthis. Die Maschine landete kurze Zeit später in Teheran, um an der Beisetzung des getöteten obersten Führers Irans, Ali Chamenei, teilzunehmen.

Es war der erste Direktflug aus Iran, der seit 2015 in Sanaa landete. Denn seitdem blockiert Saudi-Arabien die jemenitischen Flug- und Seehäfen, um die schiitischen Huthi-Rebellen militärisch von Nachschub abzuschneiden. Die Huthis erklärten, der Flug habe die saudische Blockade durchbrochen. Kampfflugzeuge einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition hatten während der Landung des Flugzeuges in Sanaa über dem Flughafen gekreist, zogen sich dann aber zurück.

Die international anerkannte Regierung Jemens wiederum erklärte, das Flugzeug gehöre der iranischen Revolutionsgarde an, die unter US-Sanktionen stehe, und habe den jemenitischen Luftraum verletzt; sie forderte eine internationale Untersuchung der Ladung.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition reagierte scharf. Auf jeden Versuch, das Königreich anzugreifen oder die Souveränität Jemens zu verletzen, werde mit „beispielloser Entschlossenheit und Gewalt“ reagiert.

Huthis und Iran sprechen mit einer Stimme

Innerhalb weniger Stunden eskalierte die Rhetorik. Huthi-Führer drohten von Teheran aus Saudi-Arabien direkt. Aktivisten und der Gruppe nahestehende Plattformen brachten die Idee ins Spiel, Anlagen der saudischen Erdölfördergesellschaft Aramco und saudische Schiffe im Roten Meer anzugreifen.

Die Eskalation lässt sich nicht vom wachsenden Druck im eigenen Land trennen. Die Wirtschaftskrise in den von den Huthis kontrollierten Gebieten hat sich verschärft: Staatsgehälter bleiben seit Jahren unbezahlt, die Kaufkraft sinkt weiter und Hunger sowie Stagnation breiten sich aus. Die Lebenshaltungskosten sorgen innerhalb der jemenitischen Gesellschaft für Spannung. Vor diesem Hintergrund tragen Drohungen gegen einen äußeren Feind dazu bei, interne Wut abzubauen, die Aufmerksamkeit umzulenken und Saudi-Arabien zu Zugeständnissen zu drängen.

Adnan al-Jabrani, ein Experte für Huthi-Angelegenheiten, sagte, das Eindringen des Flugzeugs in den jemenitischen Luftraum spiegele eine neue Phase wider. Iran arbeite daran, ein neues regionales Gleichgewicht durchzusetzen und die Verbindungen innerhalb der sogenannten Teheraner Achse zu verstärken.

Der UN-Sondergesandte für Jemen, Hans Grundberg, versucht weiterhin, die ins Stocken geratene Verhandlungen zwischen den Huthis, Saudi-Arabien und anderen jemenitischen Parteien wiederzubeleben. Die jüngste Eskalation erschwert die Rückkehr an den Verhandlungstisch, doch noch sind die Dialogkanäle offen. Sowohl Riad als auch seine Rivalen wissen, dass eine neue Eskalation die Kosten weiter in die Höhe treiben würde.

Huthis drohen mit Sperrung der Meerenge Bab al-Mandab

Die jemenitische Regierung scheint unterdessen ihre Streitkräfte neu zu organisieren. Verteidigungsminister Taher al-Aqeeli sagte in einem Interview, dass die Kampfbereitschaft steige und sich die Koordination zwischen den Regierungstruppen verbessert habe.

„Die Streitkräfte sind in der Lage, ohne Bedenken eine Schlacht gegen die Huthis zu führen“, sagte er. Währenddessen drohen die Huthis, die Meerenge von Bab al-Mandab für den saudischen Schiffsverkehr zu sperren, sollte Saudi-Arabien nicht die Blockade Jemens aufheben. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Eine Sperrung hätte schwerwiegende Folgen für den Öltransport aus der Golfregion.

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3 Kommentare

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  • Sind die Huthis und iihre iranischen Revolutionsanstifter endgültig lebensmüde? Könnte man meinen.

  • Jetzt droht auch Iran’s Proxy eine Meerenge zu blockieren.

    Sieht aus als würden die nächsten Jahre noch übler als die letzten.

  • Der Plural von Huthi ist und bleibt Huthi.