Finanzielle Situation von Jugendlichen: Millionen Junge von Armut bedroht
Jede vierte Person unter 25 Jahren ist in Deutschland armutsgefährdet, so eine Studie. Vor allem jene aus großen Familien sind betroffen.
Am häufigsten trifft es demnach Kinder und Jugendliche aus Familien mit mehr als drei Kindern (26,6 Prozent) oder aus Alleinerziehenden-Haushalten (23,6 Prozent). Damit liegen sie deutlich über der durchschnittlichen Armutsquote von 16,6 Prozent.
Empfohlener externer Inhalt
Die Krisen der vergangenen Monate hätten diesen Zustand noch verschärft, sagte der Vorstandvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, Stefan Ottersbach: „68 Prozent der jungen Menschen sorgen sich angesichts der aktuellen Entwicklungen, mit ihren Familien in Armut leben zu müssen, sich Wohnen und die Lebenshaltungskosten nicht mehr leisten zu können.“
Ein großes Problem ist laut Ottersbach auch das Thema digitale Armut. Diese sei eng verbunden mit schlechteren Bildungschancen. So fallen laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung bei 17 Prozent der Neuntklässler die digitalen Kompetenzen geringer aus, wenn die Eltern erwerbslos sind. „Homeschooling ist gut – wenn man genügend digitale Zugangsgeräte und ausreichend Datenvolumen hat“, sagte Ottersbach.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert
Bundestagswahl 2025
Verdrossenheit ist auch keine Lösung
Nach Raketenschuss in Neukölln
Influencer am Flughafen festgenommen
Regierungskrise in Österreich
Keine Koalition zwischen ÖVP und SPÖ
Washington Post cancelt Bezos-Karikatur
Demokratie ersäuft in Geld
Ende des Assad-Regimes
Bundesamt prüft Schutzstatus von geflüchteten Syrern
Regierungskrise in Österreich
Österreichischer Scherbenhaufen