Vorfall in Leipzig: Drohne mit Sprengstoff nahe ukrainischem Flugzeug
Am Flughafen Leipzig/Halle hat die Polizei eine Drohne sichergestellt, die mit Sprengstoff für einen Angriff ausgerüstet war. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert.
Foto: Axel Schmidt/reuters
dpa/rtr | Am Leipziger Flughafen ist nach Angaben eines Nato-Sprechers eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs sichergestellt worden. Die Ermittlungen würden von deutschen Behörden geführt, hieß es. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Morgen soll an der Drohne ein Sprengstoffpaket mit Zünder befestigt gewesen sein. Zuvor hatte Bild über den Vorfall berichtet.
Die Polizei habe das Fluggerät gesichert, hieß es nach Sicherheitskreisen. Die Drohne war demnach kurz vor Mitternacht nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine bemerkt worden. Infolge der Sperrung musste eine DHL-Frachtmaschine durchstarten. Einem Insider zufolge stieß sie kurz darauf rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt in 400 Metern Höhe mit einem unbekannten Gegenstand zusammen. Das Flugzeug konnte jedoch sicher in Hannover landen, wo leichte Beschädigungen im Frontbereich festgestellt wurden. Es ist bislang unklar, ob es sich bei dem unbekannten Gegenstand um die gesichtete Drohne, eine weitere Drohne oder etwas anderes gehandelt haben könnte.
Die Bundespolizei war nach Angaben aus Sicherheitskreisen am frühen Morgen im Einsatz. Die gesichtete Drohne sei inzwischen mit einem Röntgengerät untersucht worden.
Der Flughafen Leipzig/Halle hatte in der Nacht den Flugbetrieb eingestellt, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens und zudem ein verdächtiger Gegenstand im Bereich der Südpiste gefunden wurden. Mehrere Maschinen, unter anderem eine Passagiermaschine, wurden laut einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Die Polizei sprach von einem „sicherheitsrelevanten Vorfall“. Demnach besteht keine akute Gefahr.
Betrieb zum Teil wieder angelaufen
Der Nordbereich ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Südpiste ist für die Ermittlungen derzeit noch gesperrt.
Der Flugbetrieb im Nordbereich lief demnach kurz vor 2.00 Uhr morgens wieder an. Die Landespolizei habe die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei aufgenommen.
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