Die Wahrheit: Rote Karte in Ankara
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über den Nato-Gipfel in der Türkei erfreuen.
Beim Stelldichein der Präsidenten
am Hof von Sultan Erdoğan
ward aus dem Heer der Präpotenten
ein Häufchen braver Untertan.
Denn der Kalif von Gottes Gnaden
kam eigens von ganz fern herbei
und übernahm sofort den Laden,
samt Harem, Snackbar und Serail.
Dann musste jeder Pfötchen geben
und dazu einen frischen Scheck.
Wer knauserte, der kriegte eben
beim Dinner abends kein Besteck.
Dazu gab’s noch die Rote Karte,
die bei der Fifa übrig war.
Dann machte er wie Bonaparte
den Plan des Grönland-Feldzugs klar.
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