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Die WahrheitBallade von der Baumliebe

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über das ewig Eberige erfreuen.

Foto: W. Rolfes/imageBROKER/imago

Der Eberhard, der Eberhard,

der war in einen Baum vernarrt,

in eine Eberesche.

Er band ihr Schleifchen um den Stamm

und schmückte sie mit einem Kamm

und Spitzenunterwäsche.

Die Eberesch, die Eberesch,

die fand den Eberhard sehr fesch

und wollte mit ihm gehen.

Doch da sie tief im Erdreich stak

und Wurzelwerk nicht wandern mag,

so musst sie bleiben stehen.

Das Eberschwein, das Eberschwein

kam rottverloren, ganz allein

aus seiner Single-Suhle

und sah voll Gram, wie Eberhard

die Eberesch, die seiner harrt,

zerlegt zum Schaukelstuhle.

Ach, Pflanzenschwester, grunzt es dumpf,

den Rüssel auf dem Eschenstumpf,

so ist die Menschenliebe.

Sie schmücken und erregen dich,

sie töten und zerlegen dich

aus lauter, lauter Liebe.

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6 Kommentare

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  • BEI RANKEN EBERESCHENPFLANZEN



    GIBT'S NICHT EBERGERUCH-SUBSTANZEN



    /



    In Eberswalde konnt' man sehn,



    Wie kann es mit dem Eber gehn,



    Und auch in Eberbach wurd' ein



    Essen bereitet aus dem Schwein.



    An der Decke Würste hingen



    Vom Schwein schon in Eberdingen.



    Ähnlich man berichten kann



    Aus dem Orte Eberhahn.



    Zerlegen so ein Schwein, den Eber,



    Zu essen dann das Fleisch, die Leber,



    Dazu braucht's nicht Hände zart,



    Es braucht die Kraft von Eberhardt;



    Der will aber nicht Metzger sein,



    Er hobelt lieber, drechselt fein,



    Der Ebereschen Baumbestand,



    Weil er vegan viel besser fand.



    /



    www.mri.bund.de/de...jekte/eberfleisch/



    /



    Februar 2026, MR 🌳🐖

  • DEM EBER WIDMET AMM GEDICHT,



    ES ZEIGT UNS AUCH DIE EBERSICHT



    /



    Der Eber in der Menschenwelt



    Zu Tieren mit Respekt wohl zählt,



    Ich hier jetzt das erwähne,



    Denn essen tut der Mensch ihn auch,



    Es zählt dabei sogar zum Brauch,



    Zu sammeln Keilerzähne.



    /



    Der Mensch nennt Buben Eberhard,



    Und da steckt drin auch das Wort hart,



    Er sieht das an als Ehre,



    'Ne Eberharde kenn ich nicht,



    Auch wenn das Eberhard entspricht,



    Obwohl das möglich wäre.



    /



    Es für den Menschen heute gilt:



    Erst macht er Freundschaft, dann ist "tilt",



    Mit vielen Lebewesen,



    Vielleicht er sich dadurch abschafft,



    Weil er den Kontext nur nicht rafft,



    Zeit ist genug gewesen.



    /



    Amm schreibt, es ist doch paradox,



    Erst brauchen wir Tiere wie Ochs,



    Eber, Huhn und die Kuh,



    Dann aber kommt man zu dem Schluss,



    Dass mit dem Leben Schluss sein muss,



    Dann geht die Klappe zu.



    /



    www.swr.de/swrkult...-affe-tot-110.html



    /



    Februar 2026, MR🐖🌳

    • @Martin Rees:

      …anschließe mich

      Mit Harry Rowohlt “& jetzt etwas 🎶



      Ergänze ich - 🎶…dem Eberhard



      Dem wird der Eber hart.🎶



      Robert der Kauffmann



      Irgendwo bei seinen “Trinkliedern“

    • @Martin Rees:

      Eberhardis sei genannt



      das weibliche Pendant.



      Den Baum



      interessiert das kaum.



      Man sollt' ihn aber stehen lassen



      sonst wird die Landschaft wohl verblassen.

    • @Martin Rees:

      "Klappe zu",



      Jetzt ist Ruh'.



      Der Reim ist fein,



      Musste sein.



      Rituale, Skandal,



      Das war einmal.



      Es bleibt mir keine Wahl,



      Ihr könnt mich mal.



      -



      Abschiedsgruß vom Dackel ...

      • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

        'e' zuviel, sorry, tschüss