Die Wahrheit: Pflicht und Gicht
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über eine Armee der Rentner erfreuen.
Zurück an die Gewehre,
denn Leerstand herrscht im Heere.
Sieht man sie salutieren,
die Truppe, und marschieren,
macht einem schwer zu schaffen,
wie da die Lücken klaffen.
Die gilt es fix zu schließen,
will man erfolgreich schießen.
Drum heißt’s bald wieder schwitzen
an Flinten und Haubitzen –
für die, die auserkoren
und fristgerecht geboren,
sodass wir, dank Kanonen,
bald wieder schöner wohnen.
Wer liebend gern verzichtet,
wird später zwangsverpflichtet.
Und sieht man bei Appellen
dann doch noch freie Stellen,
holt man im Übermaße
die Rentner von der Straße,
die unsre Städte fluten,
und macht sie zu Rekruten.
Mit ihnen an den Wummen
sind andere die Dummen.
Ob Rheuma, Gicht, Arthrose,
kein Schuss geht in die Hose.
Alleine das Marschieren
klappt nur auf allen Vieren.
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