Die Wahrheit: Herbstwesen

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Hier erfreut sich die geneigte Leserschaft an einem Poem, dass die fabelhaften Zwitterwesen des Herbstes ehrt.

Ein herbstlich leuchtender Laubbaum vor blauem Himmel

Foto: AP

Kennt ihr schon den Vogel Schwops?

Hinten Schwein und vorne Mops.

Unten baumeln Vogelbeine,

obendrauf zwei ziemlich kleine

dreigezackte Seitenflügel.

Jetzt im Herbst fliegt er vom Hügel

weit hinein ins goldne Land,

Forschern bisher unbekannt.

Und dieser hier? Der kleine Molm!

Maus halb und halb Grottenolm.

Wenn im Herbst die Blätter rieseln,

sieht man ihn durchs Dickicht wieseln.

Oder, wenn die Stürme brausen,

durch die Unterhölzer sausen.

Aber folgt ihm nicht zu dicht:

Menschen mag er nämlich nicht.

Und zuletzt: Der dicke Belch!

Unten Bär und oben Elch.

Wenn es Herbst wird, ist sein Röhren

manchmal aus dem Wald zu hören.

Nachts ist er besonders laut,

doch wenn dann der Morgen graut

ist geheimnisvollerweise

stets der Belch dann wieder leise.

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kari

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