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Bislang kein Treffen mit MinisterinReiche lässt Um­welt­schüt­ze­r:in­nen links liegen

Wirtschaftsministerin Reiche traf bislang keine Vertreter von Natur- oder Umweltschutzverbänden. Anders sieht es bei der Energielobby aus.

afp | Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat seit ihrem Amtsantritt vor rund einem Jahr kein einziges Mal Vertreter von Naturschutzverbänden oder des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) getroffen. „Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern von BUND, Nabu, Greenpeace, DUH, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch und vzbv haben auf Ministerinnenebene nicht stattgefunden“, teilte ein Ministeriumssprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgabe) mit. Vertreter von Umweltverbänden beschreiben das Verhältnis zum Wirtschaftsministerium als außergewöhnlich schlecht.

Der einzige Kontakt des Deutschen Naturschutzrings (DNR) – einer Dachorganisation der Umweltverbände – zum Ministerium auf Leitungsebene sei ein Sammeltermin mit einem Staatssekretär gewesen, sagte Tobias Pforte-von Randow, stellvertretender politischer Geschäftsführer des DNR, den Funke-Zeitungen. „Aus meiner Sicht war der Kontakt zur Ministeriumsspitze noch nie so schlecht wie derzeit.“

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Sascha Müller-Kranner, sagte, unabhängig von der Parteifarbe habe es in der Vergangenheit immer einen Austausch der Ministeriumsleitung mit den Umweltverbänden gegeben. „Es gab auch immer die Bereitschaft, sich Argumente anzuhören – aber das passiert unter dieser Hausleitung nur sehr eingeschränkt“, sagte er den Funke-Zeitungen.

Zahlreiche Treffen hatte Reiche laut ihrem Ministerium mit Vertretern der großen Energiekonzerne. „Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie hat sich seit Beginn ihrer Amtszeit mit Vertreterinnen und Vertretern von EnBW, RWE, EON und Leag im Rahmen von bilateralen Gesprächen, Roundtables, Unternehmensbesuchen und weiteren Öffentlichkeitsveranstaltungen getroffen“, teilte der Sprecher mit.

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