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Belgiens Schlüsselspieler TrossardDer Spätzünder

Leandro Trossard wird zu Belgiens Erfolgsgaranten. Anders als seine Mitspieler scheint er mit dem Alter immer besser zu werden.

Eigentlich müsste Leandro Trossard altersbedingt zur „Goldenen Generation“ Belgiens gehören. Zu den De Bruynes, Lukakus, Courtois und Hazards – zu jener Mannschaft, die 2018 WM-Dritter wurde und das knapp zwölf Millionen Einwohner zählende Land gleich zweimal an die Spitze der Fifa-Weltrangliste führte. Doch Trossard war nie einer von denen. Er ist ein Spätzünder, einer, der trotz seiner 31 Jahre immer noch wirkt wie ein Spieler, der gerade erst seinen Durchbruch erlebt. Einer, der erst nach den großen Belgiern ins Rampenlicht trat.

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Bei dieser Weltmeisterschaft stellt er die alten Recken, insbesondere den großen Kevin De Bruyne, der beim Achtelfinalerfolg gegen die USA (4:1) nicht einmal eingewechselt wurde, in den Schatten. Vier Torbeteiligungen in fünf WM-Spielen verdeutlichen, welch großen Wert Trossard derzeit für dieses Team hat. Und beinahe hätte er gegen die USA gar seinen dritten WM-Treffer erzielt, wäre nicht Chris Richards noch dazwischengekommen.

Während De Bruyne, Romelu Lukaku, Thibaut Courtois und Eden Hazard früh ins Ausland wechselten und dort Titel, Pokale und Ruhm sammelten, blieb Trossard lange in Belgien. Beim KRC Genk spielte er sieben Jahre, wurde viermal verliehen und fiel erst in der Saison 2018/19 auf, als er mit 15 Torbeteiligungen maßgeblich zur Meisterschaft beitrug. Erst dann zog es ihn nach England – erst zu Brighton, später zum FC Arsenal. Dort gewann er in diesem Jahr die Premier League und erreichte das Finale der Champions League.

Debüt erst im Jahr 2020

Man könnte meinen, Trossard habe es doch noch in die „Goldene Generation“ geschafft. Er brauchte nur länger. Im September 2018 wurde er erstmals für die Nationalmannschaft nominiert, debütierte aber erst zwei Jahre später in der Nations League gegen Dänemark. Zu diesem Zeitpunkt begann allerdings die „Goldene Generation“ schon zu bröckeln. Bei der EM 2021 reichte es noch fürs Viertelfinale, bei der WM 2022 war schon nach der Gruppenphase Schluss, und bei der EM 2024 scheiterte Belgien im Achtelfinale. Trossard fand seine Form, als die großen Namen ihren Zenit längst überschritten hatten.

Trossard konnte nun bei dieser Weltmeisterschaft in Nordamerika den müden Eindruck, den sein Team vor allem in der Vorrunde hinterließ, trotz seiner 31 Jahre etwas auffrischen. Während Spieler wie Kevin De Bruyne ihre besten Jahre hinter sich haben, läuft Leandro Trossard in diesen Tagen zur Höchstform auf.

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