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live +++Angriffe auf Venezuela+++Bundesregierung wartet auf US-Begründung im UN-Sicherheitsrat

Vor einer Bewertung will die Bundesregierung die Darstellung der US-Regierung abwarten. Währenddessen befeuert Trump Angst vor möglicher Annexion Grönlands.

Proteste gegen US-Angriff in Venezuela: Am Montag berät der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung Foto: Eloisa Lopez/ reuters
Inhaltsverzeichnis

In der Nacht auf Samstag griffen die USA eine Reihe von Zielen in Venezuela an, nahmen Staatschef Nicolás Maduro gefangen und brachten ihn außer Landes. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Am Montag wird der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung über den US-Militäreinsatz in Venezuela beraten. Ebenfalls für Montag ist Maduros erste Anhörung vor Gericht angesetzt.

Schweiz friert mögliche Vermögenswerte von Maduro ein

12.45 Uhr: Die Schweiz friert mögliche Vermögenswerte des von US-Spezialkräften gefangen genommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein. Die Maßnahme gelte ab sofort, teilt der Bundesrat in Bern mit. Sie ziele darauf ab, einen Abfluss potenziell unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte zu verhindern. Mitglieder der amtierenden venezolanischen Regierung seien davon nicht betroffen. Sollte sich herausstellen, dass Gelder unrechtmäßig erworben wurden, werde die Schweiz sich bemühen, dass diese der venezolanischen Bevölkerung zugutekommen. Maduro war am Wochenende von US-Spezialkräften in Venezuela festgenommen und nach New York gebracht worden.

Bundesregierung: Auch USA müssen Völkerrecht achten

12.20 Uhr: Die Bundesregierung will vor einer abschließenden Bewertung des US-Militäreinsatzes in Venezuela zunächst die Begründung der US-Regierung im UN-Sicherheitsrates abwarten. „Der Bundeskanzler hat unterstrichen, dass alle, auch die USA, das Völkerrecht achten müssen“, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. „Dies gilt ausdrücklich für staatliche Souveränität und territoriale Integrität.“ Die Regierung sehe aber, dass es um eine komplexe Lage handele. Er verweist darauf, dass die Wahlen in Venezuela manipuliert gewesen seien, weshalb Präsident Nicolas Maduro nicht anerkannt worden sei. Ob es sich um einen völkerrechtswidrigen Einsatz der USA gehandelt hat, wollen er und die Sprecherin des Auswärtigen Amtes nicht sagen. (rtr)

Gerichtstermin für Maduro wegen Drogenhandels in New York

12.00 Uhr: Der von US-Spezialkräften gefangengenommene venezolanische Präsident Nicolas Maduro soll im Laufe des Tages einem Bundesgericht in New York vorgeführt werden. Maduro und seine ebenfalls festgenommene Ehefrau Cilia Flores sollen um 18.00 Uhr deutscher Zeit vor einem Bundesgericht in Manhattan erscheinen. Dem 63-jährigen Maduro wird von US-Anklägern vorgeworfen, ein Kokain-Handelsnetzwerk geleitet zu haben. Dieses habe mit gewalttätigen Gruppen wie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Zetas sowie den kolumbianischen FARC-Rebellen zusammengearbeitet. Maduro, ein früherer Busfahrer und Gewerkschafter, hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er bezeichnete sie als Vorwand für Pläne der USA, sich die Ölreserven des Landes anzueignen. (rtr)

„NYT“: Trotz US-Blockade verschwinden Öltanker aus Venezuela

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11.54 Uhr: Mindestens 16 unter US-Sanktionen stehende Öltanker sind nach einem „New York Times“-Bericht aus venezolanischen Häfen verschwunden. Laut der US-Zeitung gibt es Hinweise darauf, dass die Schiffe versucht haben könnten, eine von den USA verhängte Seeblockade gegen Venezuelas Öl-Exporte zu umgehen. 15 der Tanker stehen unter anderem wegen früherer Transporte von iranischem oder russischem Öl unter Sanktionen.

Nach Auswertung von Satellitenbildern durch die Zeitung lagen die Tanker wochenlang in venezolanischen Häfen, seit Samstag sind sie jedoch nicht mehr an ihren Liegeplätzen. Vier der Tanker seien auf offener See verfolgt worden. Sie hätten falsche Schiffsnamen benutzt und ihre Positionsdaten manipuliert, eine Täuschungsmethode, die als „Spoofing“ (auf Deutsch etwa Manipulation, Verschleierung) bekannt ist. Zwölf weitere Tanker hätten ihre Ortungssysteme abgeschaltet und seien derzeit nicht auffindbar. (dpa)

Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück

10.02 Uhr: Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äußerungen seien eine „illegitime Drohung“, er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. „Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.“ Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die Sicherheitskräfte zur Loyalität auf. „Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der Sicherheitskräfte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen.“ Er habe Vertrauen in sein Volk: „Der Befehl an die Sicherheitskräfte lautet, nicht auf das Volk zu schießen, sondern auf den Angreifer.“

Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert. Der Republikaner sagte, das Land werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen“. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: „Das klingt für mich gut.“

Petro wies Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies etwa auf große Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. „Ich bin weder illegitim noch ein Drogenhändler“, schrieb er auf X.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain. (dpa)

🐾 Die lateinamerikanischen und karibischen Staaten sind sich über die US-Intervention in Venezuela uneinig. Die Videokonferenz blieb ergebnislos. Über die Uneinigkeit der Celac-Staaten berichtet Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski.

Linke beantragt Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses

09.39 Uhr: Wegen des US-Militäreinsatzes in Venezuela beantragt die Linke eine rasche Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. „In dieser Sitzung bitten wir um eine Unterrichtung der Bundesregierung, insbesondere zur völkerrechtlichen Bewertung der US-Maßnahmen sowie zu den diplomatischen Schritten Deutschlands auf europäischer und internationaler Ebene“, heißt es in einem Brief der Parlamentarischen Geschäftsführerin Ina Latendorf an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU).

Die militärischen Ereignisse in Venezuela gäben Anlass zu erheblicher Besorgnis, heißt es darin. Sollten sich die Angaben zu der US-Aktion bestätigen, läge ein schwerwiegender Verstoß gegen das in der UN-Charta verankerte Gewaltverbot vor, schreibt Latendorf. „Ein Mandat des Sicherheitsrats oder eine andere völkerrechtliche Rechtfertigung ist nicht ersichtlich.“ Die Vorgänge seien so schwerwiegend, dass sie nicht bis zur nächsten regulären Sitzung des Ausschusses warten könnten.

Linken-Chef Jan van Aken hatte schon mit harter Kritik auf die US-Aktion reagiert und von „brutalem Staatsterrorismus“ gesprochen. (dpa)

CDU-Politiker warnen vor Streit mit USA wegen Venezuela

09.06 Uhr: Mehrere CDU-Politiker haben vor einem Streit mit US-Präsident Donald Trump wegen dessen militärischen Vorgehens gegen Venezuela gewarnt. „Wir tun uns alle keinen Gefallen, wenn wir jetzt ein vorschnelles Urteil treffen und damit in Streit mit dem US-Präsidenten geraten, den wir ja gewinnen wollen“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verlangte unterdessen weitere Auskünfte von den USA.

„Wir müssen die Situation so nehmen, wie sie ist, und gucken, dass wir daraus etwas Gutes machen“, empfahl Hardt. Er räumte allerdings ein, es gebe bei dem Vorgehen der USA „völkerrechtlich eine ganze Reihe von Fragezeichen“. Weiter sagte Hardt: „Der US-Präsident hat eigenwillige bis verrückte Vorstellungen mit Blick auf Außen- und Sicherheitspolitik“. Im Vordergrund müsse für Deutschland aber stehen, Einfluss zu nehmen auf die US-Politik in Fragen, „wo sie uns unmittelbar angeht“. Dies sei in der Ukraine-Politik auch gelungen.

Zur Vorsicht bei Reaktionen auf den US-Angriff auf Venezuela riet auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Armin Laschet (CDU). „Außenpolitik ist kompliziert. Man muss den Realitäten in der Welt Rechnung tragen“, mahnte er im Sender RBB. „Wäre es klug, wenn sich die Europäer jetzt zu einer einseitigen Anklage gegen US-Präsident Donald Trump entschließen würden?“, fragte Laschet. Das Ergebnis wäre voraussichtlich ein Einflussverlust in der Ukraine-Politik.

Wadephul forderte von den USA mehr Transparenz hinsichtlich des Umgangs mit Venezuela. Die US-Regierung müsse vor der Weltöffentlichkeit präzise darlegen, auf welcher rechtlichen Grundlage der Einsatz erfolgt sei, verlangte er im Deutschlandfunk. Weiter sagte er, bei der rechtlichen Bewertung des Vorgangs müsse auch berücksichtigt werden, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ein Unrechtsregime angeführt habe und dass deswegen acht Millionen Menschen aus dem Land geflohen seien. (afp)

EU muss nach US-Militärangriff auf Venezuela Verbündete an einen Tisch holen

08.57 Uhr: Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela muss die Europäische Union nach Ansicht der Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), Verbündete suchen und ihren Zusammenhalt stärken. US-Präsident Donald Trump gehe es „darum, die Einflusssphäre der USA zu sichern, die westliche Hemisphäre als Einflusssphäre der USA zu definieren“, sagte Barley am Montag im „ZDF-Morgenmagazin“.

„Das ist das, worum es eigentlich geht“, sagte sie mit Verweis auf die US-Militärintervention. Die EU müsse dringend „untereinander und mit unseren Verbündeten“ diskutieren, wie sie mit diesem Anspruch umgehe, forderte Barley.

Es werde „jetzt eine Neuordnung geben der Welt“, warnte sie. „Wenn jetzt die Regierenden der großen Blöcke beginnen, Einflusssphären einzuteilen, dann wird es darum gehen: Wo sind unsere Partnerinnen und Partner?“, fragte Barley. „Denn wenn das jetzt zwei bis drei große Länder tun“, dann gebe es „sehr, sehr viele, die damit nicht einverstanden sind, die daran kein Interesse haben“.

Die EU müsse diese befreundeten Staaten an einen Tisch holen „und sehen, wie wir damit umgehen“. Im Moment gehe es vor allem darum, „die Europäische Union zusammenzuhalten und sie stark zu machen“, denn „diese großen Blöcke haben alle das Interesse, die Europäische Union auseinanderzudividieren“, warnte Barley.

Am Sonntag hatten 26 EU-Staaten mit Ausnahme Ungarns eine gemeinsame Erklärung zu Venezuela veröffentlicht. Darin riefen sie „alle Akteure zur Ruhe und Zurückhaltung auf“, um eine Eskalation zu vermeiden. „Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes bleibt der einzige Weg für Venezuela, die Demokratie wiederherzustellen und die aktuelle Krise beizulegen“, hieß es in der Erklärung. (afp)

🐾 China ist Venezuelas wichtigster internationaler Partner, umgekehrt ist Venezuela für Peking ein Brückenkopf in Lateinamerika. Dort hat China in den letzten Jahren wirtschaftlich und politisch stark an Einfluss gewonnen, während Washingtons Gewicht rückläufig war. Könnten nach dem US-Angriff die Handelsbeziehungen zwischen China und Venezuela zukünftig von Washingtons Gnaden abhängen? Ein Bericht von Asienredakteur Sven Hansen.

Trump befeuert Angst vor möglicher Annexion Grönlands

08.00 Uhr: Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag mit neuen Äußerungen die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA befeuert. „Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird nicht dazu in der Lage sein“, sagte Trump am Sonntag an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte die USA zuvor aufgefordert, ihre „Drohungen“ zu unterlassen.

„Wir werden uns in rund zwei Monaten um Grönland kümmern“, sagte Trump und fügte hinzu: „Lassen sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen“.

Dänemarks Ministerpräsidentin Frederiksen hatte Washington am Wochenende aufgefordert, seine „Drohungen gegen einen historischen Verbündeten“ einzustellen. „Ich muss dies den USA sehr klar sagen: Es ist absolut absurd zu sagen, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Grönland übernehmen sollten“, erklärte sie. Zudem betonte sie, dass Dänemark, „und damit auch Grönland“, ein Nato-Mitglied sei und somit durch Sicherheitsgarantien des Bündnisses geschützt.

Trump selbst wurde in einem Telefoninterview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ am Wochenende gefragt, was der Militäreinsatz in Venezuela für Grönland bedeute. „Das werden sie sich selbst ansehen müssen. Ich weiß es wirklich nicht“, sagte Trump und fügte hinzu: „Aber wir brauchen Grönland, unbedingt. Wir brauchen es zur Verteidigung.“

Zugleich löste die Frau eines der wichtigsten Berater Trumps mit einem Bild der Insel in den Farben der US-Flagge Empörung aus. Katie Miller, Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, postete am Samstag auf ihrem Konto im Onlinedienst X ein Bild, das eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge zeigt. Darüber stand in Großbuchstaben „Bald“.

Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen kritisierte den Beitrag Millers als „respektlos“. „Die Beziehungen zwischen Nationen und ihren Bevölkerungen basieren auf gegenseitigem Respekt und internationalem Recht – nicht auf symbolischen Gesten, die unseren Status und unsere Rechte missachten“, erklärte Nielsen.

Laut Nielsen gibt es aber weder Grund zur Panik noch zur Sorge. „Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch Beiträge in sozialen Medien entschieden.“

Stephen Miller gilt in vielen Bereichen als der Architekt von Trumps Politik und berät diesen in seiner harten Einwanderungspolitik und der innenpolitischen Agenda.

Der dänische Botschafter in den USA, Jesper Möller Sörensen, verlangte „die uneingeschränkte Achtung der territorialen Integrität“ Dänemarks. Kopenhagen und Washington seien „enge Verbündete und müssen als solche weiterhin zusammenarbeiten“, schrieb er auf X.

US-Präsident Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme Grönlands durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung eines Sondergesandten für Grönland auf der Insel selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung.

Am Samstag hatten US-Elitesoldaten den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores bei einem Blitzeinsatz in Venezuela gefangengenommen. Maduro wurde in New York inhaftiert und soll dort wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden.

Hinsichtlich der von ihm angestrebten Übernahme Grönlands argumentiert Trump mit den Sicherheitsinteressen der USA und verweist auf die angebliche Präsenz Moskaus und Pekings rund um die geostrategisch günstig gelegene Insel. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom.

Die größte Insel der Welt liegt im Nordatlantik und Arktischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa. Auch befindet sich die Insel auf direkter Strecke einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Russland und den USA.

Im Boden Grönlands lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands zuletzt deutlich gewachsen. (afp)

Auch Wadephul will US-Angriff rechtlich nicht bewerten

07.49 Uhr: Die Bundesregierung vermeidet weiter eine völkerrechtliche Bewertung des US-Angriffs auf Venezuela. Außenminister Johann Wadephul (CDU) verlangte zwar am Montag im Deutschlandfunk von den USA, dass diese die internationale Rechtslage nicht nur beachten, sondern auch darlegen, auf welcher Grundlage der Angriff erfolgte. Die Gesamtlage jedoch sei „außerordentlich komplex“.

Wadephul verwies darauf, dass der von den USA gestürzte und außer Landes gebrachte Präsident Nicolás Maduro an der Spitze eines Unrechtsregimes gestanden habe. Er sei für Menschenrechtsverletzungen und die Flucht von einem Fünftel der venezolanischen Bevölkerung aus ihrer Heimat verantwortlich.

Zudem gebe es geopolitische Aspekte. In der Region gebe es ein „starkes chinesisches, iranisches, auch russisches Engagement“. „Also geopolitisch haben wir auch ein Interesse, haben die USA ein Interesse, das zurückzudrängen“, sagte der deutsche Außenminister.

Die rechtlichen Aspekte übersehe dennoch niemand, sagte Wadephul und verwies auf eine Erklärung der EU-Außenbeaufragten Kaja Kallas, die er mittrage. In der Erklärung wird auf die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen, die unter allen Umständen eingehalten werden müssten.

Am Wochenende hatte bereits Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärt: „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit.“ Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. (epd)

Nordkoreas Machthaber Kim begründet Raketentests mit „geopolitischer Krise“

06.55 Uhr: Nordkorea hat eigenen Angaben nach bei dem gestrigen Raketentest Hyperschallraketen getestet. Mit dem Einsatz habe man die nukleare Kriegsabschreckung des Landes stärken wollen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Hyperschallraketen gelten wegen ihrer hohen Fluggeschwindigkeit, schnellen Manövrierfähigkeit und niedrigen Fluglaufbahn als besonders gefährlich. Nordkorea behauptet seit Jahren, diese zu testen. Experten bezweifeln allerdings, dass das Land tatsächlich schon voll entwickelte Hyperschallwaffensysteme hat.

Es handle sich vielmehr um einen „quasi-Hyperschall-Flugkörper“, wie etwa der leitende Forscher am Korea Institute for National Unification (KINU), Hong Min, der südkoreanischen Zeitung Chosun Ilbo sagte.

Nordkoreanischen Staatsmedien zufolge beaufsichtigte Machthaber Kim Jong Un den Test am Sonntag persönlich. In einer Stellungnahme begründete er die Notwendigkeit der nuklearen Kriegsabschreckung seines Landes unter anderem mit der „jüngsten geopolitische Krise und den komplexen internationalen Ereignissen“. Details nannte er nicht. Kims Äußerungen kamen kurz nach dem Angriff der USA auf Venezuela am Wochenende.

Am Sonntag hatten die Regierungen Südkoreas und Japans den Start mehrerer ballistischer Raketen aus Nordkorea registriert. Diese seien rund 900 Kilometer in Richtung Japanisches Meer geflogen, hieß es von der südkoreanischen Militärführung. Weitere Einschätzungen zum Raketentyp hat Seoul bislang nicht abgegeben. (dpa)

Venezuelas neue Regierung geht auf USA zu

06.35 Uhr: Der Druck der USA auf Venezuela scheint nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro erste Wirkung zu zeigen. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez, die sich nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt hatte, signalisierte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Washington. In New York steht heute für Maduro die erste Anhörung vor Gericht auf dem Plan. Ebenfalls in der Ostküstenmetropole wird sich der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen.

Rodríguez gab sich auf Instagram nun versöhnlich gegenüber der Regierung von US-Präsident Donald Trump. „Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt.“ Es gehe um „Frieden und Dialog, keinen Krieg“, schrieb sie weiter. „Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.“

Trump drohte Rodríguez unterdessen unverhohlen. Ihr könne eine noch „schlimmere Situation“ als dem gefangengenommenen Maduro drohen, sagte er während eines Flugs nach Washington zu Reportern. Der Zeitschrift „The Atlantic“ hatte er zuvor gesagt: „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro.“ (dpa)

Venezuelas Interimspräsidentin ernennt Kommission zur Freilassung von Maduro

06.02 Uhr: Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Kommission ins Leben gerufen, die sich für die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Frau einsetzen soll. Am Sonntag (Ortszeit) ernannte Rodríguez ihren Bruder Jorge Rodríguez, den Präsidenten der Nationalversammlung, sowie Außenminister Iván Gil zu Vorsitzenden des neu geschaffenen Gremiums. Auch Informationsminister Freddy Ñáñez werde der Kommission angehören.

Rodríguez, die am Sonntag in Caracas ihre erste Kabinettssitzung einberufen hatte, drang derweil auf eine „ausgewogene und respektvolle“ Beziehung zwischen den USA und Venezuela. „Wir laden die US-Regierung dazu ein, gemeinsam an einem Programm für die Zusammenarbeit zu arbeiten“, erklärte die Interimspräsidentin im Onlinedienst Telegram. (afp)

🐾 Donald Trump träumt nach dem den Sturz Nicolás Maduros von Milliardengewinnen aus Venezuelas Öl. Doch die großen US-Konzerne zögern, der Weltmarkt braucht das Öl kaum. Nur ein Land ist vom venezolanischen Öl abhängig: Kuba. Ein Bericht von der Wirtschaftsredakteurin Ulrike Herrmann.

Regierung in Havanna: 32 Kubaner bei US-Militäreinsatz in Venezuela getötet

05.29 Uhr: Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela sind am Samstag nach Angaben der kubanischen Regierung insgesamt 32 Bürger des Inselstaates getötet worden. „Infolge des kriminellen Angriffs der US-Regierung“ auf Venezuela seien „32 Kubaner bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen“, erklärte die Regierung in Havanna am Sonntag (Ortszeit) im Staatsfernsehen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut verkündet, „viele Kubaner“ seien bei dem US-Einsatz auf das mit Kuba verbündete Venezuela getötet worden.

Bei den Verstorbenen handele es sich um Angehörige der kubanischen Streitkräfte sowie des Innenministeriums, die „auf Bitte der venezolanischen Behörden“ nach Caracas entsandt worden seien. Laut der Regierungserklärung erfüllten die Gefallenen „ihre Pflicht mit Würde und Heldentum“ und fielen „nach hartem Widerstand im direkten Gefecht gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung“ durch die USA.

Ab Montagmorgen wurde eine zweitägige Staatstrauer im Land ausgerufen. „Ehre und Ruhm den tapferen kubanischen Kämpfern, die im Gefecht gegen Terroristen in imperialistischer Uniform gefallen sind“, erklärte Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel im Onlinedienst X.

Von venezolanischer Seite wurden zunächst keine offiziellen Opferzahlen der Angriffe bekannt gegeben. Eine Ärzteorganisation in Venezuela berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP jedoch von rund 70 Toten und 90 Verletzten. Aus Militärkreisen erfuhr AFP wiederum, dass mindestens 15 Menschen getötet worden seien. Die „New York Times“ berichtete derweil unter Berufung auf Regierungskreise von 80 Toten.

Trump zufolge wurden keine US-Staatsbürger bei dem Militäreinsatz getötet. „Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert“, sagte Trump weiter.

Militärische Maßnahmen gegenüber dem wirtschaftlich geschwächten Kuba ziehe er jedoch nicht in Betracht, sagte der US-Präsident am Sonntag vor Journalisten: Kuba stehe ohne die wirtschaftliche Unterstützung Venezuelas kurz vor dem Zusammenbruch. „Ich glaube nicht, dass wir etwas unternehmen müssen. Es sieht so aus, als würde es (Kuba) untergehen“, erklärte Trump.

Kuba und Venezuela gelten als enge Verbündete. Die beiden südamerikanischen Länder eint eine kommunistische Ausrichtung sowie von den USA auferlegte Wirtschaftssanktionen. Caracas unterstützte Kuba zudem seit Jahrzehnten in wirtschaftlicher Hinsicht mit stark subventioniertem Öl. Der US-Militäreinsatz wurde von Kuba und weiteren engen Verbündeten Maduros scharf verurteilt. (afp)

Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität

04.46 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. „Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt“, sagte Trump vor der Presse. „Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir große Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen“, sagte der US-Präsident.

Auf die Frage von Reportern, ob die USA von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez verlangen werden, dass sie Oppositionelle zurückkehren lässt oder politische Gefangene freilässt, sagte Trump: „So weit sind wir noch nicht. Im Moment wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten“. Die USA hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen, Maduro festgenommen und außer Landes gebracht.

Trump sagte danach, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio machte nun in einem Interview mit dem US-Sender CBS deutlich, dass Washington Venezuela nicht regieren werde, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade aber politische Veränderungen in dem Land herbeiführen werde. Die Blockade sei ein „enormer Hebel“ und bleibe so lange, bis zentrale Forderungen erfüllt seien. (dpa)

Nach Einsatz in Venezuela droht Trump auch Kolumbien

04.40 Uhr: Nach dem Angriff auf Venezuela hat US-Präsident Donald Trump auch Kolumbien gedroht. Der Republikaner sagte vor Journalisten, Kolumbien sei „sehr krank“ und werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen“. Das werde er „nicht mehr lange machen“, sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte.

Trump hat Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro bereits mehrfach heftig kritisiert, nannte ihn bei seiner Pressekonferenz auf dem Flug nach Washington aber nicht namentlich. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: „Das klingt für mich gut.“ (dpa)

UN-Sicherheitsrat berät über US-Einsatz in Venezuela

04.04 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über den US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der langjährige Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die USA gebracht wurde. Die Dringlichkeitssitzung findet um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Bitten Venezuelas statt. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte den US-Angriff verurteilt und betont: „Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen.“ (afp)

Ölpreise fallen nach US-Militäreinsatz in Venezuela

00.50 Uhr: Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro sind die Ölpreise gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent kostete am Montag bei Handelsbeginn in Asien rund 51,6 Euro – und sank damit um rund 0,6 Prozent. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate ging um 0,7 Prozent auf knapp 51,2 Euro zurück.

Der linksnationalistische Staatschef Maduro war am Samstag während eines Blitzeinsatzes des US-Militärs zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores in Venezuela gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt. Nach dem Willen Trumps sollen US-Konzerne nun in Venezuela im großen Stil ins Ölgeschäft einsteigen. (afp)

Demos in mehreren deutschen Städten gegen US-Angriff auf Venezuela

20.44 Uhr: Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben.

In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.

In Hamburg demonstrierten nach Angaben der Polizei am Abend rund 500 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro. Die Demonstranten hielten Plakate hoch mit Schriftzügen wie „Hands off Venezuela“ und „Ergreift Partei für Frieden und gegen Aufrüstung“. Sie zogen bei Kälte und Schnee vom Heiligengeistfeld zum US-Konsulat in der HafenCity. In der Hansestadt waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen. (dpa)

🐾 Wendet die EU-Doppelstandards in ihrer Außenpolitik an? EU-Korrespondent Eric Bonse berichtet über die verhaltenen Reaktionen der EU-Mitgliedstaaten auf den Angriff in Venezuela.

🐾 Merz hat das deutsche Interesse nicht begriffen. „Denn in der neuen imperialen Welt, die vor unseren Augen entsteht, darf man sich nicht den Stärkeren unterwerfen“, kommentiert Stefan Reinecke, Korrespondent des Parlamentsbüro.

Rubio rechtfertigt Venezuela-Angriff

18.43 Uhr: Für den US-Angriff auf Venezuela ist nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio keine Zustimmung des Kongresses vonnöten gewesen. „Sie war nicht erforderlich, weil es sich nicht um eine Invasion handelte. Wir haben kein Land besetzt. Es war eine Festnahme“, sagte er im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC News. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sei von Einheiten der US-Bundespolizei FBI festgenommen worden.

Zudem seien ihm seine Rechte vorgelesen und er dann außer Landes gebracht worden, führte Rubio aus. In der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär Venezuela angegriffen. Die US-Sender CBS und CNN berichteten, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores im Rahmen der Operation „Absolute Entschlossenheit“ von Soldaten der US-Spezialeinheit Delta Force gefasst wurde.

Im Gespräch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-Aktivitäten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese Pläne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten. „Ansonsten wird der Kongress lediglich benachrichtigt“, sagte er. (dpa)

Venezuelas Militär stellt sich hinter Vizepräsidentin

18.36 Uhr: Inmitten der Unsicherheit über die politische Zukunft Venezuelas haben sich die Streitkräfte hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino umgeben von uniformierten Soldaten in einer Videobotschaft. Das Militär ist der entscheidende Machtfaktor in Venezuela, das Maduros linksautoritärer Regierung bislang treu ergeben war.

Im gesamten Staatsgebiet würden Einheiten der Streitkräfte und der Polizei aktiviert, um die „imperialistische Aggression“ der Vereinigten Staaten zurückzuschlagen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Gefangenennahme von Maduro sei eine „feige Entführung“ gewesen, bei der die US-Spezialkräfte einen Großteil von Maduros Sicherheitsteam, Soldaten und unschuldige Bürger kaltblütig getötet hätten. (dpa)

🐾 Wer ist Delcy Rodríguez? Wie tickt die Interimspräsidentin Venezuelas? Südamerika-Korrespondentin Katharina Wojczenko ordnet ein.

Venezolanischer Verteidigungsminister: Maduros Sicherheitsteam bei US-Einsatz größtenteils getötet

Bei dem US-Militäreinsatz in der Nacht zum Samstag ist nach Angaben des venezolanischen Verteidigungsministers Vladimir Padrino ein großer Teil des Sicherheitsteams von Präsident Nicolas Maduro getötet worden. Die Streitkräfte des Landes seien landesweit aktiviert worden, um die Souveränität zu garantieren, erklärt Padrino weiter in einem TV-Statement. Padrino stellt sich zudem hinter Vizepräsidentin Delcy Rodriguez als Übergangspräsidentin. (rtr)

240 Menschen demonstrieren gegen US-Angriffe auf Venezuela

Rund 240 Menschen haben in Düsseldorf gegen den Angriff der USA auf Venezuela protestiert. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration störungsfrei und friedlich. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten. Die Veranstaltung unter dem Motto „Angriffe auf Venezuela“ war von einer Privatperson angemeldet worden.

Auch in anderen deutschen Städten sind für Sonntag Proteste angekündigt. Bereits am Samstagabend waren rund 300 Menschen in Hamburg auf die Straße gegangen. (dpa)

Grönland-Karte in US-Farben: Frau von Trump-Berater sorgt für Irritationen in Dänemark

16.31 Uhr: Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat die Frau eines der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump mit einem provokanten Online-Post zu Grönland für Irritationen in Dänemark gesorgt. Der Beitrag von Katie Miller, der Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, im Onlinedienst X, der eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge zeigte, rief am Sonntag die dänische Regierung auf den Plan. Über dem Bild stand in Großbuchstaben „Bald“.

Sein Land verlange „die uneingeschränkte Achtung der territorialen Integrität“ Dänemarks, kommentierte der dänische Botschafter in den USA, Jesper Möller Sörensen, am Sonntag Millers X-Beitrag. Dänemark und die USA seien „enge Verbündete und müssen als solche weiterhin zusammenarbeiten“.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme Grönlands durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung eines Sondergesandten für Grönland auf der Insel selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung. (afp)

🐾 Ist die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela wirklich „komplex“, wie Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete? Antworten vom rechtspolitischen Korrespondent Christian Rath zu den zentralen völkerrechtlichen Fragen.

🐾 „Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, Venezuela zu bombardieren, war, ist und bleibt illegal.“, sagt SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetović. Damit widerspricht er Bundeskanzler Merz. Ein Interview von Frederik Eikmanns zum US Angriff auf Venezuela.

Laut Rubio: USA zu Zusammenarbeit mit derzeitiger Führung in Venezuela bereit

Die USA haben sich nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der verbleibenden Führung in dem südamerikanischen Land bereiterklärt. „Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun“, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. „Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen.“

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, die USA würden Venezuela zunächst selbst führen. Wie eine US-Verwaltung Venezuelas konkret aussehen könnte, ließ er allerdings offen.

Mittlerweile ernanntedDas Oberste Gericht in Venezuela ernannte Maduros Stellvertreterin Delcy Rodríguez zur Interims-Staatschefin. Diese habe zu erkennen gegeben, dass sie zur Zusammenarbeit mit den USA bereit sei, sagte Trump bei seiner Pressekonferenz am Samstag.

Rodríguez betonte in einer Fernsehansprache jedoch, Maduro sei „der einzige Präsident Venezuelas“ und forderte von Washington dessen Freilassung. Zugleich sagte sie, ihre Regierung werde Venezuela und seine „natürlichen Ressourcen verteidigen“. (afp)

Grüne kritisieren Reaktion des Kanzlers auf US-Angriff in Venezuela

14:24 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf das Vorgehen der USA in Venezuela kritisiert. „Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?“, sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztendlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. „Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz“, so Dröge.

Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit“, teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“ (dpa)

🐾„Wenn Merz in seiner Silvesterrede von der „Erneuerung der Fundamente unserer Freiheit, unserer Sicherheit und unseres Wohlstandes für die nächsten Jahre und vielleicht Jahrzehnte“ fabuliert, sollte er sich dem widersetzen – anstatt weiter den Lakaien eines kriegerischen Despoten zu spielen“, kommentiert der Parlaments-Korrespondent Pascal Beucker. Er findet, dass die Reaktionen auf Trumps Staatsterrorismus ein Offenbarungseid sind.

🐾 „Es geht doch ums Öl“: USA-Korrespondent Hans-Jürgen Mai hat mit einem US-Diplomaten über Trumps wahre Ziele gesprochen. Die Militäroperation sorgt in Washington für große Empörung – besonders bei Demokraten. Ein Überblick.

Klingbeil: Ereignisse in Venezuela bedenklich

11:55 Uhr: „Die Ereignisse in Venezuela sind sehr bedenklich“, erklärt Lars Klingbeil als SPD-Parteivorsitzender. „Der venezolanische Machthaber Maduro hat ein autoritäres Regime angeführt, das sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert hat. Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten.“ Das Völkerrecht sei zu achten. „Das gilt auch für das Handeln der USA.“ Jetzt müsse es darum gehen, „jegliche weitere Eskalation zu verhindern und den Pfad zu ⁠einem friedlichen ‍Übergang zur Demokratie in Venezuela zu finden, damit die venezolanische Bevölkerung über ihre Zukunft selbst entscheiden kann“, erklärt Klingbeil, ⁠der auch Finanzminister und Vizekanzler ist. (rtr)

Venezuelas Vizepräsidentin Rodríguez will nicht mit USA kooperieren

09.14 Uhr: Nach dem US-amerikanischen Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro hat das Oberste Gericht des Landes die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur neuen Präsidentin ernannt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur AVN am Samstagnachmittag (Ortszeit). Laut der Verfassung stehe ihr das Amt aufgrund der erzwungenen Abwesenheit von Maduro zu.

In ihrem neuen Amt erklärte Rodríguez, sie stehe fest hinter Maduro als Präsidenten und widersprach Aussagen von US-Präsident Donald Trump, sie sei bereit, mit den USA zu kooperieren. „Wir werden nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium“, erklärte Rodríguez laut der staatlichen Zeitung „Correo del Orinoco“.

Als Reaktion auf die Festnahme erklärte die venezolanische Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin Maria Machado, anstatt Rodríguez solle Edmundo González das Amt des Präsidenten übernehmen. González hatte 2024 bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela kandidiert. Nach einer offensichtlichen Wahlfälschung zugunsten von Maduro hatte sich González ebenfalls zum Wahlsieger ernannt. Er lebt derzeit im spanischen Exil und wird unter anderem von den USA und einzelnen weiteren Staaten als „gewählter Präsident“ betrachtet.

Die USA hatten Venezuela in der Nacht zum Samstag angegriffen, Präsident Nicolás Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Der 63-Jährige, der das Land seit 2013 zunehmend autoritär regiert hatte, soll in den USA wegen Terrorismus und Drogenhandels vor Gericht gestellt werden.

Die USA wollen laut Trump auf unbestimmte Zeit die Kontrolle in dem Land übernehmen, bis ein „ordnungsgemäßer Transfer“ der Macht erfolgen könne. Er hatte mehrfach mit einem Militärschlag gegen Venezuela gedroht und begründete das mit der Bekämpfung des Drogenhandels. Zudem sollen US-Firmen nun wieder eine zentrale Rolle in der Erdölindustrie des Landes bekommen, die in den 70er Jahren verstaatlicht worden war. (epd)

China fordert sofortige Freilassung von Maduro

08.59 Uhr: China hat die USA zur sofortigen Freilassung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgefordert. Zudem sollen die Vereinigten Staaten jegliche Versuche der Destabilisierung der venezolanischen Regierung einstellen, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Bereits am Vortag hatte China den Angriff der USA auf Venezuela scharf kritisiert.

China gehört wie auch Russland und der Iran zu Venezuelas Verbündeten. In der Nacht zum Samstag hatten die USA bei einem militärischen Angriff auf Venezuela den Staatspräsidenten Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“. (dpa)

Mexiko und Brasilien verurteilen US-Militäreinsatz in Venezuela

07.51 Uhr: Die linksgerichtete Regierung in Mexiko hat den US-Militäreinsatz in Venezuela scharf verurteilt. „Wir verurteilen diese Intervention in Venezuela“, erklärte am Samstag die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Das mexikanische Außenministerium betonte, jede Form militärischer Aktion „gefährdet ernsthaft die regionale Stabilität“. Mexiko verurteile „die einseitigen militärischen Aktionen“ der US-Streitkräfte gegen Ziele auf dem Territorium Venezuelas scharf und weise sie zurück.

Sheinbaum hatte zuvor angeboten, bei der Suche nach einer friedlichen Lösung im Konflikt zwischen den USA und Venezuela zu vermitteln. Nun bekräftige sie, dass ihre Regierung „eine sehr gute Beziehung“ zu Washington habe. Die mexikanische Präsidentin hatte im Zollstreit mit US-Präsident Donald Trump Verhandlungsgeschick bewiesen.

Auch der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte zuvor am Samstag den US-Militäreinsatz und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als „ernsthafte Verletzung der Souveränität Venezuelas“ angeprangert. „Die Bombenangriffe auf venezolanischem Staatsgebiet und die Gefangennahme seines Präsidenten überschreiten die Grenzen des Akzeptablen“ und bedrohten „den Erhalt der Region als Friedensgebiet“, erklärte Lula im Onlinedienst X.

Lula forderte die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen „energisch“ auf die Angriffe zu antworten. Die US-Bombardements „erinnern an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik“, kritisierte der brasilianische Staatschef.

Lula war während seiner ersten Amtszeit von 2003 bis 2010 ein wichtiger Verbündeter des damaligen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez (1999-2013), dem Mentor Maduros.

Die Beziehung Lulas zu Maduro, der nach dem Tod von Chávez 2013 Präsident wurde, verschlechterte sich in den vergangenen Jahren aufgrund der international umstrittenen Wahlen in Venezuela. Die Wiederwahl Maduros 2024 erkannte Lula nicht an.

Wie Sheinbaum hatte sich Lula als Vermittler im Dialog zwischen Trump und Maduro angeboten, um „einen bewaffneten Konflikt in Lateinamerika zu verhindern“. (afp)

⁦🐾 Lula warnt, Milei jubelt. Die Reaktionen zeigen, wie zerklüftet Südamerika im Umgang mit dem Maduro-Regime ist. Ein Bericht vom Südamerika-Korrespondent Jürgen Vogt.

04.47 Uhr: Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren. (rtr)

Medien: Venezuelas Vizepräsidentin übernimmt Regierung

04.17 Uhr: Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez örtlichen Medienberichten zufolge geschäftsführend die Führung des Landes. Das habe das Oberste Gerichtshof in Venezuela angeordnet.

Maduro und seine Frau Cilia Flores waren am Samstag bei einem US-Militäreinsatz von Spezialeinheiten festgenommen und in die USA gebracht worden. Beide sitzen in einem Gefängnis in New York, wo sie sich vor Gericht wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie zum Kokainimport verantworten müssen.

US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen wollen. Vizepräsidentin Rodríguez sei zu einer Zusammenarbeit bereit. „Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago. Rodríguez gab sich nach Trumps Äußerungen jedoch unbeugsam. „Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros“, sagte sie umgeben von Ministern und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates.

Rodríguez kündigt Widerstand an

Rodríguez kündigte entschlossenen Widerstand gegen den US-Angriff an. „Wir werden nie wieder Sklaven sein.“ Sie gilt als eine der loyalsten Figuren in Maduros Machtzentrum. Die 56-jährige Juristin hatte als Außenministerin (2014–2017) den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Schon ihr Vater war ein linker Parteifunktionär, auch ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter in Maduros Regierung. Sie forderte nach dem US-Militäreinsatz die sofortige Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau.

Venezuelas Verfassung sieht vor, dass Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernimmt.

Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado forderte nach der Festnahme Maduros die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, hieß es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung Machados. (dpa)

Maduro kommt in New Yorker Haftanstalt an

04.00 Uhr: Nach seiner Festnahme bei einem US-Militäreinsatz ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen. Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigte, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird.

US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.

Delcy Rodríguez zur neuen Präsidentin ernannt: Sie möchte nicht mit den USA kooperieren Foto: Leonardo Fernandez Viloria/ reuters

Zuvor war Maduro übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit einem Flugzeug der Bundesbehörden auf einem Flughafen im US-Bundesstaat New York gelandet und von dort per Hubschrauber in die Nähe der Haftanstalt in der Ostküstenmetropole gebracht worden. Das US-Militär hatte ihn am Samstag bei einem großen Militäreinsatz in Venezuela festgenommen.

Maduro muss sich in New York vor Gericht verantworten. Dem entmachteten autoritären Staatschef und seiner bei dem Militäreinsatz ebenfalls festgenommenen Frau Cilia Flores werden unter anderem „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokainimport“ vorgeworfen. (dpa)

Gericht in Venezuela ernennt Rodriguez zur Interimspräsidentin

⁠03:22 Uhr Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Samstag (Ortszeit) zur Interimspräsidentin ernannt. Die Entscheidung ist ⁠eine ‍Reaktion auf die Gefangennahme ⁠von Präsident Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. Rodríguez solle das Amt übernehmen, um die „Kontinuität der Verwaltung und die umfassende Verteidigung der Nation“ zu gewährleisten, hieß ⁠es in der Gerichtsentscheidung. Das Gericht kündigte zudem an, ⁠über die „rechtlichen Grundlagen“ zu beraten, um die staatliche Kontinuität nach ‍der ⁠Gefangennahme des Präsidenten ‌zu sichern. (rtr)

Rubio: Kuba könnte als nächstes dran sein

00:15 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat angedeutet, dass Kuba das nächste Ziel der Trump-Regierung sein könnte. „Wenn ich in Havanna leben und der Regierung angehören würde, wäre ich zumindest ein wenig beunruhigt“, erklärte Rubio am Samstag.

Die USA haben eine lange Geschichte militärischer Interventionen in Lateinamerika. Dazu gehört die von den USA unterstützte Invasion in der Schweinebucht 1961, die von kubanischen Exilanten angeführt wurde und auf den Sturz Fidel Castros abzielte. Die Invasion scheiterte und geriet zu einer politischen Blamage für die USA. (ap)

UN-Sicherheitsrat berät am Montag über US-Angriff auf Venezuela

22:25 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über den US-Angriff auf Venezuela. Dies teilte die somalische Präsidentschaft am Samstag in New York mit. Laut Diplomatenkreisen findet die Dringlichkeitssitzung um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Antrag Venezuelas statt. Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht zum Samstag Ziele in dem südamerikanischen Land angegriffen und den linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau gefangen genommen. (afp)

Laut Trump würde es für Machado „schwierig“ in Venezuela

19.46 Uhr: Nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat sich US-Präsident Donald Trump skeptisch über die Eignung von Oppositionsführerin María Corina Machado als dessen Nachfolgerin geäußert. „Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida über die Friedensnobelpreisträgerin. „Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.“

Trump verneinte zuvor eine Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Der Aufenthalt der venezolanischen Regierungskritikerin ist bislang nicht bekannt. (dpa)

Trump hat „keine Angst vor US-Truppen in Venezuela“

18.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump steht einem Einsatz von US-Streitkräften auf venezolanischem Boden gelassen gegenüber. „Wir haben keine Angst vor Bodentruppen. Und wir müssen welche haben, wir hatten vergangene Nacht Bodentruppen vor Ort“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er scheue sich nicht, das zu sagen. „Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordnungsgemäß regiert wird“, sagte er. (dpa)

Trump will Venezuela „reich, unabhängig und sicher“ machen

18.23 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, große US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten „schwer beschädigte“ venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.

Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela „reich, unabhängig und sicher“ machen, sagte Trump. Trump sagte zudem, Millionen Venezolaner im Exil – auch in den USA – würden von den geplanten Maßnahmen profitieren. (dpa)

🐾 Luftschläge in Venezuela und eine mögliche Entführung Maduros: US-Präsident Donald Trump will den Regimewechsel in Caracas. Was hat ihn dazu getrieben? Eine Analyse vom taz Autor Leon Holly.

Meloni: „Externes militärisches Vorgehen“ nicht richtig – aber legitim

18.22 Uhr: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zu den US-Angriffen auf Venezuela und der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro abwägend geäußert. Ein „externes militärisches Vorgehen“ sei nicht der richtige Weg, um „totalitäre Regime zu beenden“, hieß es in einer Mitteilung von Melonis Amtssitz. Die rechte Politikerin gilt als Sympathisantin von US-Präsident Donald Trump, der die Angriffe angeordnet hatte.

Gleichzeitig betonte Meloni, ihre Regierung halte ein „Eingreifen defensiver Natur“ gegen hybride Angriffe auf die eigene Sicherheit für legitim – etwa wenn staatliche Akteure den Drogenhandel in einem anderen Land fördern oder begünstigen. Trump hatte Maduro immer wieder vorgeworfen, einen Drogenstaat zu führen und die USA mit Drogen zu überschwemmen.

Trump:„Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“ Foto: Alex Brandon/ap

Meloni betonte, Italien habe stets das Streben des venezolanischen Volkes nach einem demokratischen Übergang in dem lateinamerikanischen Land unterstützt. Ihre Regierung habe zudem das repressive Vorgehen Maduros immer wieder verurteilt und gemeinsam mit den wichtigsten internationalen Partnern eine Anerkennung der Wiederwahl des Politikers nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Sommer 2024 vehement abgelehnt. (dpa)

Trump: US-Embargo gegen Öl aus Venezuela bleibt bestehen

18.01 Uhr: Das US-Embargo gegen venezolanisches Öl bleibt vorerst in Kraft. ⁠Das kündigt US-Präsident Trump auf einer Pressekonferenz in Washington an. Die US-Marine bleibe ebenfalls in Position. Die USA behielten sich alle militärischen Optionen vor, „bis unsere Forderungen in vollem Umfang erfüllt sind.“ (rtr)

Trump: USA wollen Venezuela vorerst selbst führen

18.00 Uhr: Nach ihrem Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro wollen die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump vorübergehend die Führung des Landes übernehmen. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“, sagte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Gleichzeitig kündigte er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um „anzufangen, Geld für das Land zu machen“. (afp)

🐾 Schon immer haben sich die USA gewaltsam in die Angelegenheiten lateinamerikanischer Staaten eingemischt. Aus politischen und Wirtschaftsinteressen. Ein Bericht vom taz-Autor Stefan Schaaf.

Trump: Bereit für zweite Welle von Angriffen auf Venezuela

17.55 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eine „zweite, deutlich größere Welle“ von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro „so erfolgreich“ gewesen sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. „Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen.“ (dpa)

Trump veröffentlicht Foto von Maduro in Handschellen

17.40 Uhr: Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs „USS Iwo Jima“ zu sehen, kommentierte Trump am Samstag in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs. Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen.

Oppositionsführerin Machado begrüßt Maduro-Festnahme

16.56 Uhr: Auf dem Kurznachrichtendienst X wird – unter anderem im Audioformat – ein Statement verbreitet, das der der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado zugeschrieben wird.

Darin heißt es: „Nicolás Maduro muss sich ab heute vor der internationalen Justiz für die grausamen Verbrechen verantworten, die er gegen Venezolaner und Bürger vieler anderer Nationen begangen hat. Angesichts seiner Weigerung, eine Verhandlungslösung zu akzeptieren, hat die Regierung der Vereinigten Staaten ihr Versprechen, das Gesetz durchzusetzen, eingelöst. Es ist an der Zeit, dass die Volkssouveränität und die nationale Souveränität in unserem Land herrschen. Wir werden Ordnung schaffen, politische Gefangene befreien, ein außergewöhnliches Land aufbauen und unsere Kinder nach Hause holen. Wir haben jahrelang gekämpft, wir haben alles gegeben, und es hat sich gelohnt. Was passieren musste, passiert gerade. Dies ist die Stunde der Bürger. Diejenigen, die am 28. Juli alles für die Demokratie riskiert haben. Diejenigen, die Edmundo González Urrutia zum legitimen Präsidenten Venezuelas gewählt haben, der sofort sein verfassungsmäßiges Mandat antreten und von allen Offizieren und Soldaten der Nationalen Streitkräfte als Oberbefehlshaber anerkannt werden muss. Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu übernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist. Ein Übergang, der uns ALLE braucht. An die Venezolaner, die sich in unserem Land befinden: Seien Sie bereit, das umzusetzen, was wir Ihnen sehr bald über unsere offiziellen Kanäle mitteilen werden. Die Venezolaner im Ausland müssen mobilisiert werden, um die Regierungen und Bürger der Welt zu aktivieren und sie schon jetzt für die große Operation des Aufbaus des neuen Venezuela zu gewinnen. In diesen entscheidenden Stunden sende ich Ihnen meine ganze Kraft, mein Vertrauen und meine Zuneigung. Bleiben wir alle wachsam und in Kontakt.“

Der Text endet mit den Parolen „VENEZUELA WIRD FREI SEIN!“ und „Wir gehen Hand in Hand mit Gott bis zum Ende“.

Machado, Friedensnobelpreisträgerin 2025, gilt als Sympathisantin des US-Präsidenten Donald Trump. (smd)

Russland fordert Freilassung Maduros

16.39 Uhr: Russland hat die USA aufgefordert, den gefangen genommenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau freizulassen. „Wir fordern die amerikanische Führung nachdrücklich auf, ihre Position zu überdenken und den rechtmäßig gewählten Präsidenten des souveränen Landes und seine Frau freizulassen“, erklärte das Außenministerium in Moskau am Samstag. (afp)

USA will laut Trump in Venezuela „sehr involviert sein“

16.34 Uhr: Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte will Präsident Donald Trump bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. „Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht“, sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. „Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.“

Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgeführt.

Da im vorliegenden Fall keiner dieser Gründe vorliegt, geht Venezuelas Außenminister davon aus, dass Maduro weiterhin Präsident ist. „Die Verfassung ist klar: Der gewählte Präsident, der verfassungsmäßige Präsident ist Nicolás Maduro Moros. Seine physische Anwesenheit in Venezuela muss von den USA sofort wieder hergestellt werden“, sagte Yvan Gil im Staatsfernsehen. (dpa)

Venezuelas Opposition fordert Präsidentschaft für Gonzalez

16.30 Uhr: Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina ‌Machado hat Edmundo Gonzalez als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen. ⁠Maduro sei abgesetzt worden, weil er sich Verhandlungen verweigert habe, erklärt Machado in einem am Samstag veröffentlichten Brief.

Die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Machado beansprucht mit ihrer Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024. Der Diplomat Gonzalez war dabei Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses, nachdem Machado das passive Wahlrecht entzogen worden war. (rtr)

China wirft USA Verstoß in „schwerwiegender Weise gegen Völkerrecht“ vor

16.02 Uhr: China hat die ‌Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA scharf ⁠verurteilt. „China ist zutiefst erschüttert und verurteilt die Anwendung von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und die Anwendung von Gewalt gegen den Präsidenten eines Landes auf das Schärfste“, teilt das Außenministerium in Peking in einer Erklärung mit.

„China lehnt ein solches hegemoniales Verhalten der USA entschieden ab, das in schwerwiegender Weise gegen das Völkerrecht verstößt, die Souveränität Venezuelas verletzt und den Frieden und die Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik bedroht.“ Die Regierung fordert die USA auf, sich an das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UN-Charta zu halten. Sie sollten aufhören, die Souveränität und Sicherheit anderer Länder zu verletzen. (rtr)

Trump will kompletten Regierungswechsel

15.42 Uhr: Dem bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, „dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat“, sagte Trump in einem Telefoninterview dem US-Sender Fox News mit Blick auf Maduro. Der venezolanische Staatschef sei in einer Art „Festung“ gefangen genommen worden und solle nach New York gebracht werden. (afp)

Trump will Maduro zur Kapitulation aufgefordert haben

15.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten vor einer Woche Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro zur Kapitulation aufgefordert. „Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben“, sagte Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News.

Maduro und er hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Der nun von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef habe sich geweigert. (dpa)

Premier der Slowakei Fico verurteilt US-Angriff

15.30 Uhr: Der als Sympathisant von US-Präsident Donald Trump geltende slowakische Premier Robert Fico hat den US-Angriff auf Venezuela entschieden verurteilt. Die US-Militäraktion zeige, dass „das Völkerrecht nicht gilt, militärische Gewalt ohne UN-Mandat angewendet wird und jeder, der groß und stark ist, macht, was er will“, schrieb der Linksnationalist auf Facebook.

Als Regierungschef eines kleinen Landes müsse er „so ein Untergraben des Völkerrechts resolut ablehnen“, wie er auch den Irak-Krieg und die russische Invasion in der Ukraine abgelehnt habe. Auch die Europäische Union rief Fico zu einer ebenso „konsequenten“ Verurteilung auf, wie beim Angriff auf die Ukraine. Ansonsten wäre die EU „pharisäerhaft“, schrieb der Linksnationalist. (dpa)

US-Vizepräsident Vance will „gestohlenes Öl zurück“

15.17 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance hat die Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela sowie an der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro zurückgewiesen. „Gegen Maduro liegen in den Vereinigten Staaten mehrere Anklagen wegen Drogenschmuggels und Terrorismus vor. Man kann der Justiz in den USA nicht entgehen, nur weil man in einem Palast in Caracas lebt“, schrieb er auf der Plattform X.

US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht: „Der Drogenhandel muss aufhören, und das gestohlene Öl muss an die Vereinigten Staaten zurückgegeben werden.“

Trump habe Maduro in der Vergangenheit „mehrere Auswege“ angeboten. „Maduro ist der jüngste, der erfahren musste, dass Präsident Trump seine Worte ernst meint.“

USA wollen Maduro wegen Drogenhandels und Terrorismus den Prozess machen

14.25 Uhr: Die US-Justiz will dem beim Militäreinsatz der Vereinigten Staaten gegen Venezuela mutmaßlich gefangen genommenen Staatschef Nicolás Maduro wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus den Prozess machen. Maduro und seine Ehefrau seien angeklagt und würden bald mit „dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden“, schrieb US-Justizministerin Pam Bondi am Samstag im Onlinedienst X.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores während des nächtlichen US-Einsatzes „gefangen genommen und außer Landes geflogen“ worden seien.

Bondi verwies nun darauf, dass gegen Maduro bereits in der Vergangenheit Anklage wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus und Verschwörung zur Einfuhr von Kokain“ erhoben worden sei. Diese Anklage gegen Maduro hatte das US-Justizministerium bereits 2020 – während Trumps erster Amtszeit – angestrengt.

Washington beschuldigt Maduro, den Drogenhandel für das „Kartell der Sonnen“ zu leiten, dessen Existenz zahlreichen Experten zufolge allerdings erst noch bewiesen werden muss. Maduro wies in der Vergangenheit alle Anschuldigungen zurück. (afp)

Gemischte Reaktionen aus deutscher Politik

14.00 Uhr: Der Militärschlag der USA gegen Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro rufen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen hervor. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), das Ende der Herrschaft von Maduro „wäre ein Signal der Hoffnung für Venezuela, dessen Bevölkerung zu großen Teilen vor Maduros Regime ins Ausland floh“.

Linke-Chef Jan van Aken sagte hingegen: „Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus.“ Die USA hatten Maduro und dessen Ehefrau bei dem Angriff gefasst und außer Landes gebracht, wie US-Präsident Donald Trump mitgeteilt hatte.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte eine klare Reaktion der Bundesregierung. Die Luftangriffe stellten einen Bruch des Völkerrechts und eine gefährliche militärische Eskalation dar, sagte sie dem RND. „Wir erwarten daher von der Bundesregierung, dass sie dies verurteilt und sich unmissverständlich gegenüber den USA für Deeskalation, die Einhaltung des Völkerrechts und die Achtung staatlicher Souveränität einsetzt.“

Dröge betonte, die Politik Maduros sei in keiner Weise akzeptabel. Doch auch die US-Politik sei falsch: „Unter Donald Trump verfolgen die USA international eine Politik, die immer mehr auf das Recht des Stärkeren setzt und die Einhaltung internationalen Rechts missachtet.“ Es bestehe die Gefahr, dass andere Staaten diesem Beispiel folgten und die Welt so immer gefährlicher werde. (dpa)

Venezuelas Innenminister: „Wir werden siegen“

13.35 Uhr: Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello hat sich trotz des US-Militärangriffs und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro siegesgewiss gezeigt. „Am Ende dieser Angriffe werden wir siegen“, sagte Cabello, der als einer der mächtigsten Männer des Landes gilt, am Samstag im staatlichen Fernsehen.

Es sei „nicht der erste Kampf gegen unser Volk“, sagte der Innenminister weiter und fügte hinzu: „Es lebe das Vaterland! Es lebe! Immer loyal! Niemals Verräter!“ Das venezolanische Volk wisse, wie es „unter allen Umständen überlebt“. Auf Online-Plattformen hatte es Gerüchte über eine Festnahme oder den Tod Cabellos gegeben. (afp)

EU-Chefdiplomatin erinnert an Völkerrecht

13.29 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Achtung des Völkerrechts aufgerufen. „Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf“, schrieb Kallas auf X. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heißt es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. „Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität“, fügte die estnische Politikerin hinzu.

Auch EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt über die. „Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf“, schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. (dpa)

Milei feiert Maduros Festsetzung durch die USA

13.24 Uhr: Argentiniens Präsident Javier Milei feiert die von den USA verkündete Festsetzung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. „DIE FREIHEIT SCHREITET VORAN, ES LEBE DIE FREIHEIT VERDAMMT NOCHMAL“, schrieb der ultraliberale Politiker auf X in Versalien zu einem Nachrichtenbericht, den er auf der Plattform teilte. (dpa)

Russland fordert zur Rückkehr zu Gesprächen auf

Nach Angriffen in der Nacht auf Venezuela: Das Land meldet tote und verletzte Soldaten sowie Zivilisten Foto: reuters

12.27 Uhr: In einem russischen Regierungsstatement heißt es: „In der gegenwärtigen Situation ist es vor allem wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich auf die Suche nach einer Lösung im Dialog zu konzentrieren. Wir gehen davon aus, dass alle Parteien, die möglicherweise Beschwerden gegeneinander haben, Lösungen durch dialogbasierte Mechanismen suchen müssen. Wir sind bereit, solche Bemühungen zu unterstützen.“

Russland bekräftigt darüber hinaus seine „Solidarität mit dem venezolanischen Volk“ und eine „Unterstützung für den Kurs seiner bolivarischen Führung, der darauf abzielt, die nationalen Interessen und die Souveränität des Landes zu wahren.“ (smd)

Venezuela meldet Tote und Verletzte

11.55 Uhr: Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. „Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat“, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. (dpa)

Viele falsche Videos im Netz geteilt

11.50 Uhr: In den Social-Media-Kanälen werden aktuell zahlreiche Videos geteilt, die den US-Angriff auf Venezuela zeigen sollen. Nicht alle davon sind echt. Darauf hat auf X der BBC-Journalist Shayan Sardarizadeh hingewiesen, dessen Spezialgebiete Verifikation und Desinformation sind. So zeige ein Video, das angeblich den US-Angriff auf eine Militärbasis in Venezuela zeigen soll, eine iranische Rakete auf Israel. (ga)

Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela als „verwerflich“

11.40 Uhr: Russland hat den US-Militärangriff auf Venezuela mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei „zutiefst beunruhigend und verwerflich“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau am Samstag. Es gebe keine Rechtfertigung für diese „bewaffnete Aggression“. (afp)

Spanien ruft zur Deeskalation in Venezuela auf

11.35 Uhr: Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land.

Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um „eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen“. (dpa)

„New York Times“: Keine Opfer auf US-Seite

11.35 Uhr: Bei dem Angriff auf Venezuela gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtete die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. (dpa)

Krisenstab der Bundesregierung tagt

11.20 Uhr: Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge“, heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit „in Teilen noch unübersichtlich“. Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab. (rtr)

US-Senator zu Venezuela: „Dieser Krieg ist illegal“

11.15 Uhr: Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: „Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten“.

Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: „Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.“ (dpa)

Vizepräsidentin weiß nicht, wo Maduro ist

11.08 Uhr: Die venezolanische Regierung weiß derzeit nicht, wo sich Präsident Nicolás Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilt Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie fordert „einen sofortigen Beweis“, dass die beiden noch am Leben seien. US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass Maduro ⁠und ‍seine Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden seien. (rtr)

US-Elitesoldaten sollen Maduro gefangen genommen haben

10.55 Uhr: Die Gefangennahme ⁠von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erfolgte nach Angaben eines US-Vertreters durch amerikanische Elitesoldaten. Der Sender CBS News berichtet, es habe sich um Mitglieder der Delta Force gehandelt, einer Spezialeinheit der US-Armee. (rtr)

Venezuela kündigt „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel an

10.55 Uhr: Wegen des US-Angriffs auf Venezuela hat das südamerikanische Land am Samstag einen „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Caracas wurde den USA überdies vorgeworfen, auch Wohngebiete mit Zivilisten bombardiert zu haben. (afp)

Trump kündigt Pressekonferenz an

10.42 Uhr: US-Präsident Trump verkündet in einem Social-Media-Post, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau in Gewahrsam genommen wurden und zur Stunde aus dem Land geflogen werden. Trump befindet sich derzeit in seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida und hat dort für 11 Uhr Ortszeit eine Pressekonferenz angekündigt. (sny)

Venezuelas Verteidigungsminister meldet sich lebend

10.40 Uhr: Venezuelas Verteidigungsminister, General Vladimir Padrino Lopez, hat sich als erstes Regierungsmitglied an die Öffentlichkeit gewendet. Zuvor war auf X spekuliert worden, der General sei Opfer des US-Angriffs geworden. Padrino Lopez gilt als einer der engsten Mitarbeiter der Maduro-Regierung. (sny)

Kuba verurteilt den US-Angriff

10.37 Uhr: Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilt den US-Angriff auf Venezuela als „kriminellen Attacke“. Er fordert die internationale Gemeinschaft zu einer „dringende Reaktion“ auf. (sny)

Trump bestätigt Angriff in Venezuela – Maduro gefangen genommen

10.35 Uhr: US-Präsident ⁠Donald Trump hat bestätigt, dass die USA Venezuela angegriffen haben. Es habe sich ⁠um ‍einen großangelegten Angriff ⁠gegen das Land und seinen Anführer gehandelt, teilte Trump am Samstag mit. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ⁠sei gefangen genommen und außer ⁠Landes gebracht worden.

Iran verurteilt US-Militärangriff auf Venezuela

10.34 Uhr: Der Iran hat einen Militärangriff der USA auf Venezuela scharf verurteilt. Es handle sich um eine „eklatante Verletzung seiner nationalen Souveränität und territorialen Integrität“, teilte das iranische ⁠Außenministerium ‍mit. Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, „sofort zu handeln, um ⁠die unrechtmäßige Aggression zu stoppen“ und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Iran gilt als enger Verbündeter Venezuelas. (rtr)

CBS News: Angriffe in Venezuela schon Weihnachten geplant

10.29 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat für Angriffe auf Venezuela laut einem Medienbericht bereits vor Tagen grünes Licht erteilt. Militärvertreter hätten erwogen, die Attacken an Weihnachten durchzuführen, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Aufgrund der US-Luftschläge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die Pläne dann allerdings verschoben worden. CBS News zufolge gab es in den Tagen nach Weihnachten weitere Zeitfenster für Angriffe – allerdings sei das Wetter ungünstig gewesen, sodass das US-Militär auf bessere Bedingungen gewartet habe.

In der Nacht zum Samstag haben die Vereinigten Staaten dann offensichtlich Ziele in Venezuela angegriffen. Die Regierung in Caracas warf Washington vor, eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele durchzuführen. Auch die US-Medien CBS News und Fox News berichteten, die USA hätten Ziele in Venezuela attackiert. (dpa)

US-Luftfahrtbehörde untersagt Flüge rund um Venezuela

10.15 Uhr: Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat Flüge rund um Venezuela untersagt. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannte Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad sowie um San Juan auf Puerto Rico. (dpa)

US-Medien: Militäreinsatz gegen Venezuela geht von den USA aus

09.58 Uhr: Der Militäreinsatz gegen Venezuela geht nach Informationen von US-Medien von den USA aus. Die Sender CBS News und Fox News berichteten am Samstag, dass Vertreter der US-Regierung, die anonym bleiben wollten, die Beteiligung der US-Armee bestätigt hätten. Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich zunächst nicht.

Die venezolanische Regierung warf der Regierung von US-Präsident Donald Trump einen „schweren militärischen Angriff“ vor. Dieser habe sich gegen „zivile und militärische Orte in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Aragua sowie La Guaira rund um Caracas“ gerichtet.

„Eine solche Aggression bedroht den Frieden und die internationale Stabilität“ und bringe „das Leben von Millionen Menschen schwerwiegend in Gefahr“, hieß es in der Erklärung weiter. Ziel der USA sei „nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien“. Die Regierung in Caracas rief den Ausnahmezustand aus und ordnete eine Mobilisierung des ganzen Landes zur Abwehr „dieses imperialistischen Angriffs“ auf. (afp)

Die Lage am Samstagmorgen

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CNN-Video über Angriffe in Caracas

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09.28 Uhr: In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. ‍Ziel sollten ⁠unter anderem Militäreinrichtungen sein, berichtete die Reporterin des Senders CBS am Samstag auf ⁠X unter Berufung auf US-Vertreter.

Die Regierung in Venezuela hat den USA einen „schweren militärischen Angriff“ vorgeworfen. Sein Land ⁠lehne diese Aggression ab, heißt es in einer Erklärung des Staatschefs Nicolás Maduro. Ziel der Angriffe waren demnach die Hauptstadt Caracas und La Guaira sowie die Bundesstaaten Miranda und ⁠Aragua. Maduro habe daraufhin den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung. US-Präsident Donald Trump hatte Maduro kürzlich gedroht, dass dessen Tage „gezählt“ seien.

Explosionen in Venezuela: Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf Foto: dpa

Der Militäreinsatz gegen Venezuela geht nach Informationen von US-Medien von den USA aus. Die Sender CBS News und Fox News berichteten am Samstag, dass Vertreter der US-Regierung, die anonym bleiben wollten, die Beteiligung der US-Armee bestätigt hätten. Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich zunächst nicht.

Auch der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien hat von einem Angriff auf Venezuela gesprochen. „In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen“, schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. „Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten“, forderte er.

USA werfen Venezuela vor, Drogenschmuggel zu fördern

Feuer über Caracas Foto: reuters

Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.

Venezuelas autoritärer Präsident Maduro wirft dem Weißen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.

Am Donnerstag zeigte sich Maduro jedoch offen für Gespräche mit den USA. „Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen“, sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: „Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin“, erklärte er. (afp/reuters/dpa)

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3 Kommentare

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  • Was haben unsere Politiker noch vor kurzem bezüglich unserer Beziehungen zu der USA verlauten lassen :



    " Wir müssen endlich Erwachsen werden "



    Genau ! Genau die richtige Einstellung wird da von uns demokratischen, humanistischen Mitbürgern Deutschlands gefordert, darum gilt : Wenn Regierungsverbrecher mit Regierungsverbrechern Diskrepanzen auf den Köpfen von Bevölkerungen austragen wollen und dabei geltenes internationales Völkerrecht brechen, sollten wir unsere Empörung darüber öffentlich zeigen.



    Geplante aktuelle Demonstrationsübersicht für Deutschland, von der Organisation Amerika 21



    amerika21.de/ticke...26/demonstrationen

  • Das Signal 💨 im Neuen Jahr.

    Ist doch sowas von sonnenklar!



    Wladimirowitsch -



    So! Geht - den Hinterhof aufräumen!



    Ja Wladi, da kannst du doch nur von Träumen •

  • Booey - Schweinebucht 2.0 Reloaded ?



    Leider nein! Chile 🇨🇱 9/11 läßt Grüßen •