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Aktionen in mehreren BundesländernNur wenige Bauern demonstrieren gegen Mercosur-Abkommen

In Brandenburg haben einige Landwirte Autobahnzufahrten blockiert. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es Proteste gegen den Handelsvertrag.

dpa/afp/ap/taz | An Bauernprotesten gegen das EU-Handelsabkommen mit Staaten der südamerikanischen Mercosur-Gruppe haben sich am Donnerstag in Deutschland nur wenige Menschen beteiligt. Selbst einer der Organisatoren, der Bauernbund Brandenburg, sprach lediglich von rund 120 Landwirten bei seinen Aktionen. Sie hätten mit Traktoren 11 Autobahnzufahrten in dem Bundesland blockiert, teilte die Landesgruppe der Organisation „Freie Bauern“ mit. Die Mitteilung ließ offen, ob der Verband einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen Autobahnen und dem Mercosur-Abkommen sieht.

Ein Sprecher der Freien Bauern in Mecklenburg-Vorpommern sagte, sie hätten sich „eine bessere Beteiligung gewünscht“. Der Deutsche Bauernverband, der weit mehr Landwirte vertritt, habe sich geweigert, die Aktionen zu unterstützen.

An einer Versammlung des Vereins „Land schafft Verbindung Mecklenburg-Vorpommern“ an der Autobahnauffahrt Wismar-Mitte nahm laut NDR auch ein bundesweit bekannter Neonazi aus dem Dorf Jamel teil. Ein Vorstandsmitglied der Organisation sagte demnach dazu, er habe damit kein Problem, es würden sich ebenfalls andere Handwerker aus der Region beteiligen. Auch in Niedersachsen fanden kleinere Blockaden statt.

In Paris fuhren etwa 100 Traktoren in die Innenstadt. Demonstranten versammelten sich vor dem französischen Unterhaus, der Nationalversammlung. Trotz eines Verbots hätten sich etwa 20 Traktoren im Stadtzentrum von Paris aufgehalten, einige am Arc de Triomphe und in der Gegend des Eiffelturms, teilte das Innenministerium mit. Die meisten der Fahrzeuge wurden daran gehindert, weiter ins Zentrum vorzudringen.

48 Stunden in Griechenland

In Griechenland begannen Landwirte am Donnerstag Sperren an Autobahnen, Kreuzungen und Mautstellen. Die Aktionen sollten 48 Stunden dauern. Traktoren blockierten vielerorts den gesamten Verkehr mit Ausnahme von Rettungsfahrzeugen.

Unter anderem war die wichtigste Autobahn des Landes, die Athen mit der nordgriechischen Stadt Thessaloniki verbindet, an mehreren Stellen in beide Richtungen gesperrt. Die Polizei leitete Autos und Lastwagen nach Möglichkeit auf Nebenstraßen um und griff nicht ein, um die Sperren aufzulösen. Die konservative Regierung des Landes hatte jedoch gewarnt, dass sie keine weiteren längeren Blockaden dulden werde.

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