Aktion der Neuen Generation: Klimaaktivist:innen blockieren Springer
Erneut blockiert die Neue Generation die Springer-Druckerei in Spandau. Sie sehen im Verlag eine Allianz der Reichen und Rechten.
dpa/taz | Aktivist:innen der Gruppe Neue Generation haben versucht, Zufahrten und Ausfahrten einer Druckerei des Axel-Springer-Verlags in Berlin-Spandau zu blockieren. Sie hätten drei Fahrzeuge vor dem Gebäude abgestellt und sich auf den Dächern festgeklebt, sagte ein Polizeisprecher am späten Abend. Die Beamten vor Ort hätten den Protest zunächst als Versammlung eingestuft und später dann beendet.
Dabei wurden nach Polizeiangaben sechs Personen in der Nacht zu Donnerstag festgenommen; die Blockade wurde beendet. Zuvor hatten Feuerwehrleute die festgeklebten Aktivisten von den Dächern gelöst. Eine Person musste einem Polizeisprecher zufolge mit einem Trennschleifer aus dem Fahrzeugdach geschnitten werden, da sich der Kleber nicht löste.
Die aus der Klimaschutzgruppe Letzte Generation hervorgegangene Neue Generation teilte zuvor über soziale Medien mit, sie wolle mit der Blockade die Auslieferung von Zeitungen des Springer-Verlags wie Bild und Welt verhindern. Die Gruppe wirft insbesondere der Bild vor, mit ihrer Berichterstattung zur gesellschaftlichen Spaltung und sinkendem Vertrauen der Menschen in demokratische Institutionen beizutragen. Zudem verharmlose das Blatt die Klimakrise.
„Die Bild trägt die Pressefreiheit wie ein Kostüm“, lässt sich die Aktivistin Eckart Pscheidl-Jeschke in einer Mitteilung der Gruppe zitieren. „Getarnt im Schafspelz des Journalismus, ist sie Sprachrohr der Rechten und Reichen.“ Die Gruppe wolle sich mit ihrer Aktion „gegen die Allianz der Rechten und Reichen auflehnen.“ Der Verlag war gegenüber der dpa für eine Reaktion zunächst nicht zu erreichen.
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