Stromproduktion im Juli: Sommerrekord bei Wind und Solar
Das heiße Wetter hat im Juli für Höchstwerte bei der Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie gesorgt. Bei der Wasserkraft gab es einen Tiefstand.
Im Juli produzierten Solaranlagen in Deutschland so viel Solarenergie wie noch nie in einem Monat. Das zeigen Daten des Fraunhofer-Instituts, das die Stromproduktions in Deutschland täglich auswertet. Insgesamt lieferten Solaranlagen 12 Terawattstunden Strom. Den bisherigen Rekord hatte der Mai 2026 mit mehr als 11 Terawattstunden gesetzt. Für einen Juli lag der bisherige Höchstwert bei rund 8 Terawattstunden.
Eine Terawattstunde Strom entspricht einer Milliarde Kilowattstunden und dem Stromverbrauch von mehr als einer Viertelmillion Vier-Personen-Haushalten. Im Juli 2026 wurden deutschlandweit etwa 37 Terawattstunden Strom verbraucht. Laut Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut führten der Ausbau der Solarenergie und die gestiegene Sonnenscheindauer zu dem Rekord. Im Juli 2026 gab es deutschlandweit 274 Sonnenstunden. Das sind deutlich mehr als die üblichen 225 Stunden.
Auch bei der Windkraft gab es Rekorde. Die Offshore-Windkraft lieferte 2 Terawattstunden Strom, so viel wie noch nie im Juli. Die Onshore-Windkraft erreichte mit 8 Terawattstunden knapp hinter dem Juli 2023 Platz zwei. Insgesamt kamen mehr als 70 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Davon entfielen 59 Prozent allein auf Wind und Solar.
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Die Hitze sorgte bei der Wasserkraft für einen Tiefstwert. Mit 1,1 Terawattstunden erzeugte die Wasserkraft im Juli so wenig Strom wie noch nie in diesem Jahr. „Wir hatten sehr wenig Niederschläge, wir hatten hohe Temperaturen und damit viel Verdunstung und das hat dazu geführt, dass wir eben wenig Wasserkraft haben“, sagte Burger.
Fossile Energien lieferten nur etwa 10,5 Terawattstunden und damit weniger als die Solarenergie allein. Dabei sank der Anteil der Braunkohle im Vergleich zum Juli 2025, während die Stromproduktion aus Gas stieg. Laut Burger deutet das auf hohe CO₂-Preise hin. Diese stiegen seit dem vergangenen Jahr von etwa 70 Euro auf 80 Euro pro Tonne.
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