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Migration und Flucht Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung?

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Die EU will Rückkehrzentren, viele verschließen die Augen vor den Toten im Mittelmeer. Kann man die Menschen journalistisch noch erreichen?

Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen verlagert. Gerade haben die EU-Mitgliedstaaten beschlossen, sogenannte Rückführzentren in Drittstaaten zu ermöglichen. Wer nicht in sein Herkunftsland zurückgeschickt werden kann, soll also in von der EU finanzierte Lager in anderen Teilen der Welt gebracht werden. Es ist ein weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und Auslagerung setzt.

Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebung und Rückführung diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der viele die Debatte längst satthaben? Und kann Journalismus überhaupt noch etwas bewegen?

Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Nordafrikakorrespondenten Mirco Keilberth. Seit Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.

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Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 2. 6. 2026 um 14 Uhr MEZ.

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1 Kommentar

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  • Das Thema Asyl und Migration ist das "Opium des Volks" der Millardäre, die die Welt faktisch regieren, so wie es für die deutsche Obrigkeit im 19. Jahrhundert die Religion war.



    So wird davon abgelenkt, dass eine kleine Gruppe von Superreichen die Sozial Schwachen immer mehr an den Abgrund drängt, während allein ein Elon Musk über 300 Milliarden mehr verfügt als der Bund in seinem jüngsten Haushalt.



    Fakt ist: 2025 gab der Bund rund 24,8 Mrd. € für Flucht und Migration aus. Steuern und Sozialbeiträge aller Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund lagen aber deutlich über 100 Mrd. € jährlich. Aber sie müssen als Sündenbock für alles herhalten, was in unserem Land schiefläuft. Und noch dazu werden jetzt aus dem Hause Dobrindt Schaufensteraktionen wie die Grenzkontrollen durchgeführt, die Unsummen an Aufwand und Personal verschlingen, aber in der Summe nur eine lächerlich geringe Wirkung zeigen.