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Marine Le Pen verurteiltAdieu, Madame!

Die Rechtspopulistin darf nicht bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten und muss eine Fußfessel tragen. Sie und ihre Partei hatten EU-Gelder unterschlagen.

Die Fraktionschefin des Rassemblement National, Marine Le Pen, verlässt noch vor der Urteilsverkündung den Gerichtssaal Foto: imago

Berlin/Paris afp/dpa/taz | Die rechtsnationale französische Politikerin Marine Le Pen kann aller Voraussicht nach nicht bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. Nach einem Schuldspruch wegen Veruntreuung von Geldern durch Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im Europaparlament verhängte das Gericht in Paris mit sofortiger Wirkung die Strafe der auf fünf Jahre befristeten Unwählbarkeit für politische Ämter.

Außerdem verurteilte das Gericht die 56-Jährige zu zwei Jahren Haft per Fußfessel. Zwei weitere Jahre Haft wurden zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt.

Noch bevor die Vorsitzende Richterin das komplette Urteil und die vollständige Strafe gegen Le Pen verkündete, verließ die Politikerin den Gerichtssaal.

Das Urteil kann angefochten werden. Es gilt gemeinhin aber als unwahrscheinlich, dass ein Berufungsprozess zu einem schnellen Ergebnis kommen würde.

Der 56-Jährigen, ihrer Partei und weiteren Angeklagten wurde eine Veruntreuung öffentlicher Gelder angelastet. Zentraler Vorwurf war, dass Le Pens Partei Rassemblement National vom Europäischen Parlament Geld für parlamentarische Assistenten bekommen hat, die aber teilweise oder ganz für die Partei gearbeitet hätten. Insgesamt soll es um knapp sieben Millionen Euro gegangen sein.

In Umfragen zur Präsidentschaftswahl lag Le Pen zuletzt vorne. Die Verhängung der befristeten Unwählbarkeit für politische Ämter gilt mit sofortiger Wirkung. Diese Strafe ist in Frankreich gebräuchlich bei einer Verurteilung von Politikern wegen Korruption oder Untreue.

Verurteilung kann Kandidatur blockieren

Die Anklage hatte verlangt, die Strafe vorläufig sofort nach dem Urteilsspruch in Kraft zu setzen, und nicht erst nach einem rechtskräftigen Entscheid in höherer Instanz. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Die Affäre hatte Le Pen und ihre Partei seit Jahren belastet.

Le Pens rechtsnationale Partei ist in Frankreich auf dem Vormarsch und im Parlament inzwischen so stark vertreten wie noch nie. Die von ihrem kürzlich gestorbenen Vater Jean-Marie gegründete rechtsextremistische Front National benannte Marine Le Pen 2018 in Rassemblement National um und verzichtete auf allzu radikale Positionen, um sie auch in breiteren Schichten wählbar zu machen.

In der Affäre um eine mögliche Scheinbeschäftigung von EU-Mitarbeitern hatte Le Pen die Vorwürfe stets zurückgewiesen. „Ich habe nicht das Gefühl, die geringste Regelwidrigkeit, die geringste Rechtswidrigkeit begangen zu haben“, sagte sie im Prozess.

Anm. der Redaktion: Der Text wurde im Laufe des Tages mehrfach aktualisiert.

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35 Kommentare

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  • Der Drops ist noch nicht gelutscht. LePen wird sicherlich in Berufung gehen. Der Druck der Straße wird kommen, und der der rechten Freunde in Europa ebenso. Und ich Wette, die Amis werden das so richtig ausschlachten. Das passt ja voll in deren Ideologie.

  • Geistreiche Schlagzeile?

  • Erdogan 2002: „Die Demokratie ist der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“



    ====



    Heute wissen wir wie dieses Ziel Erdogans aussieht: Gleichschaltung von Judikative, Exekutive und Legislative und im Jahr 2025 geht es ihm darum freie Wahlen letztendlich abzuschaffen.

    2..Wie der Übergang von einer Demokratie über Gleichschaltung in den USA stattfindet kann jeden Tag besichtigt werden - dto. Orban in Ungarn.

    3..Marine le Pen geht es wie Trump, Orban & Erdogan um Abschaffung der Gewaltenteilung mit dem Ziel mit einem rechtsradikalen Regime die französische Demokratie zu zerstören.



    Soviel zur politischen Dimension der Existenz von Marine le Pen und ihrer rechtsextremen Partei RN -- wobei europäische Rechtspopulisten und Russland (!!!) die Entscheidung des französischen Gerichts verurteilen!

    3.. Am Betrug/Straftatbestand Hehlerei waren 12 Mittäter beteiligt



    wobei der entstandene Schaden allein duch MLP angerichtet vom Gericht auf 2.9 Millionen Euro geschätzt wurde.

    Egal welche rechtsextremen politischen Ansichten MLP verfolgt: MLP ist eine Straftäterin und darf aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahr 2016 (!!!) als Straftäterin keine Präsidentin werden.

  • Wasser auf die Mühlen...



    Wer denkt das der rechtsnationale RN so gestoppt werden kann glaubt auch das man der Hydra problemlos den Kopf abschlagen kann.



    So richtig das Urteil gegen Le Pen ist, die Umfragewerte des RN werden dadurch weiter steigen, jede Wette 🤷‍♂️

    • @Farang:

      Stimmt, bei jeder kommenden Wahl wird FRN vermutlich Stimmen gewinnen.



      Nur, die Präsidentschaftswahl ist immer sehr an Personen gebunden, weniger an Parteien...

    • @Farang:

      Ich bin gespannt.

      Zum Einen ist nicht sicher, ob die Wechselwählerschaft so reagiert, wie es die hart rechten Stammwähler tun werden. Aus Sicht solcher antidemokratischen Nationalisten mag Le Pen nur "ihren Job gemacht" haben, wenn sie die Geldtöpfe der EU für ihre Sache illegal umfunktionierte. Aber die Wähler, die dem FN eher zuneigen, weil sie die Zentristen für ein opportunistisches Schmarotzerkartell halten, werden enttäuscht sein, dass Le Pen auch nicht besser ist. Da könnte vielleicht sogar Mélenchon der Nutznießer sein.

      Und selbst wenn nicht: Bei dem ganzen Le Pen-Kult im RN ist die Frage, ob sich gute Umfragen auch in Stimmen bei der Präsidentschaftswahl ummünzen lassen, wenn man nur mit einem Wasserträger antreten kann. Denn starke, autoritäre Führertypen neigen dazu, sich in der zweiten Reihe Leute ranzuziehen, die sich schwertun, aus dem Schatten der Spitzenfigur herauszutreten. Da spielt auch eine Rolle, dass Frankreich so Paris-zentriert ist: Profilierte Provinzfürsten wie z. B. Höcke bei der AfD, die den Staffelstab kraft eigener Hausmacht aufnehmen könnten, gibt es im RN nicht.

      • @Normalo:

        "Da könnte vielleicht sogar Mélenchon der Nutznießer sein."



        Das wäre auch ein Spiegel Ostdeutschlands - Beispiel Erfurt: Direktmandat für Bodo Ramelow, stärkste Partei die AfD...



        Erststimme Ramelow, Zweitstimme AfD - da brauchst eigentlich n Knoten für im Hirn, aber 🤷‍♂️

        • @Farang:

          Das klingt für AfD-Wähler schon arg kreativ... ;-)

          Ist es wohl auch. Da hat sich wohl eher die Stimmgewalt des restlichen Spektrums bei Erst- und Zweitstimme sehr unterschiedlich verteilt: CDU, SPD, Grüne und FDP haben allesamt weit weniger Erst- als Zweitstimmen gesammelt, die AfD hat dagegen gerade mal 0,2% Differenz zwischen beiden. Das reicht dann eben in der Zweitstimme locker gegen die CDU, aber in der Erststimme ähnlich deutlich NICHT gegen Ramelow.

  • Nachricht an Marine Le Pen:

    BYE BYE BYE

  • ich habe bei solchen Verfahren und Urteilen immer ein schlechtes Gefühl. Wieviel hatte das denn bei Trump geholfen??



    Ich nehme mal an dass Betrug bei EU Geldern in Frankreich eher als ein Kavaliersdelikt gesehen wird, von da bis zur Meinung dass es sich um ein politisches Verfahren handelt ist es nicht weit.

    • @Gerald Müller:

      Trump hat es mit einem an diesem Punkt weniger einheitlichen und nicht auf solche Restriktionen ausgelegten Rechtssystem zu tun. Frankreich - seines Zeichens Zentralstaat mit staatlich automatisch geführten Wählerregister und einem "europäischeren" Grundbegriff von Freiheit - kann so einen Wahlrechtsentzug dagegen deutlich unproblematischer anordnen und umsetzen.

      Und auch für Kavaliersdelikte gilt: Lass Dich nicht so blöd erwischen - es sei dnn, Du hast keine Feinde!



      Davon abgesehen geben sich Parteien zuweilen wirklich liebevoll Mühe, zwischen ihrer offiziellen Parteiarbeit und der faktisch der Partei dienenden Arbeit in den Parlamentsbüros eine Trennlinie so überzeugend zu simulieren, dass die Parlamentsverwaltungen wenigstens nicht allzu rote Ohren kriegen. Das einfach schlampen zu lassen, ist respektlos und gehört bestraft... ;-)

    • @Gerald Müller:

      Wenn Trump sein passives Wahlrecht verloren hätte, dann hätte das aber hallo Auswirkungen gehabt. Dann wäre er jetzt nämlich nicht Präsident.



      Und wenn in Deutschland korrupte PolitikerInnen (oder wenigstens verbrecherische PolizistInnen) verurteilt würden, hätte das auch Auswirkungen.

    • @Gerald Müller:

      Trump konnte trotzdem kandidieren, was mir unverständlich ist. Auch Leute wie Höcke und Krah und alls ähnlichen sollten nicht antreten dürfen, wenn sich schon niemand an ein Parteiverbot herantraut. Gründe dafür liefern ihre verfassungsfeidlichen Äußerungen mehr als genügende. Leute, die gerichtsfest Faschisten genannt werden dürfen haben in Wahlämtern nichts verloren. Im Sinne des Toleranz-Paradoxons ist Faschismus nicht tolerierber.

      • @Joba:

        Trump konnte u. a. deshalb kandidieren, weil die Regelung in der US-Verfassung, die es ihm verbieten könnte,

        a) seiner Partei völlig egal zu sein scheint,

        b) dieser Verfassungszusatz das Verfahren zu seiner Umsetzung völlig offen lässt und

        c) mitten in das Zuständigkeitsgewirr zwischen Union und Bundesstaaten fällt.

        zu c): Die Wahl wirkt zwar auf Bundesebene, aber bevor das "Electoral College" Jemandem zum Präsidenten wählt, läuft das Wahlrecht weitgehend nach individuellen Regelungen in den Staaten. Der Supreme Court hat nun geurteilt, dass "Landes"-Behörden diesen Verfassungszusatz nicht unmittelbar ausschließend anwenden dürfen sondern dass das letztlich nur dem US-Senat zusteht - ein speziell für Trump günstiges Urteil "seines" Gerichtshofs. Man muss ihm aber zugutehalten, dass es die Entscheidung damit letztlich in dieselben Hände gelegt hat wie beim Impeachment (wo die Verfassung ein Verfahren vor dem Senat explizit vorschreibt), was sooo sachfremd gar nicht ist.

      • @Joba:

        die Amis haben das schöne Sprichwort "if ifs and buts were candy and nuts, we´d all have a merry Christmas"

        Entscheidend ist hier doch wie diese ganze Geschichte bei den Wählern rüberkommt, und da habe ich genau wie bei Trump meine Zweifel. Das RN addressiert echte Mißstände in Frankreich, ist erfolgreich, wird aber jetzt mit einer Anklage konfrontiert die nichts mit den politischen Zuständen zu tun hat. Da braucht man noch nicht mal Verschwörungstheoretiker zu sein um politische Eunflussnahme zu vermuten. Und das untergräbt die Glaubwürdigkeit hier z.B. der Regierung.

        • @Gerald Müller:

          Marine Le Pen wurde für das verurteilt, was sie anderen vorwirft,nämlich Korruption. Sie kann ja eine Gegenklage erheben, wenn sie Beweise vorlegt, die auch bei anderen zur Verurteilung führen müssten. Die Behauptung, die Justiz würde eine solche Gegenklage nur aus politischen Gründen ablehnen, zeugt eher von einer Verschwörungstheorie, die die Unabhängigkeit der Justiz anzweifeln. Die Konsequenz daraus wird sein, dass die Rechten deshalb diese missliebigen Richter*innen absetzen und durch "wirklich unabhängige" (wer's glaubt, aber die eigene Klientel ist sehr gläubig und misstraut lediglich "den Altparteien"), wie in Polen ansatzweise und in Ungarn beinahe irreversibel schon geschehen. Das Mi Mi Mi der Rechten ist nicht ehrlich und die Protestwähler (nicht die Kernanhängerschaft) machen sich selbst etwas vor und merken es erst, wenn es zu spät ist. Ich habe aber keine Lust darauf, die Folgen mitausbaden zu müssen, wie die verbotene Opposition vor 80 Jahren. Was Demokraten sich nicht trauen, wird bei den Faschos schneller gehen, als alle Naiven sich vorstellen können. Eine erhebliche Minderheit, wünscht es ohnehin. Das ängstlgt mich.

      • @Joba:

        tolerierbar



        sorry

  • Le Pen ist erst mal weg vom Fenster, da sie die Partei wie ein Familienunternehmen führt, ist es eher unwahrscheinlich, dass die FN bald die Macht über das Präsidentenamt übernimmt.



    Das ist aber keine Überraschung, denn die FN hat schon oft Konflikte mit der Justiz gehabt. Begünstigung, Klientelismus und Nepotismus sind die Basistugenden der Partei. Zuerst wird von oben nach Unten sich unter den Nagel gerissen, was zu haben ist. Brüssel ist dabei erste Wahl, weil da oft nicht genug hingeschaut wird. Ich glaube, ihr Vater Jean-Marie hat mehr als 20 rechtskräftige Verurteilungen ansgesammelt ... Da war das aber immer Rassismus oder Homophobie.

  • Sehr gut. Ob die vielen FN-Wähler jetzt auch kapieren, dass nicht nur Le Pen ein Problem darstellt, sondern ihre ganze Partei?

    • @Winnetaz:

      Ich tippe auf das genaue Gegenteil. Der Zulauf wird steigen. Denken sie an die letzte Wahl in Frankreich: alle Parteien haben sich zusammengetan um nahezu überall nur einen Gegenkandidaten aufzustellen - so wie AfD-Wähler hierzulande aus Trotz erst recht AfD wählen je mehr die Partei ausgegrenzt wird, so läuft das bisher auch in Frankreich.



      Für Le Pen mag es das in erster Reihe gewesen sein - Putin hat es aber beispielsweise hervorragend vorgemacht, wie man ein Land auch mit fester Hand aus zweiter Reihe führt...



      Le Pen wird am Ball bleiben

    • @Winnetaz:

      Das ist vielleicht etwas kurz und auch mit eingeschränkter Sichtweise gedacht… im Ton recht belehrend.

    • @Winnetaz:

      "Ob die vielen FN-Wähler jetzt auch kapieren..."



      Kaum. Da sie ohnedies meist glauben dürften, dass die EU ein Problem ist, werden sie ihren Abneigungen allenfalls noch die Justiz hinzufügen.

  • Naja, unwählbar war sie eh schon, nun ist es gerichtlich festgestellt.

  • "" Le Pen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. „Ich habe nicht das Gefühl, die geringste Regelwidrigkeit, die geringste Rechtswidrigkeit begangen zu haben“, sagte sie im Prozess.""



    ==



    Auch 12 Mitangeklagten sind der Hehlerei schuldig gesprochen worden - weil sie Scheinverträge abgeschlossen haben die dazu führten, das RN Mitarbeiter von der EU bezahlt -- aber im Gegensatz zum Inhalt der Verträge tatsächlich für die rechtsextremistische Partei in Frankreich tätig waren.

    Gesamtschaden: 2,9 Millionen Euro.

    Die Tageszeitung Libération berichtete, dass das Gericht insgesamt Beweise für über 40 Scheinverträge über "fast zwölf Jahre" gefunden hat, die sich insgesamt auf "mehr als 4,6 Millionen Euro" belaufen.

  • Das ist kein Zufall. Die Le Pens verwalten die Front National (oder wie sie sich gerade nennen), wie ein Familienunternehmen. Natürlich sieht man staatliche Gelder als frei verfügbar an. Marine Le Pen ist das Zugpferd der Bewegung, das dürfte jetzt also ziemlich schwierig werden, den nächsten Präsidenten zu stellen. Dabei muss man sagen, dass Marine Le Pen eine hohe Intelligenz besitzt, sich politisch klug zu verhalten. Die Partei sah immer deutlich besser von oben aus, als sie es von unten war, auch die vielen Menschen, die Opfer rechtsextremer Gewalt geworden sind, hätten Marine Le Pen meistens nicht damit direkt in Verbindung gebracht. Sie hat übrigens schon beim Beginn des Prozesses erklärt, dies sei ein politisches Verfahren gegen sie und ihre Partei. Irgendeine Form von Schuldeinsicht gibt es bei ihr nicht.

  • Inhaltlich war das schon vorher recht klar. Eine Gierhalspartei, wie es übrigens auch die AfD immer wieder versuchte, Staatsgelder zu maximieren.

    Die Frage des Strafmaßes ist die spannendere.



    Le Pen hat aber Bardella als Ersatz schon aufgebaut.

    • @Janix:

      Le Pen hat sich über viele Jahre als wählbare Alternative aufegbaut, auch ordentlich Kreide gefressen. Bardella ist dagegen noch ein junger Leichtmatrose, er muss noch viele Jahre geifern und giften um derlei Ekligkeitslevel zu erreichen wie Madame.

    • @Janix:

      Juppi!



      mein erster Kommentar war schon geschrieben und abgeschickt vor der Aktualisierung von 12h30

    • @Janix:

      So lange das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, ist der Jubel über Nichtwählbarkeit verfrüht.



      Dennoch ist es wünschenswert, dass der LePen-Kelch nochmals, und das aus Selbstverschulden, an Frankreich vorbei gehen sollte.



      Bardella fehlt es (noch?) an Charisma

  • Ziemlich ironisch, dass die Chefin der Partei, die Frankreich in einem Frexit führen und aus dem Euro austreten möchte, wegen "Veruntreuung von EU-Geldern" verurteilt wird ....

    Lange wird der Rechtsdrift mit juristischen Mitteln wohl nicht aufzuhalten sein, denn die nächste Generation steht schon in den Startlöchern ....

    • @Stavros:

      Der „Rechtsdrift“ sollte auch gar nicht aufgehalten werden, sondern die Dame wurde wegen Veruntreuung verurteilt. Natürlich aber werden die Gesinnungsgenossen im In- und Ausland (Hat Trump schon ge xwittert?) es als politischen Prozess darstellen mit LePen als Opfer. Gibt vermutlich „ein paar“ zusätzliche Stimmen für die Faschisten.



      Kann sie eigentlich durch einen Präsidentenersatz nach der nächsten Wahl begnadigt werden?

    • @Stavros:

      Darum geht es nicht, sie hat eine Straftat begangen und wurde verurteilt. Dabei ist es wurscht, ob sie dem Front National oder der französischen Schildkrötenpartei angehört.



      Law and Order gelten dann eben auch für die faschistischen Herrschaften, inklusive Verlust des passiven Wahlrechts. Bardella kommt gut auf TicToc rüber, ein formschönes Nazi-Meme, das aber Menschen über 25 erstmal kaum überzeugen dürfte. Rückschläge für Nazis sind verkraftbar, Herr Nachbar.

      • @Bambus05:

        Sie haben wohl Recht.

        Ich meinte auch, dass der politische Kampf der Entscheidende ist.

        • @Stavros:

          Um den kommt man eh nicht herum, trotzdem heißt das nicht dass die Nazis juristisch alles dürfen, weil sie dann wie immer "Ich bin Opfer" schreien. Wie bei der AfD: Verbotsverfahren ja, aber gleichzeitig auch politischer Kampf gegen die politischen Amokläufer von rechts, der Müll in den Köpfen existiert, ob mit oder ohne Dunkeldeutschlandpartei. Zumal man ja auch eine neue gründen kann.

          • @Bambus05:

            Sehe ich genauso: Kampf um die Köpfe.